Frage von Matrjoshka, 236

Was haltet ihr von einem Referendum über den EU-Austritt in Deutschland?

Hey Leute, was haltet ihr von einem Referendum in Deutschland, das über den Austritt aus der EU oder den Verbleib bestimmen würdet? Wäre es sinnvoller, wenn Deutschland bleiben oder austreten würde? Was denkt ihr? Was für Pros und Contras?

Antwort
von Interesierter, 124

Um ehrlich zu sein, ich halte nicht viel von dieser Idee.

Die Vertragswerke sowie die Folgen der Entscheidung in die eine oder andere Richtung kann die überwiegende Mehrheit der Wähler gar nicht überblicken.

Daher würde jedes Referendum zu einem Wettstreit der Populisten werden. Wir sehen doch gerade, wie das in GB läuft. Glaubst du ernsthaft, auch nur 5% der Wähler haben wirklich Umfang und Tragweite ihrer Entscheidung verstanden?

Hier sehen wir eine der Schattenseiten der direkten Demokratie.

Kommentar von Matrjoshka ,

Aber wieso denkst du, dass höchstens 5% es verstanden haben?

Kommentar von Interesierter ,

Wie viele Leute kennst du, die das ganze EU Gebilde komplett verstehen und die Folgen einer solchen Entscheidung ansehen könnten?

Ich denke mal, es sind genau so viele, wie ich kenne, nämlich gar niemand.

Ich möchte sogar darauf wetten, dass der tatsächliche Anteil der Bescheidwisser deutlich unter einem Prozent liegt.

Kommentar von Pr1nzAlbert ,

Also besser das dumme unmündige Volk lieber nicht an wichtigen Entscheidungen beteiligen,  Die Politquatscher allein wissen was gut ist. Es muß den doofen Bürgern nur richtig "erklärt" werden, stimmts?

Kommentar von Sachsenbruch ,

Und, Alb? Hat's denn eben geklappt?

Kommentar von Interesierter ,

Manchmal ist das besser! Korrekt!

Hört sich undemokratisch an und ist es auch, aber manchmal muss man Menschen vor den Folgen ihrer Unwissenheit schützen.

Oder glaubst du, es macht Sinn, jemanden über etwas abstimmen zu lassen, wovon er keinerlei Ahnung hat?

Kommentar von Dahika ,

Die Politquatscher sind gewählt worden. Und glaub mir, wenn solche Populisten wirklich an die Macht kämen, würden sie die Demokratie der Straße als Erstes verbieten. Und die restliche Demokratie gleich mit.

Kommentar von Interesierter ,

Es wäre nicht das erste Mal, daß sowas passiert.

Kommentar von lupoklick ,

Ich  muß hier eine Lanze für direkte "Demokratie" brechen,    

Sie ist IDEAL, um Kinderfeste zu organisieren .

...  mehr aber NICHT !!!

Kommentar von iloveoov ,

Werter Herr das kennen Sie nicht aus Erfahrung - das Privileg so ein Volksentscheid zu erleben und über eine wichtige Angelegenheit zu entscheiden wurde nichtmal ihrer Oma zuteil. Also erzählen sie kein Humbug, dafür sind Kinderfeste eher geeignet.

Kommentar von Interesierter ,

Wer etwas gesunden Menschenverstand besitzt, der überträgt nur denjenigen, die sich mit der zur Debatte stehenden Thematik auskennen, eine Entscheidung dieser Tragweite.

Oder anders ausgedrückt: Wer jemandem, der keine Ahnung hat, eine Entscheidung über Wohl und Wehe des gesamten Landes und darüber hinaus zumutet, der kann nicht bei klarem Verstand sein.

Das mag undemokratisch sein, nur muss das Volk ab und an vor sich selbst geschützt werden, da es sonst zu irrationalen Entscheidungen neigt.

Kommentar von iloveoov ,

Wer bestimmt wer Ahnung hat und wer nicht, hm ? Das ist das Hauptargument welches sich politische Eliten immer einreden, um ihre autoritären Entscheidungen zu rechfertigen. Man muss schon über ein sehr ausgeprägtes/aufgeblähtes Ego sowie eine arrogante Einstellung verfügen um anderen jegliches Urteilsvermögen in einer Angelegenheit abzusprechen. Deine Art zu argumentieren wäre in einer echten Demokratie wie z.B der Schweiz politischer Selbstmord .. aber das verstehst du eben nicht.

Wer jemandem, der keine Ahnung hat, eine Entscheidung über Wohl und Wehe des gesamten Landes und darüber hinaus zumutet, der kann nicht bei klarem Verstand sein.

Das mag undemokratisch sein, nur muss das Volk ab und an vor sich selbst geschützt werden, da es sonst zu irrationalen Entscheidungen neigt.

