Frage von Loeffelqualle, 167

Was hätte ich tun sollen (Pony, Panik)?

Kurz zsm gefasst. Ich wollt mit meinem Pony (RB) spazieren gehen. Da warn lautes Motorrad, aber normalerweise stört ihn das nicht. Er erschrickt, galoppiert an. Ich krieg ihn zum traben (wohlgemerkt ich lief neben her und auch ein panisches pony kann wirkich sehr stark sein) er trabt und schleift mich neben sich her. so richtig schnell. ich konnte ihn nicht bremsen oder nix. er hat mich komplett ignoriert, "hooo" oder so brachte null. ich bekomm dann auch panik, dann einen asthma anfall, wundervoll^^ naja. waren dann wieder am stall. ich hab geheult und wäre fast erstickt. (ihr lacht jetzt wahrscheinlich, aber mich macht das so dermaßen fertig. ein isländer ist sehr stark im gegensatz zu einem kleinen menschen) hab ihn am putzplatz angebunden. der motorrad kerl fährt nah an uns vorbei (näher als vorhin) und er bemerkt ihn nichtmal...das klingt jetzt hier alles sehr harmlos, aber die gesamte situation war es ganz und gar nicht. ich hätte fast dden strick losgelassen ._. ja er hat kraft. viel!! ich war dann voll fertig und einfach und hatte einfach nur noch angst. soll ich es morgen nochmal versuchen? aber alleine der gedanke verursacht mir panik und übelkeit.

Expertenantwort
von Urlewas, Community-Experte für Pferde, 12

Also: 

Ich weiß nicht, wie alt und wie erfahren Du bist.

Dass einen ein Pony fortschleifen kann, ist völlig klar, da braucht man sich nicht achämen.

Wie oben schon erwähnt: nie einfach mit Halfter und Steick spazieren gehen - das ist gesetzlich sogar verboten. Mit Trense oder Führkette ( das besprichst Du mit dem Eigentümer) und Handschuhen führt der Fachmann, bzw. das Fachmädchen ;0)

Immer so führen, dass Du den Kopf vor Dir siehst ( sollte  das bei eurer Reitweise nicht erwünscht sein, lass das Spazierengehen lieber!)

Wie anaschia schon sagt, lass den Kopf nie von dir weg drehen.

Übe in Gedanken (!)  immer wieder, schnell zu reagieren,  und den Kopf ruckartig  mit all deiner Kraft zu Dir zu ziehen, bevor das Pferd weg kann. Dieses aber auf keinen Fall richtig " üben",  denn das tut dem Pferd nicht gut, und ist wie die Notbremse im Zug zu betrachten - nur im allergrößten Notfall, um ein Größeres Unglück abziwenden!


Antwort
von WesternCalimero, 17

Einen Schritt zur Seite gehen und den Kopf des Pferdes zur Seite ziehen (die seitliche Halsmuskulatur ist relativ schwach ausgebildet). Dann sofort weiter in einem kleinen Kreis gehen. Damit halte ich auch ein Kaltblut an (!).

Das hättest Du tun sollen... Dazu muss man das aber erst einmal üben - und zwar so lange, bis man nicht mehr darüber nachdenken muss, was nun zu tun sei.. , sondern einfach handelt. Das dauert aber so einige Zeit.

Mach´ Dir keine Vorwürfe, daß Du es nicht auf Anhieb richtig gemacht hast. Bei uns sind auch schon Pfleger durch die Stallgasse geschleift worden...

Ein Pferd, das einmal einen Schreck bekommen hat, ist noch lange nicht unsicher im Verkehr.

Ja, probiere es wieder. Aber vorher auf dem Hof schon mal den Schritt beiseite üben und den Kopf des Pferdes herumnehmen. Auch beim Spazierengehen, immer mal wieder den Schritt beiseite üben. Du wirst merken, daß Du durch das üben bereits wieder mehr Sicherheit bekommst.  

Ansonsten kann ich mich den Kommentaren von >MissDeathMetal< nur anschließen.

LG Calimero

Antwort
von VeraLu, 47

also vorerst mal_ mnatürlich sind auch ponys sehr stark. es ist schon die kunst ein kleines shetty fest zu halten wenn es los möchte. und ich würde das ganze nicht nochmal alleine wiederholen. dein pony ist denk ich noch nicht ganz "verkehrssicher". ich würde die besi oder irgendwen mitnehmen .

es ist okay wenn das pferd erschrickt und einen satz zur seite macht. aber es kann fatale folgen haben wenn es gewissenlos davonrennt. und das ist momentan scheinbar noch euer problem. übe das spazieren gehen lieber zu zweit.

Antwort
von Anaschia, 76

Ja die lieben Tiere !! Da geht ein Pferd 20 mal an einer Mülltonne vorbei und beim 21 mal mutiert die Mülltonne zum Pferde fressenden Monster.

Geh bitte grundsätzlich nur mit Trense mit deinem Pferd spazieren. Außerdem solltest Du darauf achten, dass der Kopf des Pferdes immer zu deiner Seite zeigt. Wenn er sich dann "Erschreckt"- oder so tut als ob- hat er keine Chance nach vorne weg zu stürmen. Er kann dann nur um dich herum traben oder galoppieren. Das wird schnell anstrengend und langweilig fürs Pferd.

