Frage von Golem999, 835

Was haltet Ihr von der Beschneidung von Kleinkindern?

Haltet Ihr dies für Körperverletzung oder für ein harmloses Religöses Brauchtum

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von CalicoSkies, Community-Experte für Beschneidung, Gesundheit, Körper, ..., 251
Ich habe etwas dagegen weil

Nichts, weil eine Beschneidung aus religiösen Gründen eine Genitalverstümmelung ist.

Selbst wenn eine Beschneidung positive Aspekte auf die Gesundheit hätte, hätte jeder Junge ein Recht auf eine Vorhaut - es ist ein Verstoß gegen das Recht auf einen unversehrten Körper (Art. 2 GG)

Der deutsche Bundestag hat es zwar erlaubt, ich halte das Gesetz jedoch für verfassungswidrig - allerdings ist es ziemlich schwierig, Verfassungsbeschwerde einzulegen, da man vom Gesetz direkt betroffen sein muss.

Eine Beschneidung hat darüber hinaus starke Nachteile, insbesondere für die Sexualität.

Das ist im Übrigen auch der Grund, wieso eine Beschneidung in den USA so verbreitet ist - man sah sie als MIttel gegen Masturbation bei Jungen; man weiß also, dass sie lustmindernde Effekte hat!

Die Vorhaut ist der empfindlichste Teil des ganzen Penis und macht in etwa drei Viertel der Penisempfindlichkeit aus; eine Beschneidung führt daher zwangsläufig zu starken Lustminderungen und Empfindlichkeitseinbußen bei Sex und Selbstbefriedigung.

Nur die wenigsten Jungen müssen wegen einer Verengung beschnitten werden.

Eine Vorhautverengung ist nämlich in der Kindheit / in der Pubertät normal (und angeboren) und muss nicht behandelt werden - nur sehr wenige Verengungen erfordern eine Beschneidung, meist reichen konservative Methoden (Dehnen, Salben) oder eine erweiternde OP völlig aus (wenn überhaupt behandelt werden muss)

Ich finde es daher grausam, nicht einwilligungsfähigen Jungen ein Körperteil mit einer solchen wertvollen Funktion einfach zu entfernen.

Das gehört meiner Meinung nach strikt verboten.

Kommentar von MaggieundSue ,

:)

"Eine Vorhautverengung ist nämlich in der Kindheit / in der Pubertät normal (und angeboren) und muss nicht behandelt werden - nur sehr wenige Verengungen erfordern eine Beschneidung, meist reichen konservative Methoden (Dehnen, Salben) oder eine erweiternde OP völlig aus (wenn überhaupt behandelt werden muss)"

Gehe damit mal in ein Kinderspital! :)

Ich süss....

Kommentar von CalicoSkies ,

Wieso sollte ich damit in ein Kinderspital gehen? Ich weiß, dass das der Fall ist.

Nur weil unnötigerweise immer noch Verengungen bei Kindern und Jugendlichen behandelt werden, heißt das nicht, dass sie tatsächlich behandlungsbedürftig sind :D

Siehe:

Das Zurückziehen der Vorhaut darf niemals erzwungen werden. Sie wird sich zurückziehen lassen, wenn sie bereit dazu ist. Es gibt kein "richtiges" Alter, ab dem die Vorhaut zurückziehbar sein muss.

Eine beschwerdefreie nicht-zurückziehbare Vorhaut ist anders als landläufig angenommen nicht krankhaft sondern als normal anzusehen -und das mindestens bis zum 17. Lebensjahr.[3]

Eine verengte, nicht zurückziehbare Vorhaut bei Jungen ist Teil der körperlichen Entwicklung und verursacht gewöhnlich keine Probleme. Die Vorhaut wird sich von ganz von selbst weiten, bis sie sich vollständig zurückziehen lässt. Ungefähr 50-60% der Jungen im Alter von 10 Jahren können ihre Vorhaut nicht oder nur teilweise zurückziehen. Das ist der Normalbefund.[10] Nach der Pubertät nimmt der Prozentanteil von Jungen mit vollständig zurückziehbarer Vorhaut von selbst sukzessive zu.[10]

Eine beschwerdefreie nicht-zurückziehbare Vorhaut - die auch als physiologische Phimose bezeichnet wird- ist folglich keine Krankheit sondern ein natürlicher, entwicklungsbedingter Zustand, der bis in die späte Adoleszenz (circa 17. bis 20. Lebensjahr) andauern kann[3]und keinerlei Behandlung bedarf.

http://flexikon.doccheck.com/de/Entwicklung_der_Vorhaut?q=vorhautentwicklung

Kommentar von MaggieundSue ,

Das war England mit :

"man sah sie als MIttel gegen Masturbation bei Jungen; man weiß also, dass sie lustmindernde Effekte hat!"

Von USA weiss ich nichts davon!

"Nur weil unnötigerweise immer noch Verengungen bei Kindern und Jugendlichen behandelt werden, heißt das nicht, dass sie tatsächlich behandlungsbedürftig sind :D"

Sorry, aber dies ist mir echt zu doof.....geh guck dir dies mal an! 

 "Entzündet sich die Eichel immer wieder oder bläht sich die Vorhaut beim Wasserlassen ballonartig auf, sollte das Kind behandelt werden." Unter leichter Betäubung kann dann der Arzt die Vorhaut mit der Hand zurückschieben. Ist die Verengung aber sehr stark, muss operiert werden. Das heißt, die Vorhaut wird teilweise oder komplett entfernt. Wichtig: Eltern sollten auf keinen Fall versuchen, die Verengung selbst zu beheben – dabei können Verletzungen und Narben entstehen. 

Wie gesagt...glaub was du willst :)

Kommentar von CalicoSkies ,

Also reden wir ja jetzt nicht mehr von einer komplikationslosen Vorhautverengung, sondern jetzt reden wir schon von Ballonieren und rezidivierenden Balanitiden - dir sollte schon klar sein, dass das mit einer normalen Verengung nichts mehr zu tun hat, oder?

Auch hier muss man nicht operieren - die Hinweise aus deinem Textauszug sind falsch.

In so einem Fall stehen uns heutzutage konservative Behandlungsoptionen zur Verfügung; und in dem Fall wäre eine Behandlung mit lokaler Applikation von Glucocorticoiden am Sinnvollsten.