Ehrlich, mit so einer Rhetorik hat man noch zu Zeiten Bismarcks Demokratie und Zivilrechte im Schach gehalten.

Kommentar von Interesierter ,

Nun, in gewissem Sinne wird es in jedem Fall ein zweites Referendum geben. Wenn du Cameron zugehört hast, dann dürfte dir aufgefallen sein, dass er bis Oktober zurücktreten wird. Die aktuellen Mehrheitsverhältnisse liegen aber so, dass die überwiegende Mehrheit der Abgeordneten gegen den Brexit ist.

Das Referendum hat keine bindende Wirkung. Daher müsste der Beschluss vom Parlament verabschiedet werden, was mit den jetzigen Mehrheitsverhältnissen praktisch unmöglich ist.

Es bleiben folglich nur Neuwahlen. Ob dann ein möglicher Kandidat Boris Johnson tatsächlich eine Mehrheit für einen Austritt hinter sich bringen kann, ist fraglich. Das Hauptthema dieser Neuwahlen dürfte wiederum der Brexit sein.

Cameron hat seinem Nachfolger ein ganz faules Ei gelegt.

Und eines ist mal klar. Eine Volksbefragung kann nur soweit den Willen des Volkes widerspiegeln, wie dieses über Folgen und Tragweite einer Entscheidung im Bilde ist. Alles andere ist Philosophie.

Antwort
von Dahika, 66

Da halte ich nichts von. Durchsetzen tut sich doch nur der Pöbel, der irgendeinem Stammtischgeschwafel aufsitzt. Die Briten werden es noch bitter bereuen. Und die Schotten, die ihr land wieder von Großbritannien trennen wollen, bekommen jetzt mächtig Auftrieb.

Kommentar von Interesierter ,

So könnte aus Großbritannien recht schnell Kleinengland werden, denn was GB darf, kann man Schottland und Nordirland nicht verbieten.

Antwort
von soissesPDF, 37

Nein, wird es nicht geben.
Deutschland wird als letzes die EU verlassen, eher wird es die Zeche bezahlen für seine unsinnige Politik der letzten Jahre, von Agenda 2010 bis Austeritätspolitik.

Das Kanzleramt hat heute morgen bereits einen Intensivkurs im Rückwärtsrudern für Kanzlerin Merkel (CDU) gebucht.
Nein, wir brauchen genau nicht mehr Europa und schon gar keine politische Union.
Der Spuk ist beendet.

Rules Britania!
Glückwunsch

Expertenantwort
von ArnoldBentheim, Community-Experte für Geschichte & Politik, 73

Das deutsche Volk ist genausowenig wie das britische Volk in der Lage, die politisch-wirtschaftlichen Dimensionen einer solchen Entscheidung, die Jahrzehnte historischer Entwicklungen mit einem Kreuzchen beendet, abzuschätzen und zu beurteilen. Auch die vielen Dummköpfe in Großbritannien, die emotional gegen die EU entschieden haben, scheinen nach den bisherigen Berichten wenigstens zum Teil darüber zu erschrecken, was ihre Entscheidung nun an Folgewirkungen, die sie überhaupt nicht bedacht haben, zeitigen und anrichten kann. Der "Brexit" gefährdet nicht nur ihre persönliche soziale Existenz, sondern bedroht die Existenz des gesamten Vereinigten Königreichs! Wenn Nordirland der Republik Irland beitritt und Schottland seine Unabhängigkeit beschließt, wird das kleine England-Wales, umzingelt von der EU, das neue Armenhaus Europas werden.

Das britische Beispiel zeigt, dass ein Volk, durch momentane Emotionen verleitet, keine politisch zukunftswirksamen Entscheidungen fällen kann und darf! Nordirland und Schottland wollen in der EU bleiben, dagegen haben Wales und England mit dünner Mehrheit für den Austritt gestimmt. Damit ist das ganze Vereinigte Königreich gesellschaftlich gespalten. Schlimmer noch: besonders ältere Bürger haben sich von der EU abgewandt, während die junge Generation für die EU gestimmt hat, wie die ersten Wahlanalysen zeigen. Mit welchem Recht darf eine nationalistisch bewegte dünne Mehrheit eine so weitreichende Entscheidung fällen, die besonders den jungen Menschen die Zukunft raubt? Man kann den Briten nur wünschen, dass ihre vorhandenen staatlichen Institutionen den Unfug der Volksabstimmung erkennen und noch abwenden!

Übrigens lag die Wahlbeteiligung bei der Volksabstimmung nur bei 72,2 %. Was bedeutet das? Dass nur eine deutliche Minderheit aller Briten klar und deutlich für einen EU-Austritt gestimmt hat! Demokratie geht in die falsche Richtung, wenn eine Minderheit des Volkes die Mehrheit tyrannisieren darf!

