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Was haltet Ihr von der Sprachstandserhebung in NRW bei vierjähringen Kindern?

gefragt von fuechsleinfuechslein am 14.03.2007 um 9:03 Uhr

Zur Zeit läuft die erste Phase der Sprachstandserhebung in NRW. Was haltet Ihr von der Aufkärung, Durchführung und Auswertung. Oder sind unsere Kinder wieder einmal nur "Versuchstiere".


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Reply


anonym
beantwortet von Flojo am 30. März 2007 09:56
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Auf zum totalitären Staat, weg von den Elternrechten. Ich finde Delfin 4 mehr als bedenklich und zwar aus folgenden Erwägungen:

Wir Eltern sind in keiner Weise informiert worden, welcher Zweck verfolgt werden soll und aus welchen Gründen unser Elternrecht eingeschränkt sein soll.

Der Datenschutz ist nicht in ausreichender Weise gesichert, da andere öffentliche Stellen auf der Grundlage des 1. Teils der Sprachstandserhebung andere Untersuchungen beabsichtigen.

Die Einschränkung des Elternrechts mit der Unterstellung einer vorgezogenen Schulpflicht (GENAU DAS SOLL HIER ALS RECHTSGRUNDLAGE HERHALTEN) ist sicher nicht zu Recht erfolgt

Deswegen werde ich meine Söhne keinesfalls testen lassen.Das käme meiner Ansicht nach einer Zustimmung gleich, sie zum Versuchskaninchen zu degradieren. (Wie übrigens sehr viele aus unserem Kidnergarten?

Wer hat sich auch geweigert, seine Kinder testen zu lassen???

Kommentar von actinobaculum am 13. April 2007 08:54

mein sohn war zum glueck gerade fuenf geworden. ich hab zu der kindergaertnerin (die den test auch ablehnt) gesagt: was passiert, wenn man das verweigert? dann muss man busse bezahlen. ich: das wuerde mir nichts ausmachen. sie: das dachte ich mir :-). meine tochter wird in 2 jahren wohl davon betroffen sein, wenn die landesregierung nicht zur besinnung kommt. ich fange schon mal an zu sparen...gg...


anonym
beantwortet von boniche am 14. März 2007 09:19
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Ich finde die Idee sehr gut. Wenn die Kinder vier Jahre alt sind, gibt es noch Möglichkeiten, die Sprachentwicklung bis zum Schulbeginn ggf. zu fördern, so dass Kinder, die sich nicht altersentsprechend ausdrücken können, im Schulalltag nicht benachteiligt sind. Das ist sicher besser, als eventuelle Defizite erst in der Schule zu entdecken. Es ist wohl nicht beabsichtigt, die Kinder zu "Versuchstieren" zu machen; wir beklagen doch ständig die Bildungsmisere. Meiner Meinung nach sollten die betroffenen (oft überforderten) Eltern diese neue Maßnahme als Chance für ihre Kinder begreifen; den Eltern, deren Kinder keine diesbezüglichen Probleme haben, kann es egal sein.

Kommentar von 8f89da883ce53d7a904aa24d330b235csmallfuechslein am 14. März 2007 09:26

Hallo boniche erst einmal vielen Dank für Deine Meinung. Den Grundgedanken der Sprachstandserhebung finde ich auch gut, aber mache ich mir doch sorgen über die Durchführung. Da es den Anschein hat das Lehrer und Erzieher gleichermaßen Schlecht über die Art der Durchführung und Auswertung aufgeklärt wurden. Das Gefördert werden muss ist klar, aber wie und wer soll dies übernehmen?

Kommentar von boniche am 14. März 2007 09:53

Selbstverständlich müssen für die Durchführung und Auswertung Standards erarbeitet werden (bzw. sollten bereits erarbeitet worden sein). Was die Durchführung betrifft ... Man sollte eigentlich davon ausgehen können, dass Grundschul(deutsch)lehrer geeignet sind, da sie wissen sollten, welcher Sprachstand bei Schulbeginn unabdingbar ist. - Ob das alles in der Realität so ist, oder ob wir hier schon wieder mit der Unfähigkeit des Bildungssystems konfrontiert sind ... ich wage darauf keine Antwort.

