Frage von Juju40009, 104

Was haltet ihr von alternativ Medizin also Heilpraktiker und co...?

Mir geht es nicht so gut und meine Mutter will nicht zum Arzt weil sie mit mir zum Heilpraktiker möchte... Der spritzt mir die ganze Zeit irgendetwas... Was haltet ihr davon

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Seanna, 102

Gar nichts. Heilpraktiker empfehlen prinzipiell Entschlackung oder Entgiftung (wovon bitte?!), geben Nahrungsergänzung (kann man auch allein) oder Zuckerkugeln (ohne Wirkstoff). Oder betreiben ähnliche Pseudomedizin.

Die Wirkung konnte nie wissenschaftlich bewiesen werden und daher wird Heilpraktik zu Recht nicht von der Krankenkasse bezahlt. Weil es reine Abzocke ohne nachgewiesene Wirkung ist.

Eine Erkrankung gehört in die Hände eines Arztes und wenn der nix macht, ist es so schlimm dass eben nix geht oder so wenig schlimm dass Bettruhe ausreicht (zb. Erkältung).

Kommentar von FunnyChrissy ,

Das würde ich so nicht unterschreiben. Ich halte auch nichts davon NUR und AUSSCHLIESSLICH zum Heilpraktiker zu gehen. Aber in Kombi mit der Schulmedizin ist das durchaus ein sehr interssanter und für viele mit Sicherheit guter Weg.

Glaub mir, ich hab vor kurzem genau so gesprochen wie du. "Humbug" war noch das netteste.
Ich war dann aber irgendwann an einem Punkt, nicht mehr weiter zu wissen. Und glaub mir, ich hab sehr viel versucht! Allein meine Hautkrankheit wurde von den sogenannten Schulmedizinern verschlechtert - durch mehrere falsche Behandlungsansätze!

Ich bin jetzt auch seit kurzem bei einer Heilpraktikerin in Behandlung - allein vom Kopf her tut es mir schon gut. Da bin ich keine 5-Minuten Patientin - sondern MENSCH. Da geht es eine Stunde lang nur um mich und nicht um irgendeine Person auf einem Stück Papier.

Muss eigentlich immer alles "wissenschaftlich erwiesen" sein??? Meine Hautkrankeit hat auch noch kein Wissenschaftler dieser Welt analysieren können. Niemand weiß woher der Mist kommt. Warum sollte ich nicht mal alternative Wege versuchen?

Ein Heilpraktiker darf NIEMALS die Schulmedizin ersetzen. Aber zusätzlich ist es für mich etwas, das man wenigstens ausprobieren MUSS! Erst dann ist es möglich sich eine wirkliche Meinung zu bilden.

Ich kann es nur jedem empfehlen, der mit Leiden zu kämpfen hat mit welchen man seit Jahren auf der Schwelle tritt.

Und auch wenn man sagen möchte "leb damit".... wenn man immer nur verzichten muss ist das oft kein Leben mehr.

Kommentar von Seanna ,

Wer das Geld über hat, das privat zu zahlen - gerne. Ist gut für die Wirtschaft. Ich möchte unerwiesene Heilversuche nur nicht per Kassenbeitrag finanzieren müssen.

Antwort
von bikerin99, 83

Es kommt immer davon ab, um welche Symptome oder Krankheiten geht. Ich kenne Leute, die aus prinzipiellen Überzeugungen zuerst zum Heilpraktiker gehen und wenn der nicht weiter weiß, wenden sie sich an die Schulmedizin und umgekehrt.

Expertenantwort
von DottorePsycho, Community-Experte für Gesundheit, 89

"Mir geht es nicht so gut" ... ist ja nun leider nicht so aussagekräftig.

Wenn es sich jetzt um etwas Grippales handeln sollte, kann der HP eine gute Wahl sein, da dem Schulmediziner dazu eigentlich nichts einfällt. Auch bei vielen anderen Symptomen kann ein guter HP eine gute Idee sein.