Deutschland sieht in seiner Verfassung, dem Grundgesetz, mit Recht in so wesentlichen politischen Fragen, die das ganze Land betreffen, keine Volksabstimmungen vor. Das hat seine Berechtigung, wie die britische Volksabstimmung belegt.

Außerdem gibt es keinen Grund für Deutschland, aus der EU auszutreten. Denn die EU, deren Entwicklung zunächst auch ohne die Briten weitergehen muss, ist für die Zukunft Europas und Deutschlands von eminenter Bedeutung, wenn die europäischen Länder ihre politische und wirtschaftliche Stellung in der Welt behaupten wollen.

MfG

Arnold


Kommentar von DerKleineRacker ,

Dass nur eine deutliche Minderheit aller Briten klar und deutlich für einen EU-Austritt gestimmt hat! Demokratie geht in die falsche Richtung, wenn eine Minderheit des Volkes die Mehrheit tyrannisieren darf!

Nicht zur Wahlurne zu gehen ist bereits eine Entscheidung. Die Entscheidung lautet: Im Falle dass die Mehrheit sich für den Brexit entscheidet, habe ich nichts dagegen oder es wäre mir egal, ich enthalte mich. Wer zu faul ist sich zum Wahllokal zu begeben oder einen Brief zu verschicken, braucht sich auch nicht tyrannisiert fühlen.

Kommentar von ArnoldBentheim ,

Nicht zur Wahlurne zu gehen ist bereits eine Entscheidung.

Ja, das kann man so sehen.

Die Entscheidung lautet: Im Falle dass die Mehrheit sich für den Brexit entscheidet, habe ich nichts dagegen oder es wäre mir egal, ich enthalte mich. Wer zu faul ist sich zum Wahllokal zu begeben oder einen Brief zu verschicken, braucht sich auch nicht tyrannisiert fühlen.

Pure Spekulation!

Dann spekuliere ich auch einmal: Die rund 28% britischer Nichtwähler haben ihre Fähigkeiten, über den "Brexit" zu urteilen, realistisch beurteilt und sich bewusst einer Fehlentscheidung durch Nichtwählen entzogen. Insofern sind die Nichtwähler zur Gruppe der vernünftigen Wähler zu rechnen, die keinen übereilten Ausstieg aus der EU wollten.

Jetzt spekuliere ich nicht mehr: Bei einer Volksentscheidung, zumal wenn sie über eine bedeutende Angelegenheit mit weitreichenden Wirkungen in der Zukunft abgehalten wird, darf eine Mehrheit, die verbindlich entscheidet, nur eine solche sein, die aus mehr als 50% der Wahlberechtigten besteht, also eine wirkliche Mehrheit des Volkes darstellt. Für den "Brexit" hat aber nur eine deutliche Minderheit aller britischen Wahlberechtigten gestimmt, und daher tyrannisiert diese Minderheit nun die Mehrheit des britischen Volkes.

Dass die britischen Politiker eine Minderheit des britischen Volkes solche weitreichenden Entscheidungen fällen lassen, ist ein Zeichen erheblicher Dummheit und von großem politischen Dilettantismus, das weniger die EU, dafür in hohem Maße die Existenz des Vereinigten Königreiches bedroht! Apropos "Dummheit": Immerhin könnte man den britischen Politikern zugute halten, dass sie eben auch nur ihr Volk repräsentieren.  :-)

Kommentar von iloveoov ,

Ganz schön krude Thesen die du(ArnoldBentheim) hier vertritst. Der Volksentscheid als wesentlicher Teil der Demokratie welcher Fundament und gleichzeitig Garantie jeder erdenklich freien Gesellschaft verkommt bei dir zu einer Platform welche abgeschafft werden sollte, denn sie bietet Mehrheiten eine Entscheidungshoheit über den Minderheiten in einem Staat. Was denn sonst ? Genau das ist doch echte Demokratie. Und warum auch nicht ?? .. nur weil in Deutschland das nicht Usus ist ? Indem politische  Eliten meinen alles besser zu wissen und das Volk eh nur als Wahlvieh dient entfernen sie sich mehr und mehr von dem was Politik eigentlich leisten sollte - nämlich im Sinne des Volkes das Land zu regieren. Frag' doch mal unter deinen Freunden und Familie dann wirst du noch merken wie viele sich mit der Arbeit der regierenden identifizieren können. Und wenn man nicht Politik im Sinne des Volkes macht für wenn macht man sie dann .. ?!? Dafür das die deutsche Verfassung Volksentscheide nicht berücksichtigt ist sie in dieser Hinsicht ein Armutszeugnis sofern man sich als demokratischer Staat ernst nimmt.

