Ist der Kita-Streik eurer Meinung nach sinnvoll oder überflüssig?
Die Angestellten der Kindergärten sind in ihrem Wunsch nach besseren Arbeitsbedingungen und mehr Geld durchaus zu verstehen. Leider trifft der Streik aber nicht die gewünschten Adressaten (die Arbeitgeber) sondern die Eltern (dessen Kunden). Deren Einfluß auf Arbeitbedingungen und Entlohnung der Beschäftigten ist gering. Hingegen hat der Arbeitgeber zumindest vorläufig noch Vorteile vom Streik: Während die Eltern die vollen Gebühren zahlen müssen - auch für die bestreikten Tage, werden den Streikenden diese Streiktage abgezogen! Die Eltern hingegen müssen sich Gedanken machen, wo sie ihre Kleinen unterbringen - nicht alle haben schließlich die Möglichkeit, Urlaub zu nehmen oder Verwandte in der Nähe, die helfen können. Für viele Eltern ist ein Kindergartenplatz notwendig, um selber berufstätig zu sein - das sollte bei der ganzen Betrachtung nicht vergessen werden! Der Kindergartenträger sollte dazu verpflichtet werden für Ausweichplätze zu sorgen - kein Ladenbesitzer würde seinen Laden schließen, wenn die Angestellten streiken, sondern sich notfalls selbst hinter den Tresen stellen. Und um dem Vorwurf der Nichtvergleichbarkeit entgegenzutreten: Die Mütter und Väter, die von den Schließungen betroffen sind, müssen sich ihrem Arbeitgeber gegenüber auch rechtfertigen, um eventuell frei zu bekommen!
in diesem tagtäglichen Terror in dem sie arbeiten, müssten sie erheblich entlastet werden.
Ich bin mit unserem beiden schon gut ausgelastet und sehe in der freien Kita bei uns, die noch erheblich bessere Bedingungen hat als die kommunalen wie stressig es sein kann.
Und mit Geld kann man den Streß senken ?
scheinbar schon... frag dochmal die ärzte... :o
zahl mal die Wellness & Kuraufentahlte, dann wirste wissen, was sowas kostet :9
im übrigen, streiken sie ja auch für Stressreduzierung, kleinere Gruppen, bessere Arbeitsbedingungen, angepasste Möbel für die Erzieher etc
Endlich mal die richtige Antwort auf jahrzehntelange Missachtung dieser Arbeit.

