Frage von Flocky212, 167

Was haltet ihr von einem Schwangerschaftsabbruch / einer Abtreibungen bei jungen Frauen?

Ich habe mir schon öfters über dieses Thema Gedanken gemacht und würde gerne wissen, was ihr davon haltet.

Nehmen wir mal an, ein Mädchen im Alter zwischen 14 und 16 Jahren wird ungewollt schwanger (Coitus Interruptus, geplatzes Kondom, weder Pille noch Minipille). Nun, in unserer Gesellschaft sehen es manche als Kindsmord an, wenn man das Kind abtreibt, was ich nicht ganz nachvollziehen kann, denn ich meine, in den ersten paar Wochen sieht man doch kaum etwas. Auch wenn man mal bedenkt, dass man selbst noch eigentlich ein Kind ist und schon in solch jungen Jahren so viel Verantwortung tragen muss. Hinzu kommt, dass die meisten in dem Alter nicht einmal eine Ausbildung haben und auch nicht ihr eigenes Geld verdienen. Was will man dem Kind später bieten? Und was würden die Kinder von einem denken, wenn sie später erfahren, dass sie eigentlich kein geplantes Kind waren?

Selbst wenn das Mädchen das Kind behalten möchte, müssen das nicht unerträgliche Schmerzen bei der Entbindung sein?

Was haltet ihr davon?

Antwort
von Schwoaze, 73

Prinzipiell ist es die Entscheidung jedes einzelnen betroffenen Mädchens. Ich werte es nicht als gut oder böse. Das steht mir nicht zu.

Was mich einmal unheimlich aufgeregt hat, war eine Geschichte, die sich in Irland abgespielt hat - ist schon lange her.

Ein Mädchen wurde vergewaltigt  und ist davon schwanger geworden. Eine Abtreibung war gesetzlich verboten und auch ins Ausland zu reisen zu diesem Zweck hat man ihr und ihren Eltern verboten.

Und das ist eine ungeheurer Eingriff ins Leben dieses Mädchens. Nicht nur dieses böse Erlebnis der Vergewaltigung, sondern auch noch dieses ungewollte Kind zur Welt bringen zu müssen, 9 Monate mit dem Wissen zu leben, wie dieses Leben zustande gekommen ist... eine unmögliche, unnötige Situation, die ich nicht gutheißen kann!

Kommentar von Deamonia ,

Ich finde das auch absolut ungeheuerlich...

Genauso schlimm sind die Fälle, ebenfalls in Irland, wo schwangere sterben, weil sie nicht abtreiben dürfen. Selbst wenn das Kind das Leben der Mutter gefährdet wird dort nicht abgetrieben, erst wen der Herzschlag des Fötus aussetzt, unternehmen die was...

Antwort
von Rocker73, 29

Mir fällt, ähnlich vielen hier, es schwer, eine genaue Antwort auf die Frage zu geben, Lea.

Was aber Tatsache ist: Ein Baby würde das Leben dieses Mädchen komplett über den Haufen werfen, sie müsste extrem viel Verantwortung übernehmen, obwohl sie eigentlich in dem Alter das Leben genießen sollte, all ihre Pläne, was sie macht, sind auf einmal an dieses Baby gebunden und machen dem ein "Strich durch die Rechnung"

Jedes Mädchen/jede Frau hat das Recht, über ihren Körper zu entscheiden, wenn man bedenkt, was es für grausame Spätabtreibungspraktiken in vielen Ländern gibt, halte ich die in Deutschland sogar noch in Ordnung, weil man von einem "Kind" in der frühen Zeit noch garnicht sprechen kann.

Jeder muss es für sich entscheiden.

