Frage von hamsterhund95, 135

Was haltet ihr von modernen evangelischen Freikirchen?

Antwort
von JoniH97, 45

Hallo hamsterhung95,

Diese so genannten evangelischen Freikirchen oder evangelikalen Kirchen, sind einfach Gemeinschaften die aus verschiedenen Interessen heraus entstanden sind, da ihnen die evangelische Kirche zu liberal oder zu Bibelfremd war. 

Ich selbst bin auch Mitglied einer dieser Freikirchen, die sich meist in größeren Verbänden zusammenschließen. 

Dort fühle ich mich persönlich sehr Wohl. Man hat viele Freiheiten und wird auch nicht dazu gezwungen Geld zu zahlen das nicht da ist. In unserer Gemeinde unterstützt man den anderen wo man kann und tauscht sich auch untereinander über den PERSÖNLICHEN Glauben aus. Es gibt hier nicht den einen Glauben sondern jeder muss sich selbst entwickeln und darf Wachsen. Da ich es unten irgendwo gelesen habe, es ist auch keineswegs so das man sich hier nur in seiner Gemeinschaft zusammenrottet. Nein, im gegenteil. Es finden häufig ökumenische Veranstaltungen statt und keiner ist einem böse wenn man auch mal einen andere Gemeinde besucht. Allgemein sind diese gemeinden immer offen für neues, prüfen das aber zuvor ob es auch mit dem Glauben vereinbar ist.

Wichtig ist hierbei das es sich nicht um gruppierungen wie die Zeugen Jehovas oder 7-Tags-Adventisten -ich will hier niemanden zu nahe treten-Periphrase in der Periphrase-ein kleiner Deutschexkurs um meine grauenhafte Satzzeichensetzung und Rechtsschreibung zu überdecken---handelt die davon überzeugt sind das ihre denkweiße die einzig richtige wäre, sondern einfach um eine Christliche Gemeinschaft, die meist einfach etwas moderner angehaucht ist als in der evangelischen Kirche.

Antwort
von nachdenklich30, 38

Ich glaube, das kann man so pauschal nicht beantworten, sondern muss in jedem Einzelfall genau hinschauen.

Was mich skeptisch machen würde, ist eine allzu elitäre, abgrenzende Haltung gegenüber wissenschaftlicher Theologie und (in Deutschland) gegenüber EKD und Ökumene.

Letztlich kochen alle nur mit Wasser, wie man so schön sagt. Wenn in der Freikirche unkompliziert und offen der Glauben praktiziert wird, sehr ich wenig Probleme. Dann können wir alle gemeinsam voneinander lernen.

Wenn aber eine Haltung praktiziert wird, die die reine Lehre für sich gepachtet hat und nicht damit rechnet, dass man außerhalb des eigenen Spektrums noch etwas lernen kann, dann würde ich eher sagen: Finger weg.

Antwort
von Linuxaffiner, 52

Ich hatte in früheren Jahren mit evangelikal geprägten Freikirchen, oder besser ausgedrückt mit diesen in Freikirchen kleineren Sondergemeinschaften, keine sehr guten Erfahrungen gemacht. Was mich am meisten störte, das war dieses ständige Missionieren. Außerdem haben viele dieser Gemeinschaften  die etablierten Kirchen (weder die Institution Großkirche, noch die einzelnen Christen in den Großkirchen) nicht anerkannt. Ihre Art den Glauben zu leben, war zu sehr auf ihre Gemeinschaften fixiert. Von der Freiheit eines Christenmenschen war da nicht mehr viel übrig.

Wohin das im Extremfall führen kann, zeigt die Geschichte der Colognia Dignitat in Chile. Paul Schäfer war Mitglied einer Baptisten-Gemeinde - es war schade dass durch diese Vorkommnisse eine ganze Freikirche zu Unrecht in Verruf geriet.

Heute bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass jede (gemäßigte) Glaubensrichtung einen Platz bei den Kirchen haben sollte, und dass der Respekt und die Achtung vor Andersdenkenden gewahrt bleibt. Da sind dann Formulierungen wie "eine sektiererische Gläubigkeit" oder "ihr seid ja alles Antichristen" nicht mehr sehr hilfreich.

LA

Antwort
von danhof, 42

Ich bin Selbst Mitglied einer Baptistischen Freikirche. Deshalb ist meine Meinung natürlich gefärbt :-)

"Fundamentalistisch" klingt für mich eher positiv. Die Bibel und das Wort Gottes sollten bei allen christlichen Kirchen das Fundament sein.

Mein Bekanntenkreis befürchtete anfänglich, ich wäre einer Sekte zum Opfer gefallen. Zum Glück konnte ihnen diese Angst schnell genommen werden.

Ich fühle mich als Christ dort gut aufgehoben.

