Frage von nilsgo49, 25

Was halten Sie oder ihr von Flüchtlingen?

Antwort
von EgonL, 9

zuerst ein Zitat, Soziologe Helmut Schelsky brachte es auf diese Formel: >>Wer die Sprache beherrscht, beherrscht auch die Menschen.<<

Immer wieder höre und lese ich, auch hier im Netz, welch beispiellose Nonchalance eine vernunftbegabte Kulturnation an den Tag legt, wenn es darum geht, unterschiedlichste Menschengruppen unter den Begriff
>>Flüchtlinge<< zu subsumieren. Das ergibt die Notwendigkeit zu
umfänglichen Korrekturen.

Denn die offenkundig gewollte Mischung unterschiedlicher Begriffe wie >>Flüchtling<<, >>Migrant<<, >>Asylbewerber<<, >>Verfolgter<<, oder
>>Zuwanderer<< und (>>Migrations-Hintergrund<< was auch immer diese Bezeichnung bedeutet). Ein weiterer Begriff ist >>Wirtschaftsflüchtling<<.

Flüchtling ist, wer sicheres Terrain betritt, wenn das Heimatland nicht (mehr) in der Lage ist, für Leib und Gesundheit zu bürgen; der Asylbewerber darf sich auf den Artikel 16a Satz 1 des Grundgesetzes berufen, das feststellt, dass dieser Schutzgewährung die nachweisliche politische Verfolgung vorauszugehen hat; Migranten hingegen verlassen ihr Land aus eigenem Antrieb (sie emigrieren) - in der Hoffnung auf einen höheren Lebensstandard im Zielland;

Wirtschaftsflüchtling ist, (meine Definition) wer bei uns in Deutschland Kapital erwirtschaftet und dies vor dem Fiskus in ein Steuerparadies versteckt. Der bekannteste dürfte wohl Uli Hoeneß (Unternehmer und ehemaliger Präsident des FC Bayern) sein. Ein anderer flüchtete sogar selbst vor dem Fiskus. Waldemar "Waldi" Hartmann (Journalist, Moderator und Sportreporter) wohnte aus steuerlichen Gründen von 2000 bis 2015 in Chur in der Schweiz. (Seine eigene Aussage bei "Markus Lanz" auf mehrmalige Nachfrage. Nach der Steuerhöhe wurde er gefragt, "Antwort: dies sei Verhandlungssache"). Anmerkung von mir, "Wirtschafts-(steuer) flüchtlinge" bezahlen in der Schweiz weniger Steuern.

Schutzsuchende aus (Bürger-)Kriegsgebieten aufzunehmen, ist eine humanitäre Herausforderung ersten Ranges. Fest steht aber auch, das weder
die Genfer Konvention noch andere Vertragswerke Staaten verpflichten, Migranten (sogenannte Wirtschaftsflüchtlinge) Unterschlupf zu gewähren. In der nötigen Deutlichkeit ausgedrückt: Wer nicht politisch verfolgt oder kriegerischen Auseinandersetzungen ausgesetzt ist, ist auch kein Flüchtling !

Infam, egoistisch und politisch extrem kurzsichtig ist die für allzeitige Verwendbarkeit gefügig gemachte Leier von den >>Fachkräften<<, die unserem Arbeitsmarkt fortan in kürzester Zeit zu Verfügung stehen sollen. Denn abgesehen davon, dass der Terminus >>Fachkraft<< nur auf den geringsten Teil der Neuankömmlinge zutrifft, ist zu fragen, ob diesen - und damit Herkunftsländern - nicht erheblich eher geholfen wäre, wenn dieses vorgebliche Ausbildungsniveau dort zu Anhebung des Lebensstandards nutzbar gemacht würde. Diese geburtenstarken Nationen brauchen vor allem mit Hinblick auf die künftige Entwicklung zuvörderst ein gut ausgebildetes Personal, um gegenüber der wirtschaftsstarken Konkurrenz der etablierten Industrienationen und Schwellenländer nicht noch weiter zurück zufallen. So viel muss aus der Geschichte gelernt werden !!!

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