LG

Expertenantwort
von Kajjo, Community-Experte für Mädchen, 10
  • In Deutschland hat jede Frau die freie Wahl, eine Schwangerschaft auszutragen oder abzubrechen. Diese freie Wahl sollte sie nutzen und dabei ihre Lebensziele und Lebensplanung, ihre eigenen Ansichten und Wertvorstellungen, ihre wirtschaftliche Lage und die eventuelle familiäre Zukunft und Partnerschaft berücksichtigen. Schwangerschaftsabbrüche sind immer eilig. In Deutschland gilt die strenge Fristenlösung, nach der Abbrüche nur bis zur 12. Woche nach Empfängnis erlaubt sind. 
  • Persönlich rate ich meistens dazu, eine ungewollte Teenager-Schwangerschaft abzubrechen und Dir nicht das ganze weitere Leben zu verpfuschen. Lass Dir von den Moralaposteln und Gutmenschen nicht Deine eigenes Leben zerreden. Sei Dir bewusst, welche weitreichenden Konsequenzen eine so junge Schwangerschaft für Dein gesamtes Leben in fast allen Aspekten haben wird.
Antwort
von Ifosil, 74

Biologisch ist es kein Problem mit 16 ein Kind zu bekommen, ich denke, dass war Jahrtausende Standard. 
Heute in unseren Gesellschaften ist das natürlich ein Problem, da gebe ich dir Recht. Wenn es mal bei meiner Tochter, durch dumme Umstände dazu kommen würde, wäre mit eine Abtreibung ehrlich gesagt nicht so lieb.
Notfalls könnten wir das Kind mit aufziehen und helfen, wo es nur geht. Jedes Leben zählt und im Leben gehören Fehler dazu. 
Es kann meiner Meinung immer wieder Berg auf gehen. 

Kommentar von Flocky212 ,

Vielleicht werde ich es erst verstehen, wenn ich in solch einer Situation bin, was ich hoffentlich niemals sein werde. Es ist natürlich wunderschön ein Kind zu haben, aber wenn ich nun in meine Zukunft blicke; ich will mein Abitur schaffen, danach mind. ein Duales Studium absolvieren, und erstmals arbeiten gehen. Wenn ich nun ein Kind bekommen würde, kann ich das mit dem Studium vergessen bzw. erst Ende 20 / Anfang 30 nachholen. Und ohne Abitur/Studium kann ich meinen Beruf, den ich später gerne ausüben möchte, vergessen.

Trotzdem vielen Dank für deine Antwort!

Kommentar von Ifosil ,

Es kommt stark, auf die Untersützung an. Wenn diese gegeben ist, halte ich ein Abitur + Studium für eine junge Mutter für machbar. 

Kommentar von carn112004 ,

Ein Studium kann auch mit Kind möglich sein; es gibt auch 15/16-jährige, die ihr Kind bekommen, und trotzdem ohne oder eben nur mit 1 Jahr Verzögerung ihren Schulabschluss schaffen und danach eine Ausbildung anfangen.

Wesentlich dafür, ob das klappt, ist die Einstellung mit der die junge Frau selbst an die Sache rangeht und wie sehr sie von ihrem Umfeld und vor allem vom Vater des Kindes unterstützt wird.

Antwort
von Nobody04, 85

Es gab in Deutschland ca. 100.000 Schwangerschaftsabbrüche im Jahr 2015.

Ich fände es nicht schlimm, wenn eine 14 oder 15 Jährige ihr Kind abtreibt. Schließlich sind das ja noch Kinder die nicht mit einem Kind belastet werden sollen. Außerdem glaube ich, dass die Chancen in dem Alter ein ungesundes Kind zur Welt zu bringen höher sind, als wie wenn man es im Alter zwischen 22 und 24 bekommt. 

Und nun zur moralischen Frage, ob es Mord ist. Ich finde es ist kein Mord an einem Menschen, wenn das Wesen im Bauch erst zwei oder drei Monate herangewachsen ist. Außerdem tötet die Natur auch dauernd Lebewesen und selektiert sie aus den unterschiedlichsten Gründen aus. Dann spielt man halt in dem Fall einer Abtreibung mal Natur. Und eigentlich sind wir ja auch die Natur selber.

Also moralische Bedenken hätte ich bei einer Abtreibung keine, wenn diese in einer besonderen Lage gerechtfertigt ist. 

Und Kinder, kann man später auch noch nachholen und so dann gezielt neuen Lebewesen das Leben schenken, dann aber gewollt.


