Frage von DarkmalvetUsermod Junior, 456

Was haltet ihr eigendlich von Organspende?

Mal ne Frage an die Community, denn man hört ja schon ne Wiedersprüchliches Zeugs darüber.

Auf der einen Seite können Leben damit verlängert werden, aber auf der anderen Seite tötet es ja den Spender, auch wenn der ohne Gehirn sicherlich nicht mehr viel vor sich hätte.

Und wie sieht es mit den Testmethoden des sogenannten Hirntodes aus ?

Kann man davon ausgehen das die sicher sind, und ich meine damit nicht theoretisch sicher sondern wirklich in der Praxis. In England zum Beispiel reicht es ja aus, wenn ein Teil abgestorben ist, aber zum Glück sind derartige Verbrechermethoden hier nicht üblich.

Also kann ich jetzt ruhigen Gewissens den Organspendeausweis ausfüllen, sollte ich mir ein Zettel mit Nein drauf machen oder wäre es allgemein schauer, soetwas über eine Patientenverfügung zu regeln und den Ausweis quasi nur als Referenz auf dieser zu verwenden ?

Ich hab da erhebliche Zweifel auf dem Gebiet, deshalb füg ich mal ne Umfrage hinzu, mal schauen wieviel hier in der Community dafür sind.

Antwort
von Mucker, 63
Nein

Nach den Informationen, die ich unter anderen über die Leiden von „Spendern“ und Empfängern sowie über das heftig umstrittene Hirntod-Konzept gesammelt habe, kann ich – bis auf wenige Ausnahmen - niemand raten, freiwillig Organspender zu werden.

Die Medizin sollte andere, humanere Wege einschlagen, um den Menschen zu helfen. Mit moderner Technik ist es sicher möglich, effiziente künstliche Organe zu entwickeln, die ausserdem noch den Vorteil hätten, dass sie die gefürchtete Abstossungsreaktion vermeiden könnten.

Es wird zwar immer argumentiert, dass man helfen möchte. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Denn solange es vielen Medizinern, Kliniken und anderen Beteiligten und Jkliniken vorrangig vor allem um Profit auf Kosten des „Spenders“ geht und durch den Prozess der Entnahme ein friedlicher Tod verhindert wird, finde ich die ganze Sache menschlich und ethisch für nicht akzeptabel.

Seit Experten ausgerechnet haben, dass man auf diese Weise mit den Teilen eines Menschen ca. bis zu eine Million Dollar machen kann, boomt der Organhandel. Und dass inzwischen eine Organ-Mafia besteht, kann nach den bekanntgewordenen Skandalen ernsthaft wohl niemand bestreiten.

Begierden sind geweckt. Und solange die Medizin unter der Fuchtel (Abhängigkeit) von Big Pharma zum Geschäft verkommt, wird sich nichts ändern. Und anstatt andere medizinische Wege zu gehen, die ethisch einwandfrei sind, konstruiert man das sog. Hirntod-Konzept, damit Mediziner nicht wegen Mord angeklagt und verurteilt werden können. Was ist das nur für eine inhumane Medizin !

Die Transplantationsmedizin blickt eher auf die Empfänger und betont den lebensrettenden Aspekt der Organspende. Dabei blendet sie die entsetzlichen Leiden von „Spendern“ und auch Empfängern einfach aus. Letztere überblicken i.d.R. gar nicht, was da auf sie zukommt .
Auch die psychischen Belastungen, welche die Arbeit in der Transplantationsmedizin mit sich bringt – wird ausgeblendet.

Pflegende (Krankenschwestern, Krankenpfleger und andere) leiden oft an quälender Wahrnehmungsspaltung durch das gleichzeitige Vorhandensein von Lebens- und Todeszeichen bei Gehirntoten. Siehe untenstehenden Link - Info eines Dipl. Psychologen, der früher lange als Krankenpfleger tätig war – und dadurch tiefen Einblick in die Praxis der „Organspende“ bekam.

Erinnert werden können noch die unseligen Tateh und Experimente von skrupellosen Medizinern im 3. Reich. Das Ausschlachten von noch lebenden Menschen unter dem Deckmantel der Nächstenliebe halten viele für ethisch ebenso verdammenswert !

Das Hirntod-Konzept taugt nichts ! Es wurde entworfen, damit sich Mediziner dahinter verstecken können – denn ohne dies Konzept wäre das eindeutig MORD !Und nicht wenige Experten bezeichnen es auch so !

Und letztendlich wird der Mensch, der ausgeschlachtet wird wie ein Stück Vieh um einen friedvollen und würdigen Tod gebracht. Die Seele – für Mediziner nicht existent ( was für eine masslose Überheblichkeit !) – kann sich nicht in Ruhe vom Körper und von der Welt verabschieden, sondern wird mit Gewalt aus dem Körper getrieben. Was das für Folgen und Qualen mit sich bringt, lässt sich kaum ermessen.

Wissenschaft und Forschung haben andere Möglichkeiten, wenn sie wirklich helfen wollen. Die Entwicklung von hochentwickelten künstlichen Organen habe ich oben schon genannt.

Lies die Informationen des Dipl.Psychologen und früheren langjährigen Krankenpflegers, roberto rotondo. Wow ! Ein Name mit 5 Ooooos !

www.robertorotondo.de

Kommentar von Mucker ,

Kritische Informationen über Organtransplantation, Organspende und Hirntod

Ist ein Organspender unmittelbar vor der Organentnahme eine Leiche oder ein Lebender ohne messbare Hirnfunktion? In dieser Frage nehmen Fachleute aus Medizin, Rechtswesen und Theologie gegensätzliche Positionen ein.

Das deutsche Transplantationsgesetz hat diesen Konflikt nicht gelöst. Schließlich leben 97% des Organismus zu diesem Zeitpunkt noch.

Dieser Tatsache muss sich jeder bewusst sein und sich vor diesem Hintergrund eine eigene Meinung bilden.

Möglicherweise taugen die Messinstrumente auch nicht genug! Die sind nämlich nicht in der Lage, feinstoffliche Vorgänge bzw. Strahlung zu messen.

Und feinstoffliche Phänomene scheinen sich zu ereignen, sonst wären einige "Hirntote" nicht wierder in´s leben zurück gekehrt !

Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. (KAO) ist eine Initiative, gegründet von Eltern, die ihre verunglückten Kinder zur Organspende freigegeben haben,

Eltern stimmten zu, ohne die Hintergründe zu diesem Zeitpunkt genau genug zu kennen.

Erst nachdem unsere Kinder beerdigt waren, haben wir begriffen, wozu wir ja gesagt hatten. Wir haben begriffen, dass lebende Organe nicht von Menschen entnommen werden können, die so tot sind, wie wir es uns vorgestellt hatten.

