Frage von envogue123, 95

Was haltet ihr von einer geburtsbegleitende Hebamme?

BIn in der 32 Woche schwanger und kürzlich teite mir meine Hebamme mit, dass ich ein gebursbegleitende Hebamme haben könnte.Sprich, die Hebamme wäre von der ersten Wehe bei mir Zuhause bis zu der Geburt meines Kindes an meiner Seite.Sie würde dann auch mit mir zusammen das Kind im KH zur Welt bringen.Hört sich alles super an!Nur mein Problem ist , ob ich das überhaupt will.Ich bin zur Zeit in einer Phase, wo mir es mich echt nervt, dass mir jeder gute Ratschläge gibt und ich was das Thema angeht,eigentlich nichts mehr hören will,da ich nervös genug bin.Würde eigentlcih gerne meine Ruhe haben und mich auf mein Kind und meinem Partner besinnen und die Geburt auf mich zukommen lassen.Denn zur Zeit habe ich durch die ganzen Informationen echt Kopfkino. Ich bin mir nicht sicher,ob mich die Hebamme mich nerven würde oder ob mir es tatsächlich helfen würde.Es stelle es mir einfach anstrendgend vor, wenn auf der einen Seite am Bett mein Partner steht und auf der anderen Seite meine Hebamme.Was meint ihr?Habt ihr schon Erfahrungen?

Antwort
von Abbrandler, 46

Eine Geburt ist immer eine ganz spezielle Situation. Manche Frauen werden unter den Wehen zu Furien, andere ganz zahm.

 Von der ersten Wehe an, bis zur eigentlichen Geburt kann es STUNDEN dauern - bei mir waren es insgesamt 18 Stunden *uff* (kann aber auch viel schneller gehen :-) ), und ich hätte nicht gewollt, dass dann ständig immer jemand um mich herumwuselt... (hab mir ruhige Musik eingelegt und versucht mich ganz bewusst zu entspannen)

Im Krankenhaus selbst hast Du sowieso eine Hebamme die Dir beisteht und Dir hilft. Oft kann man die Hebamme und den Kreissaal schon vorher besichtigen.

Mir persönlich hat ein Geburtsvorbereitungskurs mit seinen Informationen sehr geholfen.  Hier wurde uns gesagt, wir sollen in die Klinik gehen, wenn die Wehen alle 10 Min. kommen (je nachdem wie weit man in die Klinik hat). So hab ich es gemacht und es hat dann trotzdem noch 7 Stunden gedauert...

Auf jeden Fall: Je ENTSPANNTER Du der Geburt entgegen siehst und auch so in den Kreissaal gehst, desto LEICHTER geht  auch die Geburt vonstatten.

Alles Gute !

Kommentar von envogue123 ,

Vielen Dank, für dein Erfahrungsbericht.Das mit der Musik wurde mir auch empfohlen,dass finde ich eine gut Sache

Expertenantwort
von isebise50, Community-Experte für Schwangerschaft, 25

Du sprichst wahrscheinlich von einer selbstständigen, freiberuflichen Hebamme, die "Belegbetten" im Krankenhaus hat. Die dir also eine Eins-zu-Eins-Betreuung anbietet und dich als Fachfrau für Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett vom ersten Tag der Schwangerschaft bis zum Ende der Stillzeit eigenverantwortlich und kompetent betreut und begleitet. Zu Beginn der Geburt (also in der Latenzphase) bei Bedarf schon zuhause, ansonsten triffst du sie bei Wehenbeginn oder Blasensprung eben nach telefonischer Absprache im Krankenhaus.

Du bist dann nicht betroffen von Schichtwechseln und läufst nicht Gefahr, an eine dir unbekannte Krankenhaus-Hebamme zu geraten, mit der vielleicht die "Chemie" nicht stimmt. Auch kann dir dann egal sein, wie viel gerade im Kreißsaal zu tun ist, denn du hast "deine" Hebamme, die deine Bedürfnisse und Wünsche kennt.