Antwort
von armeskaenguru, 55

Hallo

Ich finde, dass wenn jemand 14-16 Jahre alt ist und ungewollt schwanger ist, eine Abtreibung in Betracht ziehen sollte. Die Statistik sagt auch ganz klar, dass 82% dieser Mädchen abtreiben.

Das Mädchen ist noch in der Schule, wohnt zu Hause, hat kein Einkommen und keine Ausbildung. Mit einem Kind würde es schwierig werden. Vielleicht ist auch die Partnerschaft nicht von Dauer und der Erzeuger selbst noch sehr jung, es ist also für alle beteiligten nicht einfach.

Freundlichen Gruss

tm

Antwort
von Deamonia, 40

Also ich finde bei Abtreibungen sollte rein Gefühlsmäßig entschieden werden, alles andere ist meiner Meinung nach falsch. 

Will jemand abtreiben, weil er jetzt noch keine Kinder will, oder generell keine Kinder will, ist das völlig ok.

Will aber jemand abtreiben, weil "die Umstände" nicht passen, also derjenige das Kind eigentlich von Herzen will, aber wegen Arbeit, Geld, oder Druck von Außen abtreibt, ist das falsch. 

Das mit dem geplant und ungeplant: Mal im Ernst, hast du je deine Eltern gefragt, ob du geplant warst? Die wenigsten Kinder sind geplant, weil sich die Natur selten an die Pläne der Menschen hält ;) 

Kommentar von Flocky212 ,

Ja ich habe sir gefragt, mein Bruder und ich waren beides geplante Kinder.

Meine Mutter wurde 4 Jahre nachdem ich auf die Welt kam noch einmal ungewollt schwanger. Sie hat es jedoch abgetrieben, weil sie in dem Zeitpunkt auf Grund Mobbing in ihrer Firma Depression bekam. Hinzu kam das drei Familienmitglieder verstarben, ihr Opa, ihre Oma und ihr Vater.

Antwort
von Dthfan00, 25

Lea,

Ich persönlich halte (wie du weißt) nichts von Abtreibungen, EGAL in welchem Alter, da ein Mensch dabei getötet wird.

Angenommen, ein 13 jähriges Mädchen wird ungewollt schwanger, sie will nichts ihren Eltern sagen und steht nun vor der Frage, Abtreiben Ja oder Nein.

In so einem Fall kann sie sich an das Jugendamt wenden die sie (komplett anonym) mit Arzt betreuen bis das Kind zur Welt gebracht wurde.

Eine andere Möglichkeit ist eine Babyklappe, bei der das Mädchen ihr Kind abgeben kann, und es dann Pflegeeltern zum Aufziehen gegeben wird.

Die dritte Möglichkeit ist eine vertrauliche Geburt d.h. Mädchen und/oder Frauen können ihr Kind sicher unter medizinischer Aufsicht zur Welt bringen.

Allerdings müssen diese ihre Daten bei der (an die Schweigepflicht gebundene) Beraterin hinterlegen, damit das Kind später seine Herkunft erfahren kann (das Kind hat mit spätestens 16 Jahren das Recht dazu)

So, wie du siehst gint es schonmal drei Gründe die gegen eine Abtreibung sprechen

Ganz liebe Grüße

Yanni

Kommentar von Flocky212 ,

Ich glaube wir werden bei diesem Thema immer eine unterschiedliche Meinung haben, aber darüber haben wir ja schon diskutiert. Aber danke für deine Antwort! :)

Kommentar von Dthfan00 ,

Immer gerne Lea ;)

Antwort
von Caila, 53

Ich könnte verstehen wenn man in der Situation abtreibt.  ABER:

1. findet sich immer eine Lösung ( Eltern bzw Familie unterstützt, man gibt es zur Adoption frei etc)

2.  Was soll das Argument man sieht noch nichts?  
Das Herz schlägt bereits somit lebt es.  
Und ab der 6 Woche kann man durchaus was sehen.  Natürlich sieht man da noch kein fertiges Baby sondern nur etwas sehr kleines.

Aber das Herz schlägt da bereits.