Über den spekulativen Teil des Beitrages wollte ich mich nicht äußern aber echt jetzt - England das Armenhaus Europas ? ... der war gut - ich dachte das wären die Griechen, und die sind meines Wissens in die EU. Die hatten sich damals auch per Volksentscheid pro-EU ausgesprochen ... das fandest du vermutlich damals auch nicht gut, hmm ?!?

Kommentar von ArnoldBentheim ,

Ganz schön krude Thesen die du(ArnoldBentheim) hier vertritst.

Inwiefern?

Der Volksentscheid als wesentlicher Teil der Demokratie welcher Fundament und gleichzeitig Garantie jeder erdenklich freien Gesellschaft verkommt bei dir zu einer Platform welche abgeschafft werden sollte, denn sie bietet Mehrheiten eine Entscheidungshoheit über den Minderheiten in einem Staat.

In Deutschland gibt es auf Bundesebene keine Volksentscheide, dennoch ist die deutsche eine freie Gesellschaft, ihre Freiheiten und Rechte sind garantiert. Deine These ist also allein dadurch  widerlegt!

Deine weitere Argumentation ist unsinnig! Natürlich sind in einer Demokratie Mehrheiten entscheidend, aber weil in einer Demokratie das Volk nur herrscht, aber nicht regiert, darf eine Entscheidung des Volkes mit weitreichenden Zukunftswirkungen keinesfalls von einer Minderheit der Wahlberechtigten einer Mehrheit der Wahlberechtigten aufgezwungen werden. Das ist Tyrannei, wozu auch ein (Teil-)Volk nicht berechtigt ist!

Genau das ist doch echte Demokratie.

Nein! Was dir vorschwebt, ist eine Ochlokratie, keine Demokratie.

Indem politische  Eliten meinen alles besser zu wissen und das Volk eh nur als Wahlvieh dient entfernen sie sich mehr und mehr von dem was Politik eigentlich leisten sollte - nämlich im Sinne des Volkes das Land zu regieren. Frag' doch mal unter deinen Freunden und Familie dann wirst du noch merken wie viele sich mit der Arbeit der regierenden identifizieren können. Und wenn man nicht Politik im Sinne des Volkes macht für wenn macht man sie dann .. ?!?

Immer dasselbe dumme Gejammere und immer dieselben Propagandaphrasen! Wenn das Vereinigte Königreich auseinanderbricht, inwiefern war der Volksentscheid für den "Brexit" dann "im Sinne des Volkes"?

Außerdem: wenn sie so furchtbar ist, unsere repräsentative Demokratie, dann frage ich: Warum sitzt du auf deinem Stühlchen und meckerst hier unqualifiziert herum? Tu mal was! Jeder Bürger darf mehr als nur zu wählen: er darf einer Partei beitreten, sich aktiv in der Politik seiner Kommune, seines Landes und des Bundes betätigen; er darf eine eigene Partei gründen, seine Mitbürger mit guten Ideen überzeugen, bei Wahlen Mehrheiten gewinnen und dann die Politik (mit-)bestimmen. Also, werde doch Politiker!

Obwohl: warte lieber noch, bevor du beschließt, Politiker zu werden. Wenn ich so in die Geschichte schaue ...   :-))

Kommentar von iloveoov ,

Dich kann man doch nicht ernst nehmen, Arnold. Was du unter Demokratie verstehst wird mir langsam klar, wenn man Deutschland zum Paradebeispiel macht - eine amputierte Randerscheinung im Vergleich zu Völker die tatsächlich eine Volksorientierte Demokratie praktizieren; z.B. Sweden, Schweiz, Finnland usw Gerade die wichtigen Entscheidungen in einem Land sollte man durch Volksentscheide ratifizieren. Entscheidungen über Krieg oder Frieden, den Beitritt in einem Staatenverbund, oder eine neue Währung das sollte keine demokratische Regierung ohne das jeweilige Volk zu befragen entscheiden. Da sind höchst 2/3 Falle in 10 Jahren. Die oben genannten Länder sind wohl für den deutschen politischen Bigot wohl Ochlokratien ?? Merkst du nicht wie lächerlich deine Aussagen sind ? Auf welches Land trifft denn so etwas wie Ochlokratie überhaupt zu ?

Nicht zuletzt versuchst du auf lächerlichste Weise mit hypothetischen horror Szenarien dagegen zu steuern, so in etwa

Wenn das Vereinigte Königreich auseinanderbricht, inwiefern war der Volksentscheid für den "Brexit" dann "im Sinne des Volkes"?

oder

Wenn Nordirland der Republik Irland beitritt und Schottland seine Unabhängigkeit beschließt, wird das kleine England-Wales, umzingelt von der EU, das neue Armenhaus Europas werden.