Ich arbeite nun seit fast dreißig Jahren als angestellte Hebamme im Krankenhaus. Natürlich sind die Hebammen da auch kompetent, empathisch und nett und versuchen, auf dich einzugehen. Aber wir können eines nicht garantieren: Zeit!

Habt ihr schon Erfahrungen?

Ja, ich hatte bei meinen Kindern "meine" Hebamme und ich würde es immer wieder so machen.

Alles Gute für dich und eine gesunde und tolle Schwangerschaft und Geburt!

Kommentar von MaraMiez ,

Oh ja, das Spiel mit dem Schichtwechsel.
Ich wollte immer "meine" Hebamme haben, allerdings gibt es bei uns weit und breit keine freiberufliche Hebamme, die Geburten begleiten darf (da die Versicherung ja so unfassbar teuer ist). Für meine zweite Schwangerschaft hatte ich mir in der nächstgrößeren Stadt ein Geburtshaus gesucht und dort eine tolle Hebamme gefunden, in der Hoffnung, dort eine entspanntere Entbindung zu haben, konnte das für die Geburt dann aber leider nicht in Anspruch nehmen, weil das Kind zu früh und sehr schnell kam. Ich landete wieder im städtischen Krankenhaus und die Beleghebamme dort hastete die ganze Zeit zwischen 3 Frauen hin und her und versuchte alle 3 noch vor dem Schichtwechsel zu entbinden.

Ich hätt viel lieber eine Hebamme gehabt, die Zeit hat, mir Zeit gibt und von mir aus die gaze Zeit um mich "herumwuselt", als dieser Stress, den die Hebamme dort machte, ständig rein in den Raum, raus aus dem Raum, und dann war sie nicht mal da, als die Presswehen anfingen, weil sie gerade bei einer anderen Frau war und mein Mann rannte los, um sie zu suchen, weil ich keinen Rufknopf hatte. (Ich hab nachts entubunden und bei uns im Krankenhaus ist nachts nur eine Hebamme da...tagsüber sind sie zu zweit).

Nichts gegen die Hebamme, die war toll, aber es war leider super stressig so.

Kommentar von envogue123 ,

Ja ich weiß,die Zeit in Krankenhäuser ist begrenzt.Bin selbst Krankenschwester, jedoch arbeite ich im Intensivbereich.Also fremd wäre mir die Situation nicht.(grins)

Antwort
von Allyluna, 39

Nun ja - also grundsätzlich hast Du ja sowieso eine Hebamme bei der Geburt dabei. Der Vorteil (wenn man es denn so sieht), ist, dass Du dann eben die Hebamme schon kennst, die Dich entbindet.

Für mich persönlich war das aber auch nix. Ich wollte den Menschen gar nicht kennen, den ich da anschreie ;-).

Die Hebammen (meist ist ja irgendwann Schichtwechsel), die einem während der Geburt so über den Weg laufen, bringen ja auch alle immer etwas neuen oder anderen Input mit. Mir hat es z.B. sehr geholfen, als ich nach dem Schichtwechsel eine andere Hebamme hatte, die mich ganz anders angespornt hat. Da ging es dann plötzlich schneller und besser voran.

Für die Nachsorge allerdings würde ich (gerade beim ersten Kind) die Hilfe einer Hebamme auf jeden Fall in Anspruch nehmen. Sie wiegt das Kind, gibt Dir Ratschläge und Tipps, aber überrennt Dich damit nicht. Eine gute Hebamme weiß, wann sie auf das Bauchgefühl der Mutter vertrauen kann oder wann ein paar Hinweise angebracht sind.

Grundsätzlich finde ich Deine Einstellung aber gut. Lass es auf Dich zukommen (weglaufen kannst Du eh nicht ;-)), vertraue auf den Partner an Deiner Seite und auf die Natur. Du packst das schon! Und die Hebamme wird Dich leiten und Dir soweit helfen wie nötig, damit Du bald Dein kleines Wunder in den Armen hältst.

Alles Gute für Euch!

Kommentar von envogue123 ,

ne, dass stimmt weglaufen kann ich nicht.(lach)Was die Nachsorge angeht habe ich eine Hebamme.Das halte ich auch für wichtig.Denn ich glaube die meistens Fragen werden kommen, wenn das Kind da ist.

