Was haltet ihr von Ceasar Millan?

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14 Antworten

Hallo Radesch!

Ich mag seine Methoden sehr. Natürlich liest man überall, dass er Hunde tritt und schlägt oder mit E-Halsbändern arbeitet. Aber wenn man genau hinsieht, dann erkennt man, dass er die Hunde nur sehr schnell berührt, was nach außen hin einem Tritt sehr ähnlich sieht. Mit E-Halsbändern arbeitet er sehr selten und nutzt auch nur die Vibrationsfuktion.

Selbst wenn nicht jeder mit seinen Methoden überein stimmt - was vollkommen legitim ist! - muss man doch erkennen, wievielen Hunden er schon das Leben gerettet hat. Da sehe ich doch lieber am Hund für einen gewissen Zeitraum Methoden, die ich nicht mag, als den Hund einschläfern zu lassen. Das wäre zumindest meine Sichtweise, wenn ich ihn nicht mögen würde.

Und ja, oft sehe ich Verweise auf Holly, die Labradorhündin, die futteraggressiv war und die er weggetreten hat. Richtig, er hat sie getreten, da sage ich nichts Anderes. Aber mal ganz ehrlich? Wenn mir ein Hund in der Hand hängen würde, würde ich auch zutreten, so sehr ich diese Tiere auch liebe, aber da hört der Spaß für mich auf. Das ist für mich dann kein Trainingsmoment mehr, sondern Selbstverteidigung.

Auch ich finde es wichtig, dass ein Hund kontrollierbar ist. Natürlich bedeutet Kontrolle nicht, dass der Hund keine Fehler macht oder machen darf - aber er wird dann entsprechend korrigiert und kann aus eben diesem Fehler lernen.
Soviel dann zu meiner Meinung zu Cesar Millan :)

Und an alle, die jetzt unter meiner Aussage anfangen wollen, zu hetzen und mich umpolen wollen:

Das wird euch nicht gelingen, vertraut mir.

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Kommentar von Radesch
25.10.2016, 14:41

Interessante Antwort... Es entwickelt wahrscheinlich jeder sein eigenes System bei der Erziehung. Die einen strenger, die anderen liebevoller...

Schlussendlich spricht ja das Ergebnis (der Hund) für den Halter. Ich habe nur die Erfahrung gemacht, dass diese "bitte lass das..." Halter den Hund nicht im Griff haben. Bei meiner Rasse würde das nicht funktionieren.

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Kommentar von kuechentiger
25.10.2016, 15:30

Wenn man so dämlich ist, einen angstaggressiven Hund, der schon die ganze Zeit verzweifelt versucht mit allen Zeichen zu beschwichtigen, in eine Ecke drängt und nach ihm grabscht - den hat man dann an der Hand hängen ;) jeder Tierpfleger-Azubi im Tierheim hätte das im 1. Lehrjahr gewußt. Millan wußte es nicht und war völlig überrascht...

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Kommentar von spikecoco
25.10.2016, 16:04

ja so sehen Hunde aus, wenn man sie in die Ecke drängt. Schon als Zuschauer hat man ahnen können, das sein Verhalten diese Reaktion auslösen wird. Auch kann ich immer nicht nachvollzeihen was die Anmerkung sein soll, das seine von ihm therapierten Hunde sonst eingeschläfert werden.

 Die aller meisten Problemhunde  von ihm sind Fälle, die es hier ebenso zu hauf gibt. Mit dem Unterschied, das in Amerika auffällige Hunde schneller eingeschläfert werden. Viele Hunde werden von ihm in ein Meideverhalten getrieben, keine gute Voraussetzung für eine konfliktfreie Zukunft.  Ich möchte nicht wissen, wie viele Hunde wieder in ihr Muster zurück gefallen sind. Wenn man sich die Hundehalter anguckt in ihrem Umgang mit diesen Hunden, wie wenig sie sich mit Erziehung auskennen und wie unterfordert diese Tiere sind, braucht man sich nicht wundern, das sie aus dem Ruder laufen. Dann bracht man aber auch nicht so zu tun, als ob dies schwierige Problemhunde sind. Eine souveräne, konsequente und geduldige Führung mit gewissen Regeln ist das A und O. Dazu eine hundgerechte Auslastung und ich brauche auch bei Problemhunden nicht mit Würger und Co zu arbeiten und schon gar nicht die Hunde mit meinem Verhalten in die Ecke zu drängen . Ich habe es auch nötig, das Hunde unterwürfig neben mir hertrotten müssen.

