Was habt ihr für ein Menschenbild?

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6 Antworten

Hallo Hyperdinosaurus,

Begriffe wie ,,Gut" und ,,Böse", haben in unserer Gesellschaft einen unverwechselbaren hierarchischen Status, auf vielen verschiedenen Ebenen. Die Moral, ist eine davon und maßgeblich für Fragen wie: Darf ich das machen, oder verstößt es gegen ethische Prinzipien, die ich für gewöhnlich in zwischenmenschlichen Beziehungen einzuhalten versuche?!

Wenn ich mir ein schlüssiges, unwidersprüchliches und erfahrungsnahes Menschenbild verschaffen möchte, ist es zunächst zwangsläufig wichtig, den Menschen als eine Einheit seines Selbst zu sehen. Die Gefahr einer Reduktion auf wesentliche Merkmale, die andere weit übertreffen, ist mittlerweile auch psychologisch durch den Halo-Effekt erwiesen. Ähnlich wie bei einem Bild, dass an der Wand hängt und eine künstlerische Expression zeigt, ist der Mensch eine einzige Expression, deren Form und Qualität im Wesentlichen durch die individuellen Teileigenschaften seiner Natur bestimmt ist.

Es macht aber wenig Sinn, auf einem künstlerischen Gemälde nur ein kleines Detail anzuvisieren und sich in ihm zu vertiefen. Stattdessen sind es die jeweiligen Beziehungen und Anordnungen der visuellen Reize, die uns gewisse Muster erkennen lassen! Einen farbigen Punkt würden wir ohne weitere "Elemente" so zb. gar nicht als den Punkt erkennen. Erst mit einem weiteren visuellen Anreiz zb. einem weißen Hintergrund, ist es uns möglich eine fiktive Funktion zu erstellen, deren Natur durch eine Analogisierung zwischen eben jenem Farbreiz und seinem Hintergrund gekennzeichnet ist. Der Punkt ist nun eine konstruierte Folge, dieser fiktiven Funktion zwischen dem Farbton und dem zusätzlichen Hintergrund.

Es geht für mich also darum, sich aus einzelnen Detailleigenschaften des Menschen, ein übergeordnetes Kollektiv zu bauen, einen riesigen Zusammenschluss seiner wesentlichen Merkmale zu kreieren, und dabei gewisse Eigenschaften seiner Natur wohldefiniert zu selektieren.

Wie bereits erwähnt, gehe ich davon aus, dass den Menschen gewisse Eigenschaften und damit auch Teile meines Gesamtbildes, nur aufgrund von gewissen Beziehungen innewohnen, die in bestimmter Komplementarität und Abhängigkeit zueinander stehen. Ein kurzes Beispiel zur besseren Veranschaulichung, ist die Art des kreativen Denkens. Es ist das Resultat einer von uns individuell gelösten Funktion zweier Komponenten:

1. Fantasie

2. Die Vision

Diese beiden Eigenschaften können nun in eine Beziehung gebracht werden, und als eine Folge erhält man eine Form von Kreativität. Beide Komponenten sind jedoch ihrerseits wiederum Folgen der Beziehungen anderer untergeordneter Elemente, die erst zur Entstehung dieser beiden führen. Auf diese Art erhält man ein dem Menschen innewohnendes kausales Grundmuster seiner Natur. So, wie ich es will ;D

Oben sagte ich, dass die aufgeführten Eigenschaften nun in eine ganz bestimmte Beziehung zueinander gebracht werden können, deren unterschiedliche Form zu unterschiedlichen Resultaten führt. Was aber bestimmt nun im Menschen, wie diese Beziehung zueinander gestaltet ist?

Und jetzt, kommt die von dir erwähnte Umwelt mit ins Spiel. Sie ist dazu in der Lage auf das uns innewohnende Wirkungsgefüge von einzelnen Eigenschaften, die sich schließlich zu etwas übergeordnetem verbinden einzuwirken. Die Umwelt kann stimulieren, sie kann uns aufwühlen, auf die Nerven gehen, Freude empfinden lassen oder eben auch Hass. Für den Hass, als übergeordnete Teileigenschaft, die sich in gewissen Situationen in Menschen entlädt, würde ich folgende zwei Komponenten zueinander in Beziehung setzen:

- Unterdrückung (Depression)

- Selbstschutz

Dieses Modell ist sicher nicht ganz lückenlos. Trotzdem würde ich unter meiner Hauptthese gerne weitere Dinge ausführen. Zum einen müssen wir erklären können, wie der Mensch in diesem innewohnenden Wirkungsgefüge in der Lage ist zu lernen, zum anderen müssen wir die unfassbare Vielfalt erklären können, die der Mensch hinsichtlich seiner individuellen Eigenschaften besitzt.

