und habt Ihr einen Organspendeausweis? Wenn ja warum? Wenn nicht, was hält Euch ab?

Ich habe einen Ausweis, genauso wie einen Blutspenderausweis und bin auch einegetragen als Knochenmarkspender bei der DKMS.
Jeder von uns könnte jederzeit in die Situation gelangen selbst auf eine Spende angewiesen zu sein. Leider sterben noch viel zu viele Menschen, weil sie auf der Warteliste stehen.
Da ich, wenn ich mal tot bin, sowieso verbrannt werden möchte, ist es sowieso egal, was von mir noch übrigbleibt. Bei einer eventuellen Aufbahrung wird dennoch die Pietät bewahrt, dafür wird gesorgt. Man muß sich das nicht so vorstellen, als läge da nachher ein "Frankenstein".
Auch die kleinsten Teile können noch als Spende in Frage kommen. Man sieht es doch später sowieso nicht mehr!
Ich habe einen und zwar aus folgenden Gründen:
Bin Motorradfahrer,habe selbst einen und hoffe auch im Falle eines Falles selbs geholfen zu kriegen.
grisu05 am 18. Juli 2007 08:03 Als Motorradfahrer solltest Du wirklich einen haben. ;-) Aber ich wünsche Dir stets unfallfreie gute Fahrt!
Finde ich eine gute Sache, mein Organspendeausweis habe ich schon länger im Portmonaie.
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Habe jetzt wieder welche beim BZgA bestellt und bin dabei diese zu verteilen. Hier der Link, falls jemand nicht weiß wo er den Spendeausweis herbekommt:
http://www.organspende-info.de/extra/bestellservice/Organspendeausweis/
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Habe selbst mal miterlebt wie eine Kollegin auf eine Spenderniere gewartet hatte. Die war richtig happy, wie sie nach 3 Jahre warten endlich eine bekam und nicht mehr zur Dialyse musste.

Ich habe einen Organspenderausweis, weil ich auch ggf. ein Organ gespendet haben möchte, wenn es denn erforderlich sein sollte. Warum sollen denn Organe in der Erde verrotten oder verbrannt werden, wenn sie anderen Menschen ihr Los erleichtern können.
Ausserdem hatte ich im engsten Familienkreis jemanden, der auf ein lebenswichtiges Organ wartete - leider vergeblich!
Ich habe einen Organspendeausweis. Wie schnell kann man in eine Situation geraten, in der man auf eine Organspende angewiesen ist? Und dann braucht es einen Spender! Die ersten Gedanken dazu habe ich mir gemacht, als ich den Motorradführerschein gemacht habe. Da ist man ja potentiell schon mit einem Bein im Grab - kann also die Spende genau so gut brauchen, wie Spender sein. Ob meine Organe "spendenswert" sind, überlasse ich einfach den Fachleuten.

Habe einen, weil ich im Falle eines Falles auch ein Spenderorgan akzeptieren würde. Lebe ganz gerne.
Und wenn ich tot bin ist es mir egal, ob meinen Körper die Würmer fressen, ich verbrannt werde, Löwenfutter bin oder eben (liebste Möglichkeit) noch jemandem nutzen kann. Es stirbt ja nur der Körper, nicht die Seele.

noch nicht, aber ich habe mich entschlossen, mir demnächst einen ausstellen lassen, weil ich es gutheiße, daß meine Organe später Leben retten Leben erhalten oder die Lebensqualität eines Schwerkranken bessern könnten, wenn ich selber sie nicht mehr brauche.
Ich will nur gewährleistet haben, daß von mir nach der Organentnahme noch genug für eine würdevolle Erdbestattung übrig bleibt.
Erdbestattung mit Rüschenbluse und Brosche oder ;-)
Ophelia am 17. Juli 2007 11:37 und Handbouquet ;-)
Kannst dir auch selbst ausstellen lassen, gibts in jeder Apotheke. Am besten sofort, sowas schiebt man sonst gern auf ;)
Ich finde es gut! Ein bißchen Angst bleibt jedoch davor, ob bei einem Organspendeausweisträger wirklich ALLES versucht wird, um ihn zu retten...??
grisu05 am 18. Juli 2007 08:05 Selbst wenn nicht: Wieviel Lebensqualität ist noch zu erwarten, wenn es mit Dir so auf der Kippe steht, daß evtl. nicht mehr ALLES versucht wird?

Diese Frage hatten wir schon so oft...bitte vorher suchen!
lachnieth am 17. Juli 2007 22:36 Du hast Recht aber die Antworten und Beantworter wechseln!!
Du braucht ja nicht zu reagierten!!!
krubi am 18. Juli 2007 11:49 Stimmt, bommel65, hier bspw. ganz viele:
http://www.gutefrage.net/frage/wer-von-euch-hat-einen-organspendeausweis
ich kann mich sassi1 nur anschließen. ich habe auch keinen organspendeausweis aus dem selben grund. trotzdem halte ich es für gut. vielleicht sollte man das system ändern wie in frankreich, dass jeder grundsätzlich spender ist, es sei denn er lehnt dies kategorisch ab und hat einen ausweis, dass er nicht spenden möchte.
lachnieth am 17. Juli 2007 10:23 Was ist, wenn dann der Ausweis mit der Ablehnung verschwindet, dann spendet man ohne es zu wollen.
Mimi081 am 17. Juli 2007 11:05 Das passiert nicht. Es wird nicht einfach rausgenommen, wie und was den Operateuren passt. Die Angehörigen werden dennoch nach einem OK gefragt. Deshalb sollte man so etwas auch in der Familie besprechen.

