Wolfgang Joost am 09.08.2007 um 23:25 Uhr

Wenn den Gewerkschaften auch in Zukunft von Gerichten das Recht auf Streik verwehrt wird, dann könnten nicht nur die Lokomotivführer im Regen stehen. Meiner Meinung nach werden hier die Gerichte vom Arbeitgeber benutzt um ein legitimes Recht der Arbeitnehmer zu unterlaufen!

ich bin gegen das urteil. ein streik ist legitim, und das recht der arbeitnehmer. dass jetzt urlaubszeit ist, ist pech, dass zb vw evtl viel geld verdient kann denen auch egal sein. es wird ja auch nicht nach dem gehalt der lokführer gefragt. sie sollten jedenfalls mehr geld bekommen und das auch durchsetzen können.
Jaguar am 9. August 2007 23:29 sorry, nicht verdient, verliert sollte es natürlich heißen!
Wolfgang Joost am 9. August 2007 23:30 Danke für Deine Meinung

Ich finde es richtig, dass sie streiken, wie sollen sie sonst zu ihrem Recht kommen. Einen anderen Weg scheint es nicht zu geben. Klar, haben die Menschen Nachteile die auf die Bahn angewiesen sind, aber anders scheint es nicht zu funktionieren.
Wolfgang Joost am 9. August 2007 23:28 Danke für Deine Meinung

Ich bin für den Streik, denn es kann einfach so nicht weiter gehen. Die Deutschen sind leider kein streikbereites Volk, im Gegensatz zum Beispiel zu den Franzosen. Es kann einfach nicht sein daß die Löhne in Deutschland immer geringer werden, daß ein Familienvater bei Obi oder Hagebau mit 1250€ BRUTTO nach Hause geht, und man sich gleichzeitig wundert daß keine Familien mehr gegründet werden. Die Lokführer sollen streiten, und jeder sollte sie solidarisch (wie die Franzmänner, die machen das richtig) unterstützen. Denn wenn es eine Gruppe macht, dann ist das ein Zeichen für die nächste. Die Renten sind auch schon lange nicht mehr erhöht worden, im Gegenteil sogar, sie wurden gekürzt in den letzten Jahren! Immer mehr Vollzeit-Jobs werden aufgelöst, und für die Position billige 400€-Stellen vergeben, die nicht in die Sozialkassen einzahlen. Wo soll das hinführen? Nein, die Lokführer machen das richtig, und wer dagegen ist hat einfach die Zeit noch nicht erkannt und ist blind der Tatsache gegenüber daß er oder sie selber davon profitieren kann.
Ich wünsche den Lokführern viel Glück!
Wolfgang Joost am 9. August 2007 23:45 Danke für Deine Meinung
ManiS am 10. August 2007 00:06 Das ist kein Unding!
Wenn durch Streik Grundlegende Funktionen der Wirtschaft lahmgelegt werden können, sieht das Grundgestz eine Bremse vor.
Dies dient dem Gesamtwirtschaftlichem Nutzen des Volkes, nicht nur eines Teiles davon.
Es gibt auch ein Gestz der Verhaeltnismaessigkeit.

Es ist ein Unding, dass das Recht auf Streik durch ein Gerichtsurteil aufgehoben werden kann. Es ist richtig, dass die Lokführer für ein höheres Gehalt kämpfen und sie eine mächtige Gewerkschaft hinter sich wissen. Schlimm ist alles natürlich für die Berufstätigen, die tagtäglich, und die Urlauber, die von dem Streik betroffen sind.
Wolfgang Joost am 9. August 2007 23:50 Danke für Deine Meinung
Das heisst ich stimme dem Gerichtsurteil nicht zu und ergreife Partei für die Lokführer. Sie brauchen keinen eigenen Tarifvertrag. Warum kann man nicht einfach innerhalb des Tarifsystems eine höhere Einstufung vornehmen, wenn die generell zu wenig verdienen? In anderen Sparten führt man ja auch den Mindestlohn ein, kann doch nicht so schwierig sein...
Wolfgang Joost am 9. August 2007 23:34 Danke für Deine Meinung
Es ist schon bedenklich, dass das Streikrecht mal so eben außer Kraft gesetzt wird. Die Bahn hat nicht ohne Hintergedanken dieses Gericht gewählt: Ist es doch bekannt für eine relativ arbeitgeberfreundliche Einstellung. Bin also dagegen, wobei ich dabei betonen möchte, dass bei meiner Entscheidung hier die Höhe der Gehaltsforderungen außen vor bleibt. Es bleibt vorerst ein Geheimnis, was ein Lokführer tatsächlich verdient. Die Zahlen gehen ja von 1.650 Brutto bis 2.300 Netto. Vielleicht ist unter den Usern jemand, der uns wahrheitsgemäß aufklären kann??
Wolfgang Joost am 10. August 2007 00:14 Danke für Deine Meinung