Was das Kind denken soll wenn es später erfährt wie es zur Welt kam? Ungewollt?  

Nun dann wird es wissen das die Eltern oder Mutter es trotzdem liebte, den sonst hätte sie es nicht bekommen. Und das ist das was letzendlich zählt.

Und mit den Schmerzen der Entbindung.  Irgendwie ist das so süß naiv diese Frage. 
Natürlich wird sie Schmerzen haben.  Das wird sie aber auch noch mit 30. 

EIne Entbindung ist nunmal eine verdammt schmerzhafte Angelegenheit

Antwort
von carn112004, 33

Was haltet ihr von einem Schwangerschaftsabbruch / einer Abtreibungen bei jungen Frauen?

So wie jeder Abtreibung ist es besser, wenn die Abtreibung irgendwie vermieden werden kann, denn das ungeborene hat nun mal individuell die Menschenwürde und das Recht auf Leben, das geborene auch haben (wenn vielleicht auch in anderem Maße).

Bei minderjährigen ist das allerdings schwieriger zu vermeiden.

Was will man dem Kind später bieten?

Man beendet ein Leben nicht, weil man demjenigen nichts bieten kann. Abgesehen davon kann man die wichtigstens Dinge unabhängig vom Einkommen bieten. Ferner gibt es verschiedene Hilfen, sowohl vom Staat als auch hoffentlich vom Umfeld (z.b. sind sogar die Eltern der Minderjährigen gegenüber dem Kind dann unterhaltspflichtig).

Und was würden die Kinder von einem denken, wenn sie später erfahren, dass sie eigentlich kein geplantes Kind waren?

Man beendet auch ein Leben nicht, weil derjenige später von einem schlecht denken könnte.

Abgesehen davon denken viele bei sowas gar nicht schlecht von ihrer Mutter, sondern sehen es eher positiv, dass sie trotz der schwierigen Umstände versuchten ihr eine gute Mutter zu sein.

Auch Kinder, die zur Adoption freigegeben wurden (was für eine 14-jährige Schwangere auch eine Option sein könnte), haben gegen ihre biologische Mutter im allgemeinen wenig Groll, sofern es eben irgendwie verständlich ist, warum es so kam wie es kam.

Abgesehen davon muss man 10-13 jährigen, deren Mutter grade ihren 24-29. Geburtstag feiert nicht gesondert erklären, dass ihre Existenz nicht unbedingt direkt so beabsichtigt war; da haben die aber trotzdem meistens Verständnis.

Selbst wenn das Mädchen das Kind behalten möchte, müssen das nicht unerträgliche Schmerzen bei der Entbindung sein?

Nein, biologisch ist das Kinder kriegen mit 16 weder grundsätzlich schwieriger oder leichter als mit 25. Natürlich kommt dann nach unten hin irgendwann der Punkt, an dem es medizinisch tatsächlich gefährlich wird, aber auch mit 14 dürfte das noch nicht der Fall sein.

Nun, in unserer Gesellschaft sehen es manche als Kindsmord an, wenn man
das Kind abtreibt, was ich nicht ganz nachvollziehen kann, denn ich
meine, in den ersten paar Wochen sieht man doch kaum etwas

Der Begriff "Mord" ist aus verschiedenen Gründen abzulehnen; aber trotzdem kurz, warum es doch nachvollziehbar sein sollte, warum da manche mehr als die Entfernung eines "Zallhaufens" sehen:

1. Ob man selbst was sieht oder nicht, ist für eine moralische Wertung vollkommen irrelevant; sondern es kommt darauf an, was ist und nicht was man sieht (alleine schon deshalb weil man gerne mal Dinge übersieht, die lästig sind)

2. Biologisch (also nach dem, von dem in der Wissenschaft "Biologie" ausgegangen wird; heißt also, dieser Punkt ist keine "ich mein, du meinst"-Ding, sondern ein "wissenschaftliche Fakten sind nun mal so, egal ob irgendwer das wahrhaben will") sind ungeborene Lebewesen und zwar Lebewesen, die zur Spezies Mensch gehören; es sind somit lebende Exemplare der Spezies Mensch

3. Juristisch (also nach dem, von dem in dem Fachgebiet "Juristik" ausgegangen wird; heißt also, dieser Punkt ist keine "ich mein, du meinst"-Ding, sondern ein "juristisch ist es nun mal so, egal ob irgendwer das wahrhaben will") hat sich unsere Gesellschaft per Grundgesetz Artikel 1 auf ewig dazu verpflichtet, jeden Mensch individuell zu achten und soweit als möglich seine Rechte zu schützen.

