Ich weiß nicht, irgendwie bin ich auf der Suche nach etwas, ich hab das bestreben nach veränderung und nach verbesserung meines Charakters und meines eigenen ichs. Ich will Werte neu definieren, schlimme sachen nicht mehr als ganz so schlimm sehen, mich öfters auch über kleinigkeiten freuen. Viele leute beschreiben nachdem sie eine extrem Situation erlebt haben, sei alles andere im Leben doch eigendlich garnicht so schlimm/wichtig. Viele Lehren ob religiös, militärisch oder in Kampfkünsten lehren das man sich von Besitz trennen sollte, nur das nötigste wird gebraucht, alles andere ist unnötiger schnick schnack der einen nur zu sehr vom weg ablenkt und man verliert den Wert der dinge die wir haben aus den augen. Um den ganzen auf dem Grund zu gehen wollte ich eine art eigen experiment an mir selbst durchführen, jedes Möbelstück, Tisch, Bett und stühle, poster und Bilder entfernen. Schlafen würde ich auf einer Matte oder Matratze, als sitzgelegenheiten würde ich Gartenstühle verwenden, da man hier wirklich nicht von luxus sprechen kann! Meint ihr die idee ist ganz intressant und Wert es mal zu testen oder völliger schwachsinn? Würde das unter umständen irgendeine besondere oder intressante erfahrung mit sich bringen? Was meint ihr?

Geh lieber für ein paar Monate ins Kloster - die Idee ist beinahe dieselbe, Kontemplation inklusive. Dann merkst Du garantiert, ob Du für Askese geschaffen bist.

ich finde die idee gut! wenns nix ist, kann man ja nímmernoch wieder normal leben. aber eine erfahrung ist es doch wert oder nicht?
coeleste am 31. Oktober 2009 23:32 klar

wenn du denkst, das sei eine gute idee und würde dir weiterhelfen, dann mache es. ich verstehe deinen wunsch nach entwicklung gut. und jeder muss dann seinen weg finden, wie er sich entwickeln kann. wenn ich einmal etwas extremes für mich erleben möchte, werde ich pilgern gehen. das wäre mein weg. der tag, da bin ich mir sicher, kommt bestimmt, an dem ich meine sachen packe und ganz alleine los laufe. also ich kann dir nur raten, überlege dir die sache gut, und wenn du den eindruck hast es würde dich weiterbringen, dann tue es einfach. viele grüße und schöne zeiten angelica
Einfach mal los laufen wäre auch was gutes! Ich drück dir die daumen!
Ich mache dir einen anderen Vorschlag: Geh für 1-2 Wochen in ein Kloster. Da hast du Ruhe und kannst über alles noch mal nachdenken.
Das habe ich auch schon oft überlegt. Aber ob es hilft? Besser wäre es, zu reisen, in Länder wo es Leuten nicht so gut geht wie uns. Dann lernt man nochwas, ist nicht einsam und hilft vllt. sogar Leuten. Oder ne Art Rucksacktour. Eben an die eigenen Grenzen stoßen. Dann lernt man sich und sein Leben vllt. mehr kennen und schätzen.
Da hast du recht, leider kann ich nicht verreisen...

Ich finde, dass diese "Fasten-Idee" gut ist, und Dir wohl auch einige Deiner Grenzen zeigen kann. Also eine gute Selbsterfahrung. Du schreibst: "Du willst" Dich über Kleinigkeiten freuen, und "Du willst" dies und das... Ich meine jeder soll seinen Weg gehen, aber ich möchte Dir trotzdem gerne einen Rat geben: Beobachte Dich einfach, beobachte was IST und was passiert. Die Möbel würde ich allerdings nicht gleich total aufgeben, sondern sie nur vorübergehend entfernen. Aufgeben würde ich Dinge erst, wenn sie mir wirklich nichts mehr bedeuten - und das kommt ganz vom SELBST Übrigens: Ein Kloster-Aufenthalt ist bestimmt auch eine feine Sache, aber meiner Meinung nach nicht notwendig, da man doch überall man selbst ist, also ortsunabhängig.
coeleste am 31. Oktober 2009 23:31 stimme voll ueberein.
Ja klar, ich hatte vor sie in ein anderes zimmer zu verfrachten

auf alles verzichtest du ja nicht. der test ist ok.dadurch erfaehrst du.du schoepfst etwas.dadurch erschaffst du dich selbst neu,SELBST wenn du nach einiger zeit wieder etwas zu alten gewohnheiten zurueckgehen solltest. macht nichts.
Nowka am 14. November 2009 23:19 hallo coeleste! du erschafft dich nicht neu, sondern kitzelst nur etwas heraus in dein tagesbewustsein, daß schon immer in dir war.

