Frage von Coollase, 31

Was haltet Ihr von einem Auslandjahr in Japan?

Hey liebe Community, ich (m - quasi 15) mache mit diesem Jahr meine mittlere Reife mit dem Schwerpunkt Wirtschaft. Ich überlege mir danach entweder meine Fachhochschulreife zu machen, oder gleich auf ein Wirtschaftsgymnasium zu besuchen. jetzt hat sich aber noch etwas in meinen Kopf gesetzt zwischen diesen weiterführenden Schulen noch ein Highschool-jahr im Ausland zu besuchen. Am Anfang hieß es: Amerika, Australien, UK und so weiter, das ist mir aber aus irgendeinem Grund zu... ich will nicht sagen "zu gewöhnlich", aber irgendwie stimmt das auch gewissermaßen. Also kam mir der Gedanke: Was wäre denn mit Japan? Und ja, ich höre mich jetzt wohl wie ein Kiddie an, das zu viele Anime geguck hat. Aber ich finde dieses Land mit den Traditionen, dem alltäglichen Leben, dem Schulsystem und vielen anderen sehenswerten einfachnur interessant! Als ich meinen Vater davon berichtete, fand er diese Idee zu meinem überraschen nicht gerade schlecht. Also haben wir uns auf verschiedenen Websites und Messen über dieses Thema informiert. Ich gehe jetzt seit gut 3 Wochen in einen Japanischkurs und finde diese Sprache zwar nicht gerade leicht aber Sie ist trotzdem, sagen wir "lernbar". Ob euch die "Firma" DFSR etwas sagt weiß ich jetzt nich unbedingt, aber diese fanden mein Vater und ich bislang am besten. Wir lasen im und die Website durch und fanden diese mit Abstand am besten. Es wurde auch in verschiedenen Foren nur gutes über DFSR berichtet. Komischer Weise wurde uns an einem Stand von DFSR an einer der Messen mitgeteilt, dass es nicht von Nöten wäre einen Kurs in japanisch belegen zu müssen. Der Grund sei, da an die Schüler, Lehrer sowie die Gastfamilie ausreichende Kentnisse in Englisch haben. Ich mache diesen aber der Sicherheit halber lieber doch. Ich würde solch ein Auslandjahr ab Sommer 2016 beginnen, da ich relativ wenig Lust habe bis nach den 2. bzw. 3. Jahren Schule warten zu müssen. Und natürlich deshalb, weil es keinen Sinn machen würde ein Jahr auf eine Schule zu gehen, dann ein Auslandsjahr zu machen und danach im zweiten Jahr in Deutschland weiterzumachen. Ich würde über diese Zeit hinweg bei einer oder verschiedenen Gastfamilien leben. Über die Risiken hat man mich bereits aufgeklärt, wie: Ich kann nicht entscheiden wo ich hineschickt werden möchte oder in was für eine Gastfamilie ich doch gerne möchte. Jetzt die Frage für die ich mir eigentlich die Hälfte des Textes hätte sparen können -.- Wäre dieser Plan von Euch aus empfehlenswert? Mich würde eure Meinhung brennend interessieren. Habt Ihr Erfahrungen mit DFSR oder anderen Oragnisationen die Schüler in das Ausland schickt? Danke schonmal für´s durchlesen. PS: Entschuldigt den langen Text. Ich liebe es zu schreiben :D