Es ist eine Frechheit!
Es geht einzig und alleine um mehr Geld! Da man aber dafür momentan wegen eines gültigen Tarifvertrages und der damit verbundenen Friedenspflicht nicht streiken darf, werden gesundheitliche Gründe vorgeschoben und die Eltern für dumm verkauft!
Sollten aber die angeführten Gründe wirklich ernst gemeint sein, dann ist die Dreistigkeit der Erzieher nicht mehr zu überbieten! Die meisten der angeführten Probleme machen sie sich nämlich selbst! Warum sind denn die Kinder laut, wenn man in einen KiGa kommt? Weil die Erzieherinnen irgendwo in der Ecke stehen und tratschen und Kaffee trinken! Die Kinder in KiGa muss man i.d.R. nicht herumtragen! Und wenn man mal ein Kind zum Trost auf den Arm nimmt, dann wird man davon sicher kein Rückenleiden bekommen! Alle die angeführten Belastungen sind jedem vorher bekannt, der diesen Beruf ergreifen will! Es wird dazu niemand gezwungen! Sollten diese Forderungen wirklich auch nur im Hauch erfüllt werden, dann müssen alle Eltern auch entsprechend entschädigt werden, da die die gleichen Belastungen und noch viel mehr haben! Klar, Eltern wird man (meistens) freiwillig! Erzieherin aber auch! Übrigens kann man sich dann schon darauf freuen, wenn OP-Ärzte und -Schwestern demnächst klagen, weil sie immer so viel Blut sehen müssen, Piloten, weil sie die Höhe nicht vertragen, Bademeister, weil ihnen das viele Wasser nicht bekommt und Müllmänner, weil Müllschmutzig ist und nicht gut riecht!
Zum Glück sind wir nicht mehr betroffen! Aber wir waren 11 Jahre am Stück mit unseren Kindern in Kindergärten. Zu Anfang war alles ganz anders. Aber je mehr die jüngere Generation Einzug hielt, desto mehr konnte man sehen, dass diese Personen ihren selbst gewählten Beruf nicht mehr als Profession sehen!
Ich jedenfalls würde mich um jeden dieser Faulenzer freuen, der wegen dieses Streiks bei nächster Gelegenheit seinen Arbeitsplatz verlieren würde!
Hallo. Vorab: Ich bin Erzieherin und wir haben nicht gestreikt aber zu Ihrem Kommentar fehlen mir FAST die Worte. Tut mir Leid, aber ich finde es eine Frechheit. Anscheinend haben Sie nie länger als 5 Minuten Bring- und Abholzeit in den Kindergartenalltag einblicken können. Für mich stellt sich die Frage, wie Sie Ihre Kinder nur täglich solchen Faulenzern und Kaffeetrinkerinnen mit gutem Gewissen anvertrauen konnten. Im Gegensatz zu früher herrschen im Kindergarten ganz andere Bedingungen. Das erste halbe bis ganze Jahr verbringen wir damit die Kinder zu wickeln, ihnen die Nase zu putzen und sie vom Köpfe einschlagen zu bewahren. Viele Kinder werden heutzutage von einer Aktion zur anderen kutschiert und werden mit Spielekonsolen ruhiggehalten. Das führt dazu, dass sich die meisten gar nicht mehr selbst beschäftigen können, geschweige denn miteinander umgehen können. Also ist in der Ecke stehen, tratschen und Kaffeetrinken UNMÖGLICH. Sollte doch mal ein Glücksmoment entstehen, sodass die Kinder relativ selbständig sind, nutzen wir die Zeit um zu beobachten, denn für jedes Kind muss ein ca. 20seitiger Beobachtungsbogen mehrmals im Jahr erstellt werden. (28 Kinder) Da bleibt oft nicht mal Zeit für den menschlichen Toilettengang geschweige denn zum Kaffee trinken. Schade dass es solche Meinungen, wie Ihre noch gibt, die meinen, nach 5 Minuten Einblick den gesamten komplexen Aufgabenbereich der Erzieherin zu kennen. Aber Gottseidank gibt es genug Menschen, die unsere Arbeit auch zu schätzen wissen. Vielen Dank dafür!
gut ausgebildete arbeit hat nunmal ihren preis.

wenn die erzieherinnen nichts unternehmen, wird sich ihre lage nie ändern...und was sollen sie anderes machen??? für die eltern ist das natürlich blöd, und ich denke das wissen sie auch, aber es bleibt ihnen nix anderes übrig...und es ist schließlich auch nicht aus reiner boshaftigkeit gegenüber den eltern!

Draschomat am 28. Mai 2009 11:24 ...ob er aber was bringt?...
Es geht nicht nur ums Geld, sondern auch um die Arbeitsbedinungen. Und die werden dank sparender Gemeinden immer schlimmer.

ist jedem sein gutes Recht zu streiken

verlogen und unfair gegenüber den Eltern.
Jeder Sinnvoll schreibt, wird sich ärgern. Falls die Leute mehr Geld bekommen, dann müßt IHR mehr Geld zahlen.
Theonlypink am 28. Mai 2009 11:54 du auch
Unfair ist ja auch das Gehalt. Eltern wollen eine gute Einrichtung mit ausgebildetem Personal und keiner Putzfrau oder?
Also sollten sie auch Verständnis haben und es nicht einfach nur unfair finden danmit ist kein Problem gelöst. Mit einem Streik werden mal "Blokaden" im Hirn gelöst und in der Denkweise der einzelnen damit sie sehen was wäre wenn genau DIESE Berufe streiken.

absolut überflüssig. Es ist doch kein Geheimnis, dass Kindergärtnerinnen wenig verdienen. Die Meisten machen den BEruf, weil sie Kinder lieben und nicht hauptsächlich des Geldes wegen. Der Streik ist absolut unverständlich und inakzeptabel.
genau deswegen sollten wir unsere kleinen & "Zukunft" des Landes schön billig abservieren und überlasteten Leuden machen lassen
Benjy am 28. Mai 2009 11:24 Kenne eine Erzieherin und sie ist alles andere als überbelastet. Ich halte viel von leistungsgerechter BEzahlung.
Theonlypink am 28. Mai 2009 11:24 Warum muss man wenig verdienen müssen, nur weil man mit Kindern arbeitet? Dieser Beruf bedarf höherbezahlte Arbeitskräfte, da sie eine sehr große Mitverantwortung bei der Erziehung der Kinder tragen!
Benjy am 28. Mai 2009 11:25 Es ist Jedem im Voraus bekannt, dass man in diesem Job nicht reich wird. Wer gern mit Kindern arbeitet, nimmt diesen Job trotzdem an. Jedem seins...
das mag stimmen leistungsgerechte Bezahlung auch gern, wir hatten bei uns eine Erzieherin, die offensichtlich nur das Minimum gemacht hat, nach gesammelter beschwerden der Elter, wurde sie als vollkraft zurückgestuft und läuft nur noch nebenbei mit...
glaube so etwas geht in kommunalen kitas gar nicht
trotzdem ist dies ein höchst stressiger & aufweniger beruf, du kannst nicht jeden tag da selbe Programm abspuelen, must kreativ und verdammt "kundenfreundlich" sein, viele scheiden wegen der körperlichen & geistigen Belastung mit 45-50 schon aus
was ist es den deiner Meinung nach wert?
Benjy am 28. Mai 2009 11:36 Mag sein. Es gibt jedoch auch andere Berufszweige in denen die Arbeit härter ist, die Entlohnung jedoch auf ähnlich niedrigem Niveau. Wenn die Erzieherinnen mehr Geld bekommen, fangen auch Andere an nach mehr Geld zu schreien. Es ist ein Teufelskreis... Nur wodurch wird das alles finanziert?
fuenkchen am 28. Mai 2009 11:24 es geht ja auch nicht hauptsächlich ums geld, sondern um bessere arbeitsbedingungen! und da kann ich die erzieherinnen durchaus verstehen!
Ich kann die Erzieherinnen verstehen, auch wenn es für die Eltern wirklich ärgerlich ist.
Gegenüber den Eltern ist es nicht unfair. Denn die Eltern bekommen somit auch heftigen Druck und sollten auch mal sich für die Erzieherinnen einsetzen.
Wenn pro Kindergartengruppe höchstens 17 Kinder auf 2 Erziehungspersonen kämen könnte man effektiver arbeiten. Im Moment sind es 28.
bei diesem streik gibt es die sichtweiseder eltern und der der erzieherinnen - irgendwann müssen grenzen gestezt werden, aller anfang ist schwer!
Ich kann den Unmut der Erzieherinnen und Erzieher verstehen. Man selbst kann ja kaum noch etwas bei dem Lärmpegel verstehen in der Kita. ABER: Dank der schlechten Kommunikation seitens Verdi gegenüber der Elternschaft, wird hier der Streik leider total auf dem Rücken der Kinder und der Eltern ausgetragen. Auch kamen die Argumente seitens Verdi erst nach dem ersten Warnstreik durch. Dazu kann ich nur sagen: ICh verstehe die Erzieher, die ihre Gesundheit nicht länger gefährden wollen, aber nicht auf diese Art und Weise, Bitte! :o/ Ich denke, wenn man die Eltern so wie schon 2008 rechtzeitig über Gründe und Vorhaben in Kenntnis setzt, sorgt es für mehr Verständnis und weniger Unmut!
Ein echter Streik sollte sich gegen den Arbeitgeber richten, dem durch einen Streik empfindliche Verdienstausfälle entstehen sollen; auch wenn das manchmal auch Auswirkungen auf andere hat, so ist doch der Hauptadressat der Arbeitgeber.
Das ist beim Kitastreik aber nicht der Fall, da die Eltern und die Länder ihren Beitrag trotz Streik voll bezahlen müssen - die einzig wirklich Betroffenen sind hier die Eltern und man hofft auf moralische Wirkungen auf den Arbeitgeber.
Es ist somit eigentlich eine Umkehrung der Idee, was ein Streik sein sollte.
Der Streik ist so erstmal wenig sinnvoll und schadet dem Anliegen der Erzieherinnen, da für jeden sichtbar einfach in die Richtung geschossen wird, wo es für die Steikenden am wenigsten eigenen Einsatz erfordert und andererseits sowieso nicht der Verursacher des Problems sitzt.
Wollten die Erzieherinnen ernst genommen werden, gäbe es glaubwürdigere Aktionen, wie z.B. eine Sitzblockade am Marktplatz /Ministerium am Wochenende etc., jedenfalls müßte auch ein ernstzunehmender persönlicher Einsatz (wie eben z.b. eigene Freizeit) erkennbar sein, um die Herzen der Menschen zu erreichen.
Ich stimme daher für "Unfair" , auch wenn ich das Grundanliegen erstmal vertehen kann.

Die Erzieher haben sich den Beruf ausgesucht und kannten die Umstände bestimmt vorher.

wofür streiken sie denn,sind die Kleinen zu frech?????