Was haltet ihr von der Fähigkeiten Emotionen zu haben und zu zeigen?

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7 Antworten

Bei aller noch so sehr angestrebten Vernunft (Logik) geht es letztlich immer darum, sich innerhalb der gegebenen Umstände wohl zu fühlen.

Das Ergebnis ist, daß es häufig einen Konflikt zwischen Logik (das, was man theoretisch als richtig erkennt) und Einsichtsfähigkeit (was man in der Endkonsequenz wirklich tut) gibt. Wie gut auch eine logische Überlegung sein mag, sie wird für den Alltag weitgehend nutzlos, wenn sie nicht auch einen Zugang in den emotionalen Bereich findet (auch mit dem Herzen erfaßt wird).

Außerdem haben Emotionen (das, wie sich ein Sachverhalt anfühlt) eine biologische Komponente (Hormonausschüttungen u. a.), die ihrerseits über Erfahrungswerte gesteuert werden (nützlich, schädlich, angenehm, unangenehm, fördernd, verhindernd).

Solche Erfahrungswerte sind Werte, die sich im Saldo über lange Zeit bewährt haben. Demgegenüber ist Logik auch etwas, das in Argumente eingebettet ist, die in sich stimmig sind, die aber keine Gewähr dafür bieten, daß das für logisch gehaltene besonders unter Mitberücksichtigung diverser Nebenfolgen einem anderen wichtigen Interesse schadet.

Ebenso zeigt es sich, daß z. B. die Denkweise eines Bankers in einer bestimmten Situation absolut logisch sein kann, und im gleichen Atemzug auch die ganz anders ausgerichtete Denkweise eines Kunden des Bankers, daß aber die Entscheidung nicht nach der enthaltenen Logik getroffen wird, sondern alleine danach, was einem bestimmten Ziel dient oder schadet.

In solchen Fällen wird die Entscheidung bereits überwiegend emotional getroffen (aufgrund irgendwelcher Erfahrungswerte, deren Details in der gegebenen Situation noch nicht einmal ins Bewußtsein dringen müssen).

Zusätzlich erfüllen Emotionen auch noch eine soziale Aufgabe, nämlich über die begleitende Körpersprache Informationen weiterzugeben, die helfen können, sich gegenseitig besser zu "verstehen", wobei es auch nicht um das Verstehen irgendwelcher Logik geht, sondern nur darum, was ein Betreffender empfindet.

Kurzum, Die Welt funktioniert nicht dadurch, daß Menschen streng logisch und emotionsfrei ein Pokergesicht zur Schau stellen, sondern dadurch, daß Emotionalität gezeigt und berücksichtigt wird.

Leider folgt auch Zank und Unfrieden diesem Prinzip, wobei ich als Ursache vermute, daß die Evolution des Menschen noch nicht so weit fortgeschritten ist, daß Vernunft und Emotionalität zu einer perfekten Einheit verschmolzen sind.

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Banale Fähigkeit über die alle höheren Säugetiere und die meisten anderen Wirbeltiere verfügen.

Zwar kann kein Tier seine Emotionen so detailliert ausdrücken wie der Mensch, aber die grundsätzliche Fähigkeit zur Emotion ist nichts besonderes.

Dein Beispiel ist durchaus logisches Handeln, denn brennende Fahrzeuge explodieren nicht, sie brennen lediglich aus. Ist zwar auch gefährlich, aber explodierende Fahrzeuge gibt es nur in Filmen und Spielen zwecks der Dramatik. Immerhin werden unsere Fahrzeuge mit Benzin und nicht mit Nitroglycerin betrieben.

Von daher ist die Entscheidung andere, noch im Fahrzeug befindliche Personen zu retten durchaus ein logischer Denkansatz.

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Hi,- in deinem Beispiel beschreibst du nicht einen Konflikt zwischen Logik und Emotionen sondern zwischen zwei Handlungsimpulsen (Emotionen).

Logikfragen finden dort statt (oder auch nicht) wo ethische Normen für die Formulierung von Recht, Geboten, Verboten sowie Verpflichtungen auf deren Befolgung formuliert werden und als handlungsorientierende Verinnerlich (Internalisierung) des "Gesollten" moralisch-emotionale und affektive Qualitäten in einem Lernprozeß von Kind auf erhalten (Moral). Auf der letzteren Ebene kann es dann auch schon mal zu Konflikten zwischen dem "Gesollten" und dem "Gewollten" kommen. Im Laufe eines Menschenlebens soll das sogar recht häufig passieren. ;-)

Gruß

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Emotion ist immer die richtige Antwort. Nur uns wird beigebracht unsere Emotionen zu vernachlässigen, einfach damit wir uns besser ausnutzen lassen.

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Ich finde es sehr wichtig Emotionen zu haben, denn diese sind oft hilfreich, wenn man sich mit Worten nicht mehr ausdrücken kann. leider gibt es auch menschen, die keine Emotionen haben und diese auch nicht verstehen können. Diese Menschen lernt jeder in seinem Leben kennen und ich weiß dadurch auch meine Gefühle und Emotionen zu schätzen, denn zu Emotionen zählen auch die Freude und Freude ist sehr wichtig für unsere Gedanken, denn wenn die Gedanken positiv sind, dann kann man auch das Leben genießen und fühlt sich innerlich zufrieden. Deshalb finde ich man sollte oftmals mehr auf seinen Bauch und sein Herz hören, denn das macht einen meist glücklicher als die Logik. MfG Yorkies14

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Du benutzt die falschen Begriffe, aber es ist nicht leicht zu erraten, welche die richtigen sind.

In deinem Beispiel handeln alle Menschen irgendwie nach Emotionen. Natürlich tun sie das, weil Emotionen ein Bestandteil unserer bewussten Entscheidungen sind. Die, die hinausrennen, fürchten das Feuer. Die Person, die hineinrennt, sorgt sich um die letzte Person im Bus. Egal ob Todesangst oder Sorge um jemanden, beides sind Emotionen.

Logik ist ein Hilfsmittel zum Schlussfolgern. Keine der beiden Handlungen ist mehr oder weniger logisch.

Was ich von Emotionen halte? Gäbe es sie nicht, würden wir sie auch nicht vermissen, da uns die Fähigkeit fehlen würde. Da wir sie haben, sind sie ein zweischneidiges Schwert. Einige Emotionen würde ich Emotionslosigkeit vorziehen, andere nicht.

Angenommen ich könnte mich durch eine Operation völlig emotionslos machen lassen, würde ich das tun? Ich fände es ehrlich gesagt zu schaden um die schönen Emotionen. Und es ist mein Leben, also würde ich gerne entscheiden, ob ich die schlechten dafür in Kauf nehme, oder nicht.

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Ohne Emotionen gäbe es keinen Fortschritt.

Einmal hat sich jemand geärgert, weil schwere Lasten so langsam tranportiert wurden und das Rad erfunden.

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