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Hallo Radesch,

also zu aller erst muss ich gestehen, dass ich anfangs ganz genauso wie du gedacht habe. Als ich Cesar Milan das erste Mal sah, war ich total begeistert von diesem Typen. Wie kann er nur so aggressive Hunde so schnell und einfach unter Kontrolle bringen, fragte ich mich. Dieser Mann muss der Hunde-Messias sein, der jeden Hund versteht. So dachte ich.

Das Problem ist, man sieht nur, was fürs Fernsehen zusammengeschnitten wurde. Man sieht nicht was vorher wirklich alles vorgefallen ist und genau das ist der Knackpunkt. Seine Methoden sind schnell und effektiv und genau darum geht es. Was aus den Hunden dabei wird, interessiert vom Fernsehen erst einmal niemanden. Aber wie schafft er das nur?

Man kann nicht bestreiten, dass seine Methoden (jedenfalls vorerst) funktionieren, das hat er schon mehrere Male bewiesen. Aber wie ist es möglich, dass selbst sogenannte "Redzone-Hunde", bei ihm wie Schoßhündchen wirken. Nun, dafür gibt es eine Erklärung, die mich damals ziemlich schlucken ließ. Ich kam darauf, als ich einen Beitrag eines Reporters gelesen habe, der so gar nicht mit Cesar Milans Erziehungsmethoden einverstanden war. Er fertige einen Bericht an und verwies dabei auf eine Folge, wo Cesar die Körpersprache, einer futteraggressiven Labradorhündin, so falsch einschätzte, dass sie in gebissen hat.

Da wurde ich stutzig, denn ich (und jeder andere, der auch nur ein bisschen was von Hunden versteht), hätte sofort erkennen müssen, was die Sprache des Hundes wirklich aussagte. Es gab genügend Anzeichen dafür, also wieso hat der "Superprofi" das nicht gesehen? Ist er vielleicht gar nicht so toll? Ich fing an nachzuforschen und erfuhr immer mehr über seine "Tricks" und ich stieß auch auf sein Allheilmittel: Er zwingt die Hunde in die sogenannte "Erlernte Hilfslosigkeit". Das bedeutet, er setzt die Tier so sehr unter Druck, dass diese so sehr Angst um ihr Leben haben, dass sie sich ihm unterwerfen.

Im Klartext bedeutet das: Nur aus reinem Überlebensinstinkt, werden die Hunde ruhig und gehorsam.

Das mag anfangs funktionieren, aber dadurch wird der Hund dermaßen psychisch geschwächt, dass er zur "tickenden Zeitbombe" wird. Es ist sogar bekannt, dass kurze Zeit später, nach Cesars "Therapie", das Verhalten in manchen Fällen so schlimm wurde, dass das Tier daraufhin eingeschläfert werden musste. Warum weiß von so etwas kaum einer? Ganz einfach, alle Beteiligten der Show müssen eine Verschwiegenheitserklärung unterzeichnen und nur aus Angst vor einer Klage, veröffentlichen die Wenigsten, was der gute Cesar mit ihren Tieren wirklich macht.

Das er überhaupt keine Ahnung von Hunden hat, kann man so nicht sagen und seine Ansätze zur Hundeerziehung mögen auch etwas taugen, aber seine Rudelführer-Ansichten sind total veraltet. Viele Hundepsychologen und Trainer sind mittlerweile der Meinung, dass es keine Rudelstrukturen unter Menschen und Hunden gibt und das Zusammenleben nicht als Rudel, sondern eher als Familie, zu bezeichnen ist.

Fazit: Wenn es so scheint, als wäre jemand zu gut, um wahr zu sein, dann ist das meistens auch so!

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Kommentar von Radesch
25.10.2016, 15:49

Interessante Antwort...

Auch CM macht Fehler, das bestreitet ja auch niemand. Der Reporter von dem du das hast ist allerdings auch nicht unfehlbar. Meinen Rottweiler habe ich ähnlich erzogen, aber mit Anpassungen die ich für meine Situation als besser empfand. Es hat funktioniert. Ich denke nicht, dass mein Hund "willenlos" oder "eine Zeitbombe" ist. Er lebt bei mir also muss er sich mir fügen. Ich nehme meine Verantwortung war und füttere ihn und gebe ihm Zuneigung. Alles ist im Gleichgewicht :).