4. Juristisch ist die Frage, ob mit dem "Mensch" unter 3. auch ungeborene gemeint sind, soweit beantwortet, dass ungeborene individuell die Menschenwürde nach Art. 1 Abs. 1 GG und das Recht auf Leben nach Art. 2 Abs. 2 GG haben.

5. Aus 2.-4. folgt meiner Ansicht nach, dass ungeborene zumindest keine Nichtmenschen sind (und ich habe auch nie einen sinnvollen anderweitigen Schluss gehört)

6. Aus 5. folgt zwar immer noch nicht, dass Abtreibung "Kindsmord" ist, aber es folgt daraus, dass Abtreibungen mit dem allergrößten Bemühen zu vermeiden sind.

7. Aus 6. folgt, dass wenn eine 14-jährige Schwangere eine Möglichkeit findet zu ihrem Kind "Ja" zu sagen, dass das absolut begrüßenswert ist und sie darin soweit irgendwie möglich unterstützt werden sollte - und es folgt daraus, dass man mit denen, die diese 14-jährige schlecht reden, ihr vorwerfen, sie würde aus Dummheit ihr Leben ruinieren, oder ihr sonstwie zusätzliche Steine in den sehr schweren Weg legen, eigentlich mal ein ernstes Wörtchen reden müsste.

Antwort
von Raubkatze45, 49

Nun, in unserer Gesellschaft sehen es manche als Kindsmord an, wenn man
das Kind abtreibt, was ich nicht ganz nachvollziehen kann, denn ich
meine, in den ersten paar Wochen sieht man doch kaum etwas

Die Position zur Abtreibung hängt davon ab, ob man an einen Gott als Schöpfer allen Lebens glaubt oder nicht. Wenn man das tut, weiß man auch, dass der Wert des Lebens nicht von der Größe abhängt und niemand ein Recht hat, menschliches Leben zu zerstören. Auch wenn man kaum was sieht, steht bei der Befruchtung bereits das Geschlecht fest und alle Gene sind vorhanden. Bei einer Abtreibung schlägt bereits das Herz, Gliedmaßen sind vorhanden.

Auch wenn man mal bedenkt, dass man selbst noch eigentlich ein Kind ist
und schon in solch jungen Jahren so viel Verantwortung tragen muss.

Für Geschlechtsverkehr ist sie aber reif genug? Wenn jemand sich für alt genug hält, intim mit einem männlichen Wesen zu werden und dabei auch nicht an eine feste Bindung denkt (wegen der Ausbildung), müsste man auch Verantwortung übernehmen. Ansonsten ist er eben nicht reif dafür und die christliche Weisung, bis zur Ehe zu warten, ist also wohl doch nicht so schlecht. Empfinden schon 14-Jährige das als unzumutbar? Wenn ja, sollten auch die Folgen zumutbar sein.

Und was würden die Kinder von einem denken, wenn sie später erfahren, dass sie eigentlich kein geplantes Kind waren?

Welches Kind ist schon geplant. Auch sog. "Nachkömmlinge" wurden nicht mehr eingeplant und sind dennoch willkommen und geliebt. Ein Kind wird später höchstens Hochachtung empfinden, weil die Mutter sich für das Leben entschieden hat.

Die Geburt einer Frau über 30 ist entschieden schwieriger als die Geburt in jungen Jahren.

Antwort
von Rosalielife, 45

Eine Abtreibung scheint in vielen Fällen die Lösung und vertretbar im Sinne der jungen Frauen, die Mütter sein sollen und noch Kinder sind.