Natürlich gibt es Ärzte, die immer noch falsch behandeln - wir hängen hier deutlich hinterher; in Ländern wie bspw. Schweden wird deutlich weniger beschnitten als hier (da eher abgewartet wird)

Da schwedische Jungen wohl kaum weniger Verengungen als deutsche Jungen haben, gibt es nur eine Erklärung: Wir behandeln zu oft, und zu oft in Fällen, in denen es nicht nötig ist.

Wie gesagt...glaub was du willst :)

Ich habe meine Argumentation belegt.

Mit meiner persönlichen Meinung hat das nichts zu tun :)

Kommentar von BrightSunrise ,

Im Großen und Ganzen stimme ich dir zu, allerdings haben auch Jungen, die das 17. Lebensjahr noch nicht erreicht haben, eine Sexualität und wollen diese sicherlich auch ohne Komplikationen ausleben. Daher denke ich, dass eine Vorhautverengung auch in diesem Alter behandelt werden sollte - auf welche Art und Weise auch immer.

Oder machen leichte Vorhautverengungen keinerlei Probleme? Falls das der Fall ist, ziehe ich meine obige Aussage zurück.

Kommentar von CalicoSkies ,

Jep, aber eine Behandlung muss ja nicht eine Beschneidung sein (und eine leichte Verengung auch nicht zu Problemen führen)

Wenn ein Junge mit 14/15 Sex haben möchte und merkt "hm, mit meiner Vorhaut geht das nicht", dann gibts da gute Lösungen, bspw. mit einer Dehntherapie, die die natürliche Ablösung etwas beschleunigt. :)

Ich würde daher Eltern raten, dass sie da selbst nichts machen sollen - die Chance ist groß, dass es sich bis zu dem Alter, wo ein Junge Sex haben möchte, von alleine gelöst hat; eine Behandlung sollte meiner Meinung nach der Junge selbst entscheiden / ausführen, wenn er eine möchte.

Kommentar von BrightSunrise ,

Ja, der Meinung bin ich auch. Deine Aussage "und muss nicht behandelt werden" hat sich etwas absolut für mich angehört, aber das habe ich wohl missverstanden. :)

Kommentar von CalicoSkies ,

Im Endeffekt schließt ein "muss nicht behandelt werden" ein "kann trotzdem behandelt werden" ja nicht aus :)

Ein Muss zu einer Behandlung besteht nur, wenn Komplikationen auftreten, darauf beziehe ich mich (weil viele denken, dass das bei Kindern ein Muss ist)

Kommentar von BrightSunrise ,

Wie gesagt, das habe ich missverstanden. :)

Kommentar von CalicoSkies ,

Vielleicht noch zur Erklärung: Ich habe es schon öfters gesehen, dass eine Dehntherapie oder Salbentherapie, die sehr früh ausgeführt wurde (also im Kleinkindalter / Grundschulalter) dazu geführt hat, dass sich die Verengung erneut gebildet hat (aufgrund einer Wachstumsverschiebung)

Deswegen würde ich deutlich vor einer Behandlung vor der Pubertät abraten und wirklich erst in der Pubertät Dehnen / Salben :)

Kommentar von SaschaL1980 ,

Das kann man so und so sehen. Wenn eine Verengung bereits sehr früh durch Salben und Dehnen behandelt wurde, kann es zwar durchaus auch später wieder zu einer Verengung kommen. 

Allerdings ist es dann meist so, dass die Verengung später dann lange nicht mehr so stark ausgeprägt ist, da die Vorhaut eben schon "vorgedehnt" wurde im Kindesalter.

Sollte allerdings die Verengung im Kindesalter nur leicht sein, und sich die Vorhaut beim schlaffen Penis ohne Probleme zurück schieben lassen, sehe ich auch keinen akuten Grund, schon so früh zu dehnen. 

Wobei ich persönlich trotzdem denke, dass ich es bei meinem eigenen Sohn so früh wie möglich machen würde. Schließlich besteht ja doch noch die Chance, dass er dann ohne jegliche weitere Probleme durch die Pubertät kommen kann.

Kommentar von CalicoSkies ,

Es besteht jedoch auch die Chance, dass sich seine Verengung in der Pubertät von alleine löst - genauso, wie es die Natur eigentlich vorgesehen hat.

Ich würde deswegen von jeglichen Behandlungen im Kindesalter abraten, solange keine Komplikationen vorliegen - es gibt ja einfach keine Behandlungsnotwendigkeit :)

Kommentar von CalicoSkies ,

Danke für die hilfreichste Antwort :)

Antwort
von BrightSunrise, 290
Ich habe etwas dagegen weil

Jeder sollte selbst entscheiden können, was mit seinem Körper passiert, kleine Kinder können das noch nicht einschätzen.

Anders sieht es aus, wenn es sich dabei um eine medizinische Notwendigkeit handelt.

Grüße

Kommentar von SaschaL1980 ,

Genau so ist es. Ich denke mal, dass wir uns bei der medizinischen Notwendigkeit auch alle einig sind. Wobei es wirklich nur in den aller wenigsten Fällen medizinisch wirklich notwendig ist. Bei Babys und Kleinkindern kommt das zum Beispiel fast nie vor.

Expertenantwort
von Kajjo, Community-Experte für Gesundheit, Medizin, Sex, ..., 311
Ich habe etwas dagegen weil
  • Die Vorhaut ist ein sehr sensibles Hautstück und enthält mehr Nerven als die Eichel. Sie trägt für viele Jungen und Männer ganz erheblich zur sexuellen Stimulation und Lustgewinn bei. Fast alle unbeschnittenen Männer masturbieren durch Hin- und Hergleiten der Vorhaut und empfinden dies als schönste Variante. Diese Form der Masturbation kommt auch dem richtigen Sex am nächsten. Auch beim Verkehr trägt die Vorhaut einen wesentlichen Anteil zum Lustgewinn bei und erleichtert durch den Gleitmechanismus den Verkehr.
  • Ich bin entschieden dagegen, Kleinkinder zu beschneiden. Eine solche nicht unerhebliche und vor allem unwiderrufliche Veränderung am eigenen Körper sollte erst dann erlaubt sein, wenn der Betroffene selbst einwilligen kann.
  • Religion sollte mit Überzeugungen und Glauben zu tun haben und nicht mit anachronistischen Vorstellungen. 
  • Interessanter Artikel zur Sexualität mit und ohne Vorhaut von einem Mann, der beides kennt: http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=wi&dig=2012%2F09%2F15%2F...
Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Religion, 166
Ich habe etwas dagegen weil

Meiner Ansicht nach verstößt es gegen die religiöse Selbstbestimmung des Menschen, wenn er bereits aus Säugling oder Kleinkind getauft, beschnitten, gesalbt, oder sonst einem religiösen Ritus unterworfen wird.

Das Bekenntnis zu einer Konfession sollte meiner Meinung nach eine freie Willensentscheidung sein und eine solche Zeremonie nicht aufgrund religiöser Ansichten der Familie erzwungen werden.

Darüber, ob ein gesetzliches Verbot sinnvoll wäre, kann man dagegen geteilter Meinung sein. Sollte es in einem Land verboten sein, wird der Ritus eben in einem anderen Land vollzogen. Das wird Beschneidungen nicht verhindern.

Antwort
von Dxmklvw, 219
Ich habe etwas dagegen weil

Ich bin strikt dagegen, weil ich es einerseits für eine Verstümmelung wehrloser Abhängiger halte und andererseits für ein pervertiertes Dogma, das ebenso verabscheuungswürdig ist, als wenn man stattdessen ein religiöses Dogma geschaffen hätte, nach dem gelehrt wird, daß neugeborene Babys mit einem Stock verprügelt werden sollen, bis sie nicht mehr schreien.

Eine Glaubensrechtfertigung sehe ich in keiner Weise, weil auch diejenigen, die eine Beschneidung praktizieren, einfach nur durch Hinschauen die wirklichen Hintergründe dieser Praktik erkennen könnten, wenn sie es nur wollten.

Der Hintergrund ist, daß Abraham ursprünglich aus einer Region stammte, in der andere Glaubensrichtungen Bestand hatten, u. a. auch Menschenopfer und weitere religiöse Grausamkeiten und/oder Schwachsinnigkeiten.

Der Umstand, daß ein "Gott" Abraham aufgefordert haben soll, seinen Sohn zu opfern, zeigt eindeutig eine massive Vermischung des neuen Glaubens mit alten heidnischen Glaubensinhalten an und einer psychischen Verwirrung als Folge davon, wobei die spätere Beschneidung aufgrund "göttlicher Eingebung" nur in die gleiche Richtung eingeordnet werden kann, quasi als Ersatz für das ehemals praktizierte Menschenopfer, um die vorherigen "Götter" nicht zu sehr zu verärgern.

Zwar gibt es viele Menschen, die erlären, daß die Beschneidung aus hygienischen Gründen Sinn macht. Doch dem halte ich entgegen, daß alternativ auch die Möglichkeit besteht, sich gründlich zu waschen, und daß man dieser Alternative nicht feindlich gegenüberstehen sollte.

Die einzige Ausnahme, bei der ich eine Beschneidung für gerechtfertigt halte, wäre, wenn eine Phimose vorliegt. Aber in einem solchen Fall darf die Beschneidung auch erst dann vorgenommen werden, wenn das natürliche "Zurechtwachsen" nicht wie erwartet erfolgt.

Vor Jahrtausenden mögen Abrahams "Eingebungen" durchaus etwas Gutes gewesen sein, denn immerhin war es zumindest eine in vielen Teilen deutliche Abkehr von anderen schwachsinnigen religiösen Ritualen.

Doch letzlich ist es Abraham aufgrund seiner verbliebenen Restgefangenschaft in anderen religiösen Lehren nicht gelungen, sich vollständig von unmenschlichen Ideen zu lösen (sicherheitshalber die frühreren Götter nicht ganz vergrällen).

Dasselbe halte ich auch denen vor, die aus religiösen Gründen die Beschneidung beibehalten. Auch diesen ist es nicht gelungen, sich aus der Gefangenschaft im Glauben an in die Religion mit eingeflossenen heidnischen Rituale zu lösen, d. h., sie haben nie gelernt, sich ähnlich wie Abraham zu verhalten, nämlich das, was grausam und/oder schwachsinnig ist und heidnische Ursachen hat, nach und nach entschieden abzulehnen.

Antwort
von Andrastor, 235
Ich habe etwas dagegen weil

Weil es einen Grund gibt das Männer eine Vorhaut haben und ohne driftigen Grund sollte man niemals ein Körperteil entfernen, auch wenn es nur so etwas "kleines" wie die Vorhaut ist.

Und die Religion ist KEIN solcher Grund. Eine Beschneidung ohne medizinische Notwendigkeit ist nichts anderes als Körperverletzung!

Es ist im Übrigen auch KEIN Brauchtum Kinder ihre Religion und die Folgen selbiger nicht selbst bestimmen zu lassen. Wenn ein erwachsener Mann meint sich aus religiösen Gründen beschneiden lassen zu müssen, okay, aber einem kleinen Kind diese Wahl abzunehmen ist nichts weiter als religiöser ZWANG!

Als Mann der beide Seiten der Medaille kennt, kann ich nur sagen: Die Beschneidung hat schwerwiegende Folgen, die Eichel und die Empfindungen selbiger sind nie wieder dieselben und im Vergleich sind große Unterschiede und vor allem Abstumpfung zu bemerken.

Mal sehen ob sich der Vorhaut-Meister Calico auch zu dieser Frage meldet.

Kommentar von CalicoSkies ,

Ja, tut er ;)

Kommentar von Andrastor ,

dann ist endlich der Beitrag für die beste Antwort geschrieben^^

Kommentar von KittyCat2909 ,

Es ist im Übrigen auch KEIN Brauchtum Kinder ihre Religion und die Folgen selbiger nicht selbst bestimmen zu lassen.

Und was ist mit Brit Mila? Sie ist nach jüdischem Brauch die Entfernung der Vorhaut des männlichen Gliedes.

Kommentar von Andrastor ,

Sie ist die als Brauchtum ausgegebene Verstümmelung und Indoktrinierung von Kleinkindern.

Würdest du die weibliche Beschneidung auch als Brauch bezeichnen? Das teilweise oder gänzliche Entfernen der Klitoris?

Oder würdest du es als Brauch bezeichnen sich eine Hand abzutrennen und durch eine hözerne Prothese zu ersetzen?

Egal was für Namen derartige Praktiken haben, solange es gegen das eindeutige Einvernehmen der verstümmelten Person gemacht wird, hat es mit Brauchtum nichts zu tun, sondern ist nichts weiter als eine anachronistische und grausame Prakitk.

Kommentar von KittyCat2909 ,

@Andrastor DU hattest angegeben, dass diese Art von Verstümmelungen kein Brauchtum ist.

Darum ging es, denn diese Verstümmelungen werden aufrgund Brauchtums gemacht.

Ob das nun weitere Folgen hat oder zu sehen ist, ändert aber nichts ander Tatsache, dass es aufgrund von 'Glauben' getan wird.

Oder willst du etwa sagen, dass es im Jüdischen Glauben Kein Brauchtum ist, kleine Jungs zu verstümmeln? Ebenso in Afrika die weibliche Genital-Verstümmelung.

Mit deiner Aussage dementierst du das.

Das das grausam und furchtbar ist, steht ausser Frage!

- trotzdem ändert es nichts an der Tatsache, dass sowas nach wie vor unter dem Bereich Brauchtum fällt.

Kommentar von Andrastor ,

Wie gesagt: Sich auf Bräuche auszureden ändert nichts an der Tatsache dass es sich um Verstümmelungen handelt.

Du verstehst offenbar nicht den Inhalt meiner Aussagen, nämlich dass es eine Grenze gibt wie weit Bräuche gehen dürfen und nur weil die Leute der Meinung sind es wäre Brauch, rechtfertigt ihre Taten nicht.

Von daher sind meine Aussagen in sich stimmig.

Antwort
von Delveng, 263

@Golem999,

von einer solchen Beschneidung halte ich gar nichts. Später, als Erwachsener kann man sich immer noch, ganz bewusst, für eine Beschneidung entscheiden.

Expertenantwort
von RFahren, Community-Experte für Sex & Sexualitaet, 237
Ich habe etwas dagegen weil

Ich halte es für Verstümmelung, denn "Mutter Natur" hat schon einen Grund dafür, dass unsere Geschlechtsorgane so sind wie sie sind. Religiöse Vorschriften, Brauchtum, falsch verstandene Hygiene-Ideale und "weil man es schon immer so gemacht hat" führen dazu, dass in manchen Ländern (z.B. USA) fast jeder männliche Säugling beschnitten wird.

Mir sind Religionen grundsätzlich suspekt - und vor allem Solche, die glauben die Schöpfung ihres "allmächtigen, unfehlbaren, allwissenden unsichtbaren Freundes" korrigieren zu müssen (Wie jetzt? Hat der "Große Chef" etwa "geschlampt"?!).

Am schlimmsten sind allerdings Kulturen, welche die Unterdrückung der weiblichen Sexualität dadurch praktizieren indem sie Mädchen die Klitoris und Schamlippen wegschneiden und völlig Gestörte die verbliebene Öffnung anschließend sogar zunähen. Dies als "Beschneidung" zu bezeichnen ist eine grobe Verharmlosung, weswegen sich hierfür auch zunehmend und völlig zurecht der Begriff FGM (Female Genital Mutilation - Weibliche Genitalverstümmelung) durchsetzt. Ich würde und werde jeden anzeigen, der dies an seiner Tochter in Auftrag gibt.

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

Antwort
von FuHuFu, 154
Ich habe etwas dagegen weil

Es besteht keine Notwendigkeit, dass man die Operation in der Kleinkindphase macht, in der das Kind seinen Willen noch nicht äußern kann. Es ist zwar anders als die Beschneidung der Frau, bei der ja das sexuelle Lustzentrum entfernt wird und auch ein beschnittener Mann kann ein erfülltes Sexualleben haben. Aber dennoch ist es eine Körperverletzung, die nicht zum Wohle des Kindes unbedingt erforderlich ist. Deshalb haben die Eltern des Kindes auch kein Recht, die Operation vornehmen zu lassen.

Das Kind kann ja, wenn es alt genug ist, seine eigene Entscheidung treffen, und sich dann beschneiden lassen oder nicht.

Es ist auch nicht klar, ob Beschneidung nicht strafbar ist:

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/religioes-motivierte-beschneidung-von-jung...

Antwort
von Giustolisi, 155
Ich habe etwas dagegen weil

Ich habe etwas dagegen weil es einfach nur pervers ist, kleine Kinder zu verstümmeln. Eltern die so etwas zulassen, sollten besser keine Kinder haben, denn ihre Wahnvorstellungen gefährden das Kindeswohl.

Antwort
von HansH41, 183
Ich habe etwas dagegen weil

Es ist ein unnötige Körperverletzung. Und zudem wird sie an Kindern vollzogen, die sich nicht dagegen aussprechen oder wehren können.

Ein Zumutung.

Antwort
von kevin1905, 199
Ich habe etwas dagegen weil

Einmal ab ist ab.

Ob dieser Eingriff aus religiösen oder sonstigen Gründen vorgenommen wird, kann ein erwachsener Mann sicher für sich selbst entscheiden. Ein kleines Kind nicht.

Religionsmündig ist man ab 14.

Antwort
von JTKirk2000, 200
Ich habe etwas dagegen weil

Ich finde, dass eine Beschneidung nur aus medizinischen Gründen, ganz sicher aber nicht aus religiösen oder traditionellen Gründen akzeptabel ist. Aufgrund der Fortschritte in der Medizin sollte es aber selbst da eigentlich nicht mehr erforderlich sein, eine Beschneidung durchzuführen.

Viel schlimmer als die Beschneidung von männlichen (Klein-) Kindern finde ich aber die bei weiblichen, für welche es nicht die geringste akzeptable Begründung gibt.

Ich selbst bin beschnitten, nur eben nicht aus religiösen oder traditionellen, sondern aus rein medizinischen Gründen. Damit kann ich gut umgehen, aber ich wurde nie gefragt, ob ich das überhaupt will - ebenso wie meine Taufe, soweit ich mich recht entsinne.

Der Grund weshalb ich dagegen bin, ist eine Desensibilisierung. Ich hatte schon ein paar Freundinnen (mittlerweile bin ich auch 40 Jahre alt) und obwohl ich in der Tat hetero bin, ist ein Quickie, sofern man das überhaupt so nennen kann, bei mir unter einer Stunde kaum möglich. Normaler Sex braucht da, mit allem drum und dran schon mehrere Stunden. Kaum eine Freundin hatte diese Ausdauer, weil sie es gar nicht gewohnt waren. Um etwas für mich dann noch zum Abschluss zu bringen half nur am Ende Hand anzulegen. Diese Desensibilisierung ist ein Effekt der bei Beschneidungen beiderlei Geschlechts einhergeht und bei falscher medizinischer Versorgung kann die betreffende Person sogar verbluten. Es gibt also sehr viele Gründe, weshalb Beschneidungen eindeutig verboten sein sollten - sofern diese nicht unbedingt medizinisch erforderlich sind und dann auch von entsprechendem Fachpersonal durchgeführt werden sollten, und diese medizinischen Gründe gibt es nur bei Jungs/Männern, mit Sicherheit aber nicht bei Mädchen/Frauen.