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Hallo,

von der "Show" halte ich rein gar nichts. Man kann noch so oft den schönen Text einblenden, dass man das doch bitte, bitte nicht nachmachen möge - natürlich wird es nachgemacht. Zu dem finde ich seine Maßregelungen bzw. seine Lösungsansätze die im TV gezeigt werden, absolut überzogen, da gäbe es auch "freundlichere" Wege, die halt den Besitzer mal ein bisschen mehr fordern würden. Allerdings muss man dazu natürlich auch das Land betrachten, in dem die Show eigentlich gezeigt wird.

Eine gute Abhandlung zu dem Thema ist diese hier: http://www.fanfiktion.de/s/528a0a3100037188e2ca720/1/Das-Phaenomen-Cesar-Millan-Eine-wissenschaftliche-Betrachtung

Meiner Meinung nach sehr lesenswert.

Seine Bücher sind mir ehrlich gesagt zu sehr "esoterisch'" geschrieben. Was ich ihm zu Gute halte ist, dass er Hunde wirklich mag und seine Bücher sich doch deutlich von der Show unterscheiden. Das Hauptproblem das ich sehe ict, dass viele seiner "Anhänger" mit Kanonen auf Spatzen schießen. Ja meine Güte, wenn der Hund drei Jahre lang ohne jegliche Regeln durchs Leben dümpeln durfte, muss ich ihm trotzdem zur Leinenführigkeit nicht gleich an den Stachler hängen, da würde einfaches, stinknormales Leinentraining helfen , wenn denn der Halter mal den Hintern hochbekommen würde und konsequent arbeiten.

Für mich wäre diese Art der Erziehung eines Lebewesens nicht. Wenn ich der festen Überzeugung wäre, meinen Hund nur durch Druck kontrollieren zu können und er jederzeit "unterwürfig gehorsam" sein müsste - hätte ich keinen - unter gar keinen Umständen. Das könnte ich mir gegenüber nicht verantworten.

Was dazukommt ist, dass viele immer ein totalitäres "Entweder" "oder" Denken haben. Entweder du liebst deinen Hund und abreitest über pos. Vers., dann hört der aber natürlich nicht. Oder aber du hasst deinen Hund und arbeitest mit Zwang, dann hört er wenigstens^^

Bei einem sind sich aber alle einig, die eigene Methode ist die einzig wahre
und alle anderen sind entweder Tierquäler oder deren Hund wird eine  Gefahr für die Menschheit.Und was wird da mit Dreck geworfen, wenn
die „Glaubenskriege“ ausbrechen. Shitstorms, Morddrohungen,  Klagen,tätliche Übergriffe…Komischerweise ist die „positiv“ Front meist
sehr viel radikaler, als die „Hau auf die Fresse“ Fraktion.

Die „Leckerliefraktion“
Das häufigste Gegenargument ist: “Dann hört dein Hund ja nur für das Futter und nicht für dich“. Ja, genau. Hunde sind Opportunisten, sie machen Dinge die sich lohnen und nicht weil man „bitte, bitte“ sagt. So haben  sie überlebt und so überleben sie bis heute. Wenn ein Hund nur hört,  wenn er die Belohnung sieht, habe ich das Training verbockt und nicht  die positive Bestärkung versagt. Es gibt einen Unterschied zwischen Belohnung und Bestechung!
Viele sagen immer: "Jaha, mit deinem Hund geht das, aber mit meiner Rasse nicht". Mmmmh, komisch. Ich habe durch div. Tätigkeiten mit Hunden, verdammt viele Rassen kennen gelernt, da ließen sich auch Pit, Rotti, Dackel, Kangal und Mali ohne "ich alles-du nix" Manier zu zuverlässigen Hunden erziehen - waren aber bestimmt alles Ausnahmen ;-)

Die „Haudrauffraktion“
Hunde können über Meideverhalten lernen, wenn mein Hund an den Futterbrocken will, und ich springe auf ihn zu und brülle „Nein“, wird er es  unterlassen, und vielleicht beim nächsten Mal die Freigabe abwarten.  Wenn ein Hund in den Stachler rennt, wenn er den anderen Hund auffressen will, wird er ab dann eventuell an der durchhängenden Leine austicken.  Ein Hund der sich „in einer Situation verliert“, kann durch ein lautes  oder ungewohntes Geräusch wieder ansprechbar gemacht werden. Doch  heiligt der Zweck die Mittel? Nein, ich denke nicht. Es ist ein  Unterschied, ob ich meinem Hund an einem Stachelhalsband führe und ihm  eins überbrate, wenn er einen anderen Hund anbellt, oder ob er  abgedrängt wird, und angeschnauzt wird. Es gibt eine Grenze, die man nicht überschreiten sollte.