Du hast wohl ein faible für's dramatische, aber auf Bild Niveau

Kommentar von ArnoldBentheim ,

Was du unter Demokratie verstehst wird mir langsam klar,

Das bezweifle ich doch sehr!

... Deutschland ... - eine amputierte Randerscheinung ...

Ja, jetzt verstehe ich dein vehementes Eintreten für direkte Demokratie: "amputierte" - aber solche Vokabeln sind verräterisch und nach 67 Jahren Bundesrepublik Deutschland nur noch lächerlich! Irgendwelche Revisionen des territorialen Bestandes der Bundesrepublik kann auch deine direkte Demokratie, die für dich die einzige "Volksorientierte Demokratie" zu sein scheint, die du sogar "über Krieg oder Frieden" entscheiden lassen willst, nicht mehr durchsetzen, es sei denn, das deutsche Volk will Selbstmord begehen!

Übrigens belegt dein "Demokratiebegriff", dass du die in Deutschland bewährte repräsentative Demokratie nicht im Ansatz begriffen hast  -  und das nicht nur, weil du ihr die "Volksorientierung" grundlos absprichst  -, Zitat:

Gerade die wichtigen Entscheidungen in einem Land sollte man durch Volksentscheide ratifizieren. Entscheidungen über Krieg oder Frieden, den Beitritt in einem Staatenverbund, oder eine neue Währung das sollte keine demokratische Regierung ohne das jeweilige Volk zu befragen entscheiden.

Auch in Deutschland wird das Volk immer und immer wieder befragt, und es trifft in Wahlen seine Entscheidungen! Das hast du nicht gewusst?  q.e.d.   :-))

Nicht zuletzt versuchst du auf lächerlichste Weise mit hypothetischen horror Szenarien dagegen zu steuern ...

Wenn du dich politisch informieren und weniger Propaganda produzieren würdest, dann wüsstest du, dass ich keinesfalls "hypothetische horror Szenarien" (!) ausgemalt, sondern politische Vorgänge erwähnt habe, die schon unmissverständlich angekündigt worden sind.

Aber du gibst ein gutes Beispiel ab, auf welcher Grundlage große Teile des Volkes bei Volksentscheidungen Entscheidungen fällen würden.  :-)

Kommentar von LukDill02 ,

Ich verstehe nicht warum du (Arnold) das Recht hast die Briten als dumm zu bezeichnen. Sie haben sich, wenn auch nur mit einer knappen Mehrheit, dafür entschieden aus der EU auszutreten! Sie haben, zurecht, das Gefühl, dass Brüssel sich zu sehr in die Landespolitik einmischt. Und du redest hier davon, dass sich die älteren Menschen von der EU abgewandt haben und somit das Leben der Jüngeren versauen. Ältere Menschen haben genauso das Recht sich über die Zukunft ihres Landes zu entscheiden wie Jüngere! Und jetzt nenne mal Gründe warum das Leben eines Menschen versaut wird nur weil sich sein Land nicht mehr in der EU befindet. Und ich möchte noch deine letzte Bemerkung komentieren: Obwohl: warte lieber noch, bevor du beschließt Politiker zu werden. Wenn ich so an die Geschichte denke. Willst du hiermit einen EU kritischen Bürger mit Diktatoren wie Hitler uns Stalin vergleichen?

Kommentar von Interesierter ,

Ich muss hier eindeutig eine Lanze für ArnoldBentheim brechen.

Ein Volksentscheid macht nur dann Sinn, wenn den Wählern die Tragweite und die Folgen ihrer Entscheidung bewusst sind. Wer den Wahlkampf verfolgt hat, kommt unweigerlich zu dem Schluss, dass die Wähler in ihrer überwiegenden Mehrheit über die tatsächlichen Folgen des Austritts gar nicht informiert waren.

Der Wahlkampf war geprägt von gezieltem Populismus, er war inhaltsleer. Es war eine Schlammschlacht, die sogar zum Mord an einer zweifachen Mutter geführt hat.

Du kannst mir viel erzählen, aber nicht, dass hier der Wille des Volkes erklärt worden wäre.

Kommentar von ArnoldBentheim ,


Ich verstehe nicht warum du (Arnold) das Recht hast die Briten als dumm zu bezeichnen.

Das macht nichts. Schau mal in unsere Verfassung, Grundgesetz Artikel 5.

