Was haltet ihr von "Antidepressiva" ?!
Meine Ma hatte vor kurzem ein "Burn-out" oder wie man das auch immer nennt. Nun soll sie antidepressiva nehmen....
ich will nicht, dass sie das Zeug nimmt...
aber jetzt ihr..
WAS HALTET IHR VON antidepressiva ?!?!?
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Burnout Syndrom wird oft als "Tarnbegriff" für eine leicht- bis mittelgradige Depression verwendet. Antidepressiva sind wirksam und sinnvoll wenn man versteht was bei einer affektiven Störung im Hirnstoffwechsel vorgeht. Eine depressive Störung löst sich selten von alleine auf, jemandem eine effektive (auch medikamentöse) Behandlung vorzuenthalten kann katastrophale Folgen haben... bis hin zum Suizid. Jede Behandlung einer Depression stützt sich im Wesentlichen auf zwei Säulen: Psychopharmaka und Psychotherapie.
http://www.netdoktor.at/health_center/depression/medikamente.shtml
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Liebe(r) AnniAngelLove,
Antidepressiva sind ein wichtiger Therapiebaustein in der Behandlung vieler psychischer Erkrankungen, wie etwa von Depressionen, Angst- und Schlafstörungen.
Leider leidet ihr Ruf unter einigen Falschinformationen, wie zum Beispiel der Annahme, dass Anitdepressiva abhängig machen oder gar die Persönlichkeit verändern. Beides trifft definitiv nicht zu.
Ausserdem sind viele Patienten aufgrund möglicher Nebenwirkungen verunsichert. Dazu muss man sagen, dass nur bei einem Teil der Patienten Nebenwirkungen auftreten und wenn, dann meistens nur zu Beginn einer Behandlung.
Ein Arzt wählt ein Antidepressivum sehr sorgfältig aus, wobei er sehr viele Kriterien berücksichtigen muss (z. B. wie sich das Medikament im Körper verhält, wie es dort abgebaut wird, ob es mit anderen Medikamenten kombinierbar ist, wie es zu dosieren ist, Alter und Gesundheitszustand des Patienten, usw. usw....). Davon bekommen die Patienten meistens gar nichts mit, aber es gewährleistet, dass das ausgewählte Medikament zu dem Patienten "passt" und Komplikationen so weit wie möglich ausgeschlossen werden können.
Ausserdem sollte man wissen, dass es Antidepressiva seit nunmehr 50 Jahren gibt, was auch dazu beiträgt, dass die Medikamente verbessert und somit auch verträglicher geworden sind.
Medikamente stellen immer nur einen Teil der Behandlung dar. Zusätzlich sind andere Maßnahmen wie z. B. eine Psychotherapie nötig, damit der Patient wieder gesund werden kann.
Du brauchst Dir also keine Sorgen machen, sondern darfst Deine Ma ruhig darin bestärken, dass Sie ihre Medis weiterhin regelmässig einnimmt und so bald wieder "auf die Beine" kommt. :)
Viele liebe Grüsse
Kommentar von walle48walle48 03.01.2011Kommentar von rayondesoleilrayondesoleil 03.01.2011Hallo walle48, danke für Deinen Kommentar - aber leider zeigt das System den Inhalt gar nicht an... Kannst Du es nochmal posten? ;)
Kommentar von walle48walle48 03.01.2011warum es nicht im system erscheint keine ahnung ??? ich habe dir auf deinem steckbrief geantwortet gruß walle48
Kommentar von rayondesoleilrayondesoleil 03.01.2011Na, dann sag ich einfach nur DANKE! :)
Kommentar von walle48walle48 03.01.2011Kommentar von irem77irem77 06.01.2011Kompetente und fachlich korrekte Antwort.
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Unbedingt einnehmen! Sind mittlerweile sehr ausgereifte Medikamente. Machen nicht süchtig. Helfen aber wirklich. Wenn nach 6 Wochen keine Besserung da ist, muss ein anderer Wirkstoff vom Arzt verordnet werden.
Kommentar von user461 02.01.2011deshalb steht auch auf'm Beipackzettel Suizidgedanken möglich . . sehr ausgereift.
Kommentar von pemahopemaho 02.01.2011ich bleibe dabei! wenn du das nicht als ausgereift ansiehst, sollten wir uns eingehender über Antidepressiva unterhalten. Suizidgedanken sind eine m ö g l i c h e Nebenwirkung.
