Frage von precursor, 217

Was haben Religionen mit Angst zu tun?

Ich würde gerne von euch hören welchen Zusammenhang es eurer Meinung nach zwischen Religionen und Angst gibt.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von EinNarr, 87

Religion hat in mehren Punkten eine direkte Verknüpfung zur Angst.

Zum einen, sehr schön geschrieben in "Grundformen der Angst" von Fritz Riemann, bietet die Religion eine Form der Beständigkeit und Ordnung. Gerade bei Menschen bei denen die Angst vor Veränderung und Unordnung überdurchschnittlich ausgeprägt ist, bietet die Religion eine angstlösende Option. Auch die "Anfälligkeit" für religiöse Weltbilder steigt in diesem Zusammenhang auffällig.

Dieses Konzept findet sich allerdings nicht nur im Zuge der Religion. Der Wunsch nach Beständigkeit, auch in Form von "vereinfachten Erklärungen der Welt" und Konstanten, wird oftmals auch im Zuge von "Verschwörunstheorien" erwähnt respektive als Anfälligkeitsfaktor angesehen.

Damit will ich nicht, nur um Missverständnissen vorzubeugen, Religion und Verschwörungstheorien gleichsetzen - es gibt schlicht diese Überschneidung.

Neben der Angst vor Unbeständigkeit, ich nehme den Begriff einmal als Oberbegriff, spielt auch die Angst vor dem Ungewissen eine entscheidende Rolle. Hierbei greift das Beispiel der "vereinfachten Erklärung der Welt" - es gibt im religiösen Kontext auf jede Frage eine Antwort. Ungewissheiten fallen entsprechend aus.

Obwohl Religion auch Ängste nimmt, ist sie durchaus in der Lage auch welche zu schüren respektive aufkommen zu lassen.

Gerade sehr straffe und strenge Auslegungen einer Religionen zwingen den Gläubigen in ein enges "Verhaltenskorsett", dem man stellenweise nahezu unmöglich gerecht werden kann. Dadurch entsteht zum einen Stress, allerdings auch eine Angst vor dem Versagen und eine Angst vor Strafe.

Die Angst vor dem Versagen zielt hierbei darauf ab, dem Regelwerk nicht gerecht werden zu können, nicht in dem Korsett verharren zu können. Jede Situation die womöglich einen "Regelbruch" provozieren könnte wird entsprechend eine angstbehaftete Situation.

Die Angst vor Strafe verläuft in zwei Richtungen. Zum einen, sofern die Religion ein "Strafenkatalog" inne hat, die Angst vor der "Strafe Gottes" - beispielsweise durch den Einzug in "die Hölle" nach dem Ableben. Zum anderen greift allerdings diese Angst auch im Bezug auf die Mitmenschen. Die Bestrafung durch Eltern, einem religiösen Oberhaupt oder der Gesellschaft im allgemeinen.

Das sind nur grob abgerissene Beispiele für das Wechselspiel zwischen Angst und Religion. Festhalten lässt sich jedoch, das Religionen zum einen Ängste nehmen, sie haben eine entlastende, fast heilsame, Wirkung. Allerdings können sie auch starke Ängste schüren oder schon vorhandene Ängste bekräftigen.

Liebe Grüße.

Anmerkung: Die Antwort wurde auf einem Handy geschrieben. Ich bitte um Nachsicht bei Form- und Rechtschreibfehlern.

Kommentar von precursor ,

Vielen Dank für deine umfangreiche Antwort !

Diese Webseite habe ich noch gefunden -->

https://de.wikipedia.org/wiki/Herrschaftsinstrument

Dort ist Religion als Herrschaftsinstrument aufgelistet.

Früher war es ja so, dass viele Herrscher sich als "von Gott eingesetzt" bezeichnet haben (ich glaube das nannte sich "von Gottes Gnaden" oder so), und wer gegen seinen Herrscher aufbegehrt der begehrt gegen Gott auf.

Ich weiß nicht ob es im Jahre 2016 auch noch Staaten gibt die hauptsächlich durch die Religion herrschen.