Ich erkläre dir natürlich gerne noch einmal, warum ich das britische Volk - besser: der Teil, der für den "Brexit" geworben und gestimmt hat - für dumm halte:

Die EU ist kein Kaffeekränzchen, zu dem man kommt, wenn es Sahnetorte gibt, und wieder geht, wenn nur noch Sandkuchen angeboten wird. Die EU ist eine Staatengemeinschaft mit Rechten und Pflichten, die ihren Mitgliedern Sicherheit, Solidarität und wirtschaftliche Stabilität gewährt. Alle Mitgliedsstaaten profitieren auf vielfältige Weise davon, auch die Briten. Die Brexitbefürworter ignorieren aus mangelhafter Urteilsfähigkeit die Folgen für die britische Zukunft: sie grenzen sich aus einer starken Gemeinschaft aus, werden erhebliche wirtschaftliche und politische Nachteile erleiden und bedrohen darüberhinaus den Bestand ihres Staates, des Vereinigten Königreiches. Und warum? Die EU befindet sich derzeit noch in einem Entwicklungsprozess, der natürlich auch Fehlentwicklungen und Probleme aufweist. Das sollte einen verständigen Menschen nicht wundern, denn in der EU und ihren Mitgliedsländern agieren Menschen! Wer also, wie die Briten, sich wegen solcher Fehlentwicklungen und Probleme einfach davonmacht, statt konstruktiv und solidarisch die EU zu verbessern, der beweist mangelhafte Politikfähigkeit und nicht vorhandenes Sozialverhalten. Was wollen die Briten? Angeblich ihre Souveränität zurückgewinnen? Und für dieses Trugbild schütten sie das Kind mit dem Bade aus und riskieren aus Angst vor dem "Tod" sogar einen "Selbstmord"? Das ist dumm!!!

Sie haben sich, wenn auch nur mit einer knappen Mehrheit, dafür entschieden aus der EU auszutreten!


Eigentlich nicht. Nur etwas mehr als ein Drittel aller wahlberechtigten Briten haben für den "Brexit" votiert. Rund zwei Drittel urteilten also anders! Das ist die deutliche "Mehrheit"!

Sie haben, zurecht, das Gefühl, dass Brüssel sich zu sehr in die Landespolitik einmischt.


"Zurecht"? Das ist doch dumme Propaganda!

Und du redest hier davon, dass sich die älteren Menschen von der EU abgewandt haben und somit das Leben der Jüngeren versauen. Ältere Menschen haben genauso das Recht sich über die Zukunft ihres Landes zu entscheiden wie Jüngere! Und jetzt nenne mal Gründe warum das Leben eines Menschen versaut wird nur weil sich sein Land nicht mehr in der EU befindet.


Meine Ausführungen beruhten auf Ergebnissen britischer Wahlforscher. Gerade ältere Briten, die sich emotional immer noch nicht vom britischen Weltreichsgedanken verabschiedet haben, haben den jungen Briten, die für die EU waren, eine Zukunft in dieser Gemeinschaft ausschlaggebend verbaut. Denn für die Briten endet mit ihrem Austritt aus der EU auch die Freizügigkeit und viele andere Vorteile, die sie als EU-Bürger gehabt hätten.

Willst du hiermit einen EU kritischen Bürger mit Diktatoren wie Hitler uns Stalin vergleichen?


Keineswegs. Aber ich kann mich natürlich auch irren.  :-)



Kommentar von iloveoov ,

Du schreibst mal wieder die Tafeln voll aber inhaltlich ist es wenig wofür sich das lohnt. Deine Position zu hinterfragen, über die Dinge die du hier schreibst zweimal zu reflektieren das kommt dir überhaupt nicht im Sinn, denn deine eigenen Wertvorstellungen sind über alle Zweifeln erhabene Kanone. Und außerhalb deines Kübels ist wohl alles Propaganda ... muss wohl so sein. Die (un)Werte wofür du stehst, brauchst du nicht gebetsmühlenartig zu wiederhollen, die sind einem jedem klar gleich nach dem lesen deines ersten Beitrags. Und zwar

  • demokratische Entscheidungen sind in der EU grundsätzlich abzulehen, da die breite Masse überhaupt keine Durchblick hat; Goebbels wäre auch nicht anderer Meinung. Es ergänzen sich deutscher Junkertum & Rassenwahn auf wunderbarste Weise
  • verteidigung des politischen Establishments in Deutschland, besonders des konservativen Flügels .. wenn man deinen Ausführungen so folgt. Unbedingt, denn ohne die wäre die EU schon längst aus den Fugen geraten.
Antwort
von Jewi14, 110

Ich mach dir einen ganze einfachen Vorschlag: Warte 2 Jahre nach den vollzogenen Austritt der Engländer und stell die Frage dann neu.

Dann wirst du erkennen, wie am Boden die Engländer liegen werden. Deine Frage erübrigt sich dann

Kommentar von Matrjoshka ,

Wieso wären sie dann am Boden?

