Frage von Kalti12, 167

Was haltet ihr von Reitbeteiligungen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Leolynn14, 15

Also prinzipiell finde ich das System der Reitbeteiligung sehr gut. Denn es bringt Vorteile auf beiden Seiten. Der Besitzer wird zeitlich und/oder finanziell etwas entlastet und die Reitbeteiligung hat gegen eine "kleinen" Betrag und/oder gegen Mithilfe im Stall in ihren Tagen sozusagen ein eigenes Pferd.

So, nun setzt das ganze aber voraus das die Reitbeteiligung zuverlässig und verantwortungsvoll mit dem Pferd und der Ausrüstung umgeht. Sich an die Absprachen hält und nicht eigenmächtig entscheidet. Auch der Besitzer des Pferdes sollte die Reitbeteiligung nicht ausnutzen und diese als Arbeitskraft "missbrauchen". Es sollte halt alles im Verhältnis stehen :). Wichtig ist das sich Reitbeteiligung und Besitzer einig sind.

Als Pferdebesitzer sollte man aber nicht im vorhinein eine Reitbeteiligung mit einkalkulieren. Sowohl finanziell als auch zeitlich sollte es auch immer ohne eine Reitbeteiligung funktionieren.

Ich habe bisher nur gute Erfahrungen mit meinen Reitbeteiligungen gemacht und bin daher dem Thema gegenüber sehr aufgeschlossen.

Expertenantwort
von friesennarr, Community-Experte für Pferde, 47

Nach 2 RB s an meinen Pferden ist für mich das Thema RB beendet.

Bei meiner ersten Stute hatte ich einen jungen Mann, dem es nur aufs reiten an kam. Schnell hat er sich auf dem gleichen Hof nach einer anderen RB umgesehen (Pferd war vermutlich toller), daher flog er logischerweise bei mir. Da er der andern Pferdebesitzerin nicht ordentlich genug war, flog er auch bald bei ihr.

Bei meiner jetzigen Stute hatte ich als sie 4 Jahre alt war (also noch Frischling unterm Sattel) eine RB, von der es hies, das sie sehr gut mit jungen Pferden war. War sie halt dann doch nicht.

Ich habe in beiden Fällen gelernt, das es nichts bringt.

Kommentar von Kalti12 ,

Ist immer schwierig wem gutes zufinden ich selber hatte eine rb und die besitzer sagen immer wieder mit mir hatten sie sehr viel glück 😊

Antwort
von Viowow, 59

es ist super schwer, vernünftige leute zu finden als rb.
die meisten überschätzen sich maßlos, wollen alles geschenkt haben und am besten auch noch ohne unterricht zu nehmen und ohne stallarbeit zu machen.
hatte ich auch schon"ich bilde das pferd ja mit weiter aus" is klar, träum weiter...

ich bin froh, das ich an meinen ponys rbs hab, die ahnung haben, unterricht nehmen und mithelfen, wenns nötig ist.

aber , wie gesagt, schwer zu finden, solche leute...

Antwort
von Michel2015, 33

Je nach dem auf was sich die Frage bezieht.

Eine RB ist ein Vertragsverhältnis zwischen Besi und Nichtbesi. Andere bezeichnen das Pferd als RB und der Besi den Reiter.

Ein RB-Vertrag ist eine gute Sache, auf Schulpferden ist das aber fast sinnlos und dient eher der Charakterbildung. Allerdings gibt es kaum noch zuverlässige, engagierte, verantwortungsbewusste und begabte Reiter (RBs) Obwohl ich immer sehr viel fördere, ich halte grundsätzlich von den Reitern (RBs) gar nichts und „Ausnahmen bestätigen die Regel“.

Antwort
von Silva1234, 28

Vorab, ich bin schon etwas älter :) (Ü40) und hatte beides, d.h. ein eigenes Pferd und eine RB. Letzteres leider schon die 2. RB, da meine 1. RB, die ich über 4 Jahre nutzen durfte, plötzlich gestorben ist.

Als damals mein eigenes Pferd starb, kam für mich ein weiteres eigenes Pferd nicht in Frage, nicht aus finanziellen Gründen, sondern da es doch viel mehr Zeit in Anspruch nimmt. Ich hatte damals noch 2 Kinder, Haus, voll berufstätig. Nach ein paar Monaten versuchte ich mich mit RB's, denn ganz ohne Reiten ging es doch nicht. Auf dem "Lande" vielleicht etwas schwieriger, als in der Großstadt. Noch dazu reite ich "nur" freizeitmäßig im Gelände, also bin KEIN Hallen- oder Platzreiter. Ebenfalls reite ich lieber ältere ruhigere Pferde, als die jungen, die noch in Ausbildung sind. Ich testete einige Pferde, mit einer Friesenstute kam ich reitmäßig gar nicht klar, obwohl sie charaktermäßig sehr lieb ist. Doch wer Friesen schon geritten ist, weiß vielleicht wovon ich spreche.

Jetzt, wo beide Kinder groß sind, ich auch nicht mehr "gebunden" bin, hätte ich wieder Zeit für ein eigenes Pferd, trotzdem habe ich mir nach dem Tod der letzten RB wieder eine RB zugelegt und ich muss sagen, ich bin 100 % glücklich damit. Auch die Besitzer haben sich noch nie über mich beschwert, ich gehe offen und direkt mit ihnen um; kümmere mich um das Pferd, als wäre es mein eigenes; aber das liegt wohl auch am Alter der Reiter, Verantwortung zu übernehmen. Und ich denke das Pferd sucht sich den Reiter/-in ... so wie meine letzte RB auch ... die CHEMIE zwischen Pferd und Reiter muss einfach stimmen.