Kommentar von EinNarr ,

Das was du beschreibst, also im Bezug auf den "Herrscher", wäre ein Theokratie. In dieser ist die Staatsführung von "Gott erwählt" und steht somit an der Spitze des Landes, als Vertreter Gottes. Theokratien sind heute nur noch sehr selten. 

Den Vatikan, der einen eigenen Staat bildet, könnte man allerdings als eine Theokratie bezeichnen, wenn auch dieses Thema durchaus diskussionswürdig für viele erscheint. Fest steht jedoch, fernab jeder Diskussion, das der Iran eine Theokratie als Staatsform inne hält - zumindest große Elemente dieser.

Darüber hinaus gibt es zwar einige Gruppierungen, die sich diese Staatsform wünschen aber weit verbreitet ist diese schon lang nicht mehr.

Heute hält immer mehr der Laizismus und Säkularismus Einzug - Staat und Religion werden hierbei getrennt. Auch an dieser Stelle gibt es zwar Zwischentöne und Unterschiede, wie scharf die Trennung verläuft, jedoch geht die Entwicklung mehr zur Trennung.

Als Herrschaftsinstrument wird die Religion, gesamtheitlich gesehen, immer weniger eingesetzt - auch wenn es manchmal angesichts aktueller weltpolitischer Entwicklungen anders anmuten mag.

Unabhängig von der Staatsform gibt es natürlich noch Länder und stellenweise auch nur Landstriche innerhalb der Länder, die sich durch eine hohe Dichte an religiösen Menschen auszeichnen. So wird man beispielsweise in Deutschland, in Relation gesetzt, mehr Christen in Bayern antreffen, als in Berlin. Das hat zwar auf einer rechtlichen Ebene keinen großen Einfluss, jedoch ist die Achtung der religiösen Regeln und Normen davon beeinflusst - beispielsweise wenn es um die Abstände, zwischen den Besuchen, von Gottesdiensten geht. 

Liebe Grüße.

Kommentar von realsausi2 ,

Früher war es ja so, dass viele Herrscher sich als "von Gott eingesetzt" bezeichnet haben

Ach, das ist so lange gar nicht her. Zuletzt war es Georg W. Bush, der solche Anwandlungen hatte. Aber auch in Erdowahn verotteter Birne werden solche Gedanken gären.

Kommentar von precursor ,

Ok

Antwort
von berkersheim, 56

Da Religionen Spiegelungen der Welt sind und Angst ein wichtiger Bestandteil ist es keine Frage, dass Religionen auch Angst spiegeln. Die Frage ist, wie sehr und in welcher Weise und da unterscheiden sich Religionen oder besser Konfessionen doch sehr. Selbst innerhalb der christlichen Konfession gibt es dazu sehr unterschiedliche Einstellungen.

Epikur unterscheidet in natürliche Ängste, Vorsichtseinstellungen des Überlebens und in "eingebildete" Ängste, Übersteigerungen eines falschen Weltbildes. Diese "eingebildeten" Ängste zu schüren führt dazu, sich als Marionettenmeister über die Angstmarionette Mensch zu setzen. Dieses Spiel, die Menschen mit überzogenen Ängsten zu manipulieren wird von allen gespielt, die Macht über die Menschen erlangen wollen: Machtbegierigen weltlicher wie religiöser Art. Da ist der machtgierige Klerus vieler Religionen keine Ausnahme, aber auch nicht die einzige Variante. Selbst Wissenschaft wird dazu missbraucht, wenn es darum geht, dem eigenen Institut mehr Etatmittel und Einfluss zuzuschanzen.

