Frage von mike3334488, 154

Was haben personen, gegen scwhule?

Mir fällt mehr und mehr auf, dass männer was gegen schwule haben (ausser schwule männer) aber was haben die gegen schwule? Wenn man sie fragt ob sie lesben mögen dann sagen die immer ja lesben sind geil! (nichts gegen schwule oder lesben ich bin selber schwul)

Antwort
von AngJuli, 86

Hey!

Ich beschäftige mich aus verschiedenen Gründen schon seit Jahrzehnten mit dem Thema und habe verschiedene Denkansätze:

Erstens kann ich mir vorstellen, dass die fast reflexhafte Abneigung heterosexueller Männer gegenüber männlicher Homosexualität auch eine biologische Wurzel hat: Männer haben einen starken Sexualtrieb. Kleinste Reize führen dazu, dass sie Begehren empfinden und auch ausleben könnten. Frauen brauchen da viel mehr Ambiente, brauchen Abgeschiedenheit, die richtige Atmosphäre, den richtigen Partner.
Wenn nun zwei Hetero-"Testosteronhengste", wie mein schwuler Freund gern sagt, aufeinandertreffen, beide gerade durch irgendeinen Weiberhintern angeturnt sind, den sie beide nicht haben können, und es dann ganz einfach wäre, den Triebstau miteinander abzubauen, würde vielleicht tatsächlich die Fortpflanzung leiden. Deshalb kann ich mir vorstellen, dass die Natur den Männern einen starken Sexualtrieb gegeben hat, damit sie nicht müde werden, den spröden Weibchen nachzustellen, aber gleichzeitig eine genauso große Schranke, damit sie statt des Jagdwildes nicht den anderen Jäger neben sich nehmen.

Nächster Punkt: Wie homophob Menschen im Allgemeinen und Heteromänner im Speziellen tatsächlich sind, lässt sich kaum beurteilen. Wir alle sind durch unsere Kultur geprägt, und hierbei natürlich besonders von den Religionen. Die großen Religionen verurteilen Homosexualität grundsätzlich, weil das heißt, Sexualität ohne die Möglichkeit der Fortpflanzung auszuleben. Und an dem Punkt angekommen, begreift man, worum es bei der Homophobie eigentlich geht: um die grundsätzliche Ablehnung der Sexualität. Wäre Spaß am Sex zwischen Heteros nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht, würde man ihn auch Schwulen und Lesben gönnen. Aber schaut euch doch an, wie es im Islam oder im Christentum mit dem Spaß im Heterobett aussieht! Das war Arbeit, Arbeit, Arbeit! Und Scham und Angst und Unterdrückung der Frau! Weder Männer noch Frauen haben wirklich Erfahrung damit, wie selbstbestimmte, freie Sexualität wirklich funktioniert, wie sie sich anfühlt, weil das Jahrhundertelang verboten war!
Wenn wir da alle deutlich freier geworden sind, wird es uns auch herzlich egal sein, was der Nachbar im Bett treibt und mit wem. Wir sind ja schon auf dem Weg dahin, aber eben erst auf dem Weg.

So, und mein letzter Gedanke zu dem Thema ist, dass die Homophobie heterosexueller Männer viel davon offenbart, wie sie ihre Sexualpartner sehen. Ein anderer Kommentar spricht bereits von der Angst. Ja, die Jäger wissen, wie sie von der Beute denken, welche Fantasien sie haben, was sie mit ihr machen wollen, wie sie sie anschauen.
Einem Schwulen gegenüber ist der Heteromann aber plötzlich nicht mehr Jäger, sondern Beute. Und er weiß genau, welche Rolle er seiner eigenen Beute zukommen lässt! Und in der will er sich auf keinen Fall sehen!
Umdrehen, davon gehen und wissen, der Schwule starrt mir jetzt auf den Hintern? Wie ich den Frauen immer auf den Hintern starre? Mit den Gedanken, den Wünschen, dem Geschehen in der Hose, das ich von mir so gut kenne!
Bloß nicht!

Mit anderen Worten: Wenn wir alle selbst-bewusster mit Sexualität umgehen, werden wir weniger Angst davor haben. Also auch weniger Angst vor den Bereichen der Sexualität, die wir nicht teilen. Dann können wir sie interessant finden - und vielleicht sogar mal selbst ausprobieren!

Antwort
von PissedOfGengar, 154

Glückwunsch ich auch...

