Frage von dfllothar, 65

Was haltet ihr von reinen Elektro-Autos für den "Otto-Normalverbraucher"?

Zunächst Schön und Gut, weil umweltfreundlich. Sehr gut geeignet für den Kurzstreckengebrauch. Die Anschaffung ist zwar teuerer als für ein normales Auto mit Verbrennungsmotor, aber halt wesentlich billiger in den Verbrauchskosten.

Aber jetzt kommts, man spricht nur über dieses. Wie siehts denn mit der Wartung aus, die Technik ist ja auch nicht ausfallfrei und wie stehts mit der Brauchbarkeitsdauer der sündhaft teueren Batterie?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Skinman, Community-Experte für Auto, 24

Der Otto-Normalverbraucher hat sich daran gewöhnt, dass er mit seinem teuren Auto auch lange Strecken zurücklegen kann, falls er das mal möchte.

Das wird mit Elektrofahrzeugen auf absehbare Zeit nicht der Fall sein. Selbst wenn sie die Batteriekapazität noch so sehr erhöhen, werden dadurch immer auch zugleich die Ladezeiten proportional ansteigen, weil man den Ladestrom nicht einfach beliebig weit hochschrauben kann.

So lange also nicht bei einem hohen Anteil Verbraucher eine andere Geisteshaltung einzieht, werden sich Elektrofahrzeuge nicht auf breiter Front durchsetzen.

Der einzige aktuell absehbare technische Lösungsansatz für dieses Problem wären Redox-Flow-Batterien, bei denen man den Eletrolyten an Tankstellen ablassen und frischen einfüllen kann. Das könnte ähnlich schnell gehen wie ein normaler Tankvorgang bei einem Auto mit Verbrennungsmotor. Aber bevor eine solche Infrastruktur flächendeckend aufgebaut wird, halte ich es eher für wahrscheinlich, dass ein flächendeckendes  Wasserstroff-Netz für Brennstoffzellen-Hybridfahrzeuge steht. Und selbst das ist schon nicht sehr wahrscheinlich beziehungsweise wird noch ewig dauern.

Vor dem Hintergrund sterben wir Menschen vermutlich eher aus (2035 nach den neuesten Prognosen.)

http://www.flassbeck-economics.com/how-climate-change-is-rapidly-taking-the-plan...

Expertenantwort
von rotesand, Community-Experte für Kleidung, Auto, Mode, Schule, 12

Hallo!

Ich bin sehr skeptisch.. ehrlich gesagt, ich vermute, dass es genauso weitergeht & Elektroautos keinerlei Option sein werden. Die Technologie ist nicht viel weiter als vor 25 Jahren beim Opel-Elektrokadett ("Impuls" oder so) ---------> man könnte viel weiter sein, aber die Lobbyisten verhindern's eben doch.

Außerdem sind Elektroautos nur dann konsequent wenn sie mit Strom betrieben werden, der nicht aus dem Atomkraftwerk kommt. Und Ladestationen gibt es auch kaum, während Benzin in fast jedem Dorf gezapft werden kann. Daran hapert es ebenfalls..!

Ich denke nicht, dass Elektromobilität jemals durchsetzungsfähig sein wird. Dann eher Wasserstoff, aber auch das ist angesichts starker Öl-/Benzinlobby sehr fragwürdig.

Außerdem sind die Fahrzeuge, die es aktuell als Elektroauto gibt, einfach nur praxisfremd, egal ob der kleine Renault den ich neulich sogar in FFM gesehn habe oder diese komischen Elektro BMWs.. das sind teure, enge, im Alltag kaum brauchbare Windeier für viel zu viel Geld. Der teure Tesla ist Luxusklasse & für die meisten ebenfalls unerschwinglich. Und selbst der anhand seiner Größe & seines Formats sehr brauchbare Elektrogolf von VW als einigermaßen akzeptable Synthese aus "noch erschwinglich und kein winziger Stadtkleinwagen" kostet noch weit über 30000 Euro ------> das ist einfach deutlich zu viel Geld für einen Kompakten das kaum jemand ausgeben kann/möchte.. Endeffekt: Niemand will sowas haben. Da kauft man was legitim ist den Benzinergolf für die Hälfte!

Elektroautos werden erst dann interessant, wenn sie günstiger werden. Dafür aber müsste die Technik weiter verbreitet werden & eher gekauft werden, damit das Ganze in Großserienproduktion günstiger hergestellt werden kann. Und das wird es nicht geben. Es ist ein Teufelskreis.

Die Lebensdauer der Batterie kann man aber nicht abschätzen. In Sachen Wartung sehe ich bei Elektroautos keine Probleme, da die ganze Motortechnik entfällt wie bei einem Verbrennungsmotor. Aber auch das muss die Zukunft zeigen.