Kommentar von 8f89da883ce53d7a904aa24d330b235csmallfuechslein am 14. März 2007 21:58

Ich denke du hast recht mit Deiner Aussage das Grundschullehrer geeignet sind zu überprüfen welcher Sprachstand bei Schulbeginn unabdingbar ist, aber hier handelt es sich ja um vierjährige Kinder. Ich glaube ein Grundschullehrer hat in seiner Ausbildung nicht die Phasen der Kindlichen Sprachentwicklung studiert, da es ja nicht seiner Zielgruppe entspricht. Weißt du wo ich probleme sehe???

Kommentar von boniche am 15. März 2007 01:02

ist alles sehr kompliziert. vielleicht eine erfahrene kita-erzieherin gemeinsam mit dem grundschullehrer? beide berufsgruppen müssten vorher eine sprachpädagogische schulung bekommen. sowas ähnliches ist, meine ich mal gehört zu haben, auch angedacht. - ein riesiger kostenaufwand, aber hier hätte ich endlich mal das gefühl, dass gelder sinnvoll eingesetzt werden.


Andrea1204
beantwortet von Andrea1204 am 14. März 2007 09:18
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Zur Zeit wird sie von Grundschullehrern durchgeführt. Unsere Schule z. B. hat morgen die ersten beiden Stunden deswegen frei, weil die Lehrer die Kindergartenkinder testen! Das ist ein Nachteil für unsere Schulkinder!!! Gut finde ich, daß dies von Grundschullehrern am Besten eingeschätzt werden kann, ob die Kinder jetzt schon sprachliche Probleme haben, so kann man in zwei Jahren noch handeln und eventuelle Maßnahmen ergreifen. Aber dennoch ist mir aufgefallen, daß beim Einstufungstest für die Grundschule durch das Gesundheitsamt Kinder durchgekommen sind, die ich persönlich nie im Leben in die Schule geschickt hätte (als Mutter gesehen) und bin auch teils fassungslos deswegen. Die Klasse richtet sich am schwächsten Glied und so braucht man sich nicht zu wundern, daß die Pisa-Studien schlecht ausfallen! Lernschwache Kinder müssen gefördert werden und brauchen besondere Aufmerksamkeit und die kann in der Grundschule nicht so intensiv und professionell durchgeführt werden. Deshalb sollte vorher schon geprüft, getestet und Maßnahmen ergriffen werden. Gruß Andrea

Kommentar von 8f89da883ce53d7a904aa24d330b235csmallfuechslein am 14. März 2007 09:29

Danke für Deine Meinung! Genau dies sind meine Bedenken. Hat Frau Sommer uns nicht versprochen das es wegen der Sprachstandserhöhung keinen Unterrichtsausfall geben soll!? Beißt sich da die Katze nicht in den Schwanz eine Lücke mit der andern Schließen?

Kommentar von Simple_avatar1smallAndrea1204 am 14. März 2007 10:17

Ganz genau!! Vor allem ist die Lehrerin nicht nur morgen 2 Stunden weg, sondern sie wird doch auch mit Sicherheit Zeit benötigen, um diesen Test auszuwerten!!


daddbr3
beantwortet von daddbr3 am 14. März 2007 10:21
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Im Prinzip steckt ein guter Gedanke dahinter. Aber Vorsicht! Wir Deutschen sind Bürokraten mit 150%-iger Machart. Und unsere Vergangenheit - vor dem Krieg und in der DDR - lässt von staatlichen "Sortierungs-Massnahmen" nichts Gutes erwarten. Dann zu unseren beamteten Pädagogen: als guter Anpasser die Staatsexamen (mit unseren Steuergelder) bestanden, können diese ein Arbeitsleben lang junge Menschen fürs Leben verderben. Eigentlich sollen Sie die Freude am Lernen lehren, dann werden auch die Lernergebnisse (PISA wird gut) besser - ein bisschen von den Finnen abkucken, die offensichtlich die Schüler als Mitmenschen und als ihre Zukunft (unabhängig vom Stand) betrachten und nicht nur die elitäre Auswahl im Blickfeld haben. Solchen Pädagogen würde ich auch die Sprachstandserhebung in die Hände geben.




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