MfG Coollase

Antwort
von Shoshin, 31

Hallo,

du hast gute Pläne und alles mit deine Vater durchdacht, das kann ich ja nur unterstützten, denn es hört sich überhaupt nicht - was du befürchtest - wie ein Kiddy an! Du denkst die Sache durch! Wenn du jetzt allerdings so jung bist und in der Wirtschaftsrichtung einsteigst, ist es sehr klug, was du vorhast. Ich denke aber doch - ich weiß ja nicht wie gut du in der Schule bist - ein Wirtschaftsgymnasium zu besuchen (hiervon habe ich noch nicht gehört, lass ich aber gern belehren), dass es von der Realschule aus sehr schwierig ist, wenn du nicht gleich ein Überflieger bist. Ich weiß aber auch, wenn man etwas unbedingt will, dann schafft man das auch. Ich gebe zu Bedenken, dass es für Realschüler schon schwierig ist auf ein normale Gymnasium zu wechseln, gleich auf ein sog. Wirtschaftsgymnasium wäre deutlich schwieriger! Ich würde dir ganz sehr dazu raten (ich hatte mich mal gut damit beschäftigt in dieser Ausbildungsrichtung in etwa) deine Fachhochschulreife auf der Berufsschule nachzuholen. Das ist sicher einfach für dich soweit ich es herauslesen kann und es fragt hinterher keiner mehr bei der Bewerbung, welche Schule du besuchst hast (lt. meiner Erfahrung), sondern nur noch der Notendurchschnitt. Dies dauert auch nicht lange, in der Zwischenzeit würde ich doch (nicht unbedingt ein Muss) einen Sprachkurs belegen und so viel wie Möglich über die Gepflogenheiten deren Begrüßung und Kultur kennenzulernen. Bitte, verliere deine Gedanken nicht aus den Augen, danach würde ich dir auf jeden Fall das japanische Auslandsjahr empfehlen!!!! Sprich das mal mit deinem Vater durch, auch wenn du schlecht abwarten kannst ist das der richtige Weg. Zudem, ist es natürlich notwendig, später für dein Berufsleben, da hinzugehen wo die Japaner sitzen, auch wenn du weit weg bist. Die Firmen sitzen oftmals in Düsseldorf, oder sonst so, weit weg von zu Hause, aber die Verbindung von zu Hause reißt ja nicht ab. Auch meine Tochter (27 nach Studium) war/ist weit weg beruflich unterwegs, aber erreichbar! Ich weiß wozu ich dir rate, bin schließlich mit einem Wirtschaftsanwalt zusammen, der viel Kontakt beruflich zu japanischen Firmen hat. Nein, der hat kein Auslandsjahr, der kennt sich aber mit den Gepflogenheiten aus und kann mit denen (mit Übersetzer) gut reden. Viele Firmen würden dich bei diesem Weg- auch wenn der Geduld verlangt - gern und gut einstellen! Aber nicht mit Realschulabschluss...Bedenke und gut dass du dich informierst und besprich dich erneut mit deinem Vater! Ist doch toll, dass er dich so unterstützt! Nutze dies. Machst du zu früh mit der Schule Schluss, obwohl das jetzt gerade reizbar ist, befürchte ich leider, dass hier Träume, trotz deinem Einsatz, nur Schäume bleiben, weil du nicht weiter kommen wirst!

Ich kann nur betonen: Super deine Vorstellung! Mach weiter so! Nur - klar in deinem Alter entscheidet dein Vater - und in erster Linie du!

LG Shoshin

Kommentar von Coollase ,

Danke für das aufbauen :)

Das habe ich wohl total vergessen zu erwählen. Ich würde nach dem Auslandsjahr 2016 natürlich mit meiner weiteren Schulbildung weitermachen. Ich nur ein bisschen im Konflikt mit mir selbst, da Japan nicht gerade ein Katzensprung ist. Geschweige denn, ein Land ist in dem ich mich in sofern verständigen kann, ohne meinen Gesprächspartner mit meiner Körperhaltung etc. ungewollt zu beleidigen. Ich rede eben wegen dieser Reaktion "Zu viele Animes geguckt oder was?" nicht einmal mit meinem... nennes wir es "Freundeskreis" darüber. Auf jeden Fall danke ich Ihnen für Ihre Ratschläge. Ich werde Sie mir zu Herzen nehmen.

MfG Coollase

Kommentar von Shoshin ,

Hallo,

duzt man sich hier nicht. Also ich habe den Vorschlag der Umkehrung gemacht, nämlich erst Fachabi und dann. Allerdings bleibt das jedem selbst überlassen! Ich persönlich halte dies aus Erfahrungswerten für richtiger. In welcher Richtung, bzw. zu welchem Zeitpunkt auch immer, ist ja wirklich kein Katzensprung. Falsch machen denke ich kann man nichts, wenn man auf sein Gefühl, bzw. doch bitte realistische gesunde Reaktion hört. Deshalb habe ich auch auf den Vater, der das ja unterstützt, verwiesen! Insgesamt, ob früher oder auch später bedeutet dies viel Mut und einen sog. Sprung ins kalte Wasser. Ich denke immer: Egal wofür man sich entscheidet, Hauptsache man hat sich entschieden! Egal ob Freunde oder Fremde sagen, zu viel Film geguckt, ist alles Quatsch, nur nichts einreden lassen. Bedenken habe ich allerdings - auch wenn deine Eltern dich unterstützen, ob es rein rechtlich vor dem 16.Lebensjahr so möglich ist. Das weiß ich jetzt aber auch nicht. Sicher gibt es hier auch eine Schüler/Berufs- oder Auslandsberatung. Wo weiß ich jetzt auch nicht, hier würde ich einmal bei der Berufsberatung anrufen, z.B. bei der Arbeitsagentur, die das vielleicht auch nicht wissen, die aber sagen können, wo du dich beraten lassen kannst.

LG Shoshin

Antwort
von ieatebrains, 18

Ich möchte hier jetzt gar nicht darauf eingehen ob du das Austauschjahr machen solltest oder so, das ist deine Entscheidung. Allerdings bin ich gerade als Austauschschüler in Japan und falls du Fragen diesbezüglich haben solltest, kannst du mich gerne anschreiben ^ ^

Antwort
von drinkwaterteam, 27

Ja voll gute Idee mach das :D wünsch dir viel Glück

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