Kommentar von Pr1nzAlbert ,

Am Boden vor lachen über die Deppen die sich weiterhin von Brüssel bevormunden lassen.

Kommentar von Sachsenbruch ,

Was soll man dazu noch sagen? Es gibt eben immer noch ultrarückständige Standpunkte, die eine nationalistische Kleinstaaterei wollen.

Kommentar von JBEZorg ,

Lach. Die Engländer werden höchstens am Boden liegen vor Lachen.

Kommentar von Interesierter ,

Warten wir es ab.

Antwort
von frider123, 65

Ich wäre zu 100% dafür.
Der einst gute Gedanke der EU, verwandelt sich immer mehr zu einem zentralistischen Einheitsstaat.

Deutschland wird es ohne die EU viel besser gehen, und andere Länder leiden unter Euro und EU.

So eine Abstimmung muß zu einem freien und demokratischen Land gehören.

Kommentar von lupoklick ,

WER "leidet" denn??? ---- "direkte Demokratie" ist ein Fest für Demagogen....

Kommentar von iloveoov ,

Das britische Volk hat nach demokratischen Regeln jene Entscheidung getroffen. Wer bist du Wicht um das infrage zu stellen? Ich merke das bei uns alle Demokraten sind nur solange sich Dinge zu unserer Gunst entwickeln.

Kommentar von Interesierter ,

Hier lehnst du dich sehr weit aus dem Fenster.

Der Wähler kann nur auf Grundlage der ihm zur Verfügung stehenden Informationen eine Entscheidung treffen.

Ein Volksentscheid macht daher nur dann Sinn, wenn der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung alle Fakten und alle möglichen Folgen der jeweiligen Entscheidung bekannt sind. Dies war hier nicht der Fall. Wird der Wähler getäuscht, verliert das Abstimmungsergebnis seine Legitimation.

Wenn direkte Demokratie, dann muss alles vorher auf den Tisch. Erst wenn das der Fall ist, kann man wirklich von Volkes Willen sprechen.

Kommentar von frider123 ,

Schau mal in die südeuropäischen Ländern, wie da die wirtschaftlichen Verhältnisse sind.
Die EU schadet mit ihren Bestimmungen z.B. den landwirtschaftlichen Betrieben.

Demokratie kann nur mit Volksabstimmungen funktionieren, sonst ist es keine.

Antwort
von LordPhantom, 90

Ganz einfach: Unsere Wirtschaft würde kollabieren und die EU würde zerfallen

Kommentar von Interesierter ,

Richtig! Nur kann Lieschen Müller aus Wanne-Eickel die Tragweite dieser Entscheidung nicht überblicken.

Auch die direkte Demokratie hat Schwachstellen, derer man sich bewusst sein muss.

Kommentar von Pr1nzAlbert ,

Die EU würde zerfallen, richtig, aber nur die Wirtschaften der Nehmerländer würden kollabieren, die bisher von deutschem Steuergeld am Leben erhalten werden. Deutschlands Wirtschaft würde einen Mega Aufschwung haben wenn die ganzen Fesseln der Brüsseler Bürokraten fallen würden.

Kommentar von Sachsenbruch ,
Kommentar von Interesierter ,

Aha, um uns herum geht alles in Scherben aber Deutschland erlebt einen Aufschwung?

Glaubst du, die Pleiten würden unsere Finanzmärkte und unseren Export unberührt lassen?

Kommentar von LukDill02 ,

Ich muss dir Recht geben "Imteresierter" Die Deutsche Wirtschaft würde erstmal zusammenbrechen wenn es die EU nicht mehr gäbe. Man kann hier sehen, dass die meisten Handelspartner Deutschlands in Europa sind und somit die EU nützlich ist. Aber ich denke die EU sollte sich wieder mehr auf das wirtschaftliche konzentrieren. Hier die Website:http://de.statista.com/statistik/daten/studie/2876/umfrage/rangfolge-der-wichtig.../

Antwort
von JBEZorg, 57

1.Ist in Deutschland rechtlich nicht vorgesehen. Ist ja eine Demokratie.

2.Abseits des Glabens des gemeinen Volks an die Demokratie gibt es sie eigtl. nicht. Der Brexit wurde von mächtigen Interessensgruppen mit viel Macht und Geld unterstützt, finanziert, propagiert usw. D.h.damit es in Deutschland zu so einer Bewegung überhaupt kommt müssten sich in Deutschland auch solche Interessensgruppen, die am Austritt interessiert sind konsolidieren und die ganz Kampagne für den Austritt stützen. Die Machtverhältnisse in Deutschland zur Zeit sind aber kaum günstig dafür.

