Frage von Fuloli, 61

Was haltet ihr für Rassismus?

Eine Definition die ich im Internet fand, beschrieb dass Rassismus die pseudowissenschaftliche Zuordnung von genetisch bedingten, sozialen und körperlichen Eigenschaften zu bestimmten Völkern ist. Also wenn man meint, man sei besser/überlegen aufgrund seiner Gene. Wie man "unterlegene" Menschen behandelt, spielt dabei keine Rolle. Häufig sind Rassisten aber diskriminierend.

Auf eine andere Frage wurde geantwortet, Rassismus ist, wenn man Menschen aufgrund von Ethnizität, Religion, Geschlecht, Herkunft... generell nicht veränderbaren Eigenschaften, anders behandelt. Dies scheint die geläufigste Definition zu sein. Nach dieser Definition ist es allerdings rassistisch, dass ein Afrikaner kein Hartz IV beantragen kann. Er wird anders behandelt als ein Deutscher, nur aufgrund seiner Herkunft. Gleichzeitig wäre ein Moscheen- oder Koptftuchverbot nicht rassistisch. Denn man behandelt niemand anders. Das verbot gilt ja für Alle.

Also was genau ist denn jetzt rassistisch? Und wo ist die Grenze zwischen "nur Deutsche kriegen Hartz IV" und "nur Deutsche dürfen hier dauerhaft wohnen"?

Antwort
von tryanswer, 33

Definition A. - Alles andere ist nur eine dilettantische Verallgemeinerung unterschiedlicher Sachverhalte, welche zudem die Gefahren des Rassismus relativieren.

Antwort
von Yiiku, 25

Hi, ich finde, dass etwas rassistisch ist, sobald es Jemanden aufgrund seiner Herkunft diskriminiert. Dabei geht es nicht um Religion oder Politik, sondern nur um die Ethnie ("Rasse"), wenn man z.B. sagt (NICHT meine Meinung, nur ein Beispiel): "alle Muslime sind Terroristen" ist das Religionsfeindlichkeit, wenn man aber z.B. sagt (wieder NICHT meine Meinung):"alle Iraker sind Terroristen" ist das Rassismus.

Zu deinem Beispiel mit dem Kopftuch, hat das mit Rassismus nichts zu tun, das ist nämlich ein religiöser Aspekt, da ein Kopftuch ein religiöses Statement ist. Das ist genau das gleiche als würde man Christen in Ländern, in denen es nicht sooooo viele Christen gibt, ein Kreuz zu tragen.

Hoffe, dass ich dir helfen konnte,
LG, Mike^^

Kommentar von Fuloli ,

Und was genau heißt diskriminieren? Zu sagen alle Iraker wären Terroristen ist nur eine Pauschalisierung so wie "Deutsche trinken viel Bier und essen Weißwurst". Durch die bloße Aussage dieser Sätze haben die Betroffenen keinen direkten Nachteil, außer dass sie sich beleidigt fühlen könnten. Ist das schon Rassismus?

 Oder erst wenn ich sage, dass Iraker nicht nach Deutschland kommen sollten, weil sie Terroristen sind. 

Was wäre mit "Leute aus Regionen mit überdurchschnittlich vielen Terroristen dürfen nicht nach Deutschland kommen". überdurchschnittlich viel muss dabei wissenschaftlich bestätigt und der Grenzwert festgelegt sein.

Antwort
von Niklasdf, 25

Grundsätzlich ist die erste Definition richtig. Rassimus ist Pseudowissenschaft, weil es keine Menschenrassen gibt.

Das zweite geht eher in Richtung Xenophobie, die Angst vorm Fremden/Anderen sowie Nationalismus und Fundamentalismus.

Dein Schlüsse sind leider falsch: Denn die Auszahlung von ALG ist an die Staatsbürgerschaft geknüpft, nicht an die Herkunft.

Wehrendessen müsste ein Moscheenverbot mit einem Tempel und Kirchenverbot einhergehen, ein Kopftuchverbot mit allgemeinen Kleidervorschriften, denn ansonsten wird eine ethnische Gruppe anders behandelt.

Kommentar von Fuloli ,

Ich habe eine deutsche Staatsbürgerschaft und habe nichts dafür getan, der Afrikaner hat keine obwohl er sich vielleicht bemüht. Wieso?  

Gut, die Kleidervorschriften sehen vor: Haare und Hals müssen in klimatisierten Räumen sichtbar sein. Darunter fallen also auch Schals und Hüte. Ausnahmen aus medizinischen Gründen sind gestattet. 

Was wäre mit: Jeder darf seine Religion ausüben, aber seine eigene Religion nicht über andere Stellen und andere Religionen nicht anzweifeln. Damit wäre der Ruf des Muezzin fragwürdig (Allah ist der Größte, Allah ist der Größte. Es gibt keinen Gott außer Allah. Allah ist der Größte und Muhammed sein Bote. Kommt zum Gebet. Allah ist der Größte. Es gibt keinen Gott außer Allah.).

Kommentar von Niklasdf ,

1. Das ist eine Folge des Nationalismus. In wie weit dieses Denken noch aktuell ist, ist ein ganz anderes Thema. Dafür solltest du vielleicht einen neuen Post eröffnen, aber es ist mehr Diskussion als Frage.

2. Solch eine Kleidervorschrift wäre wohl nicht diskriminierend, bspw. existiert ja ein Vermummungsverbot für Großveranstaltungen. Andererseits lässt sich argumentieren, das dies grundlos die Freiheit der Betroffenen einschränkt.

3. Auch solche Aussagen sind durch die Religionsfreiheit gedeckt. Du könntest genauso das Glaubensbekenntnis anfechten. Solange niemand anders in seinen Freiheiten eingeschränkt wird, gibt es keinen Grund, die Religionsfreiheit einzuschränken.

Fühlt sich jemand durch solche Aussagen bedroht, gilt es die jeweiligen Rechte gegeneinander Abzuwägen. Und bei diesen Beispielen gewinnt die Religionsfreiheit.

Gleichzeitig wäre aber bspw. ein Aufruf zum Heiligen Krieg in Deutschland verboten (merke: Jihad bedeutet nicht Heiliger Krieg), da dies der Aufruf zu einem Verbrechen wäre.

Antwort
von peace1287, 15

Rassismus hat viele wiederöiche Fratzen!

Zum einen gibt es die Sozialdarwinistische Auslegung. Die mit eugenischen Maßnahmen, dass "schlechte" menschliche Erbgut auslöschen soll, und das "positive" soll gefördert werden. Um so den Fortschritt der Menschlichen Rasse voran zu treiben. (Völliger Unsinn, der nur von Rassistischem Abschaum in dieser Art erdacht werden konnte!)

Im Grunde ist das der klassische Rassismus.

Und dann gibt es noch den Kulturellen / Religiösen Rassismus. Bei diesem soll versucht werden die jeweiligen Kulturen zu "schützen". Das sind zb. die Leute von der Identitären Bewegung. Duese haben eine panische Angst davor, dass ihre Kultur verwschwindet wenn in igren Augen zu viele "fremde" Menschen mit anderer Kultur oder Reliogion in " Ihr" Land kommen.

Im Grunde ist es aber am Ende immer das selbe! Die eigene Herkunft, Ethnie, Religion usw. Ist immer besser als das andere...

Aber dieses primitive Denkmuster haben nun mal alle Rassisten gemeinsam! 

Ps. Mecklenburg Vorpommern schäme dich! Mehr als 1/5 von euch wählen diese Rassisten! Scham und Schande über Mecklenburg!

Kommentar von peace1287 ,

*widerliche (Tippfehler)

Kommentar von Fuloli ,

"schlechtes Erbgut auslöschen" heißt Leute mit vererbbaren Krankheiten wie Aids und Diabetes dürfen nur eingeschränkt Kinder kriegen (z.B. mit Leuten, die die gleiche Krankheit haben) um ein Ausbreiten der Krankheit zu verhindern und diese irgendwann loszuwerden. oder wie ist das zu verstehen? Klingt erst mal hart, aber nachhaltig. Warum ist diese Idee so verabscheuenswert?

Ist die Angst, dass seine Kultur oder seine äußerlichen Merkmale (blonde Haare, nicht-braune Augen) aussterben/verdrängt werden auf lange Sicht unbegründet? Darf man es nicht Schade finden, wenn die "eigenen Leute" auf die Dauer zur Minderheit werden? Oder darf man dies nur nicht sagen? Ist es nicht natürlich, dass man sich Menschen, die einem ähnlich sehen, auf den ersten Eindruck verbundener fühlt, als welchen, die anders aussehen? 

Wenn z.B. Asiaten aussterben würden, würde ich das schade finden. Wenn blondes Haar und helle Haut ausstirbt fände ich das auch Schade. Nicht weil ich denke, helle Haut sei besser als dunkle. oder wäre mehr Wert. Aber alle Rassen, Arten, physische Merkmale , wie auch immer man das nennen mag, sind wertvoll und schön, dass es sie gibt.

Warum ist es so verdammt schlecht, naiv und primitiv, wenn einem nicht egal ist, wenn die Vielfalt und vor allem die eigenen Merkmale Geschichte sein werden?

Kommentar von peace1287 ,

Na klar... Und die Euthanasie der Nationalsozialisten, an geistig und körperlich Behinderten Menschen findest du dann wohl auch gut!?!

Also wenn es etwas gibt, dass ich noch mehr verabscheue als den abartigen Rassismus ohnehin. Dann ist es, wenn Rassisten auch noch so naiv und unschuldig tun. Und so tun als wäre es die normalste Sache der Welt!

Regelrecht widerwertig und abscheulich ist das!!

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