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Was haltet ihr vom Bürgergeld?

Frage von Jolly Jolly

http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2007/03/27/buergergeld-deutsche/reform-zahlung.htmlhtm Glaubt ihr, dass es das wirklich geben wird? Wo seht ihr die Vor- bzw. Nachteile?

11 Abstimmungen
Abstimmungen
"Ente" von der Bildzeitung 1
Finde ich gut 6
Bin dagegen.Ich möchte lieber die anderen Sozialleistungen behalten 3
Weiß nicht. 1
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Antworten (10)

  • 2
    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Hilfreichste Antwort von komaberl18m komaberl18m
    Abgestimmt für: "Ente" von der Bildzeitung

    Das wäre ja noch mehr Geld fürs Nichtstun. Davon haben wir schon zu viel. Man müsste endlich mal aufhören, das Geld für alle aus dem Fenster zu werfen. Stattdessen müssten Familien und die arbeitende Bevölkerung endlich mal was bekommen. Ich kann mir mit meiner Freundin kein Kind leisten, weil man als Mitzwanziger heute alleine kaum genug verdient, um eine Familie zu ernähren. Zeitarbeit und Lohndumping sei Dank. Es ist leider mit den Arbeitslosen wie mit Einwanderern: Keiner traut sich an realistische Kürzungen, weil ein Wählerkreis > 10 Mio. dranhängt. Dieses Land wird aussterben und keiner traut sich, was zu ändern.

    Kommentar von evaness evanessevaness
  • 9
    Antwort von superfreddchen superfreddchen
    Abgestimmt für: Weiß nicht.
  • 6
    Antwort von Kabark Kabark
    Abgestimmt für: Bin dagegen.Ich möchte lieber die anderen Sozialleistungen behalten

    Das wird sich nicht durchsetzen. Die Negativauswirkungen sind unter den Titel "Kritikpunkte" bei Wikipedia gut ausgeführt.

    Kommentar von Jolly JollyJolly

    Ich habe mir es gerade mal bei wikipedia durchgelesen und stimme dem ganzen zu.Ich glaube auch nicht, dass sich das durchsetzen wird.

  • 4
    Antwort von user157 user157
    Abgestimmt für: Finde ich gut

    Mein Mann arbeitet nur Nachtschicht, ich arbeite 50% Teilzeit in der Bank, wir haben ein Kind. Wenn wir unsere Einnahmen zusammenfassen, kommen wir gerade mal auf die Hälfte (oder etwas mehr)des deutschen Durchschnittseinkommens. Wenn man mal sieht, was manche Leute an staatlichen Leistungen zzgl. verschiedener Vorteile wie GEZ-Befreiung, Kindergarten-Platz gratis, Essen von gemeinnützigen Einrichtungen ("Tafel"), etc. bekommen, ohne teilweise jemals gearbeitet zu haben, finde ich das sehr traurig und ich frage mich schon manchmal, warum wir eigentlich arbeiten. So viel weniger hätten wir wirklich nicht, und das kann doch eigentlich nicht sein... Mit so einem Bürgergeld würden wir auch mal für´s Arbeiten belohnt werden.

    Kommentar von evaness evanessevaness
  • 3
    Antwort von engelhaar engelhaar
    Abgestimmt für: Finde ich gut

    Diese Frage wurde in diesem Forum schon einmal gefragt und ich habe auch seinerzeit geantwotet das ich es begrüßen würde. Herr Götz W. Werner ist Gründer einer florierenden Drogeriemarktkette und zur Zeit laufend Unterwegs um Vorträge zu diesem Thema zu halten. Er sagt z.b.:Vollbeschäftigung ist eine Illusion, aber Einkommen ist ein Bürgerrecht. Also müssen wir Arbeit und Einkommen trennen!

    Ich denke für viele Menschen würde es eine große Erleichterung darstellen, nicht das sie dann nichts mehr Arbeiten müßten, sondern das sie den Kopf frei von großen Sorgen bekommen und endlich sich darauf konzentrieren können was sie tun möchten um mit sinnvoller Arbeit Geld zu verdienen. Und jetzt meine zugegebenermaßen provokannte Frage: jetzt wo wieder sehr viel von Verwarlosten und getöteten Babys zu lesen ist, habe ich mich schon häufiger gefragt ob das dann wohl aufhören wird? Und ich glaube auch die Jugendlichen hätten wieder eine Perspektive und Ihr Selbstwertgefühl würde steigen.

    Liebe Grüße engelhaar!

    Kommentar von engelhaar engelhaarengelhaar

    Hier ist eine gute Site dazu:

    http://www.unternimm-die-zukunft.de/d

  • 2
    Antwort von Cynthia05 Cynthia05
    Abgestimmt für: Finde ich gut

    Dann hat man wenigstens nicht mehr so viel Ärger mit der Arge wie jetzt. Und jeder kann dazu Verdienen was er möchte. Ich finde das Bürgergeld wirklich gut.

  • 2
    Antwort von demosthenes demosthenes
    Abgestimmt für: Bin dagegen.Ich möchte lieber die anderen Sozialleistungen behalten

    In den USA hat man dieses Bürgergeld fünf Jahre lang ausprobiert in vier Bezirken, darunter mit Seattle auch einer Grosstadt.

    Die Idee dahinter war u.a., dass Menschen, die das Geld so bekommen, ohne Prüfung und Gegenleistung, sich dann einen Beruf suchen, der ihnen besonders viel Spass macht und dass sie deshalb härter arbeiten.

    Zur grossen Überraschung der Experten kam das Gegenteil dabei raus: Die Menschen legten sich in die "Hängematte" und arbeiteten weniger als vorher.

    Wie weit muss man sich eigentlich von der Realität entfernt haben, um solche Träume vom idealen Menschen zu haben?

  • 1
    Antwort von JackFlint JackFlint
    Abgestimmt für: Finde ich gut
  • 1
    Antwort von Sonnelacht Sonnelacht
    Abgestimmt für: Bin dagegen.Ich möchte lieber die anderen Sozialleistungen behalten
    Das Bürgergeld bringt nur Armut

    Thomas Straubhar, Urheber der Machbarkeitsstudie zum Bürgergeld der CDU ist zugleich Botschafter der arbeitgeberfinanzierten Inititiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Das Bürgergeld soll flächendeckende Mindestlöhne verhindern. Gleichzeitig soll es den Markt für Stundenlöhne im untersten Drittel des einstelligen Eurobereiches öffnen. Die Tragweite für die internationale Lohnkonkurrenz wäre durch eine Festigung dieses Lohnbereiches im direkten Zusammenspiel mit der Abschaffung der Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung in der innerdeutschen Arbeitswelt katastrophal. Das Bürgergeld ist nicht existenzsichernd, sonst würde auch das Konzept mit mehr Arbeitsplätzen im Niedrigstlohnsektor nicht greifen.

    Laut Statistischem Bundesamt: Pressemitteilung Nr.028 vom 21.01.2008 "LEBEN IN EUROPA 2006" Als durch Armut gefährdet gilt, wer weniger als 60% des durchschnittlichen nationalen Arbeitnehmereinkommen hat = 781€ monatlich. Als arm gilt, wer weniger als 50% hat = 650€ (Eurobeträge entsprechen dem Stand von 2005)

    Straubhaar (INSM) im original Text:

    "Ebenso werden alle sozialpolitisch motivierten Regulierungen des Arbeitsmarktes gestrichen. Im Klartext: Es gibt keinen Schutz gegen Kündigungen mehr, dafür aber betrieblich zu vereinbarende Abfindungsregeln. Es gibt keinen Flächentarifvertrag mehr und auch keine Mindestlöhne, sondern von Betrieb zu Betrieb frei verhandelbare Löhne. Es gibt keine Sozialklauseln mehr. Die heute zu leistenden Abgaben an die Sozialversicherungen entfallen ersatzlos." So führt Straubhaar weiter aus "Aber nicht Mindestlöhne oder Mindestpreise sind gefragt. Festzulegen sind eine Mindestsicherung für alle und allgemeingültige Mindeststandards - nicht mehr, aber auch nicht weniger." und "Im Gegenzug werden nahezu alle steuer- und abgabenfinanzierten Sozialleistungen abgeschafft. Gesetzliche Renten-, Arbeitslosen- oder Pflegeversicherung verschwinden genauso wie Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Wohn- und Kindergeld." (siehe HWWI-Update, 05/2006, S. 1-3)

    Ein Durschnittseinkommen von 30.000 Euro(Brutto) hat unter dem Strich mindestens 3.000 Euro weniger zur Verfügung, will es seinen Standard auch im Rentenalter oder bei Arbeitslosigkeit und Krankheit beibehalten. Denn: Die Arbeitslosenversicherung ist abgeschafft, Lohnfortzahlung gibt es nicht mehr. Rente muss jeder selbst zahlen, auch den ehemaligen Anteil der Arbeitgeber, sonst reicht es nicht.

    Ein Einkommen von 250.000 Euro (Brutto) hat durch das "solidarische Bürgergeld" jedoch ein sattes Steuerplus von 37.800 Euro zu erwarten. ( http://www.initiative-gm.de )

    Das "Solidarische Bürgergeld" der CDU ist nichts anderes als eine massive Umverteilungsaktion zu Lasten der unteren bis mittleren Einkommensgruppen.

  • 0
    Antwort von muUNDmue muUNDmue
    Abgestimmt für: Finde ich gut

    Ich bin grundsätzlich für ein Bürgergeld bzw. Grundeinkommen! Alerdings würde ich mich darüber nicht bei der Bildzeitung informieren ;-)

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