3.Deutschland im Gegensatz zu GB ist eigentlich die EU. Wenn Deutschland austriit, dann gibt es die EU nicht mehr. Das wäre eine Entscheidung von einer nochmals anderen Tragweite als der Brexit.

4.Deutschland braucht die Vasslastaaten(die neuen Mitglieder der EU und Schlusslichter wie Griechenland). Deutsche Wirtschaft ist von den Neoliberalos schon massiv daraus ausgerichtet.

5.Die Deutschen sind viel mehr als Bürger anderer Mitgliedsstaaten von einer gleichgeschalteten Presse beschallt worden. Aus gutem Grund. Siehe 3. In anderen Ländern der EU gibt noch Reste vom Pluralismus in der Presse. Deutsche sind seit Jahren schon in der Mehrheit eingeschworene Regimegetreue, die das auch aus "Überzeugung" sind. Merkles Presse würde doch einen massiven Angriff gegen jeglichen Versuch einer solchen Diskussion in Deutschland fahren und die Hipster-Generation würde treudoof alles wiederholen was aus dem Radion und Fernseher kommt.

Kommentar von Lazybear ,

hast du irgend einen Beleg für deine BEHAUPTUNGEN?

Kommentar von JBEZorg ,

Welche?

1.Ist eine juristische Gegebenheit in Deutschland.

2.Du kannst gerne die Geschichte von UKIP anschauen. Sie wurden gesponsort von Reebok, Odey Asset Management und CQS Hedge Fonds(die Geld von so einigen Milliardären verwalten und also auch deren Interessen vertreten). In Deutschland gibt es auch solche Interessensgruppen. Inwieweit sie sich organisieren oder etwas planen weiss ich nicht. Ist nicht ein Bereich, der mich interessiert.

3.Das ist eine einfache Tatsache.

4.Das Wirtschaftssystem derEU sollte von Anfang an das der USA emulieren. Ausbeutung der kleineren, ärmeren Staaten und abziehen der Ressorcen(Kapital, Spezialisten) in Richtung Metropole um diese Quasi-Kolonien anschliessend als reine Märkte zu nutzen für die eigene Wirtschaft. Funktioniert auch. Baltische Staaten werden regelrecht entvölkert. Aus Polen, Tschechien, Bulgarinen, Rumänien versucht jeder halbwegs ausgebildeter spezialist in den Westen zu kommen. Die heimische Industrie dieser Länder wurde eifach systematisch demontiert und die Länder selbst mit Krediten überzogen bis sie teilweise nicht mehr konnten, siehe Griechenland.

5.Dazu muss man sich eine beliebige Politsendung in Deutschland anzuschauen oder anzuhören. Sie sied voll von Lügen und Propaganda, die nur einen O-Ton hat: USA - gut, Russland - schlecht. Alles andere leitet sich davon ab. Das ist keine freie Presse. Und jeglicher Versuch in Deutschland anderer Meinung zu sein(unabhängig davon wie ausgewogen und sinnreich diese Meinung ist) wird sofort mit einer gezielten Kampagne der Mainstream-Presse erschlagen und mit perversesten Vorwürfen diskreditiert. ICh kenne die Fakten. Ich kann das was die deutschen Meiden so herausposaunen überprüfen und komme zu dem Schluss, dass sie einfach lügen. Jeden Tag. Und das ist keine Übertreibung. Der Ton hat sich auch geändert. Noch vor 10 Jahren sah es anders aus.

Antwort
von iloveoov, 56

Aufgrund der NS Vergangenheit wird es bei uns dazu nicht kommen ... damit muss man sich als Deutscher mittlerweile abfinden. So viel Demokratie mutet man dem Deutschen dann doch nicht zu, aus Sicht der politischen Kaste. Ein Volksentscheid nach britischen Muster welch' dermaßen ökonomischen Konsequenzen nach sich ziehen würde - völlig undenkbar; dafür ist der Einfluß des Kapitals und Großunternehmen auf unsere Politik leider zu heftig.

Kommentar von LukDill02 ,

Diese NS Vergangenheit ist nun schon mehr als 70 Jahre alt und ich möchte darauf wetten, dass Deutschland so einen Volksentscheid genauso durchführen darf wie die Briten. Aber du hast natürlich Recht wenn du sagst, dass die Deutsche Politik unter viel zu heftigen Einfluss des Kapitals und Großunternehmen steht

Antwort
von 486teraccount, 92

Fände es gut, da die Deutschen sich immer als dominanter Anführer fühlen.

Würde aber vielleicht USA nicht passen als starker Handelspartner Deutschland.

Antwort
von Sachsenbruch, 79

Was wir "davon hält"?
"O Freunde: Nicht diese Töne, sondern":


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