Kommentar von Allyluna ,

Ja, das stimmt - solche Sachen wie der richtige Griff beim Baden des Babies, da ist es schon ganz nett, wenn jemand neben einem steht, der einen Blick drauf hat. Da nützt auch alles Lesen oder das Üben mit einer Puppe nur bedingt ;-). Oder auch bei Fragen zum eigenen Körper - es ändert sich ja doch einiges mit und nach der Geburt. Da ist es schön, wenn jemand einem persönlich sagt, dass das alles ganz normal ist und ganz bestimmt langsam besser wird (oder eben im Zweifel auch sagt, dass man damit doch mal lieber zum Arzt sollte).

Antwort
von ErsterSchnee, 36

Ich würde das nicht machen. Ich finde sowieso, dass um das ganze Thema "Geburt" viel zu viel Gewese gemacht wird. Bisher ist noch jedes Baby rausgekommen, auch ohne dass sie die komplette Verwandschaft mit Videokamera darum versammelt hat. Und im Krankenhaus ist sowieso eine Hebamme vor Ort - und ein Arzt - und Dein Partner - und und und. Man kann es auch echt übertreiben! (Auch wenn eine Geburt das Faszinierendste ist, was ich jemals erlebt habe.)

Kommentar von envogue123 ,

Das finde ich auch!Meine Schwangerschaft verlief bis jetzt traumhaft schön,aber jetzt fängt es mich an zu nerven, dass jeder reinquatschen möchte - auch wenn er es jeder gut meint.Und da ich von dem Thema bislang keine Ahnung hatte,kann ich ganz schlecht herausfiltern ,was ist Quatsch und was macht Sinn.Hatte ja keine Ahnung, dass das der schlimmsteTeil der Schwangerschaft sein wird(grins)

Kommentar von envogue123 ,

Das finde ich auch!Meine Schwangerschaft verlief bis jetzt traumhaft schön,aber jetzt fängt es mich an zu nerven, dass jeder reinquatschen möchte - auch wenn er es jeder gut meint.Und da ich von dem Thema bislang keine Ahnung hatte,kann ich ganz schlecht herausfiltern ,was ist Quatsch und was macht Sinn.Hatte ja keine Ahnung, dass das der schlimmsteTeil der Schwangerschaft sein wird(grins)

Kommentar von envogue123 ,

Das finde ich auch!Meine Schwangerschaft verlief bis jetzt traumhaft schön,aber jetzt fängt es mich an zu nerven, dass jeder reinquatschen möchte - auch wenn er es jeder gut meint.Und da ich von dem Thema bislang keine Ahnung hatte,kann ich ganz schlecht herausfiltern ,was ist Quatsch und was macht Sinn.Hatte ja keine Ahnung, dass das der schlimmsteTeil der Schwangerschaft sein wird.Bin froh, wennn es geschafft ist.

Kommentar von Allyluna ,

Ja, das kenne ich auch. Aber so eine Geburt ist nunmal bei jeder anders, jede Frau empfindet anders und hat andere Bedürfnisse. Von daher versuche weiterhin zu genießen und trotz der ganzen "lauten" Ratschläge auf Dein Bauchgefühl zu lauschen. Das wird Dir sagen, welcher Weg für Dich (!) der richtige ist.

Antwort
von Duamo, 50

So eine Hebamme wird das nicht zum 1. mal machen und schon Erfahrung haben.

Sie wird sicher sehr viel Rücksicht nehmen und auf deine Wünsche von Ruhe eingehen.

Im Endeffekt ist das deine Entscheidung. Erfahrungen hab ich keine damit.

Hört sich aber nicht schlecht an, wobei es auch ohne klappt, wenn dein Partner sich n bissl informiert und dich ins KH fahren würde.

LG Dua

Antwort
von Evita88, 22

Ich würde das Angebot an deiner Stelle annehmen!

