Frage von Antworter45, 107

Was haltet ihr davon, dass Lehrer für ihre eigene politische Meinung "Schleichwerbung" machen?

Ich finde so etwas schrecklich unfair den Kindern gegenüber, die sich mit Politik nicht auskennen. Lg

Expertenantwort
von Schuhu, Community-Experte für Schule, 20

Natürlich darf ein Lehrer Stellung nehmen. Er darf nicht parteipolitsch werben, aber seine Meinung zur Tagespolitik sagen und begründen darf er. Daran lernen "die Kinder, die sich nicht mit Politik auskennen", dass es wichtig ist, auf dem Laufenden zu sein, dass eine eigene Meinung notwendig ist und begründet werden kann und letztlich erfahren Kinder aus unpolitischen Elternhäusern was überhaupt in der Welt los ist. Es wäre unfair den "Kindern" gegenüber, sie in einer so wichtigen Sache wie der Politik ahnungslos zu halten.

Antwort
von doppelgemoppel, 10

Ich persönlich finde es scheußlich, wenn Lehrer sich heraus nehmen, Schülerinnen und Schüler in ihrem Sinne zu erziehen, bzw. Schleichwerbung zu betreiben. Und dass das hier auch noch viele gut finden, stört mich auch extrem. Vor allem die Äußerung, das es okey wäre, solange keine (konservative) Ansichten geäußert werden. Das ist nichts anderes als eine Meinungsmacherei, in der man bestimmte Meinungen und Ansichten bei unerfahrenen Kindern fördert und andere von vorneherein verurteilt. 

Zumindest im Schulgesetz von NRW steht ausdrücklich, dass es sogar verboten ist. 

https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Recht/Dienstrecht/Personalvertretungsre...

Ich selber hatte fast nur solche Lehrer und eine Lehrerin hat einige Schüler sogar angeschrien oder schlechter benotet.

Ich, an deiner Stelle, würde mal mit dem Lehrer darüber reden und mal im Schulgesetz prüfen, ob er sich nicht sogar strafbar macht. Falls ja und er keine Einsicht zeigt, sprich mit deinen Eltern oder der Schulleitung darüber und wenn das nichts hilft, mit der Polizei. 

Darf ich fragen, was er denn so von sich gibt?

Kommentar von earnest ,

Zu deinem letzten Satz: Genau DAS ist die entscheidende Frage.

Bevor wir das nicht genau wissen, erübrigt sich die Diskussion.

Es passiert leider immer wieder, dass eine einfache Aussage einer Lehrkraft zu einem bestimmten politischen Thema als unzulässige "Schleichwerbung" gedeutet wird.

Selbstverständlich darf auch ein Lehrer seine Meinung äußern. Es steht auch kein Wort im von dir zitierten Schulgesetz, dass er das nicht dürfe.

Dazu lese man den Abschnitt ab "... die geeignet sind, ...". Etwas was zu DEM geeignet ist, muss schon recht harter Tobak sein.

Aber, wie gesagt, wir wissen nicht, was genau da jemand gesagt hat ...

Antwort
von voayager, 46

Von mir aus kann, ja soll er Direktwerbung für seine politische Gesinnung machen, sofern sie fortschrittlich ist. Ist er jedoch konservativ, gar reaktionär, hat er die Klappe zu halten. Richtig ist, Was den Schülern nutzt, sofern sie aus keinem Elite-Elternhaus kommen.

Kommentar von earnest ,

Tja, darüber, was "fortschrittlich" ist, kann man unterschiedlicher Meinung sein ...

Kommentar von voayager ,

Ja, das ist ein schwieriges Gelände. Ich stelle mir darunter nun keine Partei-Propaganda vor, mehr so was wie eine Geisteshaltung von 68 beispielsweise. Auch nicht im Sinne einer Berieselung, sondern mehr im Sinne einer sokratischen Mäeutik, so dass sich die Schüler zu einer Erkenntnis selbstaändig hinarbeiten. Der Lehrer ist dabei der Impulsgeber und Hebamme in einem.

