mcchris am 21.04.2008 um 17:11 Uhr
Ist Biodiesel eine echte alternative, oder doch nicht so Umweltfreundlich(Waldrodung für den Anbau, Energieverbrauch bei produktion)?

Für mich keine echte Alternative. Dann "verbrennen " wir unsere Lebensmittel, um Auto zu fahren.

Macht nur Futter und Lebensmittel teurer. Steigen wir endlich alle aufs Pferd um! Neben dem Fahrrad und den eigenen Füßen das umweltfreundlichste Fortbewegungsmittel überhaupt!
Schonmal daran gedacht wieviel ein Pferd frisst und was die Lebenshaltungskosten eines Pferdes sind! So wahnsinnig unweltfreundlich wirds dann nicht mehr sein wenn jeder eins hat!
Kairofan am 21. April 2008 17:26 Genau - und die zusätzlichen Methanpupse!
CrazyDaisy am 21. April 2008 19:22 @Ich weiß, wieviel Pferde fressen und was das kostet. Jedenfalls nicht so viel wie ein Auto, das kann ich Dir flüstern (ich habe 15 Jahre lang eigene Pferde gehalten). Außerdem haben die Kosten nichts mit der Umweltfreundlichkeit zu tun. Und bevor es das Auto gab, waren mehr Pferde im Einsatz, statt sich auf den Weiden zu langweilen... Pferdefutter wird außerdem zu einem großen Teil in extensiver Landwirtschaft erzeugt.
@Kairofan: Die olle Nummer mit dem Methan zieht ja nun gar nicht mehr. Reine Propaganda der Automobillobby.

Biodiesel ist das Ergebnis guter Lobbyarbeit der Auto- und Mineralölindustrie, von den notwendigen Massnahmen abzulenken: Spritverbrauch und Abgasmenge senken!

Immerhin verbrauchen sie (zum Teil) nachwachsende Rohstoffe. Allerdings gibt es bei den gemeinsamen Herstellung Diesel und Benzin aus Mineralöl einen "kostenoptimalen" Punkt (eine bestimmtes Herstellungsverhältnis zwischen Diesel und Benzin ist am kostengünstigsten) in den Raffinerien. Mit Bio-Diesel würde man unter den optimalen Punkt "rutschen"; und das würde die Gewinne der armen Mineralöl-Konzerne schmälern. Wer müsste wohl diese teurere Gesamt-Herstellung bezahlen? Eine Alibi-Ausrede fände sich sicher.

Unausgegoren; in vielerlei Hinsicht.
Abgesehen davon, daß es Zweifel in technischer Hinsicht gibt, ist das angesichts der fehlenden Nahrungsmittel genau dort, wo die entsprechenden Rohstoffe herkommen, doch ein wenig zynisch. Darüberhinaus im Sinne eines ausgewogenen Naturschutzes zweifelhaft.
dragon100 am 21. April 2008 17:43 DH!

Das darf aber nicht zum Nachteil für die Nahrungsmittelproduktion ausgenutzt werden.

Es darf nicht negativ auf die Nahrungsmittel Produktion wirken! Und was man auch bedenken muss es gibt viele Menschen hier bei uns die alte Autos fahren, die diesen Kraftstoff nicht vertragen und sich aber kein neues Fahrzeug leisten können. Am besten so oft wie möglich Rad fahren.

Viele Besitzer von Dieselfahrzeugen werden sich freuen, wenn sie erfahren, daß ihr Auto diesen Kraftstoff nicht fahren darf. In meinen Augen mal wieder ein Schnellschuß der Politiker, die hier wieder mal auf ganzer Linie versagen.

Mich hat von Anfang an gefröstelt bei dem Gedanken, Nahrungsmittel zu "verspriten".

solange die Autoindustrie die Motoren nicht darauf auslegt.

Prinzipiell gute Alternative - wenn man die Rohstoffe aus heimischer Landwirtschaft nutzt.
zerfrisst die motoren, rußt genauso wie normaler diesel, selbst wenn wir die gesamte agrarwirtschaft auf raps und co umstellen würden, wäre nicht mal ein bruchteil des dieselbedarfs gedeckt, und und und
Notfalls kann man den ja auch trinken falls die Nahrungsmittelpreise weiter steigen.
Der ist auch noch teurer!

Mein Auto verträgt es lt.ADAC nicht.Abzocke!

Nur für Abfälle aus der Lebensmittelproduktion, die sonst nicht - oder nur zu schädlichen Zwecken (ungeeignetes Tierfutter) - verwendet werden, sinnvoll.

Auch Biosprit belastet die Umwelt erheblich. Ein Grund dafür ist, dass er landwirtschaftlich erzeugt wird. Der Anbau von Feldfrüchten, aus denen die Treibstoffe gewonnen werden, steigert den Druck auf die Ökosysteme, und es entsteht eine neue Konkurrenz für die Nahrungsmittelproduktion. Zudem kann die deutsche Rohstoffproduktion den Bedarf nicht decken. Nur durch Importe wird der Hunger nach Pflanzensprit gestillt.

Trägt mit zum Preisanstieg von Nahrungsmitteln bei, der für Entwicklungsländer ein ernstes Problem ist.

Wenn das alles so stimmt was seit geraumer Zeit in den Medien berichten wird, finde ich es auch nicht so gut. Aber wie gesagt, die lieben Medien. Heute so und morgen so...

Absoluter Quatsch!
Die Folgen aus der Umwandlung von Nahrungsmitteln für Menschen zu Treibstoff für Fahrzeuge ist noch nicht richtig durchdacht.

Vor allem schlecht für die Dichtung im Motor.
Der ökonomische Effekt, könnte behoben werden, wenn wir die brachliegenden Nutzflächen der EU wieder nutzen.
verbrennt brot, schadet den Motoren (eigene Erfahrungen)
Man darf nur brachliegende Flächen nutzen, kann so aber vielen heute hochsubventionierten Bauern das wirtschaftliche Überleben mit weniger staatlicher Hilfe sichern. Die eingesparten Subventionen (= Steuergelder) können aktiver in den Urwald- und Naturschutz investiert werden. - Viele Leute essen eh zuviel, werdet alle Vegetarier! - Heute gibt man in westlichen Ländern nur einen sehr sehr geringen Bruchteil seines Einkommens für Nahrung aus, ganz anders als in Entwicklungsländern oder noch vor 100 Jahren bei uns. - Überangebot an Nahrung in westlichen Supermärkten - Oft werden Mio. Tonnen von Nahrung vernichtet nur um die Preise für westliche Broker und Produzenten stabil zu halten - gerechte Verteilung der Nahrung derzeit wichtiger als mehr Produktion
Merkt Ihr groß was, dass das Brot bei uns teurer wird? - Ich denke nicht!! Also sollten die Nahrungsmittel in Entwicklungsländern relativ zu anderen Ausgaben betrachtet billiger werden. Dies sollte geschehen durch eine allgemeine Einkommenserhöhung in den EL's. Wir haben die Kleinbauern dort "kaputt" gemacht mit unserer billigen subventionierten Nahrung aus amerikanischen und europäischen Massenproduktion und Monokulturen. Ohne die Agrarsubventionen in EU/USA wären Nahrungsmittel auf den Weltmärkten teurer, Afrikaner würden kein Getreide aus USA kaufen, sondern es selbst anbauen, auf Ihren eigenen Märkten verkaufen und sich dadurch ein sicheres Einkommen verdienen können. Durch die immernoch andauernden aber seit jahrzehnten von Entwicklungsökonomen kritisierten Subventionen in EU/USA kam es in den letzten Jahren zu einem enormen "Bauernsterben" in Entwicklungsländern.
Man könnte eine "Deckelung" auferlegen, wie das offenbar auch von der Bundesregierung geplant ist, dass maximal eine bestimmte Menge an Agrosprit angebaut werden darf.
Öl wird immer teurer, Kriege darum hatten wir schon genug.
Natürlich muss man gleichzeitig in effizientere Technologien und weitere Alternativen investieren, aber zumindest teilweise und evtl. sogar auch vorübergehend ist die Idee des grünen Sprits ein guter Beitrag zur Energiegewinnung.
Was mir nicht passt: - Atomenergie - Überdüngung - genetisch veränderte Pflanzen in freier Wildbahn - zu großflächige Monokulturen
-> Auf gar keinen Fall Abholzung weiterer Urwaldflächen!! Zu KEINEM Zwecke (sei es Biosprit, Soja or whatever). Hier muss ein internationales Finanzierungssystem her, dass Länder für den Erhalt dieser Flächen kompensiert und dies entsprechend kontrolliert.