Die Idee als solche halte ich für gut. Ich würde dir ein drei- bis vierwöchiges Survivaltraining empfehlen, mit minimaler Ausrüstung. Da lernst du bedeutend mehr. Besonders über solche Dinge wie Demut, Genügsamkeit, Geduld und den Wert kleiner, anscheinend unscheinbarer Dinge. Du glaubst gar nicht, wie man sich in einer klirrend kalten Frostnacht über ein paar trockene Äste und ein funktionierendes Streichholz freuen kann. Und eine Tasse mit heißem Tee am Morgen erscheint dir als das Zentrum aller Glückseeligkeit. Versprochen!

Wenn,dann wird ich das Bett durch ein Nagelbrett,und die Gartenstühle rauswerfen...Manche Leute haben keine Stühle,und man kann damit leben...Du bist einfach nur gelangweilt....Gib alles auf,und zieh in ein fremdes Land,das wäre was...Aber doch nicht wenn du deine Sitzgelegenheiten austauschst...
Naja ganz so radikal soll es nicht werden, ich möchte ja daran wachsen und nicht womöglich zu grunde gehen
coeleste am 31. Oktober 2009 23:33 sehr vernuenftige einstellung. sogar etwas weise.
Das ist ein guter Versuch, der Rest kommt danach...
es geht auch in Gedanken. Das innerliche Aufräumen von allem, was Schwer war, einen verletzt hat, falsch war - einfach nicht gut für einen selbst, das muss alles raus aus der Seele. Entweder man stellt sich einen Mülleimer vor oder- wie ich nehme das weite Meer oder einen Fluss und dann endgültig hineine. Dann kann das Gute von Gott erbetene hineinkommen. Das ist wie bei einer Kanne saurer Milch (siehe den Körper als Gefäss), die muss auch erst raus, dann auswaschen und dann kann die frische Milch rein(das Gute). Wie in einer Lebensschule lernen, lernen, lernen. Gut Denken, gut sprechen, Gutes tun. Du wirst Dein Leben ändern. Nur Du kannst Dich ändern. Bitte Gott, dass er Dir hilft - aber tun muss Du selber. Alles Liebe

Ich würde nicht so abrupt und nicht so radikal mit den Änderungen loslegen. Das fördert nur das Risiko von Überforderung und Mißlingen.
Ich habe meinen Bewußtseinswandel unter relativ gleichgebliebenen äußeren Bedingungen vollzogen.
Wichtig ist das Verändern des Bewußtseins, der Glaubenssätze, der inneren Haltung.
Es scheint mir wichtig zu betonen, daß man kaum mehr als einen Glaubenssatz, eine "Regel", eine Gewohnheit zur Zeit ändern kann. Mit jedem einzelnen neuen Grundsatz sollte man aktiv einige Wochen arbeiten, um ihn einigermaßen sicher verinnerlichen, verankern zu können.
Der Umlern-, Umgewöhnungsprozeß mit den vielen einzelnen Grundsätzen dauert Jahre...
Ich wünsche dir viel Kraft und Ausdauer!

Ja, suche in deinem Innersten nach Deinen wirklichen Bedürfnissen und dann wirst Du entdecken, dass alles, was im Leben da ist, für Deine Entwicklung zur Selbstverwirklichung dient. Im Prinzip ist alles möglich, aber nicht alles unproblematisch. Die Lebensgesetze führen uns nämlich immer na unsere Grenzen und in jedem Fall auch an die Bestehensgrenze unseres siebten kosmischen Gebietes. Von dieser Erkenntnis aus, wird Dein Weg Dich dann weiterführen, wenn Du in der Lage bist das zu erkennen.

wir sind auf der erde um etwas zu lernen, daß man in unserer heimat, einer geistigen sphäre, niemals lernen kann. du benötigst die materie der erde, um zu lernen, damit umzugehen.
du wirst schon aus deiner krise herauskommen. achte dann das irdische, oder du mußt eben in ein kloster gehen.
er macht die askese zuhause.prima!