Man muss nur wissen, wo er seine Grenzen hat. Umgekehrt gilt das alledings auch; da hat die Schulmedizin ihre Grenzen, wo ein HP noch gute Ideen produziert.

Kommentar von Juju40009 ,

Danke ja ich wollte jetzt nicht genau sagen was der HP mir gesagt hat aber danke du hast sehr geholfen

Kommentar von Auskunft ,

Sprich Dich ruhig aus.

Es wäre sehr interessant zu erfahren, was der Heilpraktiker von sich gegeben hat (Du musst ja nicht seinen Namen nennen ;-)  )!

Expertenantwort
von Buddhishi, Community-Experte für Gesundheit, 104

Hallo,

man kann weder die alternative Medizin, noch die Schulmedizin über einen Kamm scheren, denn beide Wege habe sowohl ihre Vor- als auch Nachteile.

Und kompetente, aber eben auch inkompetente Therapeuten gibt es ebenfalls in beiden Gruppen. Übrigens auch unter Psychologen. Aber dem Punkt, dass sich unter den HP's manchmal 'schwarze Schafe' befinden, muss ich leider zustimmen. Das liegt aber nunmal an der Ausbildung und der gesamten  Struktur, an der seriöse HP-Verbände aber ansetzen, um diese zu verbessern.

Außerdem gibt es eine Vielzahl an alternativen Therapiemethoden, die für einen Laien manchmal schwer auseinanderzuhalten oder gar zu beurteilen sind.

Wer sagt, HP's seien alles Scharlatane, macht es sich zu leicht oder hat vielleicht (leider) schlechte Erfahrungen gemacht bzw. schlicht keine Ahnung.

Aus den in der Frage gemachten Angaben, ist weder die Erkrankung, noch die Therapie ersichtlich und das macht im Grunde eine seriöse Beurteilung absolut unmöglich.

LG Buddhishi

Kommentar von Seanna ,

Es sind nicht alle Scharlatane. Aber die "Ausbildung" ist völlig unzureichend um Medizin zu praktizieren und die Befugnisse das richtig zu machen zum Glück auch begrenzt, wenn auch nicht begrenzt genug. // Wenn Heilpraktiker Psychotherapie komplett OHNE Ausbildung nur mit einer 400€ teuren Unbedenklichkeitsbescheinigung und einem Test der lächerlich einfach ohne Lernen zu bestehen ist, schwerst Traumatisierte "behandeln" dürfen, läuft nicht nur was verdammt schief, es öffnet den Scharlatanen auch Tür und Tor. Eine Medizinerausbildung ist bei weitem nicht so einfach und auf kurzem Weg und ohne jegliche angeleitete Praxis zu bekommen. // Ich könnte theoretisch zb am Montag die Prüfung zum kleinen Heilpraktiker absolvieren und dürfte rechtlich am Dienstag Opfer von rituellem Missbrauch behandeln. Ohne jegliche Ausbildung oder Erfahrung. Finde den Fehler... // Nicht jeder HP tut das - aber keiner überprüft das.

Kommentar von Buddhishi ,

Hallo Seanna,

das ist genau der Punkt, den ich meinte, dass Ausbildung und Struktur einfach unzureichend sind.

Und ich bin da ganz bei Dir, dass gerade der sog. 'kleine HP', also der HP Psycho., geradezu lächerlich und riskant ist. Insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmend traumatisierten Menschen.

Diese Problematik betrifft aber nicht die kl. HP's, sondern auch viele Psychologen, die Traumatherapie betreiben, ohne sie je wirklich erlernt zu haben.

Es gibt aber auch HP's, die sich aus eigener Überzeugung so aus- und weiterbilden, dass sie wirklich gute Arbeit leisten.

Kommentar von DottorePsycho ,

Entschuldigung, aber dieser Test ist beileibe nicht lächerlichst einfach zu bestehen. Das ist ein Gerücht, das sich unter medizinischen Laien UND unter Fachleuten mit hochgetragener Nase seit Jahren hält. Ich bin psych. Psychotherapeut und habe die Überprüfung für den HP Psy damals gemacht, bevor ich meinen Therapeutenschein hatte, als ich also NUR Dipl. Psychologe war. Und ich hätte den Schein sogar ohne Prüfung bekommen mit diesem Studienabschluss.