Das ist ein Thema, über das man ewig diskutieren könnte. Auch wenn einem die Ansichten von anderen nicht gefallen mögen, muss man immer dran denken, dass Meinungsfreiheit herrscht.

Was man aber auch nicht vergessen darf ist, dass Meinungsfreiheit dort aufhört wo die Diskriminierung anderer anfängt.

Antwort
von mistergl, 125

Sie mögen halt die Vorstellung nicht, wie zwei Männer sich Küssen, streicheln oder Sex haben. Aber solange "nicht mögen" nicht in Hass  aus ufert und auf respektvollem Niveau bleibt, kann es doch jeder so halten wie er will. Respekt und Toleranz ist wichtig, unabhängig davon was man abends im Schlafzimmer so treibt.

Es gibt halt sehr einfach gestrickte Menschen, die nicht alzu tief denken können. Bei solchen verursacht dann der Gedanke an schwule Männer einen Tilt im Gehirn. Sozusagen eine Mauer, wo es ncht weiter geht. Arme Seelen, aber müssen nicht unbedingt schlechte Menschen sein deswegen.

Und es soll sogar welche geben die haben Angst vor dieser Vorstellung, weil sie unterbewußt neidisch sind :D

Antwort
von zockerle2365, 106

Da ein Großteil unserer Gesellschaft eine heterosexuelle Zuneigung haben, ist es eher ungewöhnlich ein homosexuelles Paar zu sehen, weshalb viele denken, dass sie nicht in unserer Gesellschaft akzeptiert werden, wenn sie diese Form des Zusammenlebens akzeptieren.

Antwort
von DesbaTop, 129

Sinnloses Prollgehabe um in der Gruppe nicht als Weichei da zu stehen.

Antwort
von Arethia, 87

Gibt überall Deppen, es gibt ja auch die Übertoleranten, die so tun als ob, aber wenn dan das eigene Kind schwul/lesbisch ist, reden die kein Wort mehr mit dem. Intoleranz ist sowieso ein allgemeines gesellschaftliches Problem, nicht nur gegenüber Schwulen. LG

Antwort
von MaxGansimaxl, 110

Schwule oder Schule?

Kommentar von mike3334488 ,

Schwule ;)

Antwort
von don2016, 16

lieber mike3334488...die Personen, die was gegen Schwule haben, wissen gar nicht, wie schön die Liebe auch unter Gleichgeschlechtlichen, unter Homosexuellen, sein kann; Liebe ist Liebe, egal...welches Geschlecht man liebt, das eigene oder das andere...manche Heros der Männer sind mit ihrem Wissen, ihrer Intelligenz irgendwo hängen geblieben,daß es wahre homosexuelle Liebe gibt,

...ebenso die homophoben "Möchtegerngläubigen", diese Bibelableser, zum Glück kommen immer mehr Gläubige im JETZT an, besonders in der EKD ( da gibt es sogar lesbische Bischöfinnen und schwule Bischöfe, sowie homosexuelle Partnerschaften als Pfarrer, die auch gemeinsam eine Gemeinde leiten), manche Katholiken und z.T. auch Baptisten, die lernen das gerade,(daß es homosexuelle Liebe gibt)  sind aber auf dem bestem Wege...liebe Grüße

Antwort
von oki11, 93

Nun pauschal kannst Du wohl kaum die Frage stellen, was Männer gegen Schwule haben.

Der Vergleich Männer vs. Lesben ist auch nicht passend, denn eine Lesbe ist für einen Mann keine "Gefahr".

Einige Männer die mit Schwulen wenig bis keinen Kontakt haben/hatten, denken oft, dass diese dann ein Ziel für was auch immer sind und gehen somit auf Ablehnung.

Einige Schwule sind auch extrem "schwul" ( Tuntig ) und das ist für einen heterosexuellen Mann eher befremdlich.

Kommentar von mistergl ,

Gute Antwort:

Einige Schwule sind auch extrem "schwul" ( Tuntig ) und das ist für einen heterosexuellen Mann eher befremdlich.

Ich würde sagen nicht nur befremdlich (denn jeder kennt heutzutage solches "Tucken" verhalten), sondern allgemein nervig. So wie man auch genervt von einer Frau sein kann, wenn sie sich zu zickig benimmt oder sonst was. Oder Leute von mir genervt sind, weil sie iwas an meinem Verhalten nicht mögen...Ist völlig legitim, solange man trotzdem respektvoll bleibt. Evt ignorieren, fällt mir da ein.

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