Kommentar von wueseldueselwueselduesel 02.01.2011Wenn ich hinzufügen darf: Außerdem stehen auf allen Beipackzetteln alle möglichen Nebenwirkungen, die dann vielleicht mal bei einem von 100.000 Menschen aufgetreten sind. Das müssen die dabei schreiben um sich abzusichern. Normalerweise passiert da nix. Die Depression kann kurzzeitig schlimmer werden, aber das ist bei einigen Medikamenten so - ich meine damit, dass zuerst paradoxe Wirkungen auftreten oder ein kurzer Relaps und die eigentliche Wirkung erst später eintritt.
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Antwort von omilizi 02.01.20114 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
Hallo,
habe selber alle Stationen von mobbing bis hin zum burn-out durchlebt. Ohne Depressiva und meine Selbsthilfegruppe ( Betroffene ) hätte ich diesen Sch.....nicht überlebt. Mein Arzt hat mich in dieser Zeit begleitet und mich auch wieder auf Null gesetzt. Ich wollte auch keine Mittelchen nehmen, habe aber dann "Gott sei Dank" auf meine Tochter gehört, die mir mitteilen konnte, wieviel Angst meine Familie um mich hat.
Die Gruppe hat mir sehr geholfen, weil ich verstanden wurde von Menschen die auch so gebeutelt wurden.
Heute läuft die Zeit mit den Mitteln wie ein Film vor meinen Augen ab und das ist gut so.
lg und alles Gute von omiliz
Kommentar von walle48walle48 03.01.2011sehr gute und hilfreiche antwort und danke für deine offenheit *** sterne von mir gruß walle48
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Manachmal sind sie einfach notwendig. außerdem werden antidepressiva eigentlich nicht als einzige "hilfe" eingesetzt, der patient sollte sich nur "erst mal" besser fühlen, begleitet wird die einnahme meistens noch von einer therapie oder anderen dingen wie entspannungstraining oder sowas.
Kommentar von user461 02.01.2011Sie machte eine Homöopathie Therapie, die ihr Super Hilft, leider ist das "aus medezinischen Gründen schwachsinn" . .. aber antidepressiva ist genau das Gegenteil und würde die ganze Therapie wieder kaputtmachen..
Kommentar von konstanze85konstanze85 02.01.2011es gibt aber nur homöopathie oder medikamente. antidepressiva werden ihr nicht schaden. und abhängig wird man davon auch nicht. die einzige nebenwirkung könnte eine gewichtszunahme sein.
Kommentar von user461 02.01.2011och, ich glaube das würde ihr nicht Schaden . . bist du sicher? Hast du selbst damit Erfahrung?
Kommentar von konstanze85konstanze85 02.01.2011nicht selbst, aber eine freundin und eine arbeitskollegin von mir haben beide schon antidepressiva genommen. kollegin hatte auch burnout, die freundin eine depression. beide haben mir erzählt, dass sie sich besser fühlten, aber das die antidepressiva allein nicht reichen, weil es nur eien zeitlich begrenzte hilfe ist, solange bis der mensch ohne auskommt. also nebenher werden dann noch andere sachen gemacht.
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WEnn der Arzt sie verschreibt dann hat das einen guten Grund,
Burn out wird meist von einer Depression begleitet,.... und wenn du willst das deine Mum wieder gesund wird, dann sollte sie das nehmen,....
Kommentar von user461 02.01.2011Aber wird sie dadurch nicht anders? Da stand auf bem Beipackzettel, dass man davon Suizid gedanken bekommt... klingt doch nicht gerade berauschend...
Kommentar von doris11doris11 02.01.2011wie heißen den die Tabletten?
nein, man wird nicht anders, wenn man die Dosierung einhält...
Kommentar von user461 02.01.2011Keine Ahnung...aber ich meine nachbarin nimmt auch antidepressiva und sie ist seit dem völlig Hyperaktiv..
Kommentar von doris11doris11 02.01.2011ich hatte auch eine Zeit wo ich diese Dinger brauchte, aus dem selben Grund wie deine Mutter, mir haben sie geholfen,...in der ersten Zeit,....und wenn deine Nachbarin hyperaktiv ist, dann nimmt sie dazu wohl auch noch was anderes....
Kommentar von user461 02.01.2011ok, aber hä? hattest du/sie (manoo meter, wie auch immer) auch ein Burn-out? Wenn ja, wie bist du wieder "gesund" geworden?!
Kommentar von doris11doris11 02.01.2011nun,...ja hatte ich,..Nervenzusammenbruch, ich hatte zuletzt nur mehr 3 Stunden geschlafen, dank der Zusammenarbeit, mit Arzt und Therapeuten, konnte ich daheim bleiben und mußte nicht in die Klinik,...war 6 MOnate zu Hause....Auszeit, umstrukturierung meines Lebens , um 180° Antidepressiva hatte ich 6 MOnate, danach Alternativen, aus TCM und Yoga...man muß die GEschwindigkeit aus dem Leben nehmen, und die Familie muß da mitspielen, total,...raus ins freie,...lange Spaziergänge,..daheim einigeln ist schlecht, große Menschenansammlungen aber auch....
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Die Kombination aus Therapie und Antidepressiva hilft am besten. Der schlechte Ruf dieser Medikamente stammt aus der Zeit, als Patienten einfach nur mit Beruhigungsmitteln Ruhig gestellt wurden wurden. Heutige Antidepressiva helfen beim Heilungsprozess und machen nicht süchtig.
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Nochmal: Es ist eine der wichtigsten Erfindungen und eine absolute Notwendigkeit im kapitalistischen System.
Kommentar von user461 02.01.2011Du kannst deinen Kommentar so oft schreiben, wie du willst. WIE BEGRÜNDEST DU DEINE ANSICHT!?
Kommentar von wueseldueselwueselduesel 02.01.2011Ich wollte vorhin eine Antwort tippen und da hat schon wieder ein durchgeknallter Moralapostel meine Antwort beanstandet, weil er die Wahrheit nicht ertragen kann.
Zur Sache an sich: Wir leben in einem unnatürlichen Zustand. Diese Medikamente sind für einen großen Teil der Menschen überlebenswichtig. Gäbe es sie nicht, dann wäre die Selbstmordrate zehnmal so hoch.
Kommentar von user461 02.01.2011ja, aber es kann doch nicht sein, dass alle rumlaufen wie maronetten (oder wie man das auch schreibt) . . .
Kommentar von wueseldueselwueselduesel 02.01.2011So wirken Antidepressiva auch nicht. Keiner wird dadurch zum Roboter. Das sind moderne Mythen a la Bildzeitung oder RTL 2.
Kommentar von user461 02.01.2011aber man den Beipackzettel so interpretieren---
Kommentar von wueseldueselwueselduesel 02.01.2011Man kann vieles "irgendwie" interpretieren. So steht das bestimmt nicht im Beipackzettel.
Kommentar von user461 02.01.2011in meiner Interpretation schon ;D
Kommentar von wueseldueselwueselduesel 02.01.2011Dann musst du an deiner Wahrnehmung arbeiten :)
Kommentar von user461 02.01.2011ich werde es mir vornehmen, hey endlich mal ein "guter" Neujahresvorsatz (-:
Kommentar von doris11doris11 02.01.2011lies einmal den Beipacktext von Aspirin,...;)
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Therapeutisch indiziert bzw medizinisch notwendig sind die nötigen Antidepressiva eindeutig therapieverhelfend, welches sich in den Resultaten ihrer Wirkung auf die Psyche ja auch eindeutig zeigt.
Gibt unterschiedliche Ad´s ggn versch. Arten v Depressionen. Die meisten Ad´s können nur bei wirklicher Depression wirken, da ihr Wirkort bei Gesunden bereits "normal" mit bestimmten Glückshormonen, abgedeckt ist.
Leider besitzen sie eine hohe Zahl an Nebenwirkungen!
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Für den anfang ist es gut doch ich finde das sie teilweise zuschnell verschrieben werden udn zu lange.Meine mum nimmt sie jetzt seit 4 Jahren und sie werden immer stärker udn was schlimmer ist sie rechtfehrtig sich das sie nichts schafft oder tun kann damit das ihre Tabletten falsch sind sie zu schwach sind. Was nicht heißt das es bei deiner mutter genauso sein wird .
Ich denke in der ersten zeit hilft es ihr sogar viel , doch wenn du selbst merk sie nimmt immer mehr oder sie machen sie noch depressiv , solltest du mit eurem hausazt drüber reden.
Ich wünsche dir viel kraft und deiner mutter auch . Ihr bekommt das beide hin :)
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Eigentlich nichts. Manchmal gehts aber wohl nicht ohne. Aber nur unter ärztlicher Aufsicht und auf Zeit. Dann gibts auch Alternativen, wie Autogenes Training etc.
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Wahrscheinlich soll er dies im Rahmen einer Behandlung nehmen. Kann man grundsätzlich nicht sagen. Allerdings meine ich, Burn out sollte so behandelt werden, daß der Mensch sich wieder besser fühlt. Ausgewogene Ernährung, Sport, Schlaf, Ablenkung, Ruhe etc etc.....Tabletten würde ich hier persönlich nicht nehmen wollen.
Kommentar von doris11doris11 02.01.2011manchmal geht es aber nicht anders,....kommt drauf an, wie weit das Burn Out schon fortgeschritten ist,...
Du könntest uns noch die Symptome deiner Mutter, die korrekte ärztliche Diagnose und das empfohlene Antidepressivum mitteilen. Dann könnte die Antwort noch differenzierter werden.