So gesehen wäre die Abtreibung die geeignete Möglichkeit, das zu beenden und weiterzumachen bis zu dem besseren Zeitpunkt, wann der auch eintreffen mag.

Aber es ist eben nicht so leicht, damit umzugehen und noch Jahre später kommen die Zweifel, die Trauer, die Fragen, ob man nicht doch hätte dieses kind haben sollen und ob es nicht doch möglich gewesen wäre, es tut weh , es belastet, es lässt sich nicht so abhaken wie ein Vorgang anderer Art.

Manche Frauen haben später kein Kind bekommen und die Abtreibung bitter bereut und dafür verantwortlich gemacht, da nützt auch die Arztaussage, es gäbe keinen Zusammenhang damit, nichts. Für diese Frauen ist es klar, dass sie schuld sind an der jetzigen Kinderlosigkeit.

Und selbst wenn Frauen danach noch Kinder haben, dieses eine ist unvergessen und taucht immer wieder auf, in Gedanken, in der Überlegung, in Gesprächen, oder es bleibt eins der Geheimnisse, die ignoriert werden sollen, aber keine Ruhe geben.

Die vorgesehene Beratung und die Einbeziehung der Familie ist sehr wichtig und richtig. Selbst wenn Frauen sehr jung sind, können sie mit Hilfe der Familie ein Kind haben und sich dran freuen.

Ich denke, es wird keiner Frau ein Kind gegeben, die es nicht austragen und haben kann. Dahinter steckt mehr.

Kommentar von Deamonia ,

Ui, dein Post ist echt fies, tut erst so als sei Abtreibung ok, und entpuppt sich am ende doch als Manipulativer Anti Abtreibungs Beitrag voller Falschaussagen...

Hab grad keine Lust jeden deiner Punkte akribisch zu entkräften, daher nur ein paar "Kleinigkeiten" dazu:

Die allerwenigsten Frauen haben nach einer Abtreibung Probleme. Es haben nur die Probleme, die das Kind eigentlich wollten, und vom Umfeld/den Umständen zur Abtreibung gedrängt/genötigt wurden. 

Der Rest fühlt sich erleichtert und befreit, und auf jeden Fall besser als vor der Abtreibung. Es tut nicht weh, es belastet nicht, und es lässt sich sehr wohl "Abhaken", wie jede andere kleine Eingriff.

Ich selbst hab abgetrieben, schon vor über 10 Jahren, und es steckte nichts anderes dahinter, als das ich keine Kinder will. Es belastet mich bis heute nicht. Manchmal denke ich nur zum Spaß darüber nach wie alt das Kind heute wäre, und danke jedes mal in Gedanken meinem jüngeren ich, für die Entscheidung, ohne zu zögern abzutreiben. 

Ich rede offen darüber, um anderen Frauen Mut zu machen, zu ihren Abtreibungen zu stehen, es sind nämlich viel mehr Frauen die abgetrieben haben, und denen es absolut blendend damit geht, als man denkt! 

Psychische Probleme nach Abtreibungen treten übrigens umso häufiger auf, umso mehr die Gesellschaft Abtreibungen verurteilt. Also sind nicht die Abtreibungen an möglichen Psychischen Folgen Schuld, sondern die jeweilige Gesellschaft, Menschen wie du, die den Leuten versuchen ein schlechtes Gewissen einzureden!

Meine Mutter hat Jahre vor meinem Bruder und mir Zwillinge abgetrieben, einfach weil sie damals noch zu jung war, und noch keine Kinder wollte, da steckte auch nicht mehr dahinter, und wir haben uns ganz entspannt über unsere Abtreibungen unterhalten, da war nix schlimmes dran!

Ne Freundin von mir hat abgetrieben weil sie von einem ONS schwanger war, da steckte ebenfalls nicht mehr dahinter! 

Ich könnte hier noch zig weitere Fälle nennen, aber ich denke es wird klar was ich meine! 

Kommentar von WALDFROSCH1 ,

Ich stimme @Roslalielife voll und ganz zu .