Ob die Ausbildung völlig unzureichend ist, kannst Du gar nicht bemessen, da es diese als Standard nicht gibt. Einem HP pauschal Kompetenzen abzusprechen, ist von daher unzulässig.

Beispielsweise bietet die Paracelsus HP-Schule eine Vollzeit-Ausbildung für den HP (allg.) an, die über 24 Monate geht und bei der Du im Schnitt an 6 von 7 Wochentagen in der Schule bist. Die HP Psy Ausbildung geht über 20 Monate in Abendkursen. Ich hab damals beides gemacht, weil ich eben nicht nur psychologische Kenntnisse haben wollte, ohne gleich noch ein ganzes Medizinstudium absolvieren zu müssen. Ich kann Dir versichern, dass KEINER, der nicht Arzt oder Psychologe ist, die entsprechende Überprüfung bestehen würde, wenn er sich nicht gründlich darauf vorbereitet. Eine befreundete Schulmedizinierin hat die HP-Prüfung nach ihrem 1. Staatsexamen absolviert und mir berichtet, dass sie im Grunde ihr ganzes theoretisches Universitätswissen gebraucht hat.

Kommentar von Seanna ,

Ich halte das NICHT für ein Gerücht. Ich habe etwas vollkommen anderes studiert (Wirtschaftsinformatik) und beschäftige mich nur aus privatem Interesse mit Medizin und Psychologie - allerdings zugegeben auf einem Niveau, das für Laien untypisch ist. 

Jedenfalls reicht mein punktuelles, rein interessengeleitetes und keineswegs einer strukturierten Ausbildung geschuldetes "Laien-Wissen" völlig aus, um diese Prüfung zu bestehen. Ich habe es anhand mehrerer(!) Versionen dieser Tests überprüft - ich hätte alle bestanden. Daher meine Einschätzung, dass der Test lächerlich einfach sein muss, wenn ihn ein Laie ohne jegliche Ausbildung in diesem Bereich OHNE jegliche Vorbereitung bestehen kann.

Eben WEIL es keine standardisierte Ausbildung gibt, ist sie unzureichend. Der Mangel eines strukturierten und verpflichtenden Standards ist der Grund. 

Das heißt nicht, dass ein HP sich nicht mit einer vorigen Ausbildung ausreichendes Wissen aneignen kann (zb. mit einem Psychologie-Studium UND Therapie-Ausbildung), aber das ist nicht die Regel. Die Regel ist, dass der HP-Schein als "Abkürzung" genommen wird von Leuten, die keine Lust, Zeit, Abschluss, Noten für eine fundierte Ausbildung als psych. Psychotherapeut haben. 

Und ehrlich - wer psych. Psychotherapeut ist, braucht auch keinen HP-Schein mehr. Es würde auch keiner ein Schild "Heilpraktiker" wählen für seine Praxis statt "psych. Psychotherapeut". Einfach weil Letzterer deutlich mehr wert ist.

Sicher KANN man eine Ausbildung in entsprechenden Instituten machen, aber es ist eben keine Pflicht oder Voraussetzung für den Schein. 

Ich glaube auch nicht, dass ich die Ausnahme bin, damit dass ich mich, wenn ich ein gravierendes psychisches Problem oder gar eine schwere Störung habe, bei einem psych. Psychotherapeuten (oder Facharzt für Psychotherapie) deutlich besser aufgehoben fühle, als bei jemandem, der (im besten Fall) 20 Monate "Abendkurse" besucht hat (ohne verpflichtende praktische Erfahrung)...

Zum Thema "keiner der nicht Medizin oder Psychologie studiert hat, würde ohne Vorbereitung die Prüfung bestehen" sagte ich ja bereits etwas. Und ich halte mich nicht für die superintelligente Ausnahme, die deine Regel bestätigt.

