Frage von wannaknowitall9, 87

Was hättet ihr getan (egal ob im Alltag oder auf politischer Ebene), wenn ihr im Dritten Reich als deutscher Bürger gelebt hättet?

Frage steht oben! Wie wärt ihr damit umgegangen, hättet ihr etwas unternommen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von 1900minga, 39

Es lässt sich natürlich leicht sagen, man leistet effektiven Widerstand.

Ich finde ehrlich gesagt, so bitter es klingt, durch die Programme wie die Hitler-Jugend konnte man wundervoll manipulieren.

Entweder, wäre ich damals der extreme Mitläufer gewesen und hätte mich dort sehr engagiert, oder ich hätte absoluten Widerstand geleistet.

Ein Mittelding gibt es da für mich nicht...

Heutzutage würde ich ( und mindestens 95% aller deutschen ) natürlich anders handeln.

Aber das lässt sich eben sehr leicht sagen im Nachhinein...

Kommentar von MickyFinn ,

Vollkommen richtig.

Antwort
von wfwbinder, 29

Ich denke es ist eine Frage, in welchem Alter man das erlebt hätte. Wenn man da reingewachsen/reingeboren worden wäre, wäre man von der Indoktrination bei der HJ mitgerissen worden.

Ein kritischer Geist, der Jahrgang 1914, oder älter gewesen wäre, den hätte es vermutlich innerlich zerrissen.

Antwort
von abibremer, 2

Da fürchte ich mich vor MEINER EIGENEN Antwort nicht unerheblich: Den einen oder anderen Blödsinn hätte ich (vielleicht) mitgemacht, wobei ja auch meine (zum Glück) späte Geburt mir eine GANZ andere Erziehung einbrachte, als sie zu des Adolfs Zeit gewesen wäre.

Antwort
von lupoklick, 16

Was wäre, wenn ......   "Blondie" nicht geschi,,,, hätte`..... ...

Aks Zeitreisender hätte so mancher mit dem GG unter dem Arm

den braunen Horden ein leises "buhh,  das müssen wir aber in der Schülerkonferenz diskutieren" zugeflüstert

und mit dem Einsatz von Widerstands-Wattebäuschen gedroht,,,,

Antwort
von kgunther, 3

Deutschland war durch den "Vertrag" von Versailles ruiniert, die Lage der Bevölkerung so gut wie hoffnungslos, Arbeitslosigkeit und Verelendung überall. Meine Mutter mußte als kleines Kind in die Schweiz gebracht werden, nur damit sie nicht verhungert. Zudem drohte die Bolschewisierung Deutschlands, die stalinistische KPD war eine sehr starke Partei, kommunistische bewaffnete Aufstände gab es zwischen 1918 und 1933 viele.

Die letzten Kabinette vor 1933 konnten bereits nur noch als autoritäre Herrschaft unter Ausschaltung des Parlamentes regieren.

Dann errang die NSdAP große Wahlerfolge, Hitler wurde mit der Regierungsbildung beauftragt. Bereits in den ersten Monaten seiner Kanzlerschaft wurden (autoritär) wirksame Maßnahmen getroffen, um das Elend zu lindern, die Wirtschaft erwachte langsam, die Arbeitslosigkeit ging rapide zurück, bis schließlich Vollbeschäftigung herrschte. Es gab massive Hilfe für Verarmte, für Bauern, für die Familien, für Frauen. Jugendschutz, Arbeitsschutz, Mutterschutz, Tierschutz wurden erstmals im Gesetz verankert.

Die Konzentrationslager spielten bis 1939/41 so gut wie überhaupt keine Rolle. Deutschland war international hoch geachtet, sogar Churchill und der brit. Kriegspremier (WKI) Lloyd George äußerten hymnisches Lob und Bewunderung für die Leistungen der deutschen Regierung. Der deutsche Arbeiter lebte 1938/39 in Wohlstand wie keiner seiner europäischen Kollegen.

Warum hätte bis zu diesem Zeitpunkt irgend ein Deutscher etwas gegen Staat und Führung unternehmen sollen?

Antwort
von UniCornisback, 48

Ich hätte versucht, mich aus allem rauszuhalten.

Antwort
von barfussjim, 30

Ich wäre ausgewandert oder im KZ gelandet.

Kommentar von MickyFinn ,

Diese Frage kann man nicht so leicht beantworten... klar, mit den heutigem Wissen, würde doch kaum jemand das 3. Reich unterstützen wollen und hätten Widerstand geleistet. Wer weiß, vielleicht wärest auch du ein Mitläufer gewesen, der sich hat blenden lassen, oder dich darüber hinaus Stark für das Regime engagiert.

Es waren andere Zeiten. Die Medien waren gleichgeschaltet, es wurde stets gutes berichtet (Wirtschaft und später auch die Kriegslage).

Antwort
von soissesPDF, 23

Das Prinzip von Leben ist überleben.

Was sollen HartzIV Empfänger heute tun?
Das haben sich SPD/Grüne nicht überlegt, als sie das erfunden haben.

Antwort
von atzef, 10

Ich hätte militanten Widerstand geleistet.

Ein Hitlerattentat wäre mir zu komplex und anspruchsvoll gewesen. Ich hätte mich darauf verlegt, lokale Nazi-Führer (NSDAP, HJ, BDM), Spitzel, Gestapo-Beamte ...ähm...aus dem Spiel zu nehmen...

Antwort
von ichweisnix, 1

Diese Frage kann man nicht beantworten, weil man schlicht nicht in der Situation war. Sie werden da auch keine ehrliche Antwort erhalten. Die durschnittlichen Antworten werden nämlich extrem vor der damaligen Realität abweichen.  Auch sind die Leute heute anders indoktriniert.

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