Ursprünglich sind reliöse Akte ein gemeinschaftliches Hilfsmittel, natürliche Angst zurückzudrängen. Was uns keine Ruhe finden lässt, wird gebannt, z.B. an die Wände von Steinzeithölen. Im Alten Testament kann man als interessante Information unserer frühen kulturellen Entwicklung nachlesen, dass sich bei ausbildenden Clans die Patriarchen als mit höheren Mächten Verbündete präsentierten. Das hat dazu geführt, dass nicht jeder Clan den anderen gleich als Fressfeinde aufs Blut bekämpft hat, sondern dass sich Clan-Patriarchen zusammensetzen und ihre Einflussgebiete miteinander regeln konnten. Dieser "gesellschaftliche" Fortschritt wird vielfach unterschätzt, wenn es darum geht, wieso sich der Mensch derart ungebremst ausgeweitet hat.

Was an mancher Philosophie ist ursprünglich untergründig religiös? Welche Sachgründe hat Schopenhauers Lebenspessimismus. Wie weit setzt sich dieser Grundpessimismus als Teppisch aus Angst auch in der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule fort? Hört man z.B. die übertrieben positiven Beschwörungsformeln von Frau Käsmann fragt man sich, wieviel Heilsversprechen aus Grundstimmungen der Angst da nur in krampfhafter Umkehr ausgebreitet werden. Basis ist aber immer die Grundeinstellung der Menschen, die dafür empfänglich sind oder nicht. Schaut man z.Zt. in unsere angeblich unreligiöse Presse, leben sie von Sensationen und Angst. Das Schlechte und Bedrohliche wird seitenweise ausgeweidet und eine sachliche Einordnung in Gesamtzusammenhänge (bewusst?) vermieden. Neue Jugendliche flüchten vor dieser bedrohlichen Welt dann weniger in die Kirchen. Deren neue Kirche kann man auf der Gamescom in Köln bewundern. Äußerlichkeit und Ablenkung.

Kommentar von precursor ,

Recht herzlichen Dank für deine umfangreiche Antwort !

Antwort
von Andrastor, 37

Religionen können nur überleben indem sie die Angst vor dem Tod in den Menschen schüren und dann eine Lösung versprechen. Weiters wird die Angst vor einer möglichen Hölle benutzt um die Anhänger in der Religion zu halten und sie dazu zu bewegen die Religion zu verbreiten.

Religionen sind eine Ausgeburt der Angst. Sie sind die Antwort auf eine unverständliche und grausame Welt.

(Arthur C. Clarke, brit. Schriftsteller)

Kommentar von precursor ,

Tolles Zitat !

Recht herzlichen Dank für deine Antwort !

Kommentar von Andrastor ,

gern geschehen

Antwort
von Laublaut, 15

Religion extrahiert nicht nur Ängste, es ist der eigentliche Baustein für dieses menschliche Kulturkonzept.

„Am Anfang aller Religion stand (……), die Angst als notwendige
psychische Grundausstattung im Kampf ums Überleben. Ohne Angst keine
Flucht und keine Vorsicht, ohne Flucht und Vorsicht kein Entkommen und
Überleben. Angst entsteht aber nicht nur bei konkreten Anlassen, sondern
sie überschattet die menschliche Existenz dauerhaft, zumindest seit dem
Augenblick, seit der Mensch sich der ständigen Bedrohtheit seiner
Existenz bewusst wird.
" (Ina Wunn / Patrick Urban / Constantin Klein
„Götter - Gene - Genesis....", S. 22,23 ff.)

Die Angst des Menschen in seinem Sein – ausgerufen durch und in der Entwicklung des psychischen Prozessverfahrens des Bewusstseins – konnotiert auf eine Reflexionsfläche die im Tod, genauso aber in allen anderen Kontingenzbedrohungen (wie Hunger, Seuchen, Klimaveränderungen, Krankheiten usw.) Verlustängste, Bewältigungsängste oder Unbekanntes (Fremdes, Bedrohliches, „Unheimliches“) phobische Lebenslandschaften generieren kann. Angst dient im Gehäuse der Religion aber nicht allein als Aufladung sondern über die Instrumentarien die Religion (Sinnformen, Gemeinschaften, Tranzendenz, Rituale etc.) rückkoppelnd anbietet als reduktive Entladung.

Kommentar von precursor ,

Recht herzlichen Dank für deine Antwort !