Im Grunde ist es mit Elektroautos exakt so, wie es dieser Ausschnitt aus einer meiner Lieblingsserien zeigt^^ und so wird es auch bleiben.

Antwort
von PoisonArrow, 30

Schön und vielleicht in die richtige Richtung gedacht - aber leider noch nicht wirklich brauchbar für den Normalo.

Zu teuer, zu geringe Reichweiten, derzeit noch schlechte flächendeckende Versorgung "unterwegs".

In meinen Augen im Moment noch ein Zweitwagen für Leute mit Geld, die dann was zum Vorzeigen haben und in der Stadt rumgurken.

Der Tesla ist schon eher was in Sachen "Reichweite", aber ein absoluter Luxusartikel, weit entfernt vom Volkswagen.

Grüße, ----->

Kommentar von ask4answer7 ,

Tesla ist aber Oberklasse...

Kommentar von PoisonArrow ,

ganz sicher! Wer behauptet das Gegenteil?

Antwort
von Havenari, 10

Zunächst kommt es immer auf den Einsatzzweck an. Viele Zweitwagen werden ausschließlich auf Kurzstrecken bewegt, da bedeutet die geringe Reichweite überhaupt keine Einschränkung.

Das Problem der Batterielebensdauer hat m.E. Renault elegant gelöst: die Batterie wird gemietet (zu unterschiedlichen Preisen, je nach Fahrleistung) und bei einem Abfall ihrer Kapazität unter eine bestimmte Grenze kostenlos ausgetauscht. Damit lebt man einigermaßen sorgenfrei und mit kalkulierbaren Kosten.

Antwort
von wollyuno, 21

einfach noch zu teuer für otto normalverbraucher,tankstellennetz mickrig akkulebensdauer,reichweite und solche dinge.siehst doch trotz zuschuss wenig interesse

Antwort
von kenibora, 18

Auch hierbei gilt, je weniger Fahrzeuge um so höher die Kosten von Wartung, Ersatzteilen und allem damit verbundenem

Antwort
von NeoExacun, 25

Wartung ist bei Elektroautos deutlich einfacher, da alles, was mit Motor zu tun hat wegfällt.

Lebensdauer der Batterie kann so pauschal nicht beurteilt werden. Aber ein Jahrzehnt sollte die bei einem Normalverbraucher bei ordentlicher Behandlung schon leben. Und leben heißt im Normalfall >70% Kapazität.

Kommentar von dfllothar ,

Aber das Elektro-Auto hat auch einen Motor, der mal ausfallen kann. Zudem kommt noch die komplizierte Ansteuerungstechnik mit aufwendiger Leistungselektronik, die bei bester Auslegung auch mal einen Fehler aufweisen kann.

Zur Wartung ist hier eigentlich ein absolut fachkundiger Elektriker und auch Elektroniker erforderlich. Für den Laien ergibts sich keine Möglichkeit, selbst was zu machen.

Kommentar von NeoExacun ,

Die muss aber keine Werkstatt reparieren, außerdem sind solche Ausfälle höchst selten, da sie vion der Elektronik verhindert werden. Ich bezweifle, dass Tesla bisher allzuviele Motoren oder Leistungstreiber aufgrund von Verschleiß wechseln musste. Das kommt bei Teilen, die keine oder nur ein bewegliches Teil haben, einfach nicht so oft vor.

Sollte da mal ein defekt auftreten ist das für die Werkstatt nur ein Wechsel, wobei das dann eigentlich sowieso der Hersteller selbst macht, weil es eben nur selten Verschleiß sondern eher ein Defekt ist.

Antwort
von BenniXYZ, 16

Nicht viel. Zu teuer in der Anschaffung, zu geringe Reichweite und zu wenig Ladestationen. Wieso haben die Dinger nicht wenigstens einen Stecker, den man in seine eigene Steckdose an der Garage stöpseln könnte??

Kommentar von dfllothar ,

Meinst du so ein Netzkabel mit Schukostecker für die normale Steckdose an der Wand. Damit würdest du die nicht potentialgetrennte Wechselspannung von 230 V in das Auto einführen, was bei einem Isolationsfehler die Karosse des Fahrzeugs unter berührungsgefährliche Spannung setzen würde.

Außerdem müßte dann noch das Ladegerät für die Batterie im Fahrzeug untergebracht sein, was zusätzlichen Einbauplatz beansprucht.

So sehe ich das als Elektro-Ing.

Kommentar von NeoExacun ,

1. Das ist bei Ladestationen nicht anders, da hast du sogar oft 400V. Und potentialgetrennt sind die auch nicht.

2. Das Ladegerät für die Batterie IST im Fahrzeug.

Kommentar von NeoExacun ,

Ich kenne kein Elektroauto, dass man NICHT an eine normale Steckdose anschließen könnte.

Kommentar von BenniXYZ ,

und warum braucht man dann Ladestationen?

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