Es kann aber auf der anderen Seite auch nicht sein, dass ich meinen Hund fröhlich Jogger jagen lasse, weil ich ihn nicht in seiner Freiheit einschränken möchte, oder meinen Schäferhund andere Hunde vermöbeln lasse, weil ihm ein wegziehen vom Kontrahenten weh tun könnte.Als mein Monster Nachbars Dackel frühstücken wollte, flog die Leine und mein „Lass es“ hat man drei Blocks weiter bestimmt noch gehört. Der Dackel lebt noch, mein Hund auch. Mögen tut er mich trotzdem und „weh“ tat es ihm auch nicht.

Die "volle Kontrolle" wirst du nie haben, nicht über dich, nicht über deinen Partner und auch nicht über deinen Hund. Man kann nicht alles üben und man kann nicht alles planen im Leben, manchmal heißt es halt, reingeworfen werden und schwimmen :-) Und in den meisten Fällen machen die Dinge auch Spaß, die weniger auf Kontrolle, als mehr auf Vertrauen basieren (Fallschirmspringen, Aqua Rondo, Canyoing, usw. usf.). Was für ein schreckliches Leben, wenn es immer kontrolliert wäre.

Ich mag meinen/unseren Mittelweg

Irgendwo zwischen Clickerwahn und Elektroshock lauert er für
jeden von uns. Ich mache bestimmt nicht alles richtig und beim nächsten Hund würde ich eingies anders machen.  Einige meinen
mein Hund würde mich irgendwann ganz sicher zerfleischen, denn er darf:

Im Bett schlafen
Vor mir laufen
Vor mir fressen
Zerrspiele gewinnen
Mich anrempeln
Im Weg rumliegen
Heimlich mit meiner Katze die Weltherrschaft planen

Andere meinen er wäre einen Fall für den Tierschutz
Er wird angeblafft, wenn er Katzen fressen will
Er trägt ein Halsband, obwohl er mal reinspringt
Er muss mal 3 Stunden alleine bleiben
Er darf erst nach Freigabe fressen
Er bekommt eins vor die Brust, wenn er in andere Menschen reindonnert

So what? Wir kommen klar. Wir kommen sogar sehr gut klar. Er hat
mir die Nase blutig geschlagen und mein Knie verrenkt. Ich bin im auf
die Pfote gelatscht und habe seine Rute in der Tür eingeklemmt. Er mag
mich trotzdem – ich ihn auch.Er lässt alles für mich liegen, egal ob Futter oder Spielzeug.Wenn er Angst hat läuft er zu mir. Ich kann ihn überall mit hinnehmen. Er ist bei jedem meiner Bekannten gern gesehen. Ich vertraue ihm und ich hoffe das er mir auch vertraut.

Wir haben eine „Beziehung“, und wie jede andere Beziehung auch baut unsere auf Vertrauen und Respekt.

Respekt ist eben keine Einbahnstraße. Ohne Respekt zu geben, kann ich keinen bekommen. Und ohne Vertrauen zu schenken, werde ich keines erhalten.

Gewalt ist nie eine endgültige Lösung, sie ist stets ein Teil des Problems.

Zum Abschluss möchte ich dir noch zwei Zitate da lassen, einfach so, um sie sich hin- und wieder mal durch den Kopf gehen zu lassen. Selbst wenn man sie nicht mag oder lächerlich findet, früher oder später tauchen sie im Kopf wieder auf:

„Für seinen Hund ist jeder Mensch Napoleon. Darum sind Hunde so beliebt.“

Aldous Huxley

"Man kann in die Tiere

nichts hineinprügeln, aber man kann manches aus ihnen herausstreicheln"

Astrid Lindgren

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Kommentar von Radesch
25.10.2016, 22:51

Wow wirklich ausführliche Antwort. Danke, ja jeder erzieht anders und das ist auch gut so. Die Zitate sind auch sehr prägnant.

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Kommentar von Viowow
26.10.2016, 09:35

Tolle Antwort. und genau so ist es. Leider verwechseln nur so viele Menschen Konsequenz mit Gewalt.