Antwort
von Thiamigo, 65

ich kann bloß von meiner Kindheit sprechen da wurde mir immer von der Bibel erzählt dass es dort einen Fegefeuer gibt, Teufel, und so weiter die Religionen waren damals natürlich immer auf Angst aufgebaut um die Menschen ins Boot zu holen gut das hat sich jetzt in dieser neuen Zeit etwas geändert aber es gibt heut noch immer Fahrer die mit dem Teufel Doron oder auch allein dieser Satz wenn du nicht brav bist kommst du nicht in den Himmel ist ja schon so etwas ähnliches für mich ist Religion nur ein Druckmittel um das zu bekommen was die Kirchen beziehungsweise auch andere wie Moschee in US W wollen das wahre ist nur das wahre

Kommentar von precursor ,

Vielen Dank für deine Antwort !

Antwort
von Lazybear, 49

Die religion schafft eine ständige Atmosphäre der angst! Angst vor satan, angst vor der hölle, angst vor der zukunft (weltuntergangsszenarien), angst vor veränderungen, sollte eigentlich reichen!

Kommentar von precursor ,

Vielen Dank für deine Antwort !

Kommentar von Lazybear ,

gerne :)

Antwort
von realsausi2, 27

Viele Religonen haben ein internes Normensystem. Hier werden Regeln aufgestellt, die mit der Lebenswirklichkeit häufig nichts (mehr) zu tun haben.

Gemeinhin wird das Konzept als "Sünde" vermarktet.

Hierbei entwickelt man ein Bedrohungsszenario, nach dem der, der die Regeln nicht beachtetn, entweder bestraft oder ihm Vorteile vorenthalten werden.

Das geht so weit, dass völlig verstrahlte Apologeten einem hier schon mal mit der Hölle drohen. Was auch immer das in deren Köpfen sein mag.

Es wird häufig auch eine völlige Unterordnung unter den Gott gefordert. Wer dem nicht folgt, wird angeblich auch sanktioniert. Tatsächlich ist hier aber immer nur eine Unterordnung unter die Menschen gemeint, die in entsprechenden Kult die Fäden in der Hand haben.

Wer sich auf so eine menschenverachtende Struktur einlässt, wird steuerbar und ein nützliches Werkzeug derer, die nach Macht streben.

Das grundlegende Konzept finden wir auch in weltlichen Ideologien. Führerkult, ob im Faschismus oder "Kommunismus" funktionieren auf die gleiche Weise.

Kommentar von precursor ,

Recht herzlichen Dank für deine Antwort !

Antwort
von Empylice, 52

Wenn du nicht nach meinem Willen handelst, kommst du in die Hölle.... So läuft es insbesondere im Christentum und im Islam.

Wenn ich mich daran erinnere, wie es im Mittelalter abgelaufen ist... Damals konnte die Bevölkerung weder lesen noch schreiben, Geistliche schon. Deswegen gab es die Ablassbriefe, die Kirche hat die Bibel falsch vorgetragen bzw. übersetzt, sagte was vom Fegefeuer und davon, dass die Zeit darin kürzer wäre, umso mehr man zahlt.

Der Glaube hat die Menschen damals nicht nur ärmer werden lassen, sondern auch noch verängstigt.

Das ist ein Beispiel. 

Kommentar von precursor ,

Vielen Dank für deine Antwort !

Antwort
von Kitharea, 61

Angst allein ist es nicht. Es ist eher der Wunsch nach einem Plan - nach Dingen über die man nicht selbst nachdenken muss - nach Führung. Die Angst sein Leben selbstbestimmt zu leben findet sich nicht nur in der Religion sondern auch in jedem Anderen "Glauben".
Das Ganze darf man allerdings nicht negativ sehen. Wie alles Andere hat auch Religion ihre Berechtigung - Esoterik auch - was auch immer man braucht um mit sich selbst und seiner Welt besser klarzukommen ist in Ordnung. Bei Religion ist nur dieser Versuch Andere zu "indoktrinieren" etwas derb lästig was mich betrifft. Es ist nicht falsch.

Es ist nur der Wunsch nicht allein zu sein und Angst völlig auf sich alleine gestellt zu sein im Leben mit allen Fragen, Wünschen und Dingen die dazu gehören.

Kommentar von precursor ,

Vielen Dank für deine Antwort !

Kommentar von realsausi2 ,

was auch immer man braucht um mit sich selbst und seiner Welt besser klarzukommen ist in Ordnung.

Alkohol, Koks, Heroin, Crack, Pädophilie...

Da solltest Du vielleich doch noch mal drüber nachdenken.

"Religion ist das Opium des Volkes."

Kommentar von Kitharea ,

Auch Alkohol pp sind nur Dinge mit denen man sich vor etwas versteckt weil man Angst hat. Diese Dinge sind - exzessiv genommen wie immer - absolut notwendig für diese Person in dem Moment. Die Frage ist wie man es anstellt dass es nicht mehr wichtig ist. Wenn mir jetzt jemand vorwerfen will ich sage jetzt dass das dann alles nicht so schlimm ist - nein will ich nicht - es gibt Dinge die sind verboten und es benötigt Strafen wenn sie trotzdem gemacht werden - aber HEILUNG gibt es dadurch auch nicht. Ich hab genug nachgedacht für meinen Teil - wenn da nicht mehr sinnvolles kommt.

Antwort
von marinchen65, 15

hallo !

es ist ein grosser unterschied zwischen religionen und dem christsein :

religion ( re =wieder; ligion = vereinen ) ist der verzweifelte und unerreichbare weg des menschen sich gott anzubiedern (zb.gute taten, gut-sein ), von ihm akzeptiert zu werden oder seine nachsicht zu erhaschen.

der christ muss sich dem allmaechtigen, ewigen gott  (JHWH = JEHOVAH )nicht in diesem weg nahen, denn ER selbst hat sich, vertreten durch SEINEN  sohn, jesus christus , selbst dem menschen genaht. wir muessen lediglich diesen annehmen ( keine rituale, zeremonien, selbstkasteien, opfer notwendig), denn dieser ist  " der weg (zu gott ), die wahrheit (die reine, absolute wahrheit ) und das leben ( das tatsaechliche leben, der sinn des lebens ) .

mara natha!    jurgen

Kommentar von precursor ,

Vielen Dank für deine Antwort !

Kommentar von Abahatchi ,

religion ( re =wieder; ligion = vereinen )

ohje, kein Latein gehabt? Sonnst würde man wissen, woher das Wort stammt und was es vom Ursprung her bedeutet und müszte nicht so einen Unsinn schreiben.

Antwort
von GravityZero, 65

Angst ist ein Instrument aller Religionen um Menschen vor bestimmten Dingen anzuhalten...du kommst in die Hölle, Gott bestraft dich wenn du dies und jenes tust usw...

Kommentar von precursor ,

Vielen Dank !

Antwort
von EmoCandy, 73

Gerade für mich als Christin ist es erschreckend, wie sehr eben Angst eine Rolle gespielt hat und teilweise immer noch spielt. Ich bin evangelisch und erschüttert von der katholischen Kirche, die eben immer noch auf die Hölle als Angstmittel setzt und unglaublich viel als "Sünde" darstellt. In meiner Kirche wurde mir immer gepredigt, dass man vor Gott keine Angst haben soll, und man nie tiefer als in seine lieben Arme fallen kann und auch homosexualität war für uns ganz normal, da es ja Gottes Werk sein muss! Ich denke so muss Religion gelebt werden und nicht durch Angst.

Kommentar von precursor ,

Mir gefällt deine Meinung und ich bedanke mich recht herzlich für deine Antwort !

Kommentar von hummel3 ,

Darf ich fragen was deine Kirche ist? "Evangelisch" ist für mich leider keine umfassende Erklärung.

Danke im Voraus!

Kommentar von EmoCandy ,

Was ist den bitte daran zu ungenau. Ich bin in einer Evangelischen Kirche (natürlich nach Luther) und wir nennen uns auch Protestanten.