Kommentar von FuerstVerres ,

fundamentalistisch ist nicht christlich, weil die Bibel einer Auslegung bedarf.

würdest du dir die augen herausreißen, um eine sünde zu vermeiden ?

Antwort
von JTKirk2000, 78

Leben und leben lassen. Das denke ich darüber. 

Ich bin mit der Religion, der ich mich angeschlossen habe, zum größten Teil glücklich. Es ginge noch besser, aber wer kann mir garantieren, dass ich mit einer anderen Religion besser glücklicher wäre? 

Zum Glück gibt es die Religionsfreiheit, und von daher habe ich auch nichts gegen jene, die an etwas anderes glauben, auch wenn sich vielleicht nur Details unterscheiden.

Antwort
von Falbe, 44

Die modernen Freikirchen haben eine lockere , freie Art in ihrem Gottesdienst , Musik  , Gemeinschaft und in ihrer Glaubensausübung . Das zieht viele junge Leute und Familien an . 

Antwort
von chrisbyrd, 39

Grundsätzlich ist eine moderne evangelische Freikirche positiv zu bewerten. Es kommt aber immer auf die jeweilige Gemeinde an. Wichtig ist, zu überprüfen, ob das, was gelehrt und gepredigt wird, der Lehre der Bibel entspricht. Alles sollte anhand der Bibel überprüft werden, wie es die Beröer taten (Apostelgeschichte 17,11).

Antwort
von maxi00p, 79

Es steht jedem frei zu tun was er möchte, ich finds aber etwas lächerlich und kann damit nichts anfangen... Man muss immer aus allem was Neues oder eine Unterart drauß machen das regt mich persönlich bissl auf. 

Antwort
von Dummie42, 64

Nichts! Da kommt der Wolf im Schafpelz daher. Die meisten Freikirchen sind sehr konservativ bis fundamentalistisch und christlicher Fundamentalismus ist auch nicht sympathischer, als islamischer Fundamentalismus.

Kommentar von Falbe ,

Christliche Fundamentalisten verfolgen niemand  und bringen keine Andersgläubigen um , so wie der islamische Fundamentalismus . Das ist ja wohl ein Unterschied , oder?

Kommentar von Franz1957 ,

Tatsächlich haben christliche Kirchen auch andersgläubige Christen umgebracht. Das waren allerdings keine modernen Freikirchen, sondern genau diejenigen alteingesessenen Kirchen (u.a. auch "die Kirche"), die heute bisweilen geringschätzig bis abfällig über die Freikirchen urteilen. (Siehe z.B. in der Wikipedia unter "Albigenserkreuzzug" und "Täufer".)

Kommentar von Dummie42 ,

Zu christlichen Fundamentalisten zählen auch viele Mitglieder beispielsweise des Ku-Klux-Clans. Und was ist mit Angriffen auf Abtreibungskliniken oder Morden an dort arbeitenden Menschen?

Was ist mit dem wiedergeborenen Dabbelju, der behauptete, Gott habe ihm aufgetragen den 2. Irak-Krieg zu entfesseln? Da hat ein Evangelikaler samt seiner Getreuen die Welt belogen und die US-Armee missbraucht, um riesiges Unheil anzurichten.

Antwort
von tanne33, 69

Jede Religion führt in die Mitte. Die einen brauchen einen Erlöser, die andern tuns selbst.

Ich finde: viele Religionen sind sehr wertend und verurteilend. Sie haben einen genaue Vorstellung davon was gut und böse ist, weil es Gott so will. Will er das wirklich?! - Steht der Glaube fest, ist Entwicklung nicht möglich.

Kommentar von danhof ,

Beim christlichen Glauben geht es ja auch nicht darum, dass er selbst sich entwickelt, sondern dass sich der Mensch entwickelt. Und zwar in eine Richtung, die Gott unseres Wissens nach gefällt.

Was Gott will, erfahren Christen in der Bibel.

"Wertend". Ja, es gibt ein moralisches Wertesystem. Nach diesem ist Rumhurerei, Diebstahl, Lüge, Betrug und Mord schlecht.

"Verurteilend". Ja, man darf Fehlverhalten verurteilen. Die Frage ist nur, verurteilt man einen Menschen oder nur sein Verhalten? Eine weitere Frage ist, ob man um seine Meinung und sein Urteil gebeten wird oder einfach nur Ärger sucht. Eine letzte Frage ist schließlich, ob es nützlich ist, zu verurteilen. Ob es erbaulich ist, um ein altmodisches Wort zu verwenden.

Also mein Fazit: Ja, Christen haben unerschütterliche Werte. Aber nur wer von uns frei von Fehlverhalten und Sünde ist, der darf sich evtl. über andere aufregen...

Kommentar von tanne33 ,

Klar kann man sich seine "Gitterstäbe" so eng setzen wie man will.

Der Mensch hat einen freien Willen.

Antwort
von Omnivore08, 47

Ich halte von allen Kirchen das selbe: GAR NICHTS!

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