Antwort
von MilleW, 63

Ich finde da ganz gut. Ich bin auch Reitbeteiligung an einem verrittenen Pony. Klingt blöd ich weiß aber als ich angefangen habe war er noch ganz gut zu reiten (nur der typische Pony Dickkopf) und ist im Nachhinein so blöd geworden. Aber er wird 'korrektur' geritten (Korrektur von einer die riegelt 😂) und er läuft (erstaunlicherweise) gut. Es ist einfach besser als auf schulponys. Denn was lernst du im Schulbetrieb? Reiten. Und wo willst du die Pflege lernen (Box ausmisten, longieren usw.)? Das kann man bei einer Reitbeteiligung. Ich musste nur 1 mal die Box ausmisten aber das fand ich persönlich nicht schlimm. Ich würde es eigentlich öfters machen aber der Stallbursche macht es immer, da war er krank. Aber bei schulponys hätte ich das nie gemacht. Und auch mal Selbstständig zu reiten, ohne Reitlehrer ist toll. Da habe ich besonders viel Spaß dran, Reitstunden müssen aber trotzdem genommen werden. Und wie bei einem eigenen Pferd reitest du immer 1 statt immer zu wechseln wie im Schulbetrieb. Wenn du ein eherne hast werden im Stall sicher nicht die privat Pferde untereinander für Reitstunden getauscht XD. Man lernt auch richtig Verantwortung zu übernehmen. Alles in allem: Reitbeteiligung mit Reitstunden ist besser als nur auf schulponys im Schulbetrieb zu reiten.

Antwort
von Chichi890, 82

Das ist jedem selber überlassen aber ich persönlich halte nicht sonderlich viel von Reitbeteiligungen. Da man nicht immer weiß was sie mit den Pferden machen und wie sie mit ihnen umgehen. Wenn es jemand ist den du kennst und dem du vertraust würdest glaube ich du persönlich ruhiger schlafen können.

Aber du must auch sehen wie dein Pferd reagiert wenn auf einmal 2 Personen nach ihm schauen und ihn reiten. Das Pferd hat meiner Meinung nach auch sozusagen mit zu entscheiden.

Hoffe konnte dir etwas dazu sagen : )

LG

Kommentar von Kalti12 ,

Frage nur aus Intresse 😊

Kommentar von Chichi890 ,

: )

Kommentar von Silva1234 ,

Ich habe eine RB und behandel alles als wäre es mein eigenes....  Das sollte eigentlich für Erwachsene selbstverständlich sein 

Antwort
von skinnykitty, 56

Für mich die einzige Möglichkeit, von daher gut.

Man hört vieles, 12 jährige die kommen wann sie lustig sind und gratis reiten wollen..

Ich würde auf Schulpferden nichts mehr lernen, den Wahnsinn an Schulställen möchte ich auch nicht unterstützen. Ein eigenes Pferd ist finanziell einfach (noch) nicht drin.

Leider finde ich nur Besis, die wollen, dass ich ausschließlich ausreite. Weil ich da eben am erfahrensten bin.
Pferde mit denen ich Unterricht nehmen kann ist leider eine Seltenheit hier.

Dennoch finde ich es grundsätzlich eine gute Sache und bleibe auch optimistisch auf der Suche!
Vermutlich würde ich mir auch eine RB suchen wenn ich mir in ein paar Jahren auch ein Pferd leisten kann.

Die Suche ist auf beiden Seiten schwierig, aber wenn sich die drei richtigen gefunden haben kann es eine wunderbare Sache sein.

LG

Kommentar von Kalti12 ,

Es dauert wirklich seine zeit leider.. Aber wünsch  dir viel glück :) 

Antwort
von fleivia11, 19

Ich persönlich finde es eine super Idee, hatte selber 2 Jahre lang eine (musste aus zeitlichen Gründen aufhören)
Je nach dem was du für ein Pferd bekommst und was der Besitzer dir erlaubt, ist es wie ein eigenes pferd nur mit viiiiieeel weniger Kosten.
Es kann aber leider auch so sein, dass du gar kein Glück mit dem Pferd oder dem Besitzer hast, das gibt es natürlich auch.
Aber alles in einem finde ich es super, weil man auch nicht jeden tag zum pferd gehen muss

Antwort
von axoni, 53

Bevor ich was zum falschen Thema schreibe. Auf was bezieht sich das?

Kommentar von Kalti12 ,

Allgemein würde mich mal intressieren was andere leute so drüber denken ob positiv oder negativ.. 

Kommentar von axoni ,

Ah ok über Pferde, damit kenn mich kaum aus sry.

Antwort
von Schlauberger303, 62

Finanziell gesehen das einzige, was sich mit gesundem Menschenverstand verantworten lässt. Pferdehaltung ist einfach zu teuer / aufwändig.

Kommentar von friesennarr ,

Ich hätte mein Pferd nicht, wenn ich es finanziell nicht schaffen würde. Wer von einer RB abhängig ist, das Pferd zu finanzieren bekommt schnell Probleme. Eine RB kostet oft weit mehr als das was sie zahlt.

Kommentar von Schlauberger303 ,

Falsch verstanden. Als RB zu agieren ist viel, viel günstiger, als ein eigenes Pferd zu haben.

Die Finnanzierung eines Pferdes von Reitbeteiligungen abhängig zu machen ist natürlich wirklich quatsch, das geht schief.

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