Was haltet ihr von Organspender?

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9 Antworten

Ich habe seit meinem 16. Lebensjahr einen Organspendeausweis. Ich habe allerdings genau darauf vermerkt, welche Organe mir entnommen werden dürfen und welche nicht, im einzelnen sind dies Lunge, Leber, Herz und Nieren. Damit das mir alle Organe entnommen werden würden, bin ich trotzdessen das ich selber sie nicht mehr benötigen würde nicht einverstanden, da ich es für die Angehörigen sehr schlimm finden würde einen komplett "ausgenommen" Körper beerdigen zu können. 

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Organspende sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Jährlich sterben so viele Menschen, denen man medizinisch helfen könnte auf der Warteliste für ein Organ und aus dem Grund, weil es Leute gibt, die immer noch keinen Organspendeausweis haben oder sich bewusst weigern ihre Organe oder bestimmte Organe zu spenden.

Wenn man die Chance hat, ein Leben zu retten und es nicht tut, ist das meines Erachtens sehr verwerflich. Nach dem Tod verottet der eigene Körper und hat keinen Nutzen mehr. Es ist ein unglaublicher Egoismus, seine Körperteile, aus welchem Grund auch immer, nach dem Tod einfach wegzuschmeißen, wenn man damit gleich mehrere Leben retten könnte.

Man würde sich selbst ja auch wünschen, dass andere einem ihre Organe überlassen, wenn man selbst in der Situation ist, sie zu benötigen. Ich könnte es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren, keinen solchen Ausweis zu haben.

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Kommentar von ManuTheMaiar
28.11.2016, 19:35

Organspende sollte eine Selbstverständlichkeit sein.

Entscheidungsfreiheit sollte eine Selbstverständlichkeit sein

Wenn man die Chance hat, ein Leben zu retten und es nicht tut, ist das meines Erachtens sehr verwerflich.

Damit meine ich auch die Freiheit Nein ankreuzen zu können ohne das gleich die moralische Keule über mir geschwungen wird

Nach dem Tod verottet der eigene Körper und hat keinen Nutzen mehr. Es ist ein unglaublicher Egoismus, seine Körperteile, aus welchem Grund auch immer, nach dem Tod einfach wegzuschmeißen,

Nach dem richtigen Tod verrottet der Körper aber dann kann keiner meine Organe noch gebrauchen, ich habe aus persönlichen Gründen ein Problem mit dem Hirntod und es ist sicher nicht egoistisch das ich mein Recht auf Leben warnehmen will und lieber weiterbeatmet und versorgt werden möchte als mich in einer Operation auseinander nehmen zu lassen

dass andere einem ihre Organe überlassen, wenn man selbst in der Situation ist

Ich will auch kein fremdes Organ, ich würde für meine Zwillingsbruder (über)lebend spenden und er für mich und das war es, hat auch den riesen Vorteil das es keine Abstoßung gibt

Ich könnte es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren, keinen solchen Ausweis zu haben.

Ich auch nicht (denn dann würden meine Angehörigen von geschultem Personal unter Druck gesetzt) und deshalb habe ich natürlich einen Ausweis und da steht drin das ich kein Organspender bin und sämtliche Hirntoduntersuchungen insbesondere der Apnoe Test an mir verboten sind (so hebel ich die Bevormundung aus das jeder Hirntote abgeschaltet werden muss)

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Ich halte vom Hirntod nicht viel für mich sind das "nur" Koma Patienten und die Tests mit den man das feststellt sagen mir auch nicht zu, ich hatte mir das Anfang des Jahres sehr genau mit meinem Zwillingsbruder überlegt und wir würden nicht wollen das einer von uns in so einer Operation auseinander genommen wird, wir hängen sehr aneinander und können nicht ohne den anderen, deswegen haben wir uns für einen sehr ungewöhnlichen Weg entschieden und Patientenverfügungen gemacht die ja zu Lebenserhaltung sagen und gleichzeitig die Hirntodtests an uns verboten und vielleicht gibt es ja bald Hoffnung

http://www.rp-online.de/leben/gesundheit/medizin/us-forscher-wollen-mit-stammzellen-hirntote-wiederbeleben-aid-1.5970193

Natürlich würde ich ohne zu überlegen meinem Zwillingsbruder ein Organ spenden, man kann auch mit nur einer Niere gut klarkommen und die Leber wächst sogar nach und was noch viel wichtiger ist, unter eineiigen Zwillingen gibt es keine Abstoßung außerdem da wir ja selber keine Organspender sind bräuchte so auch keiner ein fremdes Organ annehmen und das kann dann jemand anders bekommen

Aber das würde ich auch nur für ihn tun

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Interessiert Dich die Meinung in diesem Portal auf der Basis wissenschaftlichen Detailwissens, das nicht nur aus dem Internet zusammengelesen ist? Dann ist GF definitiv der falsche Platz.