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Hi,

ich bin sicherlich nicht unbedingt sein größter Fan, aber selbst Herr Rütter übernimmt schon teilweise bzw. ansatzweise einige Methoden in abgeschwächter Form. Statt Elektrobänder nimmt er Sprühbänder, der Effekt ist der gleiche, wenn ich einem Hund etwas abgewöhnen will muss ich halt einen  Negativimpuls setzen. Nimmt man aus beiden Erziehungsmethoden die Mitte, klappt es hervorragend.

Aber Achtung hier sind einige unterwegs die gar nichts von Herrn Milan halten,

und von sich behaupten, dass sie ihren Hund nie Maßregeln mussten.

Natürlich ist Hundeerziehung ein sensibles Thema, und bei sensiblen Hunden ist sicher eine andere Vorgehensweise nötig, vor allen bei denen wo du die Vorgeschichte nicht kennst. Hier musst du dich situationsbedingt ran tasten und zurück zum Ursprung, denn der da wäre schau auf den Urvater Wolf.

Beherrscht du seine Sprache brauchts keinen Milan und auch keinen Rütter.

Wir hätten auch nicht diese Probleme mit dem Hund, wenn nicht jeder Depp einen bekommen würde, da dies aber so ist kann man sich mitunter wundervoll amüsieren, wenns denn mal wieder heißt Hier bei Fuß, he du Scheißköter komm endlich her, na warte wenn ich dich kriege, und natürlich andere Alltagssituationen.

Gruß uwe4830

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Kommentar von Radesch
25.10.2016, 14:20

Danke, klar ich habe ja wie oben gesagt, dass ich mittlerweile mein "eigenes System" habe und selber schaue.

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Kommentar von Berni74
25.10.2016, 14:54

aber selbst Herr Rütter übernimmt schon teilweise bzw. ansatzweise einige Methoden in abgeschwächter Form.

Falsch. Herr Rütter "übernimmt" gewiß keine Methoden von einem CM - so wichtig ist der Typ nämlich nicht.

Gewisse Verhaltensweisen mit "Teletakt", Sprühhalsbändern, Klapperdosen, Wasserpistolen zu unterbrechen - das gab es in der Hundeerziehung schon, da ist CM noch in Mexico rumgekraucht und wußte nichtmal, wie man das Wort "Hund" schreibt.

Und der Unterschied zwischen Rütter und Milan ist, daß Rütter den Hunden Alternativen anbietet und genau weiß, bei welchem Hund er sowas machen kann und vor allem bei welchem nicht. Milan drückt einfach nur um des schnellen Erfolges Willen bedingungslos auf den Knopf der Fernbedienung, daß der Hund dann jaulend und heulen, sich selber bepinkelnd unter den Sessel kriecht, ist ihm völlig egal - oder wahrscheinlich eher nicht, sondern es ist das, was der Typ für sein Ego braucht... Macht!

Aber Achtung hier sind einige unterwegs die gar nichts von Herrn Milan halten, und von sich behaupten, dass sie ihren Hund nie Maßregeln mussten.

Das muß kein Widerspruch sein. Entscheidend ist, wann und wie man maßregelt. Besser ist es natürlich, wenn man es gar nicht erst soweit kommen läßt.

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Kommentar von Viowow
26.10.2016, 09:45

das siehst du aber etwas schwarz und weis. es gibt doch 100.000 nuancen dazwischen. warum muss man emtweder kuscheln oder draufhauen? man kann doch einfach die "mitte "wählen, das, was passt, ohne das der hund sich quält

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Ich halte von dem Kerl nichts.

Und da ich mich einer Rasse verschrieben habe die mit seinen Methoden wohl eher aggressiv werden würde, hätte ich auch keinen Grund seine Sachen anzuwenden.

Mit dem was er tut würde er aus einem Shiba nämlich erst einen richtigen Problemhund machen.

Mit unterwerfen und unterdrücken kommst du bei einer Rasse die sich bewusst ist auch ohne Mensch klar zu kommen nicht weit.

Leider kann man so nen Müll aber mit den meisten anderen Hunden machen. 

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Hi,

Ich finde man muss da wirklich die Lebenswirklichkeit differenzieren. Es ist ein TV Format, die Fälle passend gecastet das der Zuschauer sich nicht langweilt. So wird immer der Anschein erweckt das die Halter die bösen sind und der Milan der edle Retter in der Not, das muss aber nicht zwingend der Wahrheit entsprechen, Realityformate gibt es hier auch zB Frauentausch und wie das alles heißt, das das nicht alles echt sein kann man sich im Grunde schon denken. 