Ich finde das Gerichtsurteil eine Anmaßung sondergleichen.
Die Begründung war ja, dieser Streik würde die Wirtschaft zur Zeit empfindlich schwächen und ihr schaden.
Hallo -- geht's noch?!?
Genau dazu sind Streiks ja da. Für das Streikrecht, das ein empfindsames Arbeiterrecht ist, sind schon Leute gestorben. Diese Richter stellen sich einfach hemdsärmelig auf die Seite der Wirtschaftsbosse und verbieten Arbeitnehmern, eines ihrer Rechte in Anspruch zu nehmen.
Was müsste dann nicht alles verboten werden, weil es "der Wirtschaft schadet" ...
Wolfgang Joost am 10. August 2007 16:14 Danke Ulf für Deine Meinung.

brauche zwar nicht unbedingt die bahn, aber ich versetze mich in die leute die deswegen schwierigkeiten haben, weil sie drauf angewiesen sind.
außerdem kann ich auch nicht streiken :o))
Wolfgang Joost am 9. August 2007 23:40 Danke für deine Meinung

ich habe ein bisschen Probleme mit der Fragestellung. Ich halte es in einem demokratischen Land für ein Unding, dass ein Streik verboten werden kann, bzw. wird. LG Lotusblume
Wolfgang Joost am 9. August 2007 23:34 Laut Grundgesetz haben wir freie Meinungsäußerung, auch durch Streik!!
Lotusblume12 am 9. August 2007 23:54 Und was tun wir nun? Gehen wir alle auf die Straße? Nein, die Meckerer, die nicht über ihren Tellerrand sehen (können)und Angst haben (in dem Fall) zu spät zur Arbeit zu kommen, freuen sich über so eine "Bevormundung" (Gerichtsurteil) oder auch eigentlich Rechtsbruch. Ich befürchte, das ist erst der Anfang. LG Lotus
Wolfgang Joost am 10. August 2007 00:03 Gebe ich dir Recht!

Was verdienen Lokführer überhaupt?
Georgo am 9. August 2007 23:44 Laut Presse 1.600€brutto
Jaguar am 9. August 2007 23:46 ein witz!
Wolfgang Joost am 9. August 2007 23:46 viel zu wenig bei der Verantwortung!
Jaguar am 9. August 2007 23:49 ja, finde ich allerdings auch
ManiS am 9. August 2007 23:50 Also ich weiss von 1600 € plus 200 Zuschlag, Netto, auf die Hand. Plus auslands zuschläge. Woher hast du diese Zahlen?
Die glaube ich nicht

Ich meine, eine kleine Gewerkschaft kann nicht solch eine Macht ausueben.
Ein ganzes Land wirtschaftlich fast lahmlegen, ist heftig. Das schaedigt uns Alle. Das ist Diktatur einer Minderheit.
Das Gericht sprach Recht in meinem Sinne
Wolfgang Joost am 9. August 2007 23:40 Danke für Deine Meinung

Habe Ulf`Meinung nichts mehr zu zufügen. Wozu ist das Streikrecht in Deutschland festgeschrieben, wenn es jederzeit wieder ausgehebelt werden kann? Aber was soll man verlangen, von einem Staat in dessen Regierung und Bundestag Menschen sitzen, die in der Wirtschaft involviert sind.
Wolfgang Joost am 10. August 2007 16:15 Danke auch für Deine Meinung.

Ich bin kein Jurist. Emotionen zählen nicht sondern nur klare Fakten. Ich denke das Gericht hat sich an das Gesetz gehalten.
Wolfgang Joost am 9. August 2007 23:31 Glaube ich nicht. Da ist was schief gelaufen!
Edgar Niklaus am 9. August 2007 23:33 Da sitzen Volljuristen, die sich keine Fehlurteile erlauben dürfen. Sonst gehts in die Revision. Schon garnicht bei diesem brisanten Thema.
Wolfgang Joost am 9. August 2007 23:36 Deswegen geht ja die Gewerkschaft jetzt dagegen vor. (Grundgesetz)
Edgar Niklaus am 10. August 2007 10:51 Gewerkschafter sind keine Juristen und das Grundgestz kennt jeder Richter besser als ein Gewerkschafter. Das ist keine Wertung nur ein Tatsache

Wer betroffen ist, auf die Bahn angewiesen, der hat mit Sicherheit ein Problem. Und wer zahlt dann diesen Ausfall?
Wolfgang Joost am 9. August 2007 23:46 Danke für Deine Meinung
Das Urteil ist verfassungswidrig - das Streikrecht ist verfassungsrechtlich geschützt! Ein Glück!
Danke für Deine Meinung.