Kommentar von rlstevenson ,

Laut dem Beschneidungs- und Vorhautexperten CalicoSkies solltest Du aber durch die Beschneidung viel früher beim Sex einen Orgasmus haben als Unbeschnittene! Wer hat nun recht?

Kommentar von CalicoSkies ,

Falsch geschlussfolgert.

Es gibt Studien, die nachweisen, dass eine Beschneidung kein Mittel gegen vorzeitige Ejakulation darstellt - und auch Studien, die nachweisen, dass beschnittene Männer signifikant häufiger vorzeitig zum Orgasmus kommen.

Aus der Tatsache, dass es bei beschnittenen Männern signifikant häufiger vorkommt, schlussfolgert aber nicht, dass es bei allen Männern der Fall ist.

Es gibt Männer, die durch eine Beschneidung Orgasmusschwierigkeiten durch die Empfindlichkeitsproblematik bekommen - es gibt beide Seiten der Medaille.

Im Übrigen impliziert der Begriff "unbeschnittene", dass eine Beschneidung der Normalzustand wäre - ich würde daher an deiner Stelle den Begriff intakt benutzen, danke :)

Kommentar von rlstevenson ,

m Übrigen impliziert der Begriff "unbeschnittene", dass eine Beschneidung der Normalzustand wäre

Tja, das ist eben abhängig vom Kulturkreis. Im Übrigen sollten vielleicht die betroffenen Männer aus diesen Kulturkreisen darüber debattieren, nicht diejenigen, die es gar nicht betrifft. Ist so ähnlich wie bei Abtreibungen, über die Strafbarkeit von Abtreibungen sollten bitte auch keine Männer entscheiden, die selbst nie betroffen sein können.

Wobei mir vollkommen klar ist, dass ich mich aus dieser Diskussion als Frau besser raushalten sollte, genauso wie es Männer aus Kulturkreisen, in denen generell nicht beschnitten wird, auch tun sollten. Was ich hiermit auch tun werde! ;-)))

Kommentar von CalicoSkies ,

Das ist größtenteils eine politische und medizinische Debatte - und beide Debatten kann ich mit genügend politischem und medizinischen Wissen führen, und zwar ohne Probleme.

Diese Situation von wegen "nur betroffene Männer können argumentieren" ist unsinnig - genauso wie ich beispielsweise auch über Schwangerschaftsabbrüche diskutieren kann, obwohl ich ein schwuler Mann bin.

Ein Beschneidungsverbot aus humanistischen Gründen heraus kann daher sehr wohl von der Politik entschieden werden...

Kommentar von realsausi2 ,

Im Übrigen sollten vielleicht die betroffenen Männer aus diesen
Kulturkreisen darüber debattieren, nicht diejenigen, die es gar nicht betrifft.

Na prima. Dann halten wir uns bei den Fummelpriestern auch raus. Wer nicht befummelt wurde, kann da ja nicht mitreden.

Auch bei Folter halten wir besser mal alle die Klappe. Wir nicht mit Narben übersät ist, hat ja eh keine Ahnung.

Hörmal, Du Experte... es geht hier um Kinder. Nicht um Männer irgendwelcher Kulturkreise. Wenn ein Mann meint, er müßte sich verstümmeln, ok, sein Ding. In doppelter Wortbedeutung.

Aber bei Kindern sieht das mal ganz anders aus. Wenn Eltern entscheiden, ihre Kinder zu verstümmeln, ist es an jedem aufrechten Vertreter von Moral und Anstand, dagegen aufzuschreien.

Antwort
von H2Onrw, 138
Ich habe etwas dagegen weil

Ich bin gegen jede medizinisch nicht zu 100 % notwendige Beschneidung. Die Vorhaut hat eine sehr wichtige Aufgabe und somit hat es einen Sinn das diese vorhanden ist. Die Amputation der Vorhaut hat für den Patienten absolut keinen einzigen wirklichen Vorteil.

Antwort
von AterNex, 82
Ich habe etwas dagegen weil

Kinder vertrauen darauf, dass ihre Eltern sie schützen.

  1. Liegt als kein gravierender meidzinischer Grund vor, verstümmeln die Eltern ihre Kinder.
  2. Religiöse Grüne sind der reinste Unfug. Warum sollte es einen allmächtigen, allwissenden und gütigen Gott interessieren welches Körperteil man sich abschneidet oder einem abgeschnitten wird?
  3. Das Hygieneargument ist überholt und nicht wahr. Das Gegenteil ist der Fall.
  4. Kommt es deswegen zu irgendwelchen Komplikationen ist nicht nur der Körper des Kindes geschädigt, sondern die Psyche gleich mit.
Antwort
von schilleralina, 16
Ich habe etwas dagegen weil

So eine Genitalverstümmelung total schrecklich ist. Die Kinder können sich noch nicht mal wehren und außerdem kann ich es nicht verstehen, wie die eigenen Eltern so Etwas unterstützen können.

Antwort
von Karlien, 58
Ich habe etwas dagegen weil

Eindeutig Körperverletzung und das sollte verboten werden!

Wer eine eigene Beschneidung aus religiösen Gründen wünscht, soll das tun dürfen, aber erst wenn ein bestimmtes Alter erreicht ist, ich würde sagen ab 16 oder 18.
Also dann, wenn eine gewisse Persönlichkeit erreicht ist und eine religiöse
Reife, und der Wille, diese Beschneidung wirklich zu wollen.

Gott hat den Menschen und alle anderen Wesen in Perfektion erschaffen. Der menschliche Körper ist perfekt, weil von Gott gemacht. Ich sehe keinen Grund darin, etwas abzuschneiden, was natürlich ist.

Offiziell war es bis vor einiger Zeit verboten und wurde toleriert. Aus Angst, als „antisemitisch“ (sprich: judenfeindlich) zu gelten.

Kommentar von AterNex ,

Nichts in der der Natur ist perfekt, weder Mensch noch Tier. Schau dich aufmerksam um. Es reicht immer nur zum überleben aus. Das ist kein Perfektionismus.

Antwort
von Temas, 72
Ich habe etwas dagegen weil

es ein Eingriff am Körper. Was ist wenn der Junge in späteren Erwachsenenjahren etwas dagegen hat, dass seine Eltern so früh schon an seinem Penis geschnibbelt haben. 

Ich finde Beschneidung im allgemeinen nicht schlimm, und zur Zeiten des Propheten Mohammed hatte dies ja auch einen Sinn. Aber wir überbewerten einfache Bräuche und Traditionen, die niemals zur Pflicht gedacht waren. 

Wenn man sich heute trotz der hygienischeren Zustände aufgrund seines Glaubens beschneiden will, so soll man das selber als Erwachsener entscheiden.

Ich kann nur für mich sprechen, dass ich als Kind beschnitten worden bin, und das ohne meine Erlaubnis durchgeführt wurde. 

Kommentar von rlstevenson ,

zur Zeiten des Propheten Mohammed hatte dies ja auch einen Sinn

Was ist mit den Zeiten Abrahams? Ist ja nicht so, als ob Mohammed die Beschneidung erfunden hätte.

Kommentar von Temas ,

Ich habe weder gesagt, dass er es erfunden hat, noch habe ich behauptet, dass es zu Zeiten Abrahams anders war.

Expertenantwort
von kami1a, Community-Experte für Medizin & Sex, 121
Ich habe etwas dagegen weil

Hallo! Es ist religiöses Brauchtum und Körperverletzung.

Ich wünsche Dir alles Gute.

Antwort
von kaufi, 230
Ich habe etwas dagegen weil

Das Kind soll sich irgendwann selbst für eine Religion entscheiden. Eine Beschneidung aus religiösen Gründen wäre genauso, wie wenn ich meinem Kind vorschreibe, welchen Beruf es lernen zu hat.

Meine Tochter hab ich nicht taufen lassen.....sie soll irgendwann einmal selbst entscheiden !

Kommentar von CalicoSkies ,

Wobei eine Taufe ja "reversibel" ist bzw. keine negativen Auswirkungen hinterlässt - eine Beschneidung ist eine Amputation des sensibelsten Stücks des Penis... sowas gehört verboten.

Kommentar von kaufi ,

Das mag sein, dennoch wäre es auch ein Aufzwingen einer Religion. Es ist mir wichtig das sie sich die Religion ihres Vertrauens selbst aussuchen kann.

Kommentar von CalicoSkies ,

Jep.

Außerdem hätte die Kirche nichtmal halb so viele Mitglieder, wenn es keine Kindstaufe geben würde...

Kommentar von Matzko ,

"Außerdem hätte die Kirche nichtmal halb so viele Mitglieder, wenn es keine Kindstaufe geben würde..".

Diese Behauptung ist natürlich absoluter Unfug und lediglich eine nicht beweisbare persönliche Annahme!

Kommentar von SaschaL1980 ,

Klar kann man diese beiden Dinge (Beschneidung und Taufe) bis zu einem gewissen Grad vergleichen.

Allerdings ist es doch so, dass jeder getaufte Mensch sich später selbst entscheiden kann, ob er weiterhin der Kirche treu bleiben will, oder einfach austritt. 

Nach dem Austritt ist für ihn alles so, als wäre er nie getauft worden.

Und genau da besteht eben auch der extreme Unterschied zur Beschneidung. Selbst wenn ein Jude, Moslem... sich irgendwann entscheidet, seinen Glauben abzulegen oder ihn zu wechseln, die Beschneidung bleibt.

Kommentar von CalicoSkies ,

Diese Behauptung ist natürlich absoluter Unfug und lediglich eine nicht beweisbare persönliche Annahme!

Och, dann leiten wir uns das Ganze deduktiv mal her, lieber Matzko:

  1. Würde ein Mensch, der nicht an Gott glaubt, in die Kirche eintreten? Vermutlich eher nicht, oder? ;)
  2. Würde ein Mensch, der Religion für unwichtig hält (auch wenn er vielleicht an Gott glaubt) in die Kirche eintreten? Vermutlich ebenfalls nicht, oder?
  3. Atheisten sind in Deutschland in der absoluten Mehrheit (mit 52% der Menschen in Deutschland) laut der Eurobarometer-Befragung. Mitglieder einer Großkirche sind aber 56% bzw. gläubig sind es noch viel mehr, da man Moslems und andere ebenfalls mitzählen muss.

Es gibt hier also eine Diskrepanz zwischen den beiden Zahlen - ganz einfach zu erklären durch Atheisten, die in der Tat aufgrund der Kindstaufe "Mitglied" einer Großkirche sind.

Wäre die Kindstaufe abgeschafft, würde die Zahl noch viel drastischer sinken als sie es sowieso schon macht.

(Im Übrigen: Laut der SHELL-Jugendstudie sind es bei christlichen Jugendlichen gerade mal 23%, die an einen Gott glauben - und mit "christlich" mein ich "Mitglied einer Großkirche")

Vermutlich wäre die Zahl dann eher in 50 Jahren geviertelt.

Kommentar von Matzko ,

Auch wenn Sie den Satz "Wäre die Kindstaufe abgeschafft, würde die Zahl noch viel drastischer sinken als sie es sowieso schon macht." ch mehrmals wiederholen, so bleibt er doch Ihr Wunschdenken und damit nicht beweisbare Spekulation.

Ansonsten zu Ihrem Kommentar:

zu 1. Dass Gott aus der Kirche ausgetreten sei, hat auch Erich Kästner schon erwähnt. Sicherlich ist da etwas dran, denn vieles in der Kirche wäre verbesserungswürdig und sicherlich auch dringend nötig. Sie haben sicherlich mit Ihrer Formulierung im Punkt 1 recht, aber die hat mit dem erwähnten Thema nichts zu tun.

zu 2. Hier werfen Sie einiges durcheinander, denn wenn jemand an Gott glaubt, ist er grundsätzlich ein religiöser Mensch, auch ohne, dass er einer bestimmten Religion angehört. Dazu müsste er sich erst bewusst dieser Religion anschließen (zum Beispiel einer Kirche beitreten). Auch das hat nichts damit zu tun, ob die Kindstaufe abgeschafft wird oder nicht. Im Gegenteil, Religionsgemeinschaften, die keine Kindstaufen durchführen, sondern nur Erwachsenentaufen nach eigener Entscheidung der Täuflinge (z.B. Freikirchen), erfreuen sich ständig steigender Beliebtheit und klagen nicht über Rückgang oder Austritte.

zu 3. Hier handelt sich es sich bei Ihren Zahlenangeben (die ich nicht abstreite) nicht um eine absolute, sondern nur um eine einfache Mehrheit. Aber das nur neben bei.

Bleiben Sie getrost bei Ihrer Meinung. Zum Glück (oder "Gott sei Dank") habe ich andere Erfahrungen machen können.

Kommentar von CalicoSkies ,

so bleibt er doch Ihr Wunschdenken und damit nicht beweisbare Spekulation

Falsch.

Wenn nichtmal ein Viertel der Jugendlichen, die 2010 Mitglied einer Großkirche waren, an Gott glaubt - dann kann man davon ausgehen, dass diese Jugendlichen niemals in eine Kirche eingetreten wären; die Rate der "Wechsler" von "ohne Glaubensbekenntnis" zu "rk" oder "ev" ist vernachlässigbar gering.

Wäre die Kindstaufe abgeschafft, wäre keines dieser Jugendlichen Mitgleid einer Kirche - und das würde die Kirchenmitgliederanzahl in etwa 50 Jahren dritteln, in 60-70 Jahren vierteln.

Dass Gott aus der Kirche ausgetreten sei, hat auch Erich Kästner schon erwähnt.

Lies besser mal nochmal, was ich geschrieben habe.

Ein Atheist würde nie in die Kirche eintreten - das ist einer der Grundgedanken hinter meiner logischen Schlussfolgerung.

Hier werfen Sie einiges durcheinander, denn wenn jemand an Gott glaubt, ist er grundsätzlich ein religiöser Mensch

Auch das ist falsch.

Es gibt Leute, die an einen Gott glauben, allerdings ihn nicht zum Teil ihres Lebens machen, sondern eine eher indifferente Haltung annehmen - das ganze nennt man auch agnostischen Theismus und dem werden die meisten Mitglieder einer Großkirche angehören.

Religiosität ist ein guter Indikator dafür, ob jemand selbstständig Mitglied einer religiösen Institution werden würde - jemand, der das Indifferent sieht (auch wenn er an einen Gott glaubt) wird ebenfalls nicht in die Kirche eintreten.

Außerdem habe ich nie gesagt, dass er nicht religiös ist - ich rede nur davon, dass er wenig religiös ist... dazu gibt es nämlich ebenfalls größere Befragungen.

Auch das hat nichts damit zu tun, ob die Kindstaufe abgeschafft wird oder nicht

Doch, weil wenig religiöse Menschen im Moment Mitglieder einer Großkirche sind, aber selbst nie beitreten würden.

Das zu leugnen ist wohl relativ schwachsinnig...

erfreuen sich ständig steigender Beliebtheit und klagen nicht über Rückgang oder Austritte.

Und zwar aus dem Grund, dass es keine Kindstaufe gibt.

Gäbe es eine Kindstaufe, wären die Mitgliederzahlen viel höher - aber sie hätten auch genug Mitglieder, die "einfach nur so" Mitglied sind, aber nicht aus Überzeugung. :D

nicht um eine absolute, sondern nur um eine einfache Mehrheit

52% sind eine absolute Mehrheit - genauso wie die 77 % der Jugendlichen, die nicht an einen Gott glauben...

Kommentar von Matzko ,

Alles, was Sie wieder mal so selbstherrlich fettgedruckt als "falsch" bezeichnen ist nur falsch nach Ihrer Auffassung, das hatten Sie wieder mal (wie immer) vergessen zu erwähnen (oder bewusst verschwiegen). .

Kommentar von CalicoSkies ,

Was hat meine Auffassung damit zu tun, wieviele Atheisten es gibt, die MItglieder einer Großkirche sind / wie sich diese Zahl logisch verändern würde ohne eine Kindstaufe?

Dass die Mitgliederzahl der Großkirchen aufgrund der Kindstaufe keinerlei Aussagekraft über die Religiosität der Deutschen hat, ist Faktum.

Du kannst es einfach nicht akzeptieren, wenn jemand seine Meinung nicht mit "meine Erfahrung ist ..." sondern mit anderen Methoden begründet, oder? :D

Kommentar von AterNex ,

Ich ergänze mal um ein einfacheres logisches Beispiel.

In einem Land in dem Kängeruhs nicht natürlich vorkommen und auch nicht in Zoos oder ähnlichem gehalten werden, wird man keinem Kängeruh begegnen.

In einem Land in dem Kängeruhs nicht natürlich vorkommen, aber in Zoos oder ähnlichem gehalten werden, wird man Kängeruhs sehen.

In einem Land in dem Kängeruhs natürlich vorkommen und in Zoos oder ähnlichem gehalten werden wird man deutlich mehr Kängeruhs sehen als in den anderen beiden Ländern.

Oder krasser: In Australien ein Kängeruh zu sehen ist leicht. Eins in der Tiefsee finden wird nahezu unmöglich sein.

Jetzt bitte selbstständig auf Kindstaufe und Rückgang der Kirchenmitglieder anwenden Herr von und zu Matzko. Danke

Kommentar von Matzko ,

Super, Herr von und zu AterNex. Nun wissen wir alle Bescheid. Danke auch.

Kommentar von AterNex ,

Logisches Denken kann man lernen. Auch Dummheit kann man mit Bildung heilen.

Nachts ist es kälter als draußen.

Antwort
von Schneckly, 59
Ich habe etwas dagegen weil


eine Beschneidung eine Genitalverstümmelung ist, wenn es nicht medizinsch notwendig ist..


Kommentar von TomMike001 ,

Absolut richtig. Wenn medizinisch nicht erforderlich, dann besteht auch überhaupt keine Notwendigkeit dafür!

Antwort
von hutten52, 117
Ich habe etwas dagegen weil

weil es Körperverletzung ist und weil das Kleinkind sich nicht selbst entscheidet, sondern von den Eltern für alle Zeiten mit dem Zeichen einer bestimmten Religion gebrandmarkt wird. 

Leider sind die deutschen Richter schwach geworden und haben es erlaubt. Man hatte Angst. 

Antwort
von Enders9, 96
Ich habe etwas dagegen weil

weil das Recht auf einen unversehrten Körper für BEIDE Geschlechter gelten muß. Alle anderen Gründe wurden schon von anderen hier dargelegt.

Antwort
von Mewchen, 39
Ich habe etwas dagegen weil

Ich habe etwas dagegen, weil ein unnötiger medizinischer Eingriff an einer nicht einwilligungsfähigen Person vorgenommen wird. Mir ist es egal, ob ein Kind getauft wird oder sonst was, das kann man alles rückgängig machen. Eine Beschneidung gehört nicht dazu.

Antwort
von DBKai, 55
Ich habe etwas dagegen weil

Weil diese Körperteile doch wichtig sind, damit sich Sex gut anfühlen kann - warum sollte man sie wegschneiden... ? Da bin ich eher für andere Verhütungsmethoden...

Außerdem kann das ja auch gefährlich - bis hin zu tötlich sein... sehr schmerzhaft...?

Antwort
von Konstamoc, 39
Ich habe etwas dagegen weil

Ich bin auch der festen Überzeugung , dass es ganz klar eine Körperverltzung ist.

Keinesfalls steht in dem Fall der religiösen Beschneidung das wohl des Kindes im Mittelpunkt sondern eher die religiöse verblendung des Umfelds und der Eltern.

Wir leben in Europa und hir sollte sich jeder Menschen frei entfahlten dürfen und eben das wird dadurch zerstört , dass Eltern ihren Kindern sowas antun dürfen ohne dessen zustimmung.

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Von mir aus sollen die sich mit 16+ beschneiden lassen wenn sie es wollen.

Ich bin zwar selbst nicht beschnitten aber ich will niemanden das Recht nehmen es zu tun wenn es aus eigenem Willen geschieht.

Aber einem Kind sowas an zu tun ist meines erachtens nach unverantwortlich und sollte meines erachtens nach auch hart bestraft werden.

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Mich würde es intressieren ob es die Menschen lustig fänden wenn man einem Kind was vllt 2-3 Jahre alt ist nen stück vom Finger abhackt oder mit nem Messer nen Zeichen in die Stirn ritzt und dass dann als "religiöse Freiheit" auslegt.

Ich würde einiges darauf verwetten , dass den Eltern die sowas bringen das Kind in genau der Sekunde entzogen wird wo sie das gebracht haben und die dafür in den Knast wegen Kindesmisshalndung kommen.

Kp warum man hir mit zweierlei Maß misst.

Für mich ist so eine Handlung mindestens genau so schlimm wie eine Beschneidung!

Antwort
von nowka20, 67
Ich habe etwas dagegen weil

ich halte das für ein verbrechen, daß streng geandet werden sollte


erst kommt der mensch und dann erst die religion

Antwort
von Rationales, 83
Ich habe etwas dagegen weil

Diese vorsätzliche Körperverletztung aufgrund von irrem Religionswahn gehört mind. mit 1/2 Jahr Gefängnis für beide Elternteile bestraft.

Schande über unseren Staat, daß er nicht mal hier das minimale Rückgrad hat, sich durchzusetzen. Nie mehr CDU.

Antwort
von zippo1970, 79
Ich habe etwas dagegen weil

Ich halte es schon für Körperverletzung, wenn es bei Kindern geschieht. Es ist ein körperlicher Eingriff, für den es keine medizinische Notwendigkeit gibt.

Ich würde es bei Kindern verbieten, wenn es aus religiösen Gründen geschehen soll, und es keine medizinische Indikation dafür gibt.

Ich würde dann Jugendliche ab 14 Jahre, was auch das Alter der Religionsfreiheit ist, selbst entscheiden lassen, ob sie diesen Eingriff vornehmen lassen.

Antwort
von SaschaL1980, 157
Ich habe etwas dagegen weil

ich grundsätzlich gegen jede Beschneidung bin, die nicht medizinisch unumgänglich ist, oder es der Mann im erwachsenen Alter selbst möchte!

Jeder männliche Mensch wird von der Natur mit einer Vorhaut ausgestattet, und das ja auch nicht ohne Grund. Klar ist die Vorhaut nicht lebenswichtig, aber sie hat eben auch ihre Funktionen. Es gibt viele Körperteile, die nicht lebenswichtig sind, aber diese lassen wir bei einem Baby/Kind ja auch nicht einfach entfernen, nur, weil sie ja eh nicht wichtig sind. Wieso dann die Vorhaut?

Mal was anderes an diejenigen, die eine solche Beschneidung befürworten: Wie sieht es denn dann mit der Beschneidung von kleinen Mädchen aus? Werden ja beispielsweise in vielen afrikanischen Kulturen auch immer noch durchgeführt. Habt ihr da auch kein Problem damit? Schließlich sind die Schamlippen, Kitzlervorhaut und Kitzler auch nicht lebenswichtig, und nur kleine Hautstücke. Damit dürftet ihr ja dann also auch keine Probleme haben.

 

Kommentar von rlstevenson ,

Die Klitoris ist ein Schwellkörper und Teil der Vulva, kein Hautlappen. Die Entfernung der Klitoris bei der Frau kommt der Entfernung des Penis beim Mann gleich. Es handelt sich auch entwicklungsgeschichtlich um das gleiche Organ.

Kommentar von SaschaL1980 ,

Ok ist wohl wahr. Also Klitoris streichen.

Kommentar von CalicoSkies ,

Von der reinen Empfindlichkeit der Körperteile her zu sehen, ist eine Entfernung der Klitorisspitze, Klitorisvorhaut und inneren Schamlippen durchaus mit einer männlichen Beschneidung zu vergleichen...

Kommentar von SaschaL1980 ,

Ja, das denke ich auch. Aber mir ging es hier sowieso nur ums Prinzip. Daher denke ich mal nicht, dass man das hier so genau auf die Goldwaage legen muss.

Kommentar von CalicoSkies ,

Naja, meiner Meinung nach schon.

Ich empfinde es als extreme Ungleichbehandlung und als extremes Unrecht, wenn religiöse Genitalverstümmelung von Frauen (egal in welcher Form) derart strikt verfolgt und bekämpft wird (zurecht!), aber bei Männern als "harmlos" und "nicht schlimm" hingestellt wird.

Vielleicht ändert sich die politische und rechtliche Lage dazu ja noch - das Problem ist, dass es nur zwei Parteien gibt, die Beschneidungen verbieten wollen (NPD und AfD), und beide sind aus humanistischen / sozialen Gründen selbstverständlich nicht wählbar...

Kommentar von SaschaL1980 ,

Klar, da sind wir uns ja auch definitiv einig, dass beides nicht tolerierbar ist, und verboten sein müsste.

Ich meinte ja auch nur, dass es jetzt nicht unbedingt drauf ankommt, was genau bei den Mädchen beschnitten wird und was nicht. Eine Verstümmelung ist es in jedem Fall, egal ob bei Jungs oder Mädchen.

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