Kommentar von Buddhishi ,

Hallo Kollege, wenn Du meine Ausführungen so verstanden hast, dass ich allen HP's pauschal die Kompetenzen abspreche, handelt es sich um ein Mißverständnis: Ich schrieb:

Wer sagt, HP's seien alles Scharlatane, macht es sich zu leicht oder hat vielleicht (leider) schlechte Erfahrungen gemacht bzw. schlicht keine Ahnung.

Allerdings stammen meine Ausführungen zum HP Psy aus der Zeit um 1999 und scheinen obsolet zu sein. Danke für diese Belehrung eines Besseren. Und prima, dass sich da etwas getan hat.

Ob die Ausbildung völlig unzureichend ist, kannst Du gar nicht bemessen, da es diese als Standard nicht gibt.

Genau das ist es ja, was ich beanstande: fehlende Standards, bundesweit einheitliche Überprüfungsverfahren etc. Das meinte ich mit der Aussage, dass Ausbildung und Struktur unzureichend sind. Aber das ist wohl auch etwas unverständlich von mir formuliert gewesen, sorry.

Ich freue mich über diesen kongenialen Austausch.

LG Buddhishi

Kommentar von Seanna ,

Da stimme ich dir zu. Auch Traumatherapie gehört in die Hände von jemandem, der darin speziell ausgebildet ist. Allerdings - müsste ich wählen zwischen einem "kleinen HP" und einem psych. Psychotherapeuten ohne Trauma-Ausbildung.... ich würde definitiv den Psychotherapeuten vorziehen. Prinzipiell hast du aber natürlich recht. 

Es gibt leider auch sehr viele Psychologen ohne Therapie-Ausbildung, die privat abgerechnet trotzdem Psychotherapie praktizieren.... halte ich ebenfalls für eine Katastrophe, da das Studium nur einen kleinen Teil des PT-Wissens enthält und keinerlei praktische Ausbildung. Sowas sollte nicht als PT praktizieren dürfen.

Ebenso wie man ja auch Ärzte nicht ohne Approbation praktizieren lässt. Das ist ja aus gutem Grund so.

Ebenso mag es durchaus HP geben, die wirklich gute Arbeit leisten. Diese sind aber in der Minderheit und von einem Laien ist nicht feststellbar, welcher nun eine gute Aus- und Weiterbildung hat und welcher nicht.

Ich denke, HP haben ihre Daseinsberechtigung, aber sie sollten in ihrem Wirkungskreis deutlich eingeschränkt werden. Jegliche Art psychische Erkrankung, die über eine leichte Depression oder Ähnliches hinaus geht, gehört meiner Meinung nach in die Hände eines erfahrenen Psychotherapeuten oder Facharztes. 

Und ja - spezielle Störungen wie zb. Traumafolgestörungen dann auch in die Hände von jemandem mit entsprechender zusätzlicher Ausbildung. Ebenso wie ja nicht jeder einfach so EMDR durchführen sollte, auch wenn es auf den ersten Blick einfach aussieht.... 

Bei alldem ist, denke ich, die Aussage: Es KANN gut gehen.... aber was, wenn es NICHT gut geht?! DANN braucht man nämlich die Experten-Skills erst recht. Und die erwirbt man nur in fundierter, strukturierter theoretischer und praktischer Ausbildung.

Ebenso halte ich die vorgeschriebenen Weiterbildungen für Psychotherapeuten und Ärzte für nicht unwesentlich... das gibt es bei HP ebenfalls nicht. Einmal den Schein gemacht, darf man ohne jeglichen Fortschritt praktizieren..

Kommentar von Buddhishi ,

Dass die HP's/Psy nicht alle Weiterbildungen besuchen können, liegt aber oftmals nicht an ihnen, sondern an den Zugangsvoraussetzungen, die sich auf Dipl.'s und Ärzte beschränken.

Kommentar von Seanna ,

Und warum ist das so? Weil die Weiterbildungen einen Wissensstand voraussetzen, den nur Ärzte und Dipls erfüllen. Sonst müsste ja jede Weiterbildung theoretisch "bei Adam und Eva" anfangen, nur weil einem Teilnehmer ohne entsprechende Ausbildung die Grundlagen fehlen.

Abgesehen davon war meine Aussage aber auch eher, dass Ärzte und Dipls zu kontinuierlichen Weiterbildung verpflichtet sind, was den Patienten zugute kommt, da sie nicht von jemandem behandelt werden, dessen Wissen von vor 20 Jahren stammt und nie erweitert wurde.

Dies ist bei Heilpraktikern zwar nicht grundsätzlich der Fall, aber es ist sehr viel wahrscheinlicher, da Weiterbildungen nicht verpflichtend sind, nirgends nachgewiesen werden müssen und - wie du schon sagst - sie ja zu vielen Weiterbildungen nicht mal zugelassen werden, aufgrund mangelnder Voraussetzungen.

Kommentar von Buddhishi ,

Deiner Aussage, dass HP's aufgr. mangelnder Voraussetzungen nicht zu bestimmten Weiterbildungen zugelassen werden, stimme ich nicht zu. Da gehe ich eher mit DottorePsycho konform in seinem Statement: "... medizinischen Laien UND unter Fachleuten mit hochgetragener Nase..."

Kommentar von Buddhishi ,

Du schreibst : "..beschäftige mich nur aus privatem Interesse mit Medizin und Psychologie - allerdings zugegeben auf einem Niveau, das für Laien untypisch ist."

Das ist für mich ein Widerspruch, es dann auf der anderen Seite vielen anderen Menschen abzusprechen, die das genauso tun wie Du selbst.

Das wäre für mich die Stelle, an der ich mich selbstkritisch fragen würde, wen ich hier eigentlich überzeugen möchte. Alles Gute für Dich.

Schönes Wochende wünscht

Buddhishi

Kommentar von DottorePsycho ,

@Seanna

Warum werden HPs dann nicht trotzdem zur Weiterbildung zugelassen? "Wer nicht mitkommt, hat Pech gehabt." ... wäre doch die Lösung. Dann könnten aber gute und interessierte HPs etwas für sich, für ihre Patienten und für den Berufsstand tun.

Tatsächlich geht es hier am das Sichern von Pfründen, weshalb man die HPs ausschließt.

@Buddhishi

Ich hatte das vorhin weniger an Dich gerichtet als an Seanna.

Kommentar von Auskunft ,
Warum werden HPs dann nicht trotzdem zur Weiterbildung zugelassen?

Aus dem gleichen Grund, warum Hauptschulabsolventen z.B. nicht zum Universitätsstudium zugelassen werden:

Weil, wie es Seanna ganz richtig bereits gesagt hat, ihnen die Voraussetzungen fehlen.

Da beißt die Maus keinen Faden ab!

Und das hat auch nichts mit der angeblichen "Sicherung von Pfründen" zu tun.

Heilpraktiker waren nie und werden nie eine ernstzunehmende Konkurrenz für Ärzte sein. Die Gründe dafür kannst Du gerne meiner Antwort entnehmen.

Kommentar von DottorePsycho ,

Das klingt für mich ziemlich unsachlich. Es gibt ne Menge HPs mit sehr fundiertem Wissen, die Du mit Deiner Einstellung pauschal mit allen anderen über einen Kamm scherst und ablehnst. Würde man sie zulassen, könnte man doch zusehen, wie sich Spreu von Weizen trennt.

Kommentar von Auskunft ,

Was kann sachlicher sein als die Tatsache, dass eine Person mit Hauptschulabschluss nicht die gleichen Voraussetzungen wie ein Abiturient, geschweige denn wie ein Arzt mit jahrelangem Hochschulstudium hat.

Wer daran zweifelt, ist fern jeder Realität.

Kommentar von DottorePsycho ,

Die Polemik in Deinen Aussagen ist ja die, dass Du es so darstellst, dass jeder HP lediglich einen Hauptschulabschluss hätte. Ich habe jetzt zweimal betont, dass es mir um die Förderung der "guten" HPs geht, indem man sie zu solchen Fortbildungen zulässt.

Entweder kannst Du nicht lesen oder Du willst es nicht lesen. Beides disqualifiziert Dich.

Kommentar von Auskunft ,

Bitte unterstelle mir hier nicht Aussagen, die aus der Luft gegriffen sind.

Es ist leider immer wieder festzustellen, dass Personen, wenn ihnen die Argumente ausgehen, zu persönlichen Beleidigungen greifen.

Kommentar von DottorePsycho ,

Da magst Du Recht haben.

Beleidigend ist es, wenn Du es so darstellst, als wären HPs mehrheitlich Hauptschüler oder auf vergleichbarem intellektuellem Niveau.

Nicht beleidigend ist es, wenn ich Dir vorwerfe, unsachlich oder polemisierend zu sein. Nicht beleidigend ist es ebenso, festzustellen, dass Du nicht lesen kannst oder willst.

Wer in einer sachlichen Diskussion wesentliche Details wiederholt ignoriert und damit die Sachlichkeit torpediert, muss damit rechnen, dass sein Gegenüber die Diskussion verlässt.

Tschüss

Kommentar von Auskunft ,

Ich habe, offenbar zu Deinem Leidwesen, die Tatsache angesprochen, dass für den Beruf des Heilpraktikers ein Hauptschulabschluss (und keine weitere Berufsausbildung) notwendig ist.

Ich kenne im realen Leben und somit überprüfbar, einige Dipl.-Psycholgen und bin von denen eine andere Argumentationsweise gewohnt.

Antwort
von rotesand, 102

Sorry, aber ich bin mit dem Thema durch. Und zwar gründlichst.

Meine Mutter hält viel von Naturheilkunde, Heilpraktikern & abenteuerlichen Lebensberatern, die sie auch fleißig besucht, was auf Dauer auch richtig Geld kostet ---------> ich habe mich hingegen ganz stark davon distanziert & halte Heilpraktiker für einen unseriösen Berufsstand und mehrheitlich Scharlatane. 

Auch Homöopathie stehe ich seeeeeeehr skeptisch gegenüber. Die Assoziation vom "Wahrsager" oder "Kurpfuscherei" passt m.E. recht gut, denn Ausnahmen bestäigen leider immer wieder die Regel.

Ich empfehle es nicht, weil man hier auch schnell viel Geld los wird.. bei meiner Mutter erlebte ich es zudem, dass sie durch die Thesen irgendwelcher Lebensberater charakterlich immer unleidlicher wurde bzw. total verfremdete, weil die ihr irgendwelches Gedankengut einimpften ---------> jeder der einigermaßen klar denkt sollte wissen, dass Heilpraktiker kein Ausweg sind. 

Auch wenn die "Chemiekeule" für manche ein Tabuthema ist & Nebenwirkungen sicherlich unbestreitbar sind ------> ich habe zu Forschern in Pharmalabors und studierten Medizinern deutlich mehr Vertrauen als zu Heilpraktikern. Teure Placebomittel helfen allenfalls in der Einbildung & beruhigen das Gewissen. Wer sich das geben will, bitte sehr ... aber ich brauche das nicht!

Meine Meinung: Heilpraktiker sind dazu da, um sich von ihnen fernzuhalten.

Kommentar von DottorePsycho ,

Ich empfinde Deine Antwort als äusserst undifferenziert (Lebensberater ./. Heilpraktiker) und überhaupt nicht aussagekräftig, da Du Dich auf genau einen Patienten beziehst.

Auf diese Art und Weise zu einer belastbaren Meinung zu kommen, ist schon für Dich allein betrachtet befremdlich. Daraus dann auch noch dogmatische Ratschläge für den Rest der Welt abzuleiten UND gleichzeitig einen ganzen Berufsstand zu diskreditieren, ist fahrlässig, anmaßend und - schlicht gesagt - eine Schweinerei.

Kommentar von Nunuhueper ,

Und Dein Ratschlag ist keine Schweinerei?

Kommentar von DottorePsycho ,

Welchen Ratschlag meinst Du?

Antwort
von Lexa1, 67

Wenn die Grenzen der Schulmedizin erreicht sind, dann könnte man über einen Heilpraktiker nachdenken. Ist meine Meinung.

Antwort
von Lumpazi77, 63

Ein Heilpraktiker kann eine Alternative sein. Bei ernsten Erkrankungen sollte aber ein Schulmediziner ran !

Antwort
von Auskunft, 84

Davon halte ich gar nichts und zwar aus einem einfachen Grund:

Heilpraktiker sind medizinische Laien ohne jede medizinische Ausbildung.

Um als Heilpraktiker arbeiten zu dürfen, muss man das 25. Lebensjahr vollendet haben, eine Hauptschulabschluss sowie ein polizeiliches Führungszeugnis vorweisen können und eine Überprüfung beim Gesundheitsamt, bei der festgestellt wird, ob der angehende Heilpraktiker "eine Gefahr für die Volksgesundheit" darstellt, bestanden haben.

Eine eigentliche Fachprüfung findet nicht statt.  

Es wird lediglich überprüft "ob befürchtet werden muss, dass infolge der Behandlung durch den Heilpraktiker unmittelbar oder durch ein nicht rechtzeitiges Erkennen der Notwendigkeit einer ärztlichen Heilbehandlung für den Patienten ernsthafte Gesundheitsschäden eintreten können."  (Quelle: Susanne Krieger (Heilpraktikerin und Juristin): Rechtskunde für Heilpraktiker, S. 43).

Um an dieser Überprüfung teilnehmen zu können, ist es auch nicht vorgeschrieben, eine der sogenannten "Heilprakitkerschulen" besucht zu haben. Man kann sich die Kenntnisse auch autodidaktisch eineignen.

Medizinstudenten der ersten Semester haben daher auch keine Probleme, die Überprüfungsfragen in einer Pause zwischen ihren Vorlesungen zu beantworten.

Ein weiterer Punkt ist die Tatsache, dass Heilpraktiker in der Regel Diagnoseverfahren und Therapien anwenden, für die keine Wirksamkeitsnachweise existieren und die aus diesem Grund der "Alternativmedizin" zugerechnet werden.

Was unter "Alternativmedizin" zu verstehen ist, wird hier sehr gut zusammengefasst:

" Unter Alternativmedizin versteht man Methoden und Behandlungen, welche nicht von der wissenschaftsbasierten Medizin (auch evidenzbasierte Medizin[1] oder evidence based medicine, EBM) angewendet werden, weil sich die Verfahren der Alternativmedizin einer wissenschaftlichen Überprüfung mit anerkannten Verfahren entziehen oder dass solche Überprüfungen negativ ausgegangen sind. Wenn für ein alternativmedizinisches Verfahren ein Wirksamkeitsnachweis vorliegt, gehört dieses Verfahren automatisch zur anerkannten wissenschaftlichen Medizin."

...psiram.com/ge/index.php/Alternativmedizin

Natürlich kann es unter Umständen Heilpraktiker geben, die zusätzlich über eine Ausbildung in einem medizinischen Beruf verfügen, z.b. in einem Gesundheitsfachberuf wie dem der Medizinischen Fachangestellten mit einer vorgeschriebenen und geregelten Ausbildung und sich z.B. auf Verfahren wie die Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) spezialisert haben, d.h. auf Methoden, die nachweisbar wirksam sind.

Dies sind aber Ausnahmen. Der Großteil der Heilpraktiker wendet sich der "Alternativmedizin" zu.

Deshalb würde ich an Deiner Stelle erst einmal ganz genau wissen wollen, was und wie der Heilpraktiker bei Dir eine Erkrankung festgestellt hat und was in diesen Spritzen, die er Dir verabreicht, enthalten ist.

Ab einem gewissen Alter, in der Regel ab dem 14. Lebensjahr, können Jugendliche selbst entscheiden, ob sie zu einem Arzt gehen wollen.

Ich würde auf jeden Fall einem Mediziner mit jahrelanger Hochschulausbildung mehr zutrauen als einem medizinischen Laien und mein Recht, ihn zu konsultieren vehement in Anspruch nehmen.

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