Frage von joysi, 79

Was haltet ihr von der Barf Fütterung?

Hallo,
Ich bin schon seit längerem am überlegen meinen Hund (Border Collie mix )zu barfen. Vor gut einem halben Jahr habe ich das Futter von meinem Hund umgestellt da mein Hund damals unter starkem Juckreiz gelitten hat. Zur Zeit füttere ich das Trockenfutter von pure Instinct und von Dr.clauders die B.A.R.F Dosen. Seit dem geht es ihr besser. Nun würde ich gerne beginnen sie zu barfen.
Was habt ihr für eine Erfahrung damit gemacht? Und wie beginnt man damit am besten ?

Danke im Voraus :)

Expertenantwort
von friesennarr, Community-Experte für Hund, 28

Barf Dosen ist kein Barf, weil das R steht für Rohfütterung und alles was in einer Dose ist ist nicht mehr roh, es sei den es war eine Gefrierdose.

Ich füttere nur Rohfleisch und habe exzellente Erfahrungen damit gemacht.

Beginnen kann man auf drei Arten,

  • Fleisch und Innereien leicht angaren und den Grad des garens immer weiter absenken, bis das Fleisch schließlich roh gefüttert wird.
  • Hund 2 Tage hungern lassen und dann direkt auf Rohfleisch umstellen
  • 1 Rohfleischmahlzeit, eine Dose abwechseln

Das wichtigste bei allem ist mal ein gutes Barfbuch durchzulesen und sich ein bisschen über Ernährungslehre belesen, dann dürfte das Füttern kein Problem mehr sein.

Antwort
von LukaUndShiba, 29

Meine Hündin wird nur so gefüttert und meine Oma hat ihre Langhaar Collies schon immer auf die Art und weise gefüttert noch bevor das ganze so einen Namen hatte.

Und allen Hunden geht es prima.

Du musst dich nur da drauf einstellen das wenn du jetzt von TroFu da drauf umstellst das du es langsam machst und der Hund sich je nach dem am Anfang immer wieder Erbrechen wird weil der Magen es nicht mehr gewohnt ist.

Vieles lassen sich davon dann immer abschrecken und denken der Hund verträgt es nicht, dabei muss sich nur der Magen umstellen. 

Kommentar von friesennarr ,

Einfach erst vom Trockenfutter auf reine Nassfütterung umstellen und dann auf Rohfleisch, dann gibt es da gar keine Probleme.

Antwort
von Virgilia, 24

Unsere Hunde werden seit Jahren gebarft. Wir haben mit Fertigbarf angefangen und die Mahlzeiten dann einfach "nachgebastelt". Außerdem haben wir das Glück, dass unsere Tierärzte uns nicht mit aller Gewalt ihr Trockenfutter aufdrängen wollen, sondern uns Tipps gegeben haben. Wenn man sich einmal eingelesen hat, wirkt die Sache auch gar nicht mehr so kompliziert ^^ 

Antwort
von furbo, 10

Sehr viel.

Wir haben vor einigen Jahren damit angefangen, weil unsere Hündin nierenkrank ist und strenge Diät halten muss. Der Tierarzt redete schon davon, dass wir bald eine Entscheidung treffen müssten. Das käufliche Nierendiätfutter war für sie offenbar "bäääh", so dass wir anfingen, das Futter selbst zu mischen. Es ist kein Hexenwerk, man muss nur ein paar Regeln beachten. Es gibt genügend Literatur zu dem Thema, aus der man sich einiges anlesen kann. Allerdings ist Barfen mit mehr Arbeit verbunden als dem Öffnen einer Dose.

Unseren Hunden geht es sehr gut, unsere Hündin lebt immer noch und ist putzmunter, alleine aufgrund der Fütterung. Sehr hochwertiges Fertigfutter kriegen unsere Hunde nur noch auf Reisen. 

Antwort
von Jule59, 19

Barfen ist keine Hexerei. Das größte Problem ist der riesige Markt, der inzwischen rund ums Barfen entstanden ist und dem Hundebesitzer suggeriert, er brauche diese und jene Ergänzungen, um den Hund richtig zu ernähren.

Fakt ist: Hunde sind in der Lage, alles, was sie brauchen aus Fleisch, Knochen und Blut zu beziehen. 

Und auch wenn der moderne Hund in der Lage ist - im Gegensatz zum Wolf - Stärke besser als dieser verdauen zu können, so ist er doch nach wie vor primär ein Fleischfresser und als solcher auf Zusätze nicht angewiesen.