Für die Art des Lernens, ist schnell eine Antwort gefunden. Das Lernen setzt gewisse Dinge, die in uns bereits existieren mit anderen in Verbindung, die vorher noch gefehlt haben. Ich glaube daran, dass in uns noch viele Dinge stecken, die mit den entsprechend richtigen Reizen der Umwelt, in entsprechend richtiger Dosierung verschiedenfältig zum "Leben erweckt werden können". Es sind eben die richtigen Reize notwendig, wenn man das Lernen von einer generellen Erfahrungsbasis auf eine spezielle Verknüpfungsbasis lenken möchte. Das Lernen, bezeichnet also die von außen zugeführte Aufsummierung einzelner Reize, die plötzlich in neuen Verbindungen wieder in uns auftauchen.

Wie kann es schließlich zu der individuellen Vielfalt der Teileigenschaften des Menschen kommen?

Die Antwort darauf, ist mit meiner Hauptthese weniger gut zu erklären. Ich denke, dass dies im Wesentlichen mit dem Potenzial zu tun hat, das uns aufgrund unseres evolutionären Status zur Verfügung steht. Wir besitzen ein sehr großes Gehirn, einen kritischen Geist und die Vernunft als Mittel unserer Gedanken. Uns stehen aufgrund der vielfältigen Einzelheiten, die über Entwicklungsschritte zu einem Ganzen geformt werden können, mit der Folge, dass wir Stück für Stück mehr Beziehungen in der Welt erkennen (siehe der Punkt mit Hintergrund), so viele unterschiedliche Welten offen, dass wir ohnehin schon ein ungeahnt hohes Potenzial besitzen.

Zusammengefasst, ergibt sich für mich aus dieser These, noch eine weitere sehr wichtige Teileigenschaft, die das Gesamtbild des Menschen in meiner Hinsicht stark prägt: Das ist Demut. Sich selber als einen Teil des Ganzen zu verstehen, wo man doch selber damit beschäftigt sein muss, Teile seines Selbst im Ganzen zu sehen, ist mit Sicherhheit nicht so einfach, wie es sich hier schreibt...

Lg Nikolai 

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Meine Meinung ist, dass man die Menschen genauer kennen lernen muss, um diese genau zu beurteilen. Eine Studie (ich weiß leider nicht mehr genau den Link) hat bewiesen, dass das menschliche Gehirn mit Vorurteilen arbeitet, um Menschen schnell in irgendwelche Schubladen zu packen und grob einzuordnen. Dies verringert die zu verarbeitenden Informationen.

Dazu gibt es noch vier (alle Kombinationen) Grundarten von Menschen. Diese werden in ihrer Intention(gut/böse) und die Fähigkeit dies umzusetzen bemessen. Deine Oma will z.B. nur das beste für dich ist aber unfähig dies gut umzusetzen (alter, kein Geld). Dies besagt auch das man die Menschen eher kennenlernen muss( http://www.nzz.ch/schweiz/faule-auslaender-und-berufstaetige-rabenmuetter-1.18233460 ) wo nach sich grob mein Menschenbild richtet. Danach entscheide ich, wie diese Person tatsächlich ist.

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Ich habe immer wenn ich jemanden Fremden treffe ein positives Bild von ihm.
Aber es kommt auch leider immer wieder vor dass sich ein negatives Bild von einem Menschen entwickelt.

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ich finde menschen sind gefühlslose, profitgeile, kapitalistische tierquäler die ihre eigene existenzgrundlage zerstören weil sie im gegensatz zu anderen lebewesen so schlau sind, dass es wieder scheint, als wären sie die dümmsten von allen. meine meinung.

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Kommentar von Smashmelow
24.12.2015, 13:18

Wir sind die ausbäutenden Parasieten der Erde die diesen Planeten bis zum bitteren Ende ausschöpfen.

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Kommentar von strolo1
24.12.2015, 14:43

aber wenn es so nicht wäre hätten sie Menschen jemals ein Bedürfnis nach Verbesserung ihrer Lebenszustände haben können?

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Kommentar von realsausi2
24.12.2015, 20:13

Ich bin ein Mensch und von Deinen Tiraden trifft keine auf mich zu. Seltsam...

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Sehe ich genau so. Der Mensch ist von der Substanz her gut und wird, wenn´s dumm läuft, schlecht gemacht.

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Eine Frage solcher Art, nämlich eine, die nicht nach Rat, sondern nach Meinungen sucht, ´gehört hier nicht her, sondern ins Forum.

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