Und für europäische Verhältnisse ist der einfach überzogen, einfach weil er Ergebnisorientiert ist und dafür alles anwendet, auch ohne Rücksicht auf Verluste, wie man zB daran sehen kann das unerzogene Hunde auf Vieh hetzt. Das geht mal gar nicht, tierlieb ist das nicht. 

Und beschäftigt man sich mit der Kommunikation von Hunden Grad den Calming Signals wird so eine Sendung zum Horrorfilm, weil man den Leidensdruck dieser Hunde sieht.

Und was mich am meisten stört, es sind domestizierte Haustiere, von Wildhunde kann keine Rede sein, das sind Haushunde nunmal nicht, sie wollen den Mensch gefallen, bei Milan wollen diese Hunde aber nicht gefallen sondern müssen, wenn jemand sowas will sollte sich besser ein Roboter oder Drohne kaufen, aber kein Lebewesen mit eigenen Willen und Bedürfnissen. 


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"unterwürfig gehorsam"  sagt alles.


Ich will keinen unterwürfig gehorsamen Hund. Ich halte von dem Mann nichts. Er ist brutal, macht die Tiere durch Angst gefügig und unterwürfig. Widerlich.


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Kommentar von tierliebe5677
25.10.2016, 13:59

Sehe ich genauso! Es wurden sogar schon Petitionen gegen ihn unterschrieben. Dieser Mann macht den Hunden einfach Angst und verstört sie nur noch mehr. Dazu kommt noch seine ekelhafte Ansicht den Hunden Elektroschock Halsbänder anzulegen. Vielleicht sollte man das gleiche mal bei ihm tun.

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Kommentar von Radesch
25.10.2016, 14:06

dieses "sagt alles" verstehe ich nicht.

Ich will nun mal die volle Kontrolle über den Hund ohne wenn und aber. Das geht halt nur wenn der Hund sich mir unterwirft. Ich bitte den Hund ja nicht drum brav zu sein, ich verlange das von Ihm.

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Kommentar von Viowow
25.10.2016, 14:11

und das ist der unterschied , Radesch. aus deinen zeilen lese ich angst. du vertraust deinem hund nicht. aber wie soll er dir dann vertrauen? das wird dir irgendwann zum verhängnis werden. hab ich schon öfter erlebt, bei leuten, deren pferde unterwurfig erzogen wurden. ist beim hund nicht anders...

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Kommentar von tierliebe5677
25.10.2016, 14:14

Wir haben drei Hunde alle drei hören perfekt. Unsere größte ist ein Kangal - Schäferhund mix es war nicht leicht sie zu erziehen dennoch hört sie sehr gut. Einen Hund kann man mit viel Liebe und Aufmerksamkeit erziehen. Sicher muss man manchmal auch streng und konsequent sein dazu gehört aber für mich nicht das man den Hund so zurichtet wie Caesar Millan es tut.

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Ich finde ihn gut wobei er früher besser war als jetzt finde ich!
Ein Hund ist kein Mensch und sollte daher auch so behandelt werden!
Meine Meinung ist das jeder eine Erziehung braucht um sich gut in der Gesellschaft integrieren!

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Kommentar von Berni74
25.10.2016, 14:41

Ach, und nur das, was CM macht, ist Erziehung? Zum Glück nicht. Es gibt auch noch Leute, die es mit besseren Methoden schaffen, daß ihre Hunde ihnen folgen wollen.

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Kommentar von Viowow
25.10.2016, 14:52

Ein und ist kein mensch-> ach nee. und das macht den hund nun besser/schlechter? was ist das für eine aussage?

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Kommentar von Viowow
25.10.2016, 16:26

"vernunft" aus menschlicher sicht. natürlich ist katze jagen vernünftig. entweder ist sie feind oder fressen. absolut vernünftig und legitim, aus sicht eines hundes, der mieze eins auf die mütze zu geben. das der mensch das nicht so toll findet, ist ja sein eigenes problem. unser hat auch gejagt, und er hats ohne maßregelung gelernt. einfach in dem moment interessanter sein. ein kurzer pfiff und zufällig z.b. das lieblingsspielzeug oder den futterbeutel werfen. hund kommt, loben. inzwischen reicht der kurze pfiff, weil der hund weis, das wir später sicher noch was tolles machen(fährtenarbeit oder leckerlies suchen)

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Man sollte seine Show boykottieren. Der Typ hat keine Ahnung was er langfristig mit dem Tier macht, er findet nur kurzzeitig effektive lösungen die die leute im tv beeindrucken sollen.