Ich füttere seit nunmehr fast 30 Jahren roh. Meine Hunde bekommen rohes Fleisch, welches sie mal als ganzes Tier mit Fell und Innereien, mal als Fleischstücke oder auch mal gewolft kriegen - je nachdem, was gerade verfügbar ist.

Dazu auch Knochen und Rinderblut, wenn es mal ein Weilchen an ganzen Tieren mangelt. 

Ab und zu gibt's mal ein Babygläschen Gemüse dazu, aber das primär, weil sie es gern fressen. 

Bis auf einen meiner Vierbeiner, der schlicht nicht in der Lage ist, Knochen zu fressen, ohne jedes Mal fast daran zu ersticken (Kieferproblem)  kriegt kein Hund weitere Zusätze.

Aus allem anderen kann man eine Wissenschaft machen - muss es aber nicht.

Kommentar von friesennarr ,

DH.

Ja, leider wird für die unsichern Barfer auch etliches Produziert, man muß ja irgendwas verkaufen, wenn man schon das Fertigfutter von denen nicht mehr kauft - irgendwo muß ja der Umsatz her kommen.

Dadurch wird ständig suggeriert, das Rohfütterung alleine nicht ausreichen würde, was sie aber durchaus tut.

Kommentar von Tocopherol ,

Wenn der Hunde Kiefer/kauprobleme hat, würde ich mal nachschauen, ob er wirklich genug Calcium bekommt. Der kiefer ist der erste Knochen, der bei Calciummangel entkalkt. 

Kommentar von Jule59 ,

Der Hund hatte einen Vorbesitzer, der ihm den Kiefer mehrmals gebrochen hat. Das ist mit Calcium leider nicht zu lösen.

Antwort
von Ufea2000, 18

Eine bekannte Züchterin meinerseits Barft ihre Hunde bereits seit 30 Jahren und hat damit nur gute Erfahrungen gemacht.

Ein Vorteil ist beispielsweise, dass bei Eigenherstellung immer bekannt ist was das Futter enthält. Bei Fertigfutter kann es immer zu Schummeleinen kommen. So wurden in der Vergangenheit bereits Gummireste, Abfälle, Hunde und anderes gefunden, was dort nicht reingehört und zu Langzeitschäden beim Hund führen kann.

LG Ufea2000

Antwort
von NancyH1996, 30

Barfen ist im Grunde gar nicht schlecht. Man muss nur darauf achten, das der Hund alle Mineralien kriegt, die er braucht. Sprich auch Gemüse und Kartoffeln, Nudeln, Reis etc. neben dem Fleisch. Dafür gibt es in Tierhandlungen extra Mischungen, die dem Fleisch untergemischt werden können.

Kommentar von friesennarr ,

Barf ist nicht nur im Grunde nicht schlecht - es ist "die" artgerechte Ernährung schlechthin.

Vitamine und Mineralstoffe sind im rohen Fleisch enthalten - der Hund braucht definitiv kein Gemüse, Kartoffeln, schon gar keine Nudeln oder Reis. Darin sind nämlich keine Mineralstoffe oder Vitamine, die der Hund brauchen könnte oder die er verstoffwechseln könnte.

Wenn du deinen Hund immer mit Fleisch, Innereien, Knochen, Fisch, Eiern und mal ein paar Kräutern bzw. etwas Obst fütterst, dann hat ein Hund alles was er nur irgendwie brauchen könnte. Der Hund ist so ausgelegt um genau damit sein Leben zu unterstützen und Leistung zu bringen.

Es muß also gar nichts dem Fleisch untergemischt werden, das sind wieder die Hersteller von irgendwelchen Futtermittelzusätzen, die uns glauben machen wollen das der Hund nur vollwertig ernährt sei, wenn man deren Zeug kauft.

Mein Hund lebt jetzt schon seit fast 2 Jahren mit reiner Rohfleischfütterung und sie ist das gesündeste Wesen, das ich kenne und das ist nicht nur meine Meinung.

Kommentar von furbo ,

Meine Hunde sind sogar Fans des Do-it-yourself-Barfens. Sie gehen raus und fangen sich allerlei in meinem (recht großen) Garten mit Wald und verzehren es an Ort und Stelle. Sie müssen nur regelmäßig entwurmt werden. 

Antwort
von Herb3472, 35

Lies einmal das hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Barf

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