Kommentar von Abahatchi ,

und wir nennen uns auch Protestanten.

Die evangelischen Christen bezeichnen sich selbst eigentlich nicht als "Protestanten" sondern die Christen der römisch katholischen Kirche bezeichnen die evangelischen Christen abwertend als "protestierende" Christen, weil sie früher unter Protest..... aber dies hat ja mit dem Christsein nichts zu tun.

Die Christen der evangelischen Kirche bezeichnen sich selbst genau genommen einfach nur als Christen, weil sie einfach die Bibel ernst nehmen möchten und sich nach den Evangelien richten, was man von der römisch katholischen mit Ablasshandel usw. nicht behaupten kann. Aus diesem Aspekt müszten die römisch katholischen Christen vielmehr mit einem "Schmähwort bedacht werden.

Grusz Abahatchi.  

Kommentar von EmoCandy ,

Offiziell werden wir nunmal Protestanten genannt.
Und ich hab kein Problem, dass wir protestiert haben und für unsere Meinung eingetreten sind.

Antwort
von newcomer, 60

fast alle Religionen flößen ihren Anhängern Angst ein falls sie nicht auf das hören was ihnen an Geboten und Verboten aufgetragen wird dass sie verstoßen und ausgeschlossen werden. Die Religion ist somit ihr schlechtes Gewissen

Kommentar von precursor ,

Vielen Dank !

Antwort
von DerBuddha, 6

religionen haben SEHR viel mit angst zu tun, denn der grund der ersten religionen war die angst vor dem unbekannten............ die ersten menschen erschufen sich ihren glauben, weil sie alle naturgewalten nicht erklären konnten......... blitze, donner, erdbeben usw. veursachten ängste bei den ersten naturvölkern, die völlig ungebildet waren und nur ein einfaches weltbild hatten............. alles was man sich nicht erklären konnte oder was aus der unwissenheit heraus ängste verursachte, wurden in den bereich der geistwelten und später dann in den götterbereich verschoben...........

das spiel mit der angst ist ein großes druckmittel für alle, das haben schon die pharaonen erkannt und der monotheismus hat dann durch ein bestrafungssystem dafür gesorgt, dass gläubige immer und zu allen zeiten an diesen glauben gebunden sind..............:)

ängste sind in allen bereichen immer vorhanden und nutzbar...............in den religionen jedoch unschlagabr, denn gläubige können die ängste nicht ablegen......... sie glauben die dinge, die man ihnen verkauft und dass schon seit sie kinder waren............selbst wenn man ihnen handfeste beweise vorlegen würde, die zeigen, dass ihre glaubensängste unbegründet sind, würden sie diese doch niemals wirklich loswerden, denn die ängste wurden schon als kind in ihre köpfe gebrannt...................:)

Kommentar von precursor ,

Recht herzlichen Dank für deine Antwort !

Antwort
von Kurpfalz67, 65

Religionen "leben" von der Angst.

Du kannst mit Ängsten die Menschen steuern und manipulieren.

Die Religionen "arbeiten" immer mit der Aussicht auf Belohnung, bei Wohlverhalten und Bestrafung, bei weniger positivem Verhalten.

Das ist natürlich nun sehr verkürzt!

Kommentar von precursor ,

Vielen Dank !

Antwort
von 666Phoenix, 11

Was haben Religionen mit Angst zu tun?

Sag mal, sind wir hier im falschen Film?

Alle Religionen basieren zum überwiegenden Teil ihrer Inhalte auf Angst!

Kommentar von precursor ,

Vielen Dank für deine Antwort !

Antwort
von Prinzessle, 37

Das ist eine gute Frage, denn eigentlich agieren Religionen mit der Angst, also sie verbreiten  ja auch selbst Angst und versprechen dir im gleichen Zug dass, wenn du dich so und so verhalten tust, dann erwartet dich das Paradies...

Da sehr viele Menschen Anleitung brauchen um einen sicheren Halt in ihrem Leben zu finden suchen sie diesen in der Religion, die alle ihre unergründlichen Fragen klärt und der sie dann glauben ohne zu wissen...aber sie haben ihre Leitplanken und können somit sicher durch ihr Leben reisen...