Oder interessiert Dich der Grad faktenfreier moralischer Empörung über eine "diabolische Ärzteclique", die aus Geldgiere quicklebendige Menschen ausweidet? Dann ist Deine Frage ein Startsignal für Verschwörungstheoretiker.

Ich staune als Mediziner hier immer wieder über die ignoranten Äußerungen zu Themen, von denen die Antwortgeber effektiv nicht die geringste Ahnung haben. Dieses spekulative, gerüchtegesteuerte Gewäsch würde eine ernsthafte medizinische Fachzeitschrift noch nicht mal als Leserbrief akzeptieren.

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Damit hilfst du ja Menschen also ist es eigentlich gut. Aber es gibt wiederum etwas negatives daran. Undzwar kannst du ja nur in Koma fallen und die Ärzte denken, dass du Tot bist. Aufgrunddessen schneiden die deinen Körper ja auf und somit bist du tot falls du es vorher nicht warst. Ich hoffe du verstehst was ich meine. Also lieber erstmal sehr gut überlegen!

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Kommentar von WiihatMii
28.11.2016, 19:28

Diese Aussage ist medizinisch aber nicht zutreffend. Für Tod wird erklärt, wer wirklich tot bzw. zumindest hirntot ist. Ein Mediziner kann den Unterschied zwischen Hirntod und Koma sehr wohl unterscheiden.

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Kommentar von elha98
28.11.2016, 19:29

Ein Arzt kann ein Koma schon vom Tod unterscheiden, sogar ein Laie könnte das. Bei ersterem bist du nämlich noch lebendig und hast Puls... 

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Sehr viel, dank einer Organspende hatte ich mehr als 23 dialysefreie Jahre und eine deutlich längere Lebenserwartung und höhere Lebensqualität als mit Dialyse...

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Wenig ! Denn sie haben sich durch die Pro-Argumente einlullen lassen und kennen i.d.R. die Kontra-Argumente nicht.

Dass Mediziner an die Organe wollen - ist verständlich.  Die kennen da keine Skrupel.

Aber dass sich Jugendliche bei der umstrittenen Hirntod-Diagnose, die

schon oft falsch war, bereit erklären, sich bei lebendigen Leibe

ausschlachten zu lassen - wohl eher nicht.

Denn Organspende nach dem Tod - ist eine Lüge !

Organspende ist nur am lebenden Organismus sinnvoll - da man mit
toten Organen i.d.R. nichts anfangen kann. Und das würde ich einem
Angehörigen oder einem Freund niemals zumuten. Denn Organspende ist
i.d.R. eine bagtellisierende Formulierung für Ausschlachtung.

Hinzu kommt, dass viele Hirntod-Diagnosen falsch sind.

Und, dass sich Patienten nur deshalb wieder voll erholen konnten und
noch heute unter uns leben, weil die Angehörigen die "Spende" abgelehnt
haben.

Und ablehnen - das würde ich auch in jedem Fall tun.

Denn auch wenn er sich nicht wieder erholt und stirbt: Der Mensch hat ein Recht auf einen friedlichen Tod. Und das ist die Ausschlachtung bei noch lebendigen Leibe auf keinen Fall.

Auf meinem Profil findest du weitere Infos zum Thema.

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Ich habe einen Spenderausweis und das ist auch gut so. Ich kann natürlich nicht ausschließen, dass ein Arzt bestechlich ist und für viel Geld meiner "Spendentauglichkeit" nachhelfen würde. Aber mir kann auch morgen ein Ziegelstein auf den Kopf fallen und mit einem Organspendeausweis hat zumindest jemand anderes noch was davon ;)

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An sich ne gute Sache. Nur ob sie letzten Endes auch da ankommen wo sie hinsollen...

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