Das Pferd sollte beim Führen nicht die Gelegenheit bekommen, seinen Kopf von Dir weg zu drehen oder Ihn gerade nach vorne zu strecken.

Du hast dann keine Einwirkung mehr, und selbst ein kleines Pony kann dich  hinterher schleifen.

Kommentar von friesennarr ,

Führkette wäre noch besser als eine Trense.

Kommentar von Anaschia ,

Ja, aber nur wenn man damit auch umgehen kann. War auch erst so ein Gedanke von mir, aber damit kannst Du als "Anfänger " natürlich auch viel Unheil anrichten.

Antwort
von Luna1881, 72

also harmlos klingt das alles gar nicht !

und die dumheit von machen leuten ist doch echt unfassbar !! ich könnte ko**en wenn ich von solchen leuten hör ( oder lese) von rücksicht haben die wohl nichs gehört

Dein Pony ist erschrocken, das sowas bassiert weist du  ja sicherlich. Wenn du dich jetzt unsicher fühlst frag doch eine freundin ob sie sich erstmal begleidet, bist du dich wider sicher fühlst. (und nimm in zunkunft ein handy mit)

und lauf auf wegen wo kein verkehr ist

lg

Kommentar von Loeffelqualle ,

der einzige weg in den wald führt über eine straße ._. freunde habe ich keine^^ und selbst wenn können die ja nicht viel tun. handy ist immer dabei

Kommentar von Kandahar ,

Wieso ist es rücksichtslos, wenn ein Motorradfahrer eine Straße entlang fährt? Der hat nichts falsch gemacht. Der Fehler liegt bei ihr. Sie geht über eine befahrene Straße mit einem Pferd, welches nicht verkehrssicher ist. Das ist Rücksichtslos anderen Menschen gegenüber!

Kommentar von MissDeathMetal ,

nur weil das Pferd einmal scheut heißt das nicht, dass es nicht verkehrssicher ist. Jedes Tier kann sich mal erschrecken, auch wenn es bei 100 Autos nicht gezuckt hat, beim 101 erschrickt es sich. Und es gibt wirklich Idioten auf der Welt... bin gestern auch von der Straße aus in den Hof eingebogen, Traktoren, Motorräder, Radfahrer usw jucken meine Süße gar nicht. Aber der drecks BMWler hat dann direkt hinter und nochmal richtig Gas gegeben und den Motor jaulen lassen. Ich war schon von der Straße runter und mit allen vier Hufen gerade auf dem Bordstein. Da hätte der A*** auch einfach noch 2 Meter normal weiterfahren können. Aber nein, ist ja n ganz cooler... Ob der Rollerfahrer der FS jetzt auch so blöd reagiert hat weiß ich nicht. Aber es gibt genug Idioten auf der Welt... 

Antwort
von JanRuRhe, 98

Ich denke das Pony ist noch nicht ganz Verkehrsfest. Das muss noch ne Menge lernen. Stell dir vor ein LKW kommt und hupt. Pferde sind klug und können alles lernen um verkehrssicher zu sein. Aber es sind von der Natur her Fluchttiere. Ihr müsst zusammen üben. Oder Straßen meiden- was ja keine echte Übung ist. Lies mal im Internet was über Verkehrserziehung bei Pferden. Ich denke das Pferd /Pony kann gut lernen, dass es mit dir keine Flucht bei Krach ergreifen muss. Polizeipferde hauen nicht mal ab, wenn sie mit Knallern beworfen werden. Wie alles im Leben: üben üben üben:-)

Kommentar von Loeffelqualle ,

also normalerweise ist er da ganz anders. da kann ein traktor an uns hupend vorbei fahren und ein hund bellend auf ihn zurennen und ihn juckt es nicht. aber was soll ich genau IN der situation tun, wenn das pferd panik bekommt?

Kommentar von friesennarr ,

Pferde sind auch nicht blöd, er hat einen Grund gefunden jetzt loszurennen, ob der wirklich Panik hatte, wage ich zu bezweifeln.

Mein Stute sucht immer einen Grund - ohne Grund macht sie auch nichts. Ist so ihre Art.

Versuch das Führen mit Führkette, da hast du Pony besser unter Kontrolle. (lass dir das Führen mit Führkette aber bitte von jemandem zeigen, der da gut kann.)

Die Führkette liegt immer nur ohne Druck auf der Nase und wir nur eingesetzt mit ganz kurzen leichten Anzügen. Im Falle des davonstürmens, hälst du damit so gut wie jedes Pferd.

Kommentar von MissDeathMetal ,

Führkette... seit sich ein Pferd mit ner Führkette losgerissen hat und sich die Haut von den Knochen geschabt hat mag ich die Dinger nicht mehr wirklich ... Man kann ein Pferd damit besser halten, aber wenn es doch loskommt kann das böse enden. 