Wir haben unsere Entscheidung daher bitter bereut.

Durch unsere Zustimmung waren unsere Kinder in ihrem Sterbeprozess, in dem sie unserer besonderen Liebe bedurften, ungeschützt alleingelassen
und einer Organentnahme überantwortet, die uns hinterher wie das
Ausschlachten eines Autowracks erschien.

In dieser Situation haben wir uns entschlossen, durch Aufklärung dazu beizutragen, dass andere Eltern unter ähnlichen Umständen davor bewahrt werden, unvorbereitet wie wir mit der Frage der Organspende konfrontiert zu werden.

http://www.initiative-kao.de/

Kommentar von Mucker ,

Ja – du hast vollkommen Recht ! Man hört viel Widersprüchliches über die Organspende!

Um aber Leben zu retten oder zu verlängern kann man auch andere Wege gehen. Die müssen allerdings vor allem ethisch einwandfrei sein. Oben in meiner Antwort gehe ich weiter auf das Thema ein !

Und du sprichst die Testmethoden an.

Da habe ich nämlich auch meine Zweifel, weil es schon zu viele falsche Diagnosen gab ! Und wieso konnten sich Patienten wieder vollkommen erholen, wenn ihr Gehirn doch einwandfrei TOT war ? Ist doch überhaupt nicht logisch.

Ich halte die Testmethoden für noch nicht ausgereift !

Eine Erklärung wäre:

Offenbar lebt das Gehirn doch noch und zwar auf einer anderen, einer feinstofflichen Ebene, die die herkömmlichen groben Messinstrumente nicht erfassen können.

Nach diesen Informationen würde ich an deiner Stelle wohl eher einen NICHTSPENDE-Ausweis ausfüllen ! Ne Patientenverfügung ist ebenfalls nicht schlecht !

Alles Gute !

Antwort
von Aprikosenbluete, 195
Ja, ich würde spenden

Ja ich werde meine Organe spenden, weil ich persönlich glaube, dass man mit einem toten Gehirn nicht mehr leben kann. Sämtliche lebenswichtige Funktionen (Atmung, Herzschlag etc.) werden ja im Falle eines Hirntodes mit Maschinen künstlich am Leben gehalten. Die Feststellmäglichkeiten eines Hirntodes sind zudem sehr genau und im Übrigen müssen zwei voneinander unabhängige Ärzte den Hirntod feststellen bevor die Organe entnommen werden dürfen.

Zudem glaube ich, dass du nach dem Tod deinen Körper nicht mehr "brauchst" also deine Seele sich löst. Wenn ich nun meine Organe spende, fehlt kein Stück von mir.

Egal wie schlussendlich deine Entscheidung aussieht: Fülle den Organspendeausweis aus. Ist ja keine Entscheidung fürs Leben, du kannst den in jeder Apothekte neu holen oder aus dem Internet kopieren. Aber im (sehr unwahrscheinlichen Fall der Fälle) existiert eine Antwort von dir und niemand muss diese schwierige Frage für dich entscheiden.

Antwort
von Kanow, 40
Ja, ich würde spenden

Ich finde es sehr wichtig und habe schon vor längerer Zeit meinen Organspendeausweis ausgefüllt und habe ihm im Portomonaise. 

Warum soll mein Ableben auf dem Planeten Erde nicht eine Chance für einen oder andere Menschen sein? Ich finde, so kann ich wirklich zum Schluss noch etwas Gutes tun und anderen Menschen die Möglichkeit bieten länger zu leben und Erfahrungen zu sammeln, denn ich denke darum geht es auch im Leben.

Kommentar von cyracus ,

Nach Deinem Ableben - also wenn Du tatsächlich tot bist - kann niemand mehr Deine Organe brauchen. Nur lebendige Organe können transplantiert werden, und die kriegt man nur aus lebendigen Menschen.

Es ist wichtig, dass Du zu diesem Thema umfassend informiert bist, also zum Pro auch das Contra, um Dich wirklich entscheiden zu können. So zum Beispiel ist es wichtig zu wissen, was der "Hirntod", auf den sich berufen wird und der gleichgesetzt wird mit dem tatsächlichen Tod, eigentlich ist. - Dazu empfehle ich das Interview mit Professor Coimbra (auf YouTube, google so) mit dem Titel

Der tödliche Apnoetest

(nimm dann das 18--Min.-Video). Darin erklärt er, dass bei Schwerstkranken der Körper oft Energie spart, indem er auch bei voll funktionsfähigem Gehirn keine messbaren (!!) Hirnströme aussendet.

Lies meine Antwort hier, in der ich auf meine ausführliche Antwort an SaraWarHier per Link verweise.

Findest Du leicht mit der Internet-Suchfunktion strg + f (wie finden) und wenn Du als Suchwort reingibst: SaraWarHier. (Wenn Du mit meinem Namen suchst,  werden Dir auch die Kommentare gezeigt, die ich hier geschrieben habe.)

Antwort
von Thomas0024, 136
Ja, ich würde spenden

Wenn ich als Toter noch ein Leben retten kann! Na klar! Was kann ich zu dem Zeitpunkt sonst noch Gutes tun? Ich habe einen Spendeausweis.

Die Horrorstories sind definitiv Unfug, und der gelegentlich auftretende Schindluder mit Organhandel/Wartelisten o.ä. ändert absolut nichts daran, daß meine Organe noch jemandem helfen. Ich gehe mit großer Wahrscheinlichkeit einfach davon aus, daß meine Organe dann korrekt verteilt werden.

Antwort
von egglo2, 165
Ja, ich würde spenden

Ja, ich habe schon seit Jahren einen Organspendeausweis.

Die Horrorgeschichten, dass man schneller für tot erklärt wird, nur um an Organe zu kommen, halte ich für Unfug.

Natürlich kann absolut kein Mensch dir eine 100%ige Garantie geben, dass so etwas niemals passieren würde. Aber 100% gibt es in keinem Lebensbereich.

Daher ist das vernachlässigbar geringe Risiko, dass so eine Vorfall wirklich jemals stattfinden könnte, kein Argument, mich der Organspende zu verweigern.

Wenn man sieht, wie elendig manche Menschen dahinsiechen, nur weil kein Spenderorgan gefunden wird, macht das nachdenklich und traurig.

Stell dir das mal ganz konkret vor. Du benötigst z.B. ein Herz. Ein Mensch stirbt bei einem Unfall und man stellt fest, das Herz würde für dich passen. Er hat keinen Organspendeausweis, daher werden die Hinterbliebenen gefragt. Wenn diese es verweigern, dann hast du keine Chance, dass dir geholfen wird.

Also, es wird dann ein paar Tage nach dem Tod des Patienten, das Herz, welches dir hätte das Leben retten können, irgendwo in der Erde vergraben und verottet, völlig sinnlos. Du wirst dann auch höchstwahrscheinlich sterben und somit sind zwei Leben völlig unnötig zerstört.

Nein, eine Organspende ist für mich gelebte Nächstenliebe und nicht nur leeres Gerede davon, obwohl ich nicht gläubig bin!

Wenn dein Hirn tot ist, ist deine Perönlichkeit erloschen und du bist nicht mehr wirklich da.

Man sollte eine Regelung treffen, dass nur die Personen eine Organspende erhalten können, die selbst auch dazu bereit sind. Oder zumindest sollten diese bevorzugt werden. Ich bin sicher, dies würde die Bereitschaft dazu sprunghaft ansteigen lassen.

Aber so ist es, wie in vielen Bereichen unserer Gesellschaft. Die Vorteile nutzen wollen, aber selbst nichts dazu beitragen. Ätzend, kann man da nur sagen!

Das gleiche Problem besteht ja auch bei der Typisierung für eventuelle Knochenmarkspenden.

Das tut nicht weh und ich muss noch nicht einmal tot sein, um einem anderen Menschen das Leben zu retten. Auch da, wenig Bereitschaft.

Kommentar von Darkmalvet ,

Ich hätte kein Problem damit Stammzellen zu spenden, dabei würde mir ja nichts passieren, ob ich Blut spenden würde hängt daon ab, ob ich den Blutspende Zentrum in Sachen Hygiene vertrauen kann, eventuell wäre ich sogar zu einer Lebendspende bereit, je nachdem wie nah mir die empfangende Person steht, aber

Ob ich mich dem Prozedere einer Explantation aussetzen würde, insbesondere bei unserem aktuellen wirtschaftsorientierten Krankenhausystem, weiß ich nicht.

Ich würde es eher weniger als zu vernachlässen empfinden, wenn auch nur einer von tausend nicht komplett Hirntod ist und eventuell überleben könnte wenn man Beispielsweise eine Woche  länger gewartet hätte und dann per CT oder MRt oder Kernspin nachgeschaut hätte, dann kann man definitiv sehen, welche Hirnbereiche noch da sind und welche nun durch den Körper abgebaut und recycelt wurden, denn diese sind dann durch Wasser ersetzt.

Kommentar von UnicornGMBH ,

Doch Knochenmarkspenden könne weh tuen...

Kommentar von egglo2 ,

Na und. Was sind paar Minuten Schmerzen, wenn man ein Leben retten kann?

Antwort
von wolfram0815, 160
Nein

Die Bezeichnung "Hirntot" ist ein juristische Bezeichnung, damit der Arzt, der die Organe entnimmt, Rechtssicherheit hat. Auch wird der Hirntot in der Pro-Organspendediskussion als unwiederbringlicher Totalausfall des Gehirns bezeichnet, was aber nicht Grundsätzlich so stimmt. Z.B, wird in der Schweiz bei einem Hirntoten Organspender eine Vollnarkose verabreicht, damit er Spender während der Entnahme sich nicht mehr bewegen kann(obwohl er ja nichts mehr spüren kann!?). Diesbezüglich finde ich es schon "bemerkenswert", wenn während der Hirntotdiagnostik beim Spender versucht wird mit verschieden Reizen Reflexe zu provozieren. Sind keine Reflexe mehr vorhanden(auch anderes wird getestet), dann gilt das als sicheres Zeichen für den Hirntot. Wird aber bei der Organentnahme das Skalpell angesetzt(sehr starker Reiz) und der Körper reagiert darauf, so wird das als "nicht vom Hirn kommend" abgetan. // Erleidet man einen schweren Unfall mit sehr starken Kopfverletzungen, und der Notarzt findet einen Organspendeausweis, wird alles getan um den Spender noch irgendwie lebendig ins Krankenhaus zu bekommen. Einschließlich Reanimation.

Kommentar von Darkmalvet ,

Also ein Ausweis mit Referenz und bedingten ja.

Die Bedingungen erfahren sie ja erst, wenn man schon lebendig im Krankenhaus ist

Kommentar von dadita ,

Autsch. Du sprichst von sogenannten Reflexbögen. Diese laufen nicht über das Gehirn, sie sind eine direkte Reaktion des Nervensystems auf einen ankommenden Reiz, ein berühmtes Beispiel ist der Patellarsehenreflex, der auch bei einem Hinrtoten noch funktioniert. Es sind nur Neuronen der Wirbelsäule involviert und auch hier in der der Regel nur sehr wenige.

Dennoch ist und bleibt der Mensch hirntot. 

Kommentar von JuxSinnlos ,
  • In der Schweiz ist es keineswegs vorgeschrieben, bei Organspendern eine Vollnarkose durchzuführen. Dies wird dort dennoch häufig gemacht. Der Grund ist laut Schweizer Gesundheitsministerium, dass Schmerzreize (z.B. der Hautschnitt bei der OP) zu reflektorischen Bewegungen der Muskulatur und zu körperlichem Stress (Anstieg von Blutdruck, Puls...) führen können. Das geschieht auf Rückenmarksebene, nicht jedoch im Gehirn, wo keine Schmerzwahrnehmung mehr möglich ist. Der Hirntote kann also durchaus noch etwas "spüren", es kommt nur nicht oben an.
  • Den 2. Teil deines Kommentars hast du ja selbst beantwortet. In der Hirntoddiagnostik werden u.A. Reflexe geprüft, die über das Gehirn verschaltet sind. Dass spinale Reflexe (also z.B. der Achillessehnenreflex oder o.g. Schmerzreflexe) weiter funktionieren, sollte logisch sein, das Rückenmark ist ja nicht geschädigt.
  • Der letzte Satz ist einfach Käse. Jeder schwer verletzte Patient wird mit allen möglichen Mitteln behandelt, egal ob Organspender oder nicht. Das spielt im Rettungsdienst keine Rolle. Meinst du, der Notarzt entscheidet per Handauflegen oder aufgrund einer zu kurzen Lebenslinie, dass jemand Hirntod ist und dann nicht reanimiert wird, weil er kein Organspender ist?
Antwort
von PurpleRacoon, 11
Weis nicht/Hab mich noch nicht darüber beschäftigt

Wie macht man solche Diagramme/Umfragen?

Antwort
von TorDerSchatten, 191
Nein

Ich spende keine Organe, aus dem Grund, daß ein Körper erst tot ist, wenn das Herz nicht mehr schlägt und die Leichenstarre eingetreten ist.

Ich möchte im Gegenzug auch keine Organe oder Gewebeteile erhalten.

Kommentar von egglo2 ,

Das ist wenigstens konsequent, wenn ich es auch nicht verstehen kann.

Antwort
von boque, 31
Ja, ich würde spenden

Ich habe Vertrauen in Ärzte und wie du schon sagtest. Wenn ich tot bin kann ich eh net mehr viel mit dem Kram anfangen

Kommentar von cyracus ,

Wen Du wirklich tot bist, kann niemand mehr etwas mit Deinen Organen anfangen. Denn Organe müssen lebendig sein, und die kriegt man nur aus lebendigen Menschen.

Es wird sich ja auf den "Hirntod" berufen, der gleichgesetzt wird mit dem tatsächlichen Tod. - Ich empfehle das Interview mit Professor Coimbra (auf YouTube, google so) mit dem Titel

Der tödliche Apnoetest

(nimm dann das 18-Minuten-Video). Darin erklärt er alles zum "Hirntod" und auch zu den Folgen des Diagnose-Tests.

Außerdem empfehle ich, auf YouTube in die Suchleiste einzugeben:

hirntod diagnosen falsch

und mit diesem Worten auch außerhalb von YouTube zu googeln.

Antwort
von Schwoaze, 191
Ja, ich würde spenden

Was wäre das für ein Leben ohne funktionierendes Gehirn? Würde ich dahinvegetieren wollen? Kann ich mir nicht vorstellen! Da wäre es doch sinnvoll, alles was nur irgendwie zu verwerten ist, zu spenden und dadurch lebenswertes Leben zu ermöglichen.

Kommentar von EmptyCages ,

Jeder muss und kann nur für sich entscheiden, wie ein "lebenswertes" Leben für ihn aussehen würde...

Zwischen "dahinvegetieren" und Organ"spende" gibt es noch etwas, nämlich ein friedliches und würdevolles Sterben...

Kommentar von Schwoaze ,

Ja richtig! Und wenn jemand für sich entschieden hat, dass er gerne z.B. eine Spenderleber bekommen würde, dann deswegen, weil er sich ein lebenswertes Leben erhofft.

Wenn mein Hirn tot ist, dann weg mit dem ganzen Plunder. Ich werde es sicher nicht mehr brauchen, aber andere Leute eben!

Und sollte es so sein, dass man irgendwie noch eine Zeit hier weilt, werde ich sicher friedlich und würdevoll endgültig hinübergehen mit dem Wissen, anderen geholfen zu haben.

Kommentar von EmptyCages ,

Wie du meinst - ich würde dir und allen potentiellen Organspendern Letzteres von Herzen wünschen...

Antwort
von Rockuser, 39
Ja, ich würde spenden

Wenn ich schon Klinisch tot bin, ist mir doch Egal, wie die Reste verwertet werden. Ich habe doch da nichts mehr von und wenn es jemand hilft, warum nicht.

Antwort
von MrHilfestellung, 43
Ja, ich würde spenden

Wenn ich hirntot bin sehe ich keinen Grund mehr darin mich am Leben zu erhalten.

Ich besitze auch einen Organspendeausweis.

Antwort
von Pringelz, 13
Ja, ich würde spenden

Bin selbst Spender und finde es gut anderen noch mit meinen Organen helfen zu können, wenn ich sie selbst schon nicht mehr brauche/tot bin.

Kommentar von cyracus ,

Wenn Du tot bist, sind Deine Organe zum Zweck der Transplantation unbrauchbar. Die Organe werden Lebenden herausgeschnitten.

Und: Solange Du lebst, brauchst Du Deine Organe selbst.

Wenn Du mehr wissen möchtest, lies meine ausführliche Antwort hier und sieh Dir das Interview mit Professor Coimbra darin an.

Kommentar von Pringelz ,

Danke für die Ansichtsweise. Für mich ist hirntot jedoch gleichzusetzen mit körperlich tot. Dementsprechend bleibt meine Meinung, wie ich sie geschrieben hab.

Kommentar von cyracus ,

Es wird sich ja beim Thema der sogenannten Organspende auf den sogenannten "Hirntod" berufen. Kennst Du das Interview mit dem Neurologen Professor Coimbra in

Der tödliche pnoetest
https://www.youtube.com/watch?v=r5WzwmbbkLA https://www.youtube.com/watch?v=r5WzwmbbkLAh?v=r5WzwmbbkLA

Hierin erklärt er, warum bei Schwerstkranken auch bei funktionierendem
Gehirn keine messbaren (!!) Hirnströme ausgesandt werden und dadurch
auf dem EEG-Monitor eine Null-Linie gezeigt wird, und dass in diesem
Zustand der Patient dringendst sofort intensiv weiterbehandelt werden
muss, um bestenfalls wieder vollständig gesund zu werden. - Das ist ja wichtig zu wissen.

Auch beschreibt er die katastrophalen Folgen der Tests zur Diagnose
eines (angeblichen) "Hirntodes", dass gerade dadurch der Patient getötet
werden kann.

.

Auch empfehle ich Dir den Vortrag von Roberto Rotondo:

Wie tot ist hirntot?
http://www.untot.info/210-0-WIE-TOT-IST-HIRNTOT.html

Nach wenigen Minuten zeigt er die Untersuchung von zwei sogenannten
"Hirntoten", die als tot gelten. - Das sollte sich jeder ansehen,
bevor er sich für oder gegen die O-spende entscheidet und sich
vorstellen, er selbst liege so dort und macht entsprechende
Abwehrbewegungen ... 

Roberto Rotondo ist Diplom-Psychologe und im Erstberuf Krankenpfleger.
Seit 1996 ist er freiberuflich als Supervisor, Teamberater, in der
Krisenintervention und in der beruflichen Aus- und Weiterbildung im
Gesundheitswesen tätig. Er arbeitete bis 1996 mehrere Jahre als
Krankenpfleger auf einer Intensivstation und pflegte "Hirntote".

.

Wenn Du nach vollständiger Information zu "Organspende" und "Hirntod" bezüglich dessen, was dies für die umworbenen Spender bedeutet, Dich weiterhin dazu entscheidest, ist das ja wirklich Deine freie Entscheidung.

Antwort
von UnicornGMBH, 70

Ich persönlich sehe keine Gründe die dagegen sprechen sollten deswegen besitze ich einen Organspendeausweiß und ich denke das es für alle Angehöriger ein großer Trost ist...

Antwort
von EmptyCages, 119
Nein

Ich habe einer Entnahme aller meiner Organe widersprochen, weil ich mich am Ende meines Lebens nicht bei lebendigem Leib ausschlachten lassen möchte wie ein altes Auto.

Im Umkehrschluss lehne ich konsequenterweise deshalb auch Fremdorgane für mich ab, weil ich nicht auf Kosten der Ermordung eines anderen Menschen ein Leben führen möchte, dessen Lebensqualität ich stark anzweifle...

Der sog. "Hirntod" wurde nach der ersten Herztransplantation definiert, um die Ärzte zu schützen - diese konnten so legitimierte Tötungen an den Spendern durchführen. 

Ich bin davon überzeugt, dass transplantierte Organe - insbsondere das Herz - eine Seelengedächtnis in sich tragen, das sich vom Spender auf den Empfänger überträgt.

Dazu gibt es hinreichend Literatur, z. B. das Buch "Herzensfremd" von Claire Sylvia.

Bei allem Verständnis und Mitgefühl für die Menschen, die auf ein Spenderorgan hoffen:

Ich will und kann meine Nächstenliebe ausleben, solange ich nach Kräften dazu fähig bin - dazu muss ich mich nicht festgeschnallt ausweiden lassen, wenn ich mich nicht mehr wehren kann.

Am Ende meines Erdenlebens möchte ich das Recht haben, in Frieden und in Würde gehen zu dürfen - wenn möglich, im Kreise meiner Lieben und nicht ausgeschlachtet zu werden von Halbgöttern in Weiss, die sich über Gott erheben und nicht schlecht daran verdienen, denn Organ"spende" ist ein Milliardengeschäft, auch und gerade für die Pharmalobby.

Jeder muss oder sollte diese Entscheidung für sich selbst treffen, man sollte aber beide Seiten anschauen und nicht blind der Werbung pro Organspende glauben, denn die zeigt nur die glänzende, edle Seite der Medaille...

Alles Gute und ein langes, gesundes Leben wünsch ich dir...:)

Kommentar von HontaYOYO ,

Tolle Antwort :) Besonders, dass Organe Seelengedächtnisse haben, finde ich beeindruckend.

Ich ( Veganer) werde auf jeden Fall spenden in der Hoffnung, dass die Gedächtnisse meiner Organe ganz viele Nichtveganer beeinflussen können.

LG

Kommentar von EmptyCages ,

Gib dir keine Mühe - es war nicht allzu schwer...:)

Kommentar von HontaYOYO ,

:)


Kommentar von JuxSinnlos ,

Deine Entscheidung, keine Organe spenden zu wollen, finde ich völlig in Ordnung, aber...

  • Es wird niemand (zumindest in D.) für seine Organe ermordet. Mord nach StGB: "Mörder ist, wer aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen, heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken, einen Menschen tötet".
  • Du magst die Lebensqualität anzweifeln, aber frag doch mal diejenigen, die nach vielen Jahren wieder von der Dialyse wegkommen, wieder aufstehen, Treppen steigen, Sport machen können oder einfach nur Lebensjahre bis -jahrzehnte gewonnen haben.
  • Natürlich ist der "Hirntod" ein künstlich geschaffenes Konstrukt und wäre ohne Organspende wenig relevant. Jedoch lässt sich mit sehr hoher Sicherheit entscheiden, ob ein Mensch Chancen auf Besserung hat oder das Gehirn irreversibel und vollständig geschädigt ist, sodass Organe entnommen werden können.
  • Das "Ausweiden" oder "Ausschlachten" von Organspendern ist eine Vorstellung, die meiner Meinung nach die unreflektierte Angst vor der Organspende wiederspiegelt. Die Organentnahme findet genauso wie andere große Operationen statt, nämlich steril und geordnet. Es wird keineswegs wild im Bauch und Brustkorb herum geschnitten, allein schon weil die Organe in optimalem Zustand für die Implantation sein müssen. Wenn du ausweiden sehen willst, empfehle ich eine Obduktion in der Pathologie oder Rechtsmedizin.
  • Organspender werden selbstverständlich nicht festgeschnallt. Es hält sich hartnäckig der Mythos, Organspender würden unkontrolliert zucken oder quasi vom OP- Tisch aufstehen. Die Reflexe auf Rückenmarksebene sind erhalten, ansonsten ist keine Bewegung möglich (da diese nun mal vom Gehirn ausgeht).
  • Wie du auf die Idee kommst, dass die Pharmaindustrie mit der Transplantation besonders viel Geld verdient, weiß ich nicht. Natürlich sind Immunsuppressiva teuer und werden lange eingenommen. Aber sollten Patienten mit Autoimmunkrankheiten, Infektionen wie Hepatitis C (neues Medikament kostet 700 € pro Tablette) etc. auch nicht mehr behandelt werden, weil die Pharma- Industrie oder Ärzte gut daran verdienen? Ich finde es teilweise hoch unethisch, was in der Pharmabranche passiert, aber ebenso falsch, damit Stimmung gegen die Organspende zu machen.
Kommentar von EmptyCages ,

Selbstverständlich steht es auch dir frei, dies anders zu sehen als ich, auch ist mir bewusst, dass es sich um ein sehr kontrovers diskutiertes Gebiet handelt ! 

Ich habe mich nicht erst seit gestern damit beschäftigt - somit liegt es mir fern, "Stimmung" gegen Organspende zu machen. Was hätte ich persönlich auch davon ?

Hier wurde nach Meinungen gefragt und ich habe - passend zum Thema und daher berechtigt - die meine kundgetan, so wie jeder andere hier auch...

Kommentar von cyracus ,

... Mord nach StGB: "Mörder ist, wer aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen
Beweggründen, heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen  Mitteln oder um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken, 
einen Menschen tötet".

Du zitierst aus § 211 StGB (wäre hilfreich, wenn Du den § dazusetzt.

Mord aus Habgier ist in diesem Fall tatsächlich gegeben, auch wenn die Politiker und seltsamerweise auch die Justiz im Falle der sogenannten "Organspende" diesbezüglich eine Ausnahme machen.

Ein Mensch ist lebend oder tot. Dazwischen gibt es nichts. Ist ein Mensch tot, sind seine Organe giftig und können nicht in einen anderen Menschen transplantiert werden.

Es wurde dem "Spender" vorgegaukelt, seine Organe würden NACH dem Tod entnommen werden, was nicht wahr ist. Das ist Heimrücke. Lebend - meist ohne Narkose und ohne Schmerzmittel nur mit lähmenden Medikamenten wird vom Hals bis zum Schambein aufgeschnitten (= grausam) mit einem Skalpell (= gemeingefährliches Mittel) sein Körper und sein Brustbein aufgesägt (= grausam und gemeingefährliches Mittel), um seiner Organe habhaft zu werden (= Habgier).

Der Körper wird dann aufgespreizt, und eiskaltes Wasser wird in den Körper, der jetzt wie eine Wanne scheint, hineingegossen (= grausam). Wenn der Mensch dadurch nicht zu Tode kommt, wird er getötet durch das nach und nach Heraussschneiden der einzelnen Organe, zuletzt das Herz. Spätestens jetzt ist der Mensch getötet.

Es gab mal eine Zeit, in der Gesetze sehr üble Versuche an Menschen erlaubten. Auch da spielten Politiker und Justiz mit.

Dass also die Politiker die sogenannte "Organspende" fördern und die Justiz mitspielt, macht es also noch lange nicht rechtens, auch wenn es so zu sein scheint.

Kommentar von JuxSinnlos ,

Sehr erfrischend, mal mit echten Experten zu diskutieren. 

Kannst du mit erklären, was der explantierende Chirurg für ein "habgieriges" Interesse daran haben könnte, die Organe zu entnehmen? Beim implantierenden Operateur würde ich das sogar noch gelten lassen (siehe Fall Göttingen), das hat aber mit der Organentnahme, über die wir hier diskutieren, nichts zu tun.

Du sagst, dass die Organe nach dem Tod "vergiftet" und damit nicht transplantierbar sind. Warum wissen das die Ärzte in Ländern nicht, in denen s.g. "non heart beating donors" möglich sind? Beispielsweise in GB und den Niederlanden können Organe (ibs. Nieren) nach Beendigung der Reanimation, also bei klinisch Toten, entnommen und transplantiert werden. Das ist in Deutschland nicht möglich, da die Hirntoddiagnostik hier unumgängliche Voraussetzung ist und der Herzstillstand > 10 min. nicht als ausreichendes Kriterium dafür angesehen wird.

Jeder Mensch, der sich (zu Lebzeiten) zur Organspende entschließt, kann sich darüber informieren, welche Kriterien dem Hirntod zugrunde liegen. Wer dann der Meinung ist, der Hirntod sei keine Form des Todes, kann auf dem Ausweis NEIN ankreuzen. Wo ist da die Heimtücke?

Die Eröffnung von Bauch und Brustkorb wäre tatsächlich grausam, wenn der Hirntote Schmerzen wahrnehmen könnte. Das ist (wenn auch scheinbar für viele schwer verständlich) nicht möglich, da Schmerzen im Gehirn als solche empfunden werden. Diese Funktion ist per Definition ausgefallen. Warum eine Narkose also nicht zwingend notwendig ist, aber sinnvoll sein kann, habe ich bereits erläutert. 

Alle weiteren "Folterpraktiken" kann man natürlich als solche Ansehen, dann würde ich aber empfehlen, allgemein auf Operationen  zu verzichten. Was da an gemeingefährlichen Folterwerkzeugen zum Einsatz kommt...

Zu guter Letzt der obligatorische Nazi- Vergleich, der kommt natürlich immer gut. Ein Verfahren, das an unwiederbringlich verlorenen Patienten durchgeführt wird, um schwer bis unheilbar Kranken eine Chance zu bieten, ist ja ungefähr das gleiche wie die Mengele- Experimente in Auschwitz... 

Kommentar von cyracus ,

Was Du im Zusammenhang mit mir als "echten Experten" meinst, verstehe ich nicht - ist aber wohl auch nicht wichtig (war wohl eher als "Honig um den Bart schmieren" gemeint).

Kannst du mit erklären, was der explantierende Chirurg für ein
"habgieriges" Interesse daran haben könnte, die Organe zu entnehmen?

Der Chirurg macht seinen Job und bekommt sein Gehalt. Der eine ist von seiner Arbeit überzeugt, andere fühlen sich genötigt mitzumachen, weil sie sonst bezüglich ihres beruflichen Weiterkommens Schwierigkeiten befürchten (wie mir aus Insiderkreisen berichtet wurde - man hatte ihnen damit unterschwellig gedroht).

Du sagst, dass die Organe nach dem Tod "vergiftet" und damit nicht transplantierbar sind.

Dazu hat der User Darkmalvet sich hier in einem Kommentar geäußert. Der Kommentar beginnt mit

  • "Organe werden primär nicht giftig, sie sterben ab und ihre ihre Funktion geht verloren, zwar ist nekrotisches Zellgewebe quasi giftig ..."

Vielleicht möchtest Du ja mit ihm darüber diskutieren.

Warum wissen das die Ärzte in Ländern nicht, in denen s.g. "non heart beating donors" möglich sind? Beispielsweise in GB ...

Damit habe ich mich nicht beschäftigt, mir reicht es, dass ich mich mit der Situation in Deutschland befasse. Dazu suche Dir besser einen anderen Diskussionspartner.

Jeder Mensch, der sich (zu Lebzeiten) zur Organspende entschließt, kann sich darüber informieren, welche Kriterien dem Hirntod zugrunde liegen. Wer dann der Meinung ist, der Hirntod sei keine Form des Todes, kann auf dem Ausweis NEIN ankreuzen. Wo ist da die Heimtücke?

Den Bürgern wird vorgegaukelt, die Organe würden NACH dem Tod entnommen werden. Viele mit denen ich mich unterhalten habe, glauben das und sind entsetzt, wenn sie erfahren, dass sie dann nicht 100%ig verstorben sind, was ja an den Totenzeichen zu erkennen ist, die schnell nach dem wirklichen Ableben auftreten.

Diejenigen, die dieser Behauptung glauben und davon ausgehen, dass sie nach ihrem vollständigen Versterben mit ihren Organen anderen helfen können, kreuzen dann das Ja an (vollständig oder eingeschränkt). - Diejenigen, die nicht wollen, dass auch nach vollständigem Versterben ihr Körper auseinandergeschnitten wird. die intuitiv die Wahrheit ahnen oder die sich umfassend zu diesem Thema informiert haben, kreuzen das Nein an (das weißt Du ja alles). Oder sie füllen einen NICHT-O-ausweis aus oder erstellen sich einen selbst, damit sie ihr Nein deutlicher machen. Einige fügen den Passus hinzu, dass sie selbst keine Fremdorgane in sich reinkriegen wollen (so wie ich). - Aus Insiderkreisen wurde mir berichtet: Es sollte schnell gehen, man entdeckte den orangenen O-ausweis und ging rasch ans Werk. Erst hinterher sah man: Es war das Nein angekreuzt.

Die Eröffnung von Bauch und Brustkorb wäre tatsächlich grausam, wenn der Hirntote Schmerzen wahrnehmen könnte. Das ist (wenn auch scheinbar für  viele schwer verständlich) nicht möglich, da Schmerzen im Gehirn als solche empfunden werden. Diese Funktion ist per Definition ausgefallen.

Ich vermute, Du kennst das Interview mit Professor Coimbra nicht mit dem Titel

Der tödliche Apnoetest

(ist auf YouTube, vollständig ist das 18-Min.-Video). Auch vermute ich, dass Du z.B. diese Angehörigenberichte nicht kennst:

Organspende - die verschwiegene Seite
Angehörige berichten
http://www.initiative-kao.de/kao-organspende-die-verschwiegene-seite-2011.pdf

Alle weiteren "Folterpraktiken" kann man natürlich als solche Ansehen, dann würde ich aber empfehlen, allgemein auf Operationen  zu verzichten. Was da an gemeingefährlichen Folterwerkzeugen zum Einsatz kommt...

Du weißt doch genau, dass Patienten bei Operationen narkotisiert werden, wobei auch Schmerzmittel vergeben werden.

Zu guter Letzt der obligatorische Nazi- Vergleich, der kommt natürlich immer gut.

Es ist das erste Mal, dass ich auf die unterirdischen Versuche in der unrühmlichen Zeit Vergleich angestellt habe. Von "immer gut" kann bei mir also keine Rede sein.

Ein Verfahren, das an unwiederbringlich verlorenen Patienten durchgeführt wird

Ein "unwiderbringlich verlorener Patient" ist ein lebender Mensch, der sich im Sterbeprozess befindet. Anstatt Ausschlachtung braucht er Fürsorge und Schutz, bis er zu Ende gestorben ist. - Ob der als "unwiderbringlich verlorener Patient" tatsächlich ein solcher ist, ist ja zudem die Frage. Professor Coimbra berichtet, dass bei Schwerstkranken oftmals das Gehirn noch voll funktionsfähig ist, und dass der Körper mit den Energien sehr sparsam umgeht und keine messbaren (!!) Hirnströme aussendet.

Kommentar von UnicornGMBH ,

aber wird dann das "selben Gedächtnis" oder wie du es genannt hast dann unter der Erde von Würmern um Maden völlig sinnlos zerstört ohne damit dan ein leben retten zu können?

Kommentar von EmptyCages ,

Auch auf die Gefahr hin, dass du mich für völlig bekloppt hälst:

Solange das Herz schlägt (ob künstlich erzeugt oder während des natürlichen Sterbeprozesses), ist die Seele an den Körper gebunden und wird am Weitergehen gehindert, erlebt also in vollem Umfang sowohl das Grauen der Explantation als auch das ungewollte Weitergehen in einen fremden Körper mit, der nicht zu ihr gehört. Mach nun damit, was du willst...

Kommentar von Mucker ,

Nicht nur ich halte das Hirntod-Konzept für ethisch nicht einwandfrei und haltbar. Es taugt nichts !

Es wurde entwickelt, um Mediziner zu schützen, damit das was sie tun nicht als Mord geahndet wird. Nach Meinung veiler Experten ist es aber Mord !

Und wenn man bedenkt, dass bei der Diagnose "Hirntod" noch 97% des Körpers lebendig ist, dürfte das auch nachvollziebar sein.

Zudem ist die Hirntot-Diagnose nicht sicher, denn es hat schon viele falsche Diagnosen gegeben.

Und wenn man bedenkt, dass einige Fälle bekannt wurden, wo sich ein Patient, weil Eltern doch nicht zustimmten oder die Entnahme abgebrochen wurde, wieder vollkommen regeneriert und erholt haben - und heute noch munter leben - weist das aus meiner Sicht doch auf eines hin:

Die Messmethoden sind nicht sicher !

Wahrscheinlich ist das HIRN gar nicht tot, sondern hat nur auf einen anderen Modus geschaltet ! Und der könnte feinstofflicher Art sein. Feinstoffliche Phänomene sind aber durch unsere bisherigen physikalischen Messinstrumente nicht zu erfassen !

Dieser Aspekt sollte dringend geprüft werden.

www.robertorotondo.de

Antwort
von cyracus, 40
Nein

Auf der einen Seite können Leben damit verlängert werden, aber auf der
anderen Seite tötet es ja den Spender, auch wenn der ohne Gehirn
sicherlich nicht mehr viel vor sich hätte.

Das Gehirn ist noch da, und es funktioniert - möglicherweise sogar voll funktionsfähig.

Nichts - gar nichts - gerechtfertigt einen Mord.

Und wie sieht es mit den Testmethoden des sogenannten Hirntodes aus ?

Google dazu mit

hirntod diagnosen falsch

und lies die Infos. Und dann geh rein in YouTube (google so) und gib dieselben Worte da rein und sieh Dir die Dokumentation an

30% Hirntoddiagnosen sind falsch

Dort auf YouTube gib in die Suchleiste rein

Der tödliche Apnoetest

nimm dann das 18-Min.-Video, um Dir das Interview mit Professor Coimbra anzusehen. Der erklärt alles ganz genau zum sogenannten "Hirntod" und auch zu den Testmethoden.

Also kann ich jetzt ruhigen Gewissens den Organspendeausweis ausfüllen

Sobald Du Dich umfassend zu diesem Thema informiert hast, kannst Du guten Gewissens einen NICHT-Organspenderausweis ausfüllen. Den kannst Du im Internet runterladen, zum Beispiel indem Du suchst nach

nicht organspenderausweis bioethik

oder Du machst Dir einen eigenen (Du brauchst keinen vorgedruckten). Von dem gängigen orangefarbenen O-ausweis rate ich ab, denn aus Insiderkreisen wurde mir berichtet: Es sollte schnell gehen, man sah den orangefarbenen Ausweis und ging rasch ans Werk. Erst später sah man, darauf war das NEIN angekreuzt.

Hier in meiner Antwort an DercooleSupaman habe ich ein Muster für so eine selbstverfasste Erklärung reingegeben:

https://www.gutefrage.net/frage/irgendwie-habe-ich-13-jetzt-angst-wegen-organspe...

.

Lies zu diesem Thema gern meine ausführliche Antwort an SaraWarHier auf ihre Frage

War ich zu voreilig mit dem Orgenspendeausweis?

https://www.gutefrage.net/frage/war-ich-zu-voreilig-mit-dem-orgenspendeausweis?f...

Vertraue Deiner Intuition, die Dich warnt und pass gut auf Dich auf.

Antwort
von dadita, 121
Ja, ich würde spenden

In Österreich ist jeder Mensch automatisch Organspender, sofern er nicht ausdrücklich widerspricht. Ich persönlich halte dies für ein gutes System, würde sogar noch weiter gehen und es für jeden verpichtend machen. Ein (Hin-)Toter braucht die Organe nicht und sie können Leben retten. Viele Leben. Es besteht ein ständiger Mangel an Organen, Menschen sterben, weil es Leute gibt, die darauf bestehen, dass ihre Organe an ihrer Seite im Grab verrotten. 

Die meisten Menschen hätten im Falle eines Organversagens gerne Ersatz...aber selbst sind sie zu egoistisch ihre Organe im Falle des Todes zur Verfügung zu stelle. 

Kommentar von Darkmalvet ,

Das was du da vorschlägst ist gegen die Persönlickeitsrechte.

Kommentar von dadita ,

Eine Leiche hat keine Persönlichkeitsrechte, auch wenn sie noch atmet. Die Existenz eines jeden Menschen, sein Verstand und seine Persönlichkeit sind das direkte Resultat der biochemischen Prozesse in dessen Gehirn. Enden diese Prozesse, endet auch unsere Existenz, endgültig und unwiederbringlich. 

Aber die Alternative ist denkbar einfach. Nur Spender erhalten Zugang zu Spenderorganen. So ist jedem gediehen...niemand muss spenden und es werden keine Organe auf egoistische...verschwendet. 

Kommentar von Darkmalvet ,

Das wäre eine Option, stellt sich nur noch die Frage, wie man mit Kindern umgehen sollte, die für solche Fragen nocht zu jung sind.

Und eine Leiche ist ein Hirntoter definitiv nicht, sorry, aber das ist mit meinem Wissen über Biologie nicht vereinbar.

Kommentar von dadita ,

Dann ist es mit deinem Wissen nicht allzu weit her. Bloß weil ein Herz noch schlägt, muss der Mensch nicht leben. Wie gesagt: Unsere Existenz hängt an unserem Verstand und unserer Persönlichkeit: Beides ist untrennbar an die Funktion unseres Gehirns vergeknüpft. Ist diese erloschen ist der Mensch schlicht und ergreifend tot. Zurück bleibt eine Ansammlung aus Zellen, deren primitivsten Funktionen manchmal auch nach Versagen des ZNS noch für einige Zeit erhalten bleiben. 

Kommentar von Darkmalvet ,

Ich rede von biologischem Leben, nicht von mentaler Existenz.

Muss ich dir wirklich die 6 Kriterien des lebendigen aufzählen ?

Und wenn du mein Wissen zur Hirnfunktion lesen willst, schau doch einfach mal unter deiner Antwort zu einer ähnlichen Umfrage wie dieser, die ein von diesem Thema verängstigter Junge erstellt hat.

Kommentar von dadita ,

Oh das erklärt einiges. Bleibt die Frage, was es dir bringt, dass deine biologische Existenz erhalten bleibt, wenn alles was dich ausmacht, deine Persönlichkeit und dein Verstand schon lange zerstört wurden. Und warum du darauf bestehst, diese biologische Existenz am laufen zu halten...ohne Sinn und Zweck.

Aber sei es drum. Was die Kinder angeht: Wie in den meisten Fällen können sie auch hier nichts für die etwaige Dunmheit ihrer Eltern. Somit könnten sie gerne auch ohne Spender zu sein, Organe empfangen.

Kommentar von Darkmalvet ,

Ich meinte auch, was mit Kindern ist bezüglich spenden.

Denn Kiddies beschäftigen sich selten mit sowas und die meisten wissen noch nichtmals, was mit ihrem Körper passiert und auch wenn sie Kinder sind, es ist trotzdem ihr Körper und auch ihre Organe.

Wenn es eine Wiederspruchslösung gäbe, wäre das gerade für Kinder noch schwerer, denn Wiedersprechen würde garantiert keiner von denen.

Und überhaupt, was ist mit Kindern die keine Eltern haben und im Heim leben (also auch ohne Pflegeeltern und ohne Adoptiveltern) ?

Kommentar von dadita ,

Oh und: Ein Hirntoter erfüllt die 6 Kriterien des Lebens als Gesamtorganismus nicht. Weder kann er seine Homöostase alleine aufrecht erhalte, noch sich reproduzieren, noch angemessen auf Umgebungsreize reagieren.

Und bei einm mehrzelligen Organismus bezieht man sich im Regelfall auf den gesamten Organismus, nicht auf seine einzelnen Zellen.  

Kommentar von EmptyCages ,

Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb sollten diese Menschen jedes Recht der Welt haben dürfen, in Frieden und Würde zu gehen - im Kreis ihrer Angehörigen...

Kommentar von Schwoaze ,

Jaja... und wer sagt Dir, dass Deine Angehörigen daran interessiert sein werden, Dir beim Sterben zuzuschauen?

Kommentar von EmptyCages ,

Mir muss das keiner sagen - ich weiss es !

Wer in einem intakten und liebevollen Umfeld lebt, für den stellt sich diese Frage wohl kaum - ob du das nachvollziehen kannst oder nicht...

Kommentar von dadita ,

Was könnte würdevoller sein, als noch im Tod Menschenleben zu retten? Wenn meine Familie dadurch um die "Gelegenheit" gebracht werden würde, meinem Körper beim dahinsiechen und letztendlich sterben zuzusehen, halte ich dies für vertretbar. 

Bzw. ich halte das Gegenteil nicht für vertretbar, nämlich, dass ein Mensch, dem meine Organe hätten retten können, sterben muss, um diese "Gelegenheit" zu erhalten. 

Kommentar von Schwoaze ,

Gut gesprochen, dadita!

Kommentar von EmptyCages ,

Ich sehe das anders als du, denn ich hab hinter den Vorhang geschaut - sinnbildlich...

Zum Glück darf dies ja ein jeder für sich entscheiden.

Kommentar von cyracus ,

Dann ist es mit deinem Wissen nicht allzu weit her.

@dadita, kennst Du das? Wenn Du mit einem Finger auf einen anderen zeigst, zeigen drei auf Dich selbst.

Kommentar von cyracus ,

Eine Leiche hat keine Persönlichkeitsrechte, auch wenn sie noch atmet.

@datita, eine Leiche atmet nicht mehr. Eine Leiche kannst Du auch nicht beatmen, nur aufpusten. Und: Organe von einer Leiche sind giftig und können nicht transplantiert werden, weil der Empfänger elendig daran krepieren würde.

Ist ja interessant, dass Du vom freien Willen des Menschen nichts hältst und offenbar auch nichts von unserem Grundgesetz. Die Widerspruchslösung und erst recht Zwangsspende (kopfschüttel darüber) passt mit unserem Grundgesetz nicht zusammen.

... biochemischen Prozesse in dessen Gehirn. Enden diese Prozesse, endet auch unsere Existenz, endgültig und unwiederbringlich. 

Ja, und dann ist der Mensch tot und die Organe sind giftig.

Antwort
von nooppower15, 51
Nein

Ich würde gern würdevoll und friedlich sterben, wenn ich nun aber als eine Art Ersatzteillager diene schließt das eine das andere aus (in meinen Augen)

Antwort
von Papabaer29, 26
Nein

Das Konstrukt des Hirntods überzeugt mich nicht.

Es gibt keinen Beweiß dafür, dass der Betroffene keine Schmerzen hat.

Ich hätte kein Problem damit,wenn Organspendern vor der Entnahme reichllich Opiate gegeben würden. -Was würde das schaden?

Kommentar von EmptyCages ,

Das würde insofern schaden, als die Lobby dann einräumen müsste, dass der ehemals spendenwillige Mensch da auf dem OP-Tisch noch am Leben ist und somit extrem empfindungs- und leidensfähig bleibt - auch und gerade während der Entnahme...

Ansonsten gehe ich völlig mit dir konform.

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