Frage von dasErdkundebuch, 39

Was haltet ihr von Hitchhiking?

Ich wollte es eigentlich nicht machen, zumindest für dieses Jahr hatte ich es mir verboten, einfach weil keine weiteren schlechten Erfahrungen mit Männern dazu kommen dürfen... Aber heute waren wir dann zu dritt, und es hat Spaß gemacht und es war aufregend und man merkt dann halt doch dass man abenteuerlustig ist wenn man jung ist. Und die anderen machen es auch, sogar alleine. Und ich beneide sie dafür dass sie wohl noch keine schejßen Erfahrungen gemacht haben, und sehe nicht ein warum ich darauf verzichten sollte... Es ist ja nicht meine Schuld dass ich nicht mehr so unversehrt wie die anderen sein kann... Aber. Andererseits schade ich mir damit ja nur selbst wenn ich es tue. Und ich muss einfach wissen dass ich nicht mehr viele Belästigungen ab kann und dann halt auch dementsprechend leben

Alles in allem ein Konflikt mit mir selbst. Was würdet ihr tun?

Antwort
von Maisbaer78, 15

Wenn du beim Trampen bereits mehrfach schlechte Erfahrungen in Form sexueller Übergriffe oder zumindest Belästigung erfahren hast, dich das Thema aber trotzdem noch immer anzieht, kann man wohl von einem selbstschädigendem Verhalten auf Grund traumatischer Erlebnisse sprechen.

Personen die in dieser Art und Weise vorgeprägt sind, haben die Neigung (das ist eine Art der negativen Konditionierung) genau bei den falschen, schlimmstmöglichen Leuten einzusteigen, weitere Vorfälle dieser Art sind dir also sicher.

Abenteuer und Spaß kann man auf viele Arten erleben und man kann auf unglaublich viele Arten durch die Welt reisen. Per Anhalter solltest du es jedenfalls nicht mehr tun.

Wenn du dich trotzdem unnatürlich stark davon angezogen fühlst, solltest du das unbedingt mit einem psychologisch geschulten Arzt besprechen.


Kommentar von dasErdkundebuch ,

Na klasse, das hört sich ja schön an.... Die schlechten Erfahrungen sind nicht von Hitchhiking, das war heute mein erstes mal. Aber das ändert wahrscheinlich auch nichts oder?

Kommentar von Maisbaer78 ,

Naja kommt auf die Art der Erfahrung an. Eine echte Traumatisierung kann zumindest ein Verhaltensmuster auslösen, das unterbewusst die wirklich miesen Charaktere erkennt und eine Entscheidung zu deinen Ungunsten herbeiführen könnte.

Dummerweise gibt es eine ähnliche Intuition auch bei potentiellen Tätern. Offenbar läuft das ganze auf die Interpretation von Mimik und Körpersprache hinaus.

Ich will ehrlich sein, das Ganze ist nicht absolut schlüssig belegt, allerdings sind die Zahlen recht ernüchternd. Eine erschreckend hohe Zahl von vorab traumatisierten Personen, zumeist natürlich Frauen, erlebt weitere einschlägige Vorfälle, vorallem, wenn Sie sich dieses Verhaltensmusters nicht bewusst sind.

Damit will ich die Zukunft nicht schwarz malen, allein, dass du dir deiner Vergangenheit bewusst bist, sollte dir in Zukunft ein guter Wegweiser sein. Aber vom Trampen würd ich die Finger lassen. Ohnehin ein guter Rat in einer immer roher werdenden Gesellschaft.

Antwort
von critter, 12

Ich frage mich gerade, wie du hitchhiking in Erwägung ziehen kannst, wo du dir ansonsten auf der Straße wie "Frischfleisch" vorkommst, weil dich nach deinen Aussagen gierige Blicke von 10 Männern auf 1 km entgegenstarren. Das passt doch nicht zusammen.

Kommentar von dasErdkundebuch ,

Ja... Ich weiß nicht ob das schwer zu verstehen ist, aber seit eben gewisser Zeit ist es bei mir ein extremer Unterschied geworden ob ich allein oder in einer Gruppe bin. Allein bin ich leider an manchen Tagen so "eingeschüchtert" oder selbstbewusstlos dass ich mich nicht traue mit einem Top rauszugehen - oder manchmal sogar extra den Bus nehme. Und in der Gruppe kann ich so sein wie ich davor war, da bin ich dann mega selbstbewusst gegenüber Männern und könnte nackt durch die Straße laufen. Da fühle ich mich auch überhaupt nicht angestarrt ( wobei ich nicht sagen kann ob das Tatsache oder Einbildung ist)

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