Der typ ist der totale reinfall was Hunde angeht.

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Er ist unterwürfig gehorsam

Traurig, wenn man sich das zum Ziel setzt.

Ich liebe selbstbewußte Hunde, die gern mit mir zusammenarbeiten. Dazu muß sich kein Hund "unterwerfen".

Aber genau das zeigt wiedermal, warum CM einfach keine Ahnung von Hundeerziehung hat.

Übrigens... bevor man hier Fragen stellt, kann man auch schonmal GF nach ähnlichen Fragen durchsuchen. Ich bin sicher, Du wirst hier sehr viele gleich gelagerte Fragen mit sehr vielen Antworten finden...

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Kommentar von Radesch
25.10.2016, 14:36

Ich liebe Hunde die ihrem Herrchen bedingungslos gehorchen und meiner spielt auch mit mir und ist ganz lieb... Ziele sind eben verschieden.

Ja habe ich auch, Meinungen können sich mit der Zeit ändern, deswegen habe ich nochmals nachgefragt.

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Kommentar von tierliebe5677
25.10.2016, 18:27

Ich gebe Bernie absolut Recht. Statt "unterwürfig gehorsam " sollte der Hund "liebevoll konsequent " behandelt werden. Nur weil ich meine Hunde nicht schlage oder trete gehöre ich zur Kuschelfraktion? Echt traurig. Ist euch eigentlich klar das Caesar Millan schon eingezeigt wurde wegen Tierquälerei ? Zu recht. Meine Schäferhund - Kangal Mix Hündin war sicher nicht immer einfach zu erziehen aber jetzt ist sie 1 Jahr alt kann ohne Leine laufen, ist sozial zu anderen Artgenossen und es gab nie einen Vorfall. Für mich war schlagen oder treten nie eine Option. Traurig für die Hunde die es erleiden müssen!!!

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Ich halte von ihm gar nichts.

Für mich ist er nur eine Person, die sich selbst als Hundeflüsterer bezeichnet und leider Gottes damit bekannt geworden ist.

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Kommentar von Radesch
25.10.2016, 14:00

Naja so einfach ist das ja schon nicht. Er besitzt immerhin ein ganzes Rudel. So weit hergeholt ist das nicht.

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Kommentar von Viowow
25.10.2016, 14:55

zwischen "besitzen" und "souverän führen" ist ein großer unterschied . wieviel leute ich kenne, die hunde/pferde haben und trotzdem nicht mit ihnen umgehen können

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"unterwürfig gehorsam" , damit ist alles gesagt. keins meiner tiere ist unterwürfig, wohl aber gehorsam und freudig bei der sache. genauso dürfen sie aber auch eigene ideen einbringen.
evtl ist er ein netter mensch, aber von hunden hat er keine ahnung. er arbeitet nur mit druck und unterwerfung, das ist wissen, welches seit jahren überholt ist.

das "Problem" an sich ist aber nicht CM, sondern das problem sind die leute, die seine sachen unreflektiert nachmachen.
sicher hat er bei dem einen oder anderen hund schlimmeres verhindert. aber für wie lange?
wie auch immer, was ich von ihm persönlich halte, kann ich nicht sagen, da ich ihn nicht kenne, aber von seiner "arbeit" halte ich wenig bis gar nichts.

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Kommentar von Radesch
25.10.2016, 13:59

Interessant, mir wäre das zu heikel. Ich will wie oben schon gesagt die volle Kontrolle. Deswegen erlaube ich 0 Aufregung ausser wenn ich es will.

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Kommentar von Leeeenchen
25.10.2016, 14:04

Genau richtig, die Ansicht man müsste bei seinem Hund der Rudelführer sein ist sowas von falsch! Eine Rangordnung existiert nur Speziesintern und ein Mensch ist nunmal kein Hund. Ich denke es sollte allen klar sein, dass ein Hund der aufgrund von Vertrauen gehorsam ist um einiges glücklicher und länger an deiner Seite ist als ein Hund der aus Angst gehorcht!! 

http://www.veganblog.de/2014/09/cesar-millan-terrorisiert-hunde-mit-veralteten-methoden/

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Kommentar von Viowow
25.10.2016, 14:08

ich erlaube auch 0 aufregung. aber nicht, indem ich meine tiere unterdrücke, sondern indem ich ihnen sicherheit vermittel. und das ist der entscheidende unterschied. dein hund weis, wenn er sich aufregt, ob mit oder ohne grund, gibts was auf die mütze. mein hund weis, BEVOR er sich aufregt, wenn frauchen cool bleibt, gibts nichts aufzuregen. ebenso meine pferde. wenn ich mich aufrege, dürfen meine tiere sich gerne mit aufregen;) ist auch eindrucksvoller, wenn man echt mal in schwierigkeiten steckt.

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Kommentar von Viowow
25.10.2016, 14:21

das kommt wohl darauf an, wie du den hund zurechtgewiesen hast. mein hund kennt auch kommandos wie "aus" oder "lass es" . meistens reicht aber eine hochgezogene augenbraue😅

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Wir halten überhaupt nichts von ihm. Wir haben ein Video von ihm gesehen da hatte er versucht einer fressneidischen Labradorhündin das knurren und die Aggression zu nehmen. Er ist an ihren Futternapf gegangen die Hündin hat natürlich geknurrt. Was macht Caesar ? Er schlägt den Hund, die Hündin hat sofort den Schwanz eingezogen und ist gegangen dann hat er sie 10 Minuten gelassen und hat versucht die Hündin mit der gleichen Hand wo er sie vorhins geschlagen hat zu streicheln. Sie hat Caesar dann gebissen und er hat ihr mit voller Kraft in den Bauch getreten. Das geht nicht. Caesar gewöhnt den Hunden nur ab zu knurren oder zum beißen aber er kümmert sich nicht darum warum sie beißen. Deshalb haben wir überhaupt keine Meinung zu ihm. Er sollte verboten werden!

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Kommentar von Radesch
25.10.2016, 13:55

Ach genau, das war glaub sein schlimmster Fall oder so...

Ja kann man so sehen.

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Kommentar von MaschaTheDog
25.10.2016, 14:14

Wie witzig ;) Immer die Leute die schreien "Armer Hund oh Gott",es ist ein Hund! 

Hunde sind robust,und an manchen Stellen fühlt es sich bei ihnen nicht schlimmer an als wenn dir jemand einen kleinen Stoß gibt.

Unserer bekommt auch ne Wurfkette über alle Ohren,aber durch das Loben danach verstärkt sich die Bindung erheblich.

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Kommentar von tierliebe5677
25.10.2016, 14:17

Zu so einer Aussage fällt mit nichts ein. Traurig das solche Leute wie Du sich Hunde halten dürfen. Man sollte es bei Dir genauso machen mal sehen ob du genauso "robust" bist. Schäm dich!

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Kommentar von tierliebe5677
25.10.2016, 14:58

Von einem der Hunde als "Caniden" bezeichnet kann man wohl keine andere Antwort erwarten. Traurig!

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Als Hundeflüsterin kann ich nur empfehlen....MICH  SELBST !.:

Loben statt tadeln,

Souverän und Konsequent führen,

Körpersprache und positive Energie einsetzen,

Keine Drillbefehle,

Mit Futter arbeiten

Nicht mit Spielzeug ablenken,sondern stabile Führung durch Körpersprache und positiver Bestärkung,

Niemals Stachelhalsband,Haltie,Klicker,Laufleien oder Würger verwenden!

und absolut WICHTIG : Kontakt zu Artgenossen täglich !!

Meine Devise: Bewegung,Gehorsam,Zuneigung!! Nur in dieser Reihenfolge kann es funktionieren. !!

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Kommentar von Radesch
25.10.2016, 14:25

Witzig geschrieben :D.

Aber man hat halt nicht immer Futter da und ich möchte auch nicht darauf achten immer Futter da zu haben. Für mich muss das auch anders gehen.

Aber ja, positive Erlebnisse sind immer schöner als negative auch in der Tierwelt. Es hat halt jeder seine eigene Ansicht dazu, denke ich.

Geht das schon als Eigenwerbung durch... Kommentar gemeldet :P (Nein nur Spass)

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Kommentar von Viowow
25.10.2016, 14:53

kein klicker in der grunderziehung oder allgemein kein klicker? und wenn allgemein nicht, warum?

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