So fahrt ihr zum einen nicht zu früh bzw. umsonst in die Klinik, weil sie dich schon zu Hause betreut und feststellen kann, ob bzw. wann es sinnvoll ist, loszufahren.

Und zum anderen hast du jederzeit kompetente Hilfe an deiner Seite, um die Wehen zu verarbeiten. Falls du merkst, dass du unter den Wehen deine Ruhe brauchst, kannst du sie immer noch bitten, sich im Hintergrund zu halten.

Aber falls du merkst, du brauchst jemanden, der mit dir die Wehen veratmet oder dir auf andere Weise hilft (z.B. mittels Akupunktur, Massagen...), dann hast du deine eigene Hebamme, die du nicht noch mit womöglich zwei anderen Frauen teilen musst.

Je nach Größe der Klinik und Anzahl der Geburten im Jahr kann es nämlich durchaus vorkommen, dass du gerade dann, wenn du Hilfe/professionellen Beistand gebrauchen könntest, auf dich allein gestellt bist, weil die Hebamme gerade bei einer anderen Frau ist und die nächste auch schon geklingelt hat, weil sie Hilfe braucht.

Also, nimm das Angebot an, du wirst es sicher nicht bereuen! :-)

Alles Gute für die restliche Schwangerschaft und die bevorstehende Geburt!

Kommentar von envogue123 ,

Danke, für deine Meinung!

Antwort
von cookingelvira, 41

Was ich aus Deiner Frage rauslese, bist Du sehr abgeneigt davon, dann würde ich das Angebot auch ablehnen. Bei der Geburt meines Kindes fühlte ich mich im Krankenhaus gut betreut, obwohl ich keine eigene Hebamme hatte. Und ich glaube zuhause steht einem eh noch der Partner zur Seite.

Kommentar von envogue123 ,

Genauso , denke ich auch.Danke für deine Antwort.

Antwort
von Winkler123, 37

Ich würde auf das Angebot eingehen, das klingt doch super !!! 

Die Geburt und alles was damit zusammenhängt ist doch sowieso Stress.

Im Sinne deines Kindes dürfte eine professionelle Begleitung die ganze Zeit sehr gut sein ! Du solltest zuallererst an das Wohl deines Kindes denken !

 

Antwort
von Alsterstern, 37

Ehrlich gesagt habe ich davon noch nie etwas gehört. Ich finde: Hebamme ja, aber nur, wenn Du es willst, z.B. nach der Geburt. Das würde ich auch nicht wollen, die Hebamme im KH. Wäre mich persönlich auch: too much. Ich denke mal Du denkst richtig. Komme mal etwas zur Ruhe. Sag ihr einfach, Du überlegst es Dir. Und wenn Du es willst, rufst Du sie an.

Antwort
von Graecula, 16

Ob Beleghebamme oder nicht, du wirst bei der Geburt auch eine Hebamme dabei haben! Die 'krankenhauseigene' ist dann halt nicht immer da, aber das muss ja die geburtsbegleitende auch nicht. Die kann ja auch mal ne Kaffeepause haben.

Bei mir ist das mit den Hebammen immer etwas persönliches: mag ich sie als Person? Ist sie mir sympathisch? Daher die Frage: Kennst du die Frau? Lern sie doch erstmal kennen! Wenn du sie magst, hast du es super getroffen!

Ich habe über zwei Hebammenschichten entbunden. Die erste war überhaupt nicht mein Fall, der zweiten habe ich total vertraut. Hätte ich die Möglichkeit gehabt, hätte ich die zweite die ganze Zeit bei mir haben wollen!

In der jetzigen SS hab ich sofort eine Hebamme 'engagiert', in die ich mich beim Rückbildungskurs verliebt habe ;)

Noch ein guter Ratschlag für deine Sammlung ;)

Kommentar von envogue123 ,

da gebe ich dir natürlich Recht, dass das auch was mit Symphatie zu tun hat.Nein, habe die Hebamme noch nicht kennengelernt.Da mir zur Zeit eher nach Rückzug ist.Könnte mir aber vorstellen nach der Geburt tausend Fragen zu haben.Aber dafür habe ich ja schon eine Hebamme

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