Antwort
von julchenmary1999, 50

In der Schule soll kritisches Denken gelehrt werden, also solltest du alles, was dein Lehrer sagt, nochmal über denken und vllt eine Diskussion anregen ;)

Kommentar von Antworter45 ,

genauuuuuudas meine ich ... es wird nicht kritisch gedacht

Kommentar von julchenmary1999 ,

dann fang damit an^^ informier dich und dann hau Fakten raus, damit die anderen auch Anfangen sich damit zu befassen ;)

Kommentar von Antworter45 ,

das mache ich nur zu oft und gerne. und ich meine es erns ich stelle des lehrers wort direkt öffentlich in frage nur er macht einen dann immer irgendwie peinlich in der klasse ...

Kommentar von julchenmary1999 ,

dann lass dich nicht unterkriegen ;) manche Lehrer haben ein Problem damit, wenn man nicht ihrer Meinung ist... aber du kannst ihn/sie ja mal direkt drauf ansprechen, like "sie sind der Meinung, dass die Politik der (z.B.) CDU uns im kulturellen Sinne weiter hilft, aber in ihrem Haushalt sind nur xxxx € für die Bildung vorgesehen, wieso finden sie dad gut?" ... also sowas in die Richtung, dann kann er gar nicht anders als zu antworten

Kommentar von Antworter45 ,

danke ich werds versuchen ; )

Kommentar von julchenmary1999 ,

aber deine Informationen müssen stimmen

Kommentar von Antworter45 ,

ja das weiß ich hahaha

Kommentar von voayager ,

sag mal lieber sollte, statt soll julchen, du siehst doch selbst hier bei gf, dass es mit dem kritischen Denken der meisten Schüler nun wirklich nicht weit her ist

Antwort
von Undsonstso, 18

Ich finde deine "Allgemeinplatz-Aussage" auch unfair.

Ein Sozialkundelehrer wird ja nicht nur wie ein Redner im Bundestag am Pult stehen und seine Meinung im Klassenraum verbreiten.... Ein Lehrer des Faches  wird gemäß des Lehrplans und der Bücher unterrichten.

Kommentar von Antworter45 ,

hahahahahahahagagaggagaga schön wers

Kommentar von earnest ,

Nun bitte endlich mal "Butter bei die Fische", Antworter. Was genau sagt dieser böse Mensch denn?

Antwort
von Coollase, 74

Solange es nicht Werbung für die NPD ist, find ich es nicht gaaar so schlimm. Auch wenn, das erzählen oder näherbringen einer Partei oder einer bestimmten politischen Denkweise, in den meisten Fällen einen pädagogischen Zweck erfüllt.

Kommentar von Antworter45 ,

machen sie auch nicht : ) aber sie überzeugen kinder falsch zu denken in dem sie nicht die nachteile der partei erzählen

Kommentar von Coollase ,

Wenn eine Person (in diesem Falle der Lehrer) grundstätzlich oder teilweise, gegen eine Partei ist, dann erzählt er auch seinen Schützlingen - Schülern, das diese schlecht ist. Da Diese denken: "Sie sind Lehrer, Sie wissen was für die Kinder gut ist!" 

Ach wenn das doch nur immer der Fall währe -.-

Kommentar von Antworter45 ,

genau ^^

Antwort
von Grammatikus, 38

Der Lehrer sollte durchaus ehrlich einbringen, welche politische Haltung er hat; man merkt das im täglichen Austausch ohnehin. Missionieren darf er natürlich nicht.

Kommentar von Antworter45 ,

er spricht es nicht aus

Kommentar von earnest ,

Wo ist dann das Problem?

Kommentar von earnest ,

Du findest also die nicht ausgesprochenen Gedanken deines Lehrers schlimm?

Antwort
von JOXON, 47

geht mir auch so!

Kommentar von Antworter45 ,

wie alt bist du ?

Kommentar von JOXON ,

Ich bin 14

Kommentar von Antworter45 ,

ich auch : )

Kommentar von JOXON ,

:D

Antwort
von earnest, 21

Schön, daß wir nun deine Meinung kennen.

Wie du aber selbst schreibst, spricht der Lehrer, den du anscheinend meinst, seine Meinung aber nicht aus. 

Wo ist also das Problem? Wie "schleicht" er - ohne zu schleichen?

Selbstverständlich kann und darf ein Lehrer seine persönliche Meinung äußern. Das ist aber kein Missionieren. Und mit Schleichwerbung hätte das auch nichts zu tun.

Gruß, earnest

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