Ich stolpere grad in Deine Frage rein. Ist ja schon ein bißchen her, dass Du die gestellt hast.
Ich sehe dieses Thema sehr kritisch. Und ich finde es erschreckend, dass den Bürgern nicht die ganze Wahrheit schonungslos mitgeteilt wird. Aber würde die Organlobby dies tun, würde kaum noch einer einen "Spende"ausweis haben. Das Pro kriegst Du in den Medien ja rauf und runter. Der Organlobby kann man wirklich nicht vorwerfen, sie sei faul. - Das Problem ist ja, dass Du bei der Organentnahme nicht tot bist, nicht tot sein darfst, denn Organe von wirklich Toten sind unbrauchbar (außer der Hornhaut der Augen).
Zum Leben gehört auch, am Ende in Würde sterben zu können, anstatt vor dem tatsächlichen Ende ...
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Hier ein paar Hinweise für eine krititsche Betrachtung:
Google mit
** hirntod barnard vorwurf mord totschlag**
und mit
gg-lahnstein hirntot fuchs laumann
und mit
odaischi da packt mich das grauen
Auch die Buddhisten wissen, dass Menschen bei der Organentnahme Schmerzen empfinden und starke Schmerzmittel benötigen, google mit
bodhibaum organspende starken schmerzmitteln
(Wörter genau so - wenn Du hier „Cache“ anklickst, hast Du sofort die Textstelle)
(Die wenigsten Kliniken sind übrigens bereit, bei der Organentnahme Schmerzmittel und Narkose zu geben. Denn damit müsste die Organlobby zugeben, dass die Organ"spender" während der Organentnahme nicht tot sind. Es werden meist nur muskelentspannende Medikamente gegeben, damit die Organ"spender" nicht so unangenehm „zappeln“ können.)
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Mir erzählte eine Frau von deren Freundin: Ihr Mann wurde im Krankenhaus als hirntot diagnostiziert, und sie sollte ihn zur Organspende freigeben. Sie wurde wütend und ließ ihn statt dessen in ein anderes Krankenhaus transportieren. Dort wurde festgestellt, dass er durch bestimmte Medikamente, die er in dem ersten Krankenhaus verabreicht bekam, nur so wirkte wie hirntot. - Als die Frau mir das von ihrer Freundin und deren Mann berichtete, sagte sie: Die Ärzte haben den Mann soweit wieder gesund gekriegt, dass er schon wieder laufen kann. Nur sprechen kann er noch nicht. Die Ärzte versicherten der Ehefrau aber, dass sie das auch noch hinkriegen.
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Zu genau diesem Thema gibt es ein Buch mit dem Titel Bis auf den Grund des Ozeans: "Sechs Jahre galt ich als hirntot. Aber ich bekam alles mit." Das ist ein sehr gut geschriebener Erlebnisbericht von einer starken Frau. Dass die bei all dem bei klarem Verstand blieb, ist bewundernswert.
Hier ist eine ausführliche Buchbesprechung, google mit:
ciao ozean sechs jahre galt als hirntot
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Eine Insiderin, die jahrelang in einer Transplantationsklinik arbeitete, berichtet: (google mit)
zdf forum organspende hemme aus arbeitsrechtlichen gründen
(die Wörter genau so)
und klick dort gleich oben die Überschrift ZDF.de - Organspende an.
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Falls Du einen Nicht-Organspendeausweis haben willst (er hat eine andere Farbe als der herkömmliche und ist auch in der eventuellen Hektik einer Transplantationsklinik deutlich zu erkennen), den findest Du hier:
organspendekampagne organspende einführung
(den Ausweis zum Runterladen findest du in der Mitte der Seite)
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den Nicht-Ausweis ohne erklärenden Text, indem Du googelst mit
kritischebionetik nicht-organspendeausweis
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Mit diesem Nicht-Organspendeausweis wird konsequent erklärt, dass man keine Organe „spenden“ und auch keine Fremdorgane erhalten will.
Ich möchte weder Empfänger noch Spender sein,denn für mich ist z.B ein Hirntoter ein sterbender der durch die Entnahme Todesqualen erleiden muss. Denn wie sonst erklären sich Hautrötung, Blutdruckanstieg und schwitzen während der" Schlachtung"alles Anzeichen von Schmerzen. Deshalb gibt man besonders bei Multiorganentnahmen Schmerzmittel.Und die Empfänger müssen ihr Leben lang starke Medikamente nehmen damit das fremde Organ nicht abgestoßen wird. Sehe keinen Sinn drin.

Ich glaube, daß die Angst von @Sassi1 unbegründet ist. Denn dann müssten Rettungskräfte als erstes nach dem Organspendeausweis suchen, bevor sie helfen. Wenn ich das vermuten sollte, würde ich diesen Ausweis einfach nicht bei mir führen.
Ich habe keinen, obwohl ich ihn sinnvoll finde, weil ich so alt bin, daß ich annehme, meine Organe würden sowieso nicht mehr verpflanzt.
Die Leber vielleicht nicht mehr, aber auch Kleinteile sind gefragt. Hol Dir so ein Ding.
bommel65 am 17. Juli 2007 13:01 Genau, ob noch etwas verwertbar ist, sieht man ja dann, aber es kann echt Leben retten!