Kommentar von friesennarr ,

Ich arbeite mit Führkette alla Tellington Jones jetzt seit rund 35 Jahren, selbst schwirigste Pferde habe ich so unter Kontrolle.

Man muß aber lernen mit dem Teil umzugehen und wann zug und wie viel, in jedem Moment nötig ist.

Ich habe noch nie ein verletztes Tier gehabt mit der Führkette.

Grundvoraussetzungen sind aber auch immer die richtige Verschnallung der Kette und der Mensch der führt.

Kommentar von Urlewas ,

Ohne Handschuhe würde ich das Pferd sowieso nicht mehr führen. Egal, mit welchen Utensilien es ausgeübter ist.

Kommentar von JanRuRhe ,

Gute Frage. Was du schreibst klingt alles logisch. Vielleicht schreibst du eine neue Frage- ganz simpel ohne Hintergrundstory: was tun, wenn ein Pferd in Panik verfällt?
Es muss aus dem Fluchtmodus herauskommen. Zügel fest  halten und ziehen - hattest du ja gemacht. Beruhigend einreden - auch. Hoffe, jemand anders weiß mehr :-/

Kommentar von WesternCalimero ,

@JanRuRhe

Um ein Pferd aus dem Fluchtmodus herauszubekommen ist "Zügel festhalten und ziehen" eine eher schlechte Methode. Denn wenn ein Pferd mal im Fluchtmodus ist, muss man dafür sorgen, daß möglichst schnell das Adrenalin abgebaut wird. Das geht allerdings am besten durch Bewegung.

Kommentar von Urlewas ,

Prinzipiell richtig - nur braucht man eine sofort durchführbare Alternative, wenn man am Strick hängt und sich auf einer Autostraße befindet.

Antwort
von Kandahar, 79

Bitte lass die Spaziergänge, wenn du das nicht im Griff hast. Da kann sonstwas passieren. Hoffentlich ist das Pferd versichert!

Kommentar von Loeffelqualle ,

es hat bis jetzt alles super geklappt. normalerweise liebt er spaziergänge

Kommentar von Kandahar ,

Mag ja sein, dass das Pferd das mag. Aber wenn das Pferd nicht verlässlich und sicher zu führen ist und du im Fall der Fälle überfordert bist, dann kannst du das nicht machen. Was ist, wenn er in einem solchen Fall einen Menschen umrennt? Dann könnte ein Mensch zum Krüppel werden und du bist im schlimmsten Fall für den Rest deines Lebens verschuldet.

Kommentar von RainbowHorse ,

nimm doch mal die besi mit und geht zusammen spazieren

Kommentar von MissDeathMetal ,

das finde ich so auch nicht richtig. Nur weil sich das Pferd einmal aufgespielt hat ist es doch nicht gleich ultragefährlich und sollte nur noch in der Box stehen weil es ja irgendwie irgendwann irgendwen umrennen könnte. Und nur weil es sich einmal bei nem Roller erschrocken hat heißt das nicht, dass es nicht verkehrssicher ist. Meine ist definitiv verkehrssicher, hat bei dem A*** von gestern aber auch mal gezuckt. Pferde sind Fluchttiere und ihnen das zu verübeln ist einfach nur dämlich. Ich arbeite mittlerweile auch schon seit einiger Zeit mit Pferden, und wenn sich ein Pferd wirklich aufspielt, dann hält man das nicht. Auch keinen Isländer. Wenn 400kg beschließen wegzurennen hat man mit 60kg Eigengewicht keine Chance. Und ich finde es einfach eine miese Einstellung zu sagen, das Pferd hat einmal gezuckt es darf nie wieder raus. Wie lernt ein Pferd denn dann bitte den Verkehr kennen?? Ich saß auch schon auf 4 jährigen die den Verkehr nicht kannten. Die haben auch mal nen Hüpfer gemacht oder gezickt. Ja und? Man kann Pferde nicht in Watte packen. In Deutschland gibts zu viele Autos, als dass man einfach alle Straßen meidet. Mögliche Probleme zu umgehen ist keine Problemlösung und man macht sich damit nur weitere Probleme. Und ich weiß ja nicht ob du weißt wie es ist einen Asthmaanfall zu bekommen, da kann man von Glück reden, dass sie das Pferd überhaupt noch an der Hand hatte. Und? Dürfen jetzt alle Asthmatiker der Welt nie mit Pferden arbeiten? Weil vllt irgendwann irgendwas irgendwie... ? 

Kommentar von Urlewas ,

Sehe ich auch so.

Wenn das Alles immer so leicht vorhersehbar wäre, wären Tierhalterhaftpflichtversicherungen nicht so notwendig und teuer.

Und um das Risiko zu minimieren und auch den Versicherungsschutz zu haben, ist das vorgeschriebene Werkzeug unbedingt erforderlich. Wenn im Straßenverkehr jemand zu Schaden käme , weil ein ohne Trense geführtes Pferd sich losreißt, zahlt keine Versicherung und man wird unter Umständen seines Lebens nicht mehr froh.

Also, draus lernen, wie es besser geht  ( und das bezweckt ja hier die Fragestellerin ) und fröhlich weitermachen!

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten