Es handelt sich um ein Gerät, das eine nur für Jugendliche unter 25 Jahren hörbare unangenehme Frequenz ausstrahlt. Damit sollen Jugendliche von bestimmten Plätzen ferngehalten werden. Weitere Informationen unter www.derwesten.de/dortmund "Schrilles Piepen soll Jugendliche vertreiben". Wie steht es hier um den sensiblen Umgang mit Menschen, mit Jugendlichen? Ich wundere mich, dass nicht Proteste laut werden. Jugendliche wie Fliegen vertreiben? Das erinnert mich doch sehr stark an Deutschlands unselige Vergangenheit!! Was meint Ihr dazu?
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Mit diesem Vergleich hast Du Dich ein bisschen arg weit aus dem Fenster gelehnt. Völlig daneben.
Wenn die Jugendlichen "sensibel" mit ihren Mitmenschen umgehen, sind solche Geräte völlig überflüssig. Was wird als Nächstes verjagt? Alte aus dem Park?

In England gibt es die Dinger ja schon etwas länger und die Ladenbesitzer, die sie sich angeschafft hatten, weil ihre Kunden von den vor dem Geschäft herumlungernden Youngstern belästigt wurden, haben damit gute Erfahrungen gemacht.
Die Alternative zu diesen Geräten wäre es doch, alle naselang die Polizei zu rufen, falls die Jugendlichen sich vor einem Laden "geschäftsschädigend" aufführten, wie es etwa in Fussgängerzonen bei Strassenmusikanten und Pflastermalern geschieht, wenn die "normalen" Fussgänger nicht mehr durchkommen oder auf Bahnhöfen und Spielplätzen mit den Junkies.
Zwar weiss ich nicht, wie die Installation solcher Geräte juristisch zu beurteilen ist, aber ich habe Verständnis dafür und empfinde es auch nicht als unangemessen.
Tut mir Leid, aber ich bin "normaler Fußgänger" und habe mich durch Pflastermaler oder Straßenmusikanten noch nie belästigt gefühlt und denke auch nicht, dass da die Polizei zu rufen ist. Auch stört mich Dein Ausdruck "herumlungernde Youngsters" und Dein Vergleich mit Junkies auf Spielplätzen und an Hauptbahnhöfen. Polizeipräsenz einerseits an schwierigen Orten und alternative Möglichkeiten wie Jugendtreffs andererseits halte ich für bessere Lösungsmöglichkeiten!
demosthenes am 5. November 2007 12:34 @oldpaed:
Ich weiss nur, dass die Polizei in Hamburg einschreitet - durch wen auch immer alarmiert - wenn die Anzahl der Strassenmusiker und Pflastermaler in Fussgängerzonen ein bestimmtes Mass überschreitet und in Hannover(?) müssen diese Gruppen sich eine Genehmigung vom Ordnungsamt holen, ehe sie loslegen dürfen.
Der Ausdruck "herumlungernde Youngsters" stammt übrigens nicht von mir, sondern war ein Zitat.
Bevor die Polizei am Hamburger Hauptbahnhof vor einiger Zeit aktiv wurde, war dort manchmal schlicht kein Durchkommen mehr und ob das dann jeweils Gruppen Jugendlicher waren, die auf den Treppen lagerten und ihre Ghetto-Blaster fullpower laufen liessen oder Junkies, die in aller Öffentlichkeit Drogen konsumierten oder "Obdachlose", die an der Flasche hingen, das war mir ziemlich egal, denn es war alles gleichermassen lästig.

Die Dinger sind rechtlich gesehen nicht erlaubt oder zumindest umstritten. Deshalb werden sie sich wohl auch nicht durchsetzen.
Hoffentlich!
Da ich seit 1 Jahr direkt hinter einer Schule wohne, habe ich neue Erfahrungen. Jeden Tag (ab ca 16h) ein Riesenradau, ca 10-20 Jugendliche, mit saufen und allem was darauf folgt...Auf zunächst freundliche u.verständnisvolle ansprache wurden wir beschimpft, bespuckt, Müll u. Flaschen+Scherben liegen zu Hauf im Garten. Polizei kam etc, nichts hilft. habe neulich von diesem Gerät i.d. Zeitung gelesen und möchte dies der Schul-Leitung bzw.der Stadt vorschlagen, weil der Aufenthalt auf unserer Terasse nicht zu ertragen ist mit lautem gegröhle in ca 15 Meter Entfernung. Gegen eine "normale" Anwesenheit hätte ich nix!

Also als ich Jugendlicher war, war ich ein ganz normaler
und vernünftiger Bürger und Kunde. Also hätte es mich
sehr geärgert, wenn ich unter solchen Maßnahmen hätte
leiden müssen.