Das ersetzt oft den Gang zum Psychiater und ist somit nicht schlecht....es ist halt wie ein Gesetzbuch das dir auch eine Strafe bei Fehlverhalten androht....und so sind alle heiligen Schriften, sei dies die Bibel, der Koran oder die Thora die frühsten Gesetzbücher der Menschheit mit sehr viel Weisem darin...leider werden sie nicht richtig verstanden und säen statt das was in ihnen steht, nämlich liebe deinen Nächsten so wie dich selbst....Unfrieden...

Man kämpft tatsächlich für den Frieden, man stelle sich mal diesen Widersinn vor ! Statt dass man den Frieden einfach lebt

Kommentar von precursor ,

Vielen Dank für deine Antwort !

Kommentar von Prinzessle ,

Ich danke dir für diese kluge Frage :-)

Kommentar von precursor ,

Danke ;-))

Kommentar von Prinzessle ,

ich denke in dieser Form legten wir für eine Angstfreie Religion den Grundstein......mit danke, ich denke diesen Grundsatz habe ich verstanden....also lebe ich frei...ich bin Atheistin mit einem sehr tiefen Glauben an die Natur.....

Antwort
von achimhausg, 24

Religion sind ja einfach nur Verhaltensregeln, mit dem hypothetisch größten Alphamännchen als Legitimation, und um diese Gesetze durchzusetzen, hat sich, bei dem vorherrschenden Affenstall, das Prinzip 'Zuckerbrot und Peitschen' prima bewährt: Dem artigen wirds Paradies posthum versprochen, wenn nicht gehört wird, dann nacher f. Ewig ab in die Hölle; und vor der Hölle haben die Menschen nunmal Angst, vor Allem angesichts der Ewigkeit.

 

Kommentar von precursor ,

Vielen Dank für deine Antwort !

Kommentar von JustNature ,

Und der Trick dabei:

KEINER kann "nach dem Tod" seinen Paradiesplatz einklagen :-/

Kommentar von achimhausg ,

Dafür konnte man aber auch seinen Paradiesplatz dank Barzahlungen erhalten, wenn man mal wieder richtig über die Strenge geschlagen hat. - Siehe Ablasshandel  ;)

Antwort
von Fuchssprung, 43

Wenn du nicht das tust was ich sage, wird Gott dich bestrafen!

Kommentar von precursor ,

Oh ha, hört sich an als ob man damit kleine Kinder prima unter Kontrolle halten kann.

Vielen Dank für deine Antwort !

Kommentar von Fuchssprung ,

In der christlichen Religion wird sogar ein noch viel schlimmerer Vergleich gewählt. Da sind die Gläubigen noch nicht einmal Kinder, sondern nur "Schafe" und der Bischof trägt einen Hirtenstab mit sich herum. Er sagt wo es lang geht und die Schafe folgen. Die versuchen noch nicht einmal ihr schändliches Treiben zu verschleiern.

Kommentar von EmoCandy ,

Also natürlich ist das Schwachsinn, aber sag doch bitte in welcher Ausrichtung dieses Glaubens es soetwas geben sollte.

Antwort
von JustNature, 24

Religionen sind Geschäftemacherei mit der Angst.

Der armen ungebildeten Masse wird eingeredet, daß sie "sündig" sei und sich mit Gaben an die ausbeutende Priesterschaft "reinwaschen" könnte.

Wer das nicht akzeptiert, dem wird mit ewigen Höllenqualen gedroht.

Kriminelle Vereinigungen, sowas.

Kommentar von precursor ,

Vielen Dank für deine Antwort !

Kommentar von JustNature ,

Vielen Dank für Deine Reaktion. LIES!

Hitchens - der Herr ist kein Hirte (Religionen vergiften die Welt)

Deschner - der gefälschte Glaube

Hamed Abdel-Samad - Mohamed, eine Abrechung

Kommentar von Respawn618 ,

Tolle Bücher. alle drei.

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