GrueneFee am 28.07.2008 um 13:33 Uhr
Sterbehilfe ist ja ein sehr heikles Thema. Mich würde mal interessieren wie ihr darüber denkt. Ob es angebracht ist oder nicht.

Das ist schon lange in Deutschland fällig! Wenn mir etwas schlimmes passieren sollte (z.B. durch einen Unfall oder Krankheit) und ich nur noch vor mich hin saber und geistig und/oder körperlich so eingeschränkt wäre, dass ich nicht mehr ohne Hilfe leben könnte, würde ich lieber "gehen" wollen. So will doch keiner leben, bzw. am leben erhalten werden. JEDER SOLLTE DAS RECHT HABEN ES SELBST ENTSCHEIDEN ZU KÖNNEN!

Wenn ich mit meinem Leben abschließen will dann soll das auch mir überlassen werden...

Natürlich nicht nach Lust und Laune, sondern sollte genau abgesteckt werden und an bestimmte Bedingungen geknüpft werden.

Sobald eine Patientenverfügung vorliegt, sollte auch eine ärztlich kontrollierte Hilfe zu einem menschenwürdigen Tod möglich sein.

Tieren erleichtert man mit einschläfern das Sterben. Warum soll einem Menschen das Leiden unnötig verlängert werden? Das finde ich unmenschlich
geheim am 29. Juli 2008 12:03 ausnahmweise sind Tiere da mal im Vorteil...

Das Thema Sterbehilfe müsste hier wohl genauer unterteilt werden...
Aktiv einfach eine Spritze geben und weg - finde ich falsch.
Wenn dagegen Schmerzmittel gegeben werden, um den aktuellen Zustand für den Patienten angenehmer zu machen, auch auf die Gefahr hin, dass er dadurch (schneller) sterben könnte - finde ich sehr human.


Man sollte die betroffene Person selber entscheiden lassen, sofern sie noch in der Lage dazu ist... es geht immerhin um ein LEBEN!
GrueneFee am 28. Juli 2008 13:37 Das hab ich ja quasi mit, er/sie leidet gemeint. Natürlich das pro nur wenn er/sie auch damit einverstanden ist, sonst wär's ja Mord
schlaumeier92 am 28. Juli 2008 13:43 Genau!

Es gibt Patientenverfügungen.... Darin sollte man via Gesetzesbescheid ein solches; Zumindest NICHTLEBENSVERLÄNGERNDES Kapitel aufnehmen... So in etwa. Ich habe vorgesorgt ;oo)))
GrueneFee am 28. Juli 2008 13:36 Ja, hab ich zu spät gesehen ^^


Heikles Thema! Trotzallem bin ich dagegen! Ich bin allerdings dafür, dass jeder eine Patienverfügung schreiben sollte (ich habe auch eine), solange es ihm soweit gut geht das er darüber selbst entscheiden kann!


Ich denke das jeder Mensch das Recht haben sollte zu sagen: Ich kann und will diesen Zustand nicht mehr ertragen, es gibt keine Aussicht auf Heilung und möchte dem jetzt ein Ende setzten.
jemanden zu helfen wenn er es selber nicht mehr kann. Nennt sich Hilfsbereitschaft. Ist wie alles Situationsabhängig aber ich behaupte der Fall das man jemanden helfen muß ist mit einer Warscheinlichkeit von unter 1:1000000 nahezu ausgeschloßen.
geheim am 29. Juli 2008 12:01 also mehr als 80 Menschen allein in DE...
Schwieriges Thema! Tieren gibt man die Spritze, wenn sie leiden. Warum nicht uns Menschen auch. Ich arbeite mit alten Menschen, teilweise auch schwerkranke. Wenn sie vor Schmerzen schreien, und das Morphin nur noch kurze Linderung verschafft, dann denke ich, dass es an der Zeit ist, den Menschen in Würde gehen zu lassen. Leider erlaubt es das Gesetz nicht. Dringend änderungsbedürftig, es sei denn, einer unserer Politiker leidet derart, dass er ein Gesetz durchbringt, was dieses erlauben würde. Zu unterscheiden wäre auch passive und aktive Sterbihilfe.

Es sollte wirklich jedem gegönnt sein, in Würde gehen zu können, wenn er das ausdrücklich will!

Sterbebegleitung mit Schmerztherapie ja,aktive Sterbehillfe Nein!

Ich finde es schade, dass Tiere ein Recht darauf haben, getötet zu werden, wenn ihr Leben nur noch eine Qual ist, Menschen aber nicht. Ich hoffe ich komme nie in die Situation oder bin zu der Zeit in den Niederlanden...

manch ein Mensch muss ja die schlimmste Lebenserfahrung während des Sterbens machen - von daher sollte man den Menschen auch nicht länger leiden lassen. Da sind die Tiere schon im Vorteil - ich bin so froh das ich meine Katze einschläfern lassen konnte, sonst wäre sie qualvoll verhungert, da sie blutende Tumore im Hals hatte. Ich kenne auch eine Frau die unbedingt sterben wollte - sie hatte einen metastisierenden Pankreaskrebs im Endstadium. Alle paar Minuten hat sie Blut erbrochen, war immer vollkommen erschöpft vom Übergeben und den endlosen schmerzen. Sie wollte unbedingt sterben (sie war klar im Kopf) doch ihr Körper ließ sie noch fast ein Jahr so leiden. Die Frau weinte ständig und bettelte regelrecht zu sterben - aber die Ärzte und Schwestern waren machtlos - uns blieb nichts anderes übrig wie mit dieser Frau zu weinen und viel viel Morphium zu geben.

wenn es gar nicht mehr geht soll es erlaubt sein.es wird bestimmt, dass man schmerzen haben darf. aber die erlösung ist verboten

Ich finde es sollte erlaubt sein, aber nur wenn der Kranke diese selber durchführt.
In der Schweiz wird Sterbehilfe so durch geführt, es wird dem Sterbenden ein Raum zur Verfügung gestellt und eine tödlich Dosis Gift.
Dieser muss der sterbende selbständig ein nehmen.
Ist er dazu nicht in der Lage z.B. Querschnitt, wird eine Apparatur zur Verfügung gestellt die es dem Sterbenden ermöglicht sich das Gift zu injekzieren.
Das finde ich eine vertretbare Form der Sterbehilfe.
Aber ich kann mir nicht vorstellen das jemand anders einen sterbenden die Todesprize verabreicht.
Menschen die nicht mehr Ansprechbar sind, z.B. Koma, fallen aus dieser Regelung heraus.
Für diese Menschen ist es dann wichtig das es eine Patientenverfügung gibt, in der alles geregelt wird.
LG Wolpertinger


Bei unheilbarer Krankheit finde ich es vertretbar.

Niemand hat mich gefragt, ob und wann ich auf diese Welt kommen will. Also will ich wenigstens selbst entscheiden können, wann ich sie wieder verlassen möchte...
hab ich noch keine richtige meinung zu. kommt auf die umstände an.

Ich werde entscheiden ob ich frühzeitig Sterbe und niemand anderes.
GrueneFee am 28. Juli 2008 13:42 Boah, es geht doch um dich, nicht einfach das jemand anderes das entscheiden kann..
jabberwakky am 28. Juli 2008 13:47 Und wenn ich was ja nicht mal so abwegig wäre Geistig behintert bin,wer entscheidet dann.Was ist wenn der liebe Richter sagt der Mensch kann keine eigenen Entscheidungen treffen.Mord ist Mord egal aus welchen gesichtspunkt.
GrueneFee am 28. Juli 2008 14:05 Wieso sollte man jemandem Sterbhilfe leisten "nur" weil er geistig behindert ist? Ist nicht böse gemeint aber das gibt doch keinen Sinn
jabberwakky am 28. Juli 2008 14:14 No comment

Wenn die Entscheidung vom Betroffenen selber verfügt worden ist, klares JA, oder komatöse Patienten ohne Chance auf Genesung durch die Einwilligung der nächste Verwandschaft.
LG....strick
GrueneFee am 28. Juli 2008 13:42 seh ich auch so
Wolpertinger am 28. Juli 2008 13:57 strick, aber woher weiß die Verwandschaft, das der komatöse Patient nicht mehr leben will???
Ich würde mir niemals heraus nehmen zu beurteilen ob jemand sein Leben noch als Lebenswert betrachtet.
Und auch ich könnte heute nicht entscheiden, ob ich möchte, das mir jemand beim Sterben hilft wenn ich z.B. im Endstadium Alzheimer nicht mehr ansprechbar bin.
So etwas kann man nicht aus einen gesunden Zustand heraus Bewerten.
LG Wolpertinger
strick4a am 28. Juli 2008 14:08 Wolpertinger, Du hast ja Recht, das ist ein absoluter Grenzbereich, das sollte auch nur auf anraten der Ärzte geschehen.
LG....strick
Wolpertinger am 28. Juli 2008 14:27 ich würde dies als Arzt auch nicht entscheiden wollen.
Und schon mal gar nicht die Spritze setzen wollen.
Ganz schön schwieriges Thema.
LG Wolpertinger
DH!

Ich bin ein befürworter der Sterbehilfe.



Sterbehilfe ist Hilfe zum Selbstmord!
Der Mensch hat von Gott die völlige Willensfreiheit erhalten, kann die 10 Gebote beachten, oder nicht beachten. Er ist völlig frei.
Doch wenn der Mensch gegen die Gebote lebt, so ladet er sich auf seine Seele eine Hypothek, an der er im ewigen Leben im Jenseits noch sehr, sehr lange tragen wird.
Denn der Mensch kann zwar seinen Leib, niemals aber sein ICH-Bewußtsein, also seine Seele töten.
Die Seele lebt ewig, ob er gut oder böse gelebt hat!
Auf das Problem des leidenden Menschen ist Jesus in seiner Neuoffenbarung durch den Propheten Jakob Lorber, 1800-1864, Graz an vielen Stellen eingegangen. Hier ein Beispiel, das zur Sterbehilfe pssst:
[GEJ.06_039,02=Großes Evangelium Johannes] (es spricht Jesus) Zum Beispiel: Es wäre ein sehr schmerzlichst kranker Mensch, und die besten Ärzte wüßten kein Mittel mehr, den Menschen von seinen großen Schmerzen zu heilen. Nun aber fiele es einem ein, und er sagete zu den andern Ärzten: ,Da diesem Menschen durch nichts mehr zu helfen ist, so geben wir ihm ein schnell tötendes Gift, und er ist auf einmal alle seine Leiden los! ‘ Gesagt, getan, – und der Leidende war im Moment dahin. Ja, diese Ärzte haben den Kranken richtig von allen seinen Schmerzen befreit; aber sie haben ihn getötet, ohne zu bedenken, warum Gott ihm ein solches Leiden zukommen ließ, und wie es dann jenseits mit seiner Seele stehen möchte.
Und so war das Mittel schlecht, was darum auch nie einen ganz rein guten Zweck nach sich ziehen kann.
Jesus will, daß wir an ihm ein Beispiel nehmen und in Demut unser Leiden bis ans Ende ertragen!
Vorsicht Leser! helmutfranz alias lorberjakobfan beruft sich nicht auf die Bibel der Christen, sondern auf eine angebliche Offenbarung aus dem 19. Jahrhundert. Das sind obskure Sonderlehren die nichts mit der Bibel zu tun haben.
GrueneFee am 23. Januar 2009 18:15 "obskur" ist es tatsächlich.


Der Mensch sollte ein selbstbestimmtes Leben führen dürfen und das auch am Lebensende. Wenn ich mich dazu entscheide, mein Leben beenden zu wollen, weil ich krank bin und nur noch leiden werde, dann möchte ich das auch selbst entscheiden.
Das Gesetz soll im Dezember dieses Jahres hier in Luxemburg noch einmal gestimmt werden, da das Parlament sich dagegen ausgesprochen hatte!! Ich für meinen Teil bin gegen dieses Gesetz!! Mein Leben wurde mir gegeben und ich werde gehen, wenn die Zeit abgelaufen ist und dies, bestimmt immer noch derjenige der über der Menschheit steht!!
GrueneFee am 23. Januar 2009 18:15 Das jetzt auf den Glauben zu beziehen (ich denke mal, du redest von "Gott"), ist aber noch eine andere Sache. Wenn jemand z.B nicht an Gott glaubt oder generell nicht "spirituell veranlagt" ist, findest du es dann immer noch "aus ethischen Gründen nicht vertretbar"? Denn das wäre ja dann ein Widerspruch in sich.





dann könnte ich mein onkel im himmel schneller sehen xD

dann könnte ich mein onkel im himmel schneller sehen xD