Erstens aus eigener Erfahrung und auch weil ich offenbar besser recherchiert habe als du :


http://www.rahel-ev.de/tinc?key=8fYKgB8Q&start=-1&reverse=1


https://www.youtube.com/playlist?list=PL45610F21942F4557


http://afterabortion.org/1999/more-research-on-post-abortion-issues/



Kommentar von Schwoaze ,

Woher nimmst Du Dein "Wissen"?

Antwort
von Atemu1, 34

Kaum ein Kind ist geplant.

Und ich bin für Verhütung und Abtreibung, Erfahrungen können die Jugendlichen bis zu einem bestimmten Punkt sammeln.

Aber eine Schwangerschaft unter 18, ist ein späteres schlechtes Vorbild fürs Kind.

Antwort
von EinfachMomo2016, 73

Ich bin gegen Abtreibung allgemein, da ich nicht geplant war und nur lebe da es in meiner Religion verboten ist abzutreiben.
Ich finde Abtreibung auch schlimm, und Leute die sagen es lebt doch eh nicht es kann nichtmal denken und solche sachen, es kann es NOCH nicht.
Was man da antreibt ist ein Mensch, ein Lebewesen das man nicht die Chance gibt zu leben,das finde ich unfair.
Und dazu wie es finanziell ist, wir haben auch wenig Geld, doch wir werden vom staat unterstütz und es reicht für das wichtigste :)

Antwort
von dsdmann, 42

Hab ich selten gehört das abtreibung heute noch verpöhnt ist oder schlechten ruf hat.

Antwort
von piepsmausi26, 58

Für mich persönlich ist es irgendwie Mord eine Abtreibung. Bei sehr jungen Mädchen kann es sein, dass es gesundheitsschädlich für Kind und Mutter sein kann. In solchen Fällen denke ich ist eine Abtreibung legitim.
Ich finde es furchtbar, wenn junge Mädchen schwanger werden und abtreiben müssen aus welchen Gründen auch immer . Auch die Abtreibung tut sehr weh. Aber ein Kind in dem alter ist auch sehr schwierig.
Ich würde niemanden dafür verurteilen wenn jemand antreibt, aber ich persönlich könnte es nicht übers Herz bringen.
Ich hoffe, dass es nur eine hypothetische Frage war :(

Kommentar von Flocky212 ,

Ich persönlich bin nicht betroffen, aber eine aus meiner Klassenstufe, die nun das Gymnasium verlassen hat.

Kommentar von carn112004 ,

Wieso hat sie das Gym verlassen?

Das ist aufgrund eines Kindes überhaupt nicht zwingend, Schulen sind dazu angehalten soweit als möglich der jungen Mutter entgegenzukommen, damit sie trotzdem schulisch weiterkommt.

Antwort
von Einhorn64, 57

Ich sag einmal so : Es kommt auf die Umstönde drauf ab

Nehmen wir an Mustermädchen (14) ist schwanger
Geht natürlich noch in die Schule hat aber nicht ganz so arme Eltern und ihre Familie muss nicht jeden Cent 2 mal umdrehen
Dann wäre es doch kein Problem weil da wären Ihre Eltern da die sie unterstützen können
Womöglich sind noch die Großeltern da
Weil man bringt kein Kind um!
Und im Grundegenommen ist kein Kind ungewollt wenn man es nicht abtreibt oder??

Aber wenn es umgekehrt wäre dass die Eltern wenig Geld hätten und so weiter dann müsste man schon nachdenken ob man es nicht abtreiben soll! So schlimm wie es auch klingen mag -.- Aber das muss NICHT sein WEIL: man muss auch bedenken dass man vom Staat hilfe bekommt und vom Jugendamt auch Hilfe bekommen würde

Kommentar von Einhorn64 ,

*Umstände an

Kommentar von Deamonia ,

Es ist absolut krank, so eine Entscheidung rein vom Geld abhängig zu machen! 

Bei einer Abtreibung wird im übrigen niemand umgebracht, auch wenn fanatische anti Abtreibungs Gegner das immer noch hartnäckig behaupten, und Bilder mit falschen Wochenangaben verbreiten!

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