Frage von DeepWeb123, 181

Was haben eigentlich viele gegen Kopftücher?

Antwort
von 1988Ritter, 64

Die Behauptung, dem Muslimas sei das Kopftuch/Verhüllung vorgeschrieben ist falsch.

In Sure 7 Vers (Ayat) 26 steht geschrieben:

...und Allah gab dem Menschen die Kleidung zur Verhüllung der Scham und zur Zierde.

Dies bedeutet:

  • Muslime sollen wie bei anderen Kulturen auch, ihre Geschlechtsmerkmale nicht zur Schau stellen.
  • Die Kleidung soll ein Schmuck und eine Zierde sein.
  • Eine Verhüllung ist nicht gegeben.

Alle angeblichen Kopftuchgebote sind darüber hinaus salafistische und wahhbaistische Falschlehren.

Schaut man in die Hadithe und Überlieferungen hinein, dann soll die Frau verhüllen was nicht zur religösen Waschung zu verhüllen ist. Da bei der religösen Waschung auch das Haar, bzw. der Kopf gewaschen wird, haben wir auch in den Hadithen die entsprechenden Belege zur Verneinung des Kopftuches.

Es gibt somit keinen religösen Grund zur Verhüllung.

Wenn eine Frau sich trotzdem verhüllt, dann drückt sie ihre Gesinnung aus.

Die Gesinnung ist dabei, 

  1. der Islam ist die einzige wahre Religion.
  2. die Gesetze in religöser und weltlicher Sicht des Islam sind maßgeblich.
  3. Andersgläubige befinden sich nicht auf gleicher Stufe.
  4. Andersgläubige und ihre Gesetze sind ab zu lehnen.

Damit wird grundsätzlich zur Schau getragen, dass man eine dogmatisierende und religöse Weltanschauung jeglicher anderen Ansicht bevorzugt.

Da wir hier in einer liberalen Demokratie leben, und diese in sich auch erhalten wollen, ist das Begehren des fundamentalistischen Islam abzulehnen. 

Kommentar von DeepWeb123 ,

Sehe ich genauso, aber die meisten wissen es nicht und wollen es auch nicht wissen.

Antwort
von Jogi57L, 39

Zitat: 

Die Verschleierung bzw. das Kopftuch  ist eine Maßnahme zur Vermeidung von Unsittlichkeit. 

Außerdem ist zu beachten: 

Wenn eine Frau öffentlich ein Kopftuch trägt, so bekennt sie sich offen zum Islam und demonstriert damit ihre Gottergebenheit und Integrität. 

Für sie kommt es nicht auf Äußerlichkeiten an, sondern die inneren Werte und die eigene Überzeugung sind ihr wichtiger. 

Außerdem signalisiert sie dadurch auch, dass sie für Flirts nicht offen ist, da sie andere Ziele hat. 

Wenn man das als glaubhaft annimmt...

würde es im Umkehrschluss bedeuten, für Frauen, die kein Kopftuch tragen:

Die Nicht-Verschleierung/ Kopftuch  ist eine Maßnahme zur Unsittlichkeit. 

Für sie kommt es  auf Äußerlichkeiten an, nicht auf die inneren Werte 

Außerdem signalisiert sie dadurch auch, dass sie für Flirts offen ist.Somit könnten Nicht-Kopftuchträgerinnen es als diskriminierend empfinden, wie sie durch Kopftuchträgerinen derart klassifiziert werden.

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Ein weiteres Problem ist, dass es sogar ( in islamischen Kreisen ) Männer gibt, die dies auch so sehen, obwohl es sie eigentlich rein gar nichts angeht, wie sich eine Frau kleidet.

manche , vor allem wenn es um die Verteidigung des Kopftuches geht.. sagen auch:

Es sei nur ein Stück Stoff, ein ganz normales Kleidungsstück...

Das ist eine Ausrede.. denn wenn es so wäre.. wäre es kein Problem, diese Stückstoff/Kleidungsstück nach Belieben zu tragen, oder nicht...

Bei manchen "Islam-Gläubigen" Frauen und Männern gilt eine Frau ohne Kopftuch sogar ein Stück weit als "Schlxxxmpe"

Somit steht die Frau dort auch unter sozialem Druck.. ein Kopftuch zu tragen, wenn sie nicht als "Schlxxxmpe gelten will...

aus o.a. entnehmen manche Menschen, dass Kopftuch eben doch etwas mit "Zwang" und "Ausgrenzung/Abgrenzung" zu tun hat

Antwort
von priesterlein, 86

Gegen Kopftücher haben vermutlich viele gar nichts, aber als religiös aufdringliche Botschaft, die sie oft, wenn auch nicht immer, transportieren, kommen sie eben nicht gut an.

Due jungen Leute wissen beispielsweise nciht, dass auch im deutschsprachigen christlichen Raum früher Kopftücher an der Tagesordnung und in Mode waren, aber das hatte eben keine zu beachtende Religion und hinter der Kopftuchträgerin muste man nicht zehn cholerische Brüder mit Ehrenmordabsichten vermuten.

Antwort
von uyduran, 83

Ich kann Kopftüchern nichts abgewinnen, weil mir die Moralansichten missfallen, die im Regelfall hinter diesem Kleidungsstück stecken. Auch ist das Kopftuch keine (bedingungslose) Pflicht im Islam, wie oft behauptet wird.

Ebenso verwerflich finde ich aber Menschen, die einen regelrechten Kopftuchhass haben, Kopftuchträgerinnen anfeinden und das Kopftuch verbieten wollen. Die befinden sich in ihrer fanatischen Haltung auf dem gleichen primitiven moralischen Niveau wie diejenigen, die das Kopftuch für verpflichtend halten.

LG

Kommentar von eleteroj ,

du magst recht haben - jede derartige Anfeindung ist ungut, vor allem auch umgekehrt: in den orientalischen Viertel in Berlin ist es nicht ungewöhnlich, dass Salafisten vor den Schulen lungern und südländisch aussehende Schülerinnen ohne Kopftuch belästigen und auffordern sich zu bedecken.

Ich selbst ertappe mich ebenfalls, wenn ich hier, seit der Masseneinwanderung, immer öfter tiefvermummten Personen begegne: welchen Abscheu und welchen Hass ich dabei empfinde über diese ostentativ zur Schau gestellte patriarchalische Religion.

Welch unglaublicher Dünkel, sich in seinem Gastland derart demonstrativ abzugrenzen?

Kommentar von uyduran ,

Hallo elteroj, (leider) kann ich deinen Beobachtungen da nur zustimmen. Auch ich als Moslem empfinde eine Abneigung gegenüber Vollverschleierungen. Es für mich ebenso befremdlich, zu beobachten, wie Frauen in Niqab und Burqa auf der Straße an mir vorbeilaufen. Mich ärgert das, weil ich das Gefühl habe, dass da etwas in die falsche Richtung steuert. Es ist eine Form von mutwilliger Abgrenzung, von einer protestartigen und idealisierenden Rückbesinnung auf stockkonservative Werte und Traditionen. Ich finde, wir müssen gemeinsam an einem Islam arbeiten, der einen allgemeinverbindlich akzeptierten Platz in unserem pluralistischen Rechtsstaat einnehmen kann. Das beruht aber auf Beiderseitigkeit. Denn ebenso beobachte ich, dass je islamkritischer bzw. islamfeindlicher die deutsche Kerngesellschaft der muslimischen Parallelgesellschaft entgegentritt, umso stärker eine Isolierung letzterer folgt. Ist doch auch logisch: Der Islam wird als bedroht angesehen und deswegen umso inbrünstiger und konservativer ausgelebt. Dahinter steckt natürlich der Denkfehler, zu glauben, je konservativer man die Religion auslegt, desto korrekter würde man sie praktizieren. Wie auch immer - der konservativ interpretierte Islam und die damit verbundenen archaischen Werte werden dann verstärkt beschützt, an kommende Generationen weitergegeben und institutionalisiert, wenn die muslimische Gesellschaft Islamhass wittert. Die Kunst liegt also darin, eine gewisse Sensibilität an den Tag zu legen. Nicht einfach stumpf auf "den Islam" einzuprügeln, sondern zu differenzieren zwischen den Auslegungen und Glaubensinhalten, die demokratiefeindlich sind und denen, die konform gehen. Dann kann auch eine gemeinsame Diskussion stattfinden. Wenn man aber von vornerein den Islam als Terrorideologie diffamiert und Muslimen das Recht auf ihren Glauben quasi abspricht, dann ist es doch klar, dass die muslimische Gesellschaft sich abnabelt und nicht gewillt ist, sich nach westlichen Werten zu orientieren.

"Welch unglaublicher Dünkel, sich in seinem Gastland derart demonstrativ abzugrenzen?"

Auch hier wäre ich mit der Tonart vorsichtig. Wenn ein türkischstämmiger oder arabischstämmiger Moslem einen deutschen Pass besitzt bzw. sogar in Deutschland geboren ist, dann ist dies nicht sein Gastland. Er ist ein Deutscher (mit Migrationshintergrund - aber den haben wir ja historisch betrachtet irgendwie alle). Deutschland ist sein Heimatland. Somit hat er das gleiche Recht, Deutschland mitzugestalten und nach seinen Vorstellungen zu prägen, wie jeder andere Deutsche auch. Mag sein, dass das ein wenig paradox anmutet, wenn diese Leute sich eigentlich eher als "stolze Türken" oder "stolze Libanesen" fühlen. Aber so ist die Faktenlage nun mal und gerade wenn man mit solchen Begriffen wie "Gastland" um sich wirft, bedient man sich schnell der Rhetorik rechtspopulistischer Protagonisten.

Wie gesagt, meine Message lautet, dass beide Seiten etwas tun müssen, damit sich an der Gesamtsituation etwas ändert. Gesetzliche Verbote, die von der anderen Seite sowieso nicht nachvollzogen werden können (wie z.B. das Kopftuchverbot an Schulen in Frankreich), halte ich für ebenso kontraproduktiv wie verbale Provokationen. Beides ist pädagogisch ziellos und führt nur zu weiterer Spaltung.


Kommentar von eleteroj ,

Wenn sich hier geborene, eingebürgerte Türken oder Araber oder wer auch immer, individuell als Deutsche verstehen, einbringen und mitgestaltend einbringen, so hat das auch keine Antagonismen bewirkt. Im Gegenteil, in jeder deutschen Partei gibt es auch engagierte Mitglieder aus Einwandererfamilien, auch in der AfD. Bei Pegida engagieren sich auch Türken, Kurden, Iraner, Osteuropäer Schulter an Schulter mit Ostdeutschen.

Wenn sie aber organisiert, kollektiv ihr Türkentum oder Arabertum in Abgrenzung zur deutschen Gesellschaft konservieren, dann führt das notwendigerweise zur einer massiven Abwehrreaktion des Gastlandes, dem sich das Türkentum oder Arabertum eben nicht verbunden fühlt. Beispiel in Berlin: türkische Nationalflaggen auf Moscheen. Allein aus dem Geburtsort oder dem Besitz des deutschen Passes wird man kein Deutscher, schon gar nicht im eigenen Selbstbewusstsein, da müssen einige inhaltliche Kriterien erfüllt sein.

Der indisch-stämmige Bürgermeister von Bonn spricht zuhause deutsch und auch seine Kinder reden nicht Hindi. In Berlin kenne ich nicht einen einzigen Türken, auch aus der in 3.Generation hier geborenen, der mit den seinen nicht Türkisch spricht.

Diese religiös-nationalistischen Verbände, die als Pressure Groups und Lobbyisten Einfluss auf die deutsche Politik nehmen, werden dann wahrgenommen als 5.Kolonne ausländischer Mächte: Beispiel Milli Görüs , DITIB e.V. oder andere AKP/Erdogan-finanzierte Verbände.

Aus der Geschichte wissen wir, was im Umkehrfall Armeniern, Kurden, Griechen und anderen Nicht-Türken in der Türkei wiederfahren war, die sich in dieser vergleichbaren Weise ethnisch-religiös organisieren wollten.

Kommentar von Zicke52 ,

Hallo uyduran, ich gehe mit deinen Ausführungen meist weitgehend überein, aber was das Kopftuchverbot an Schulen betrifft, bin ich nicht deiner Meinung.

In Frankreich ist Religion nicht verpönt, aber der Staat selbst ist laizistisch und seine Einrichtungen daher frei von religiösen Symbolen, was die Gebäude und das Personal betrifft. Die Benutzer sind davon nicht betroffen.

Die öffentliche Schule nimmt allerdings eine Sonderstellung ein, da sie das Herzstück der Republik ist, der Schmelztopf, wo ihre Kinder das Zusammenleben lernen sollen, und dabei soll Trennendes aussen vor gelassen und Verbindendes in den Vordergrund gestellt werden. Religionen trennen. Sie verstellen den Blick auf den Menschen. Man sieht nicht Anna, sondern die Christin, die ihren Rosenkranz auf der Brust trägt. Man sieht nicht Samuel, sondern den Juden mit seiner Kippa. Man sieht nicht Leila, sondern die muslimische Kopftuchträgerin. Ein Verzicht auf diese Zeichen in der Schule ist auch ein Bekenntnis zur Republik und zur Gleichwertigkeit aller Menschen.

Trotzdem gab es kein gesetzliches Kopftuchverbot, sondern nur schulische Regeln, bis Islamisten über fanatisierte Schülerinnen, die das Kopftuch "stolz" und aus Prinzip als Zeichen ihrer Ideologie trugen und sich gegen jede schulische Vorschrift weigerten, ihren Einfluss in Schulen geltend machen wollten. Als die "Mode" immer mehr um sich griff, wurde nach jahrelangen Diskussionen und vergeblichen Einigungversuchen schliesslich das Verbot aller auffälligen religiösen Zeichen (nicht nur des Kopftuches!) in öffentlichen Schulen erlassen.

Für mich ist das sehr gut nachvollziehbar. Es geht hier um zwei Grundsätze:

1. Hier herrscht die Republik, nicht die Religion. Ihr seid alