Frage von gerlochi, 107

Was haltet ihr davon das Microsoft und Ubuntu nun zusammen arbeiten?

Was haltet ihr von der Sache? Findet ihr sie gut oder eher schlecht? Welche Vor-/Nachteile seht ihr dabei?

Antwort
von kloogshizer, 10

Da ich fast ausschließlich Linux (nicht mehr Ubuntu) nutze, und Linux ziemlich sicher Open-Source bleiben wird, sehe ich da zunächst kein Problem. Man wird weiterhin die Auswahl unter verschiedenen Distributionen haben, die unerwünschte Features, die Ubuntu eventuell aufgedrängt werden, nicht unterstützen.

Wenn Canonical sich bei diesem Brückenschlag und den nachfolgenden Forderungen seitens Microsoft selbst begraben möchte, bitte. Aber ich denke Canonical wird seine Karten schon entsprechend ausspielen, und sich nicht zu weit von den ursprünglichen Prinzipien entfernen.

Die Eröffnung eines Dialoges und der Einführung gewisser Kompatibilität ist jedenfalls erst mal zu begrüßen, und macht Windows für mich auch wieder attraktiver. Nicht, dass ich es freiwillig nutzen würde, aber falls ich aus irgendwelchen Gründen dazu gezwungen bin, habe ich wenigstens die Möglichkeit auf eine bekanntere Umgebung zu wechseln, um bestimmte Aufgaben zu erledigen, was eigentlich toll ist.

Was eine einzelne Distribution macht, ist mir eigentlich schnuppe, mir liegt Open-Source am Herzen, und das sehe ich durch die Kooperation nicht gefährdet.

Wenn ich absoluter Ubuntu-Enthusiast wäre, und eine emotionale Beziehung zu meinem Betriebssystem hätte wäre ich wahrscheinlich auch angepisst. Aber man kann ja immer zu einer anderen Distribution wechseln...

Antwort
von GudrunHome, 22

Ich halte davon wenig, weil da möglicherweise noch mehr Komfort von Ubuntu-Linux verloren geht:

Unter Suse konnte ich eine Datei unabhängig von irgendeiner Erweiterung mit einem beliebigen Programm (im grafischen Datei-Manager) öffnen ... z.B. wurde die Datei Xyz.txt problemlos mit einem Grafik-Programm geöffnet (wenn es in Wirklichkeit eine Grafik-Datei ist) oder mit einem PDF-Programm (wenn es in Wirklichkeit eine PDF-Datei ist), ...

Das sind die Features, die mir an Linux immer gefallen haben.

Da wurde einfach in den „Kopf“ der Datei geschaut ... und daraus ergibt sich das zugeordnete Programm. Wer es nicht glaubt, schaue sich mal eine PDF mit vi(m) oder ähnlichen Programmen an ... desgleichen Bilder, Filme, ...

Das Gleiche gilt für Archive, ...

eine Open-Office-Datei ist ein ZIP-Archiv ... kann man also mit einem ZIP-Programm öffnen.

Die Datei Xyz (keine Erweiterung) könnte also - als ZIP-Archiv - korrekt behandelt werden ... bestenfalls mit der Abfrage, ob mit „soffice“ zu öffnen, wenn die interne Struktur das hergibt ...

Und nun, bei den neueren Ubuntu-Versionen?

Da kann es passieren, daß eine Datei eine Erweiterung braucht! Igitt!

Man kann zwar eine Zuordnung über den Eigenschafts-Dialog machen (mit diversen zugeordneten Programmen), aber die brauchen eben eine Erweiterung!

Solche Anleihen an Windows finde ich besch****

Antwort
von Linuxhase, 59

Hallo

Was haltet ihr davon das Microsoft und Ubuntu nun zusammen arbeiten?

Gar nichts halte ich davon, weil Microsoft nur die Vorteile davon herauszieht.

Ich sage ja schon seit Jahren das Ubuntu resp. Canonical der Untergang der wahren Werte von GNU/Linux ist.

Welche Vor-/Nachteile seht ihr dabei?

  • Als überzeugter openSource Anhänger sehe ich darin einen Verrat. Da bauen die die bash in Windows ein und das auch noch unfrei - Ob das so rechtlich in Ordnung ist bezweifle ich doch stark.  Und moralisch ist Canonical doch sowieso nichts heilig.
  • Von der Windows-Seite ist das sicher ein großer Schritt (der hoffentlich dazu führt das mehr Windows Benutzer Interesse an richtigem Linux bekommen.

Linuxhase

Kommentar von medmonk ,

Ich verstehe ja deine Einwände trotzdem sollte man die Kirche im Dorf lassen. Microsoft ist nicht der erste und auch nicht letzte Konzern, der andere Technologien für eigene Zwecke verwendet. Ich denke da an die großen Aufkäufe von Adobe Systems oder Corel. 

Noch Dutzend andere Hersteller aufzählen könnte. Da ist jetzt diese »kleine« aber feine Implementierung der Bash eher Kindergeburtstag.;) Ich selber begrüße es. Vor allem für all jene eine feine Sache, die zwischen den ganzen Plattformen hin und her wechseln. 

Mit der PowerShell mich nie so richtig anfreunden konnte. Von daher toll, wenn es die Bash unter Windows gibt. Vorerst aber nicht nutzen werde. Lediglich in einer VM anteste. Wenn es dann nen finalen Release gibt, eventuell rüber hole. Jetzt also in aller Ruhe abwarte, wie sich das Ganze weiterentwickelt. 

LG medmonk  

Kommentar von Linuxhase ,

@medmonk

Da ist jetzt diese »kleine« aber feine Implementierung der Bash eher Kindergeburtstag.;) Ich selber begrüße es.

Es ist ja nicht die Integration an sich die mich stört sondern die Art wie das getan wird.

  • Das Teil hat Ubuntu im Namen, (die ja nichtmal die bash benutzen sondern per default die dash)
  • Die Implementierung ist Closed Source

Aber was juckt es mich, ich werde mir nie mehr Windows als Produktivsystem installieren.

Linuxhase

Kommentar von gerlochi ,

Linuxhase, ich sehe das so wie du. Aber auch medmonk stimme ich zu. Man muss es ja nicht gleich übertreiben und es Verrat nennen. Das schlimmste was kömmen könnte wäre, das MS Canonical und somit Ubuntu übernimmt, was aber hoffentlich nur ein Ttaum von MS bleiben wird, Linux ebenwürdig zu scheinen. Ich werde diese Entwicklung beobachten, vielleicht kommt ja noch was gutes für uns Linuxxer dabei raus ;-) (Was aber zu bezweifeln ist). Ich werde mich jedenfalls auch nie wieder Windows widmen, außer es sei von der Schule bzw dem Studium aus.

Antwort
von bergerle, 44

Also erstmal arbeitet Microsoft nicht mit Ubuntu, sondern mit canonical zusammen. Ich denke nicht, dass das eine große Auswirkung auf Ubuntu haben wird. 

Die Konsole war bei mir bisher immer das, was mich bei Windows am meisten gestört hat. Ich hoffe, dass das durch diese Kooperation endlich wesentlich verbessert wird. 

Ich finde die Zusammenarbeit also eigentlich gut, kann aber durchaus auch die Gegenargumente von Linuxhase nachvollziehen. 

Kommentar von gerlochi ,

Entschuldigung, ich hatte bis vor kurzem Ubuntu für eine Firma gehalten! Danke für den Hinweis :-). Bin aber deiner Meinung, mal sehen ob Ubuntu auch was von Windows integriert o.O .

Expertenantwort
von guenterhalt, Community-Experte für Linux, 26

Microsoft:   93 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz
Canonical   65 Millionen  US-Dollar Jahresumsatz

Das ist ein Verhältnis von 1 : 1430

Dieses Verhältnis ist größer als das zwischen Maus und Elefant 25 : 27000
( 1 : 1080 )

Da kann ich mit einen Zusammenarbeit gut vorstellen.
Canonical wird auch bei Ubuntu den technischen Fortschritt  einführen. So z.B. Laufwerke von C: bis Z: einführen, den blöden Slash durch den Back-Slash ersetzen, auf Groß- und Kleinschreibung bei Datei-Namen und Verzeichnis-Namen  verzichten.
Diesen Unsinn mit der kostenlosen Verteilung von Software beseitigen, kurz um, aus Linux ein richtiges Betriebssystem machen.

 Übrigens hat Canonical mit dem erschlagenen Superuser bei den ?buntus bereits einen guten Schritt gewagt. Schon als Mitgift für eine gleichberechtigte Zusammenarbeit?

Kommentar von gerlochi ,

Windows Apokalypse! Linuxxer rettet euch! So eine Höllenvorstellung... daran mag ich gar nicht denken!

Kommentar von kloogshizer ,

Ach mit Linux hat das Thema doch nur am Rand zu tun. Ubuntu wird sich evtl. verbiegen müssen, da Windows zu unflexibel ist, aber andere Distributionen sind davon doch nicht betroffen.

Antwort
von derwebpro, 62

Finde es sehr schade.. dafür liebte ich doch damals Ubuntu. Völlig eigenes Design, sehr individuell anpassbar, superschnell und nützliche Funktionen gut umgesetzt.
Wenn nun Ubuntu zu Windows und umgekert verschmelzen (Was ja schon leicht passiert ist mit den Virtuellen Bildschirmen von Windows 10) ist genau das nicht mehr der Fall. Ich hoffe dass Ubuntu sich da gut durchsetzt.

Kommentar von Linuxhase ,

@derwebpro

dafür liebte ich doch damals Ubuntu.

Dann hast Du dabei geholfen das es nun passiert.

Wenn nun Ubuntu zu Windows und umgekert verschmelzen (Was ja schon leicht passiert ist mit den Virtuellen Bildschirmen von Windows 10)

Nur durch dieses Feature kann man das ganz sicher nicht als verschmelzen nennen.

Linuxhase

Kommentar von derwebpro ,

Sagte ich auch nie... es ist nur eben ein kleiner Teil was jetzt von Ubuntu zu Windows gewandert ist.

Kommentar von derwebpro ,

Und hast du beim ersten gemeint das ich jetzt Windows nutze ? Ich habe gar keinen PC mehr.

Antwort
von Jensen1970, 31

Ja ist eine  feine Sache finde ich gut . 

Antwort
von kordely, 13

Kein Problem, ich benutze Debian.

Zusammenarbeit ist gut, aber aus Ubuntu wird kostenloses Windows.

Antwort
von lucatas, 36

ich finds ehrlich gesagt echt blöd aber zum glück wird kein Windows in Ubuntu intigriert xD

Kommentar von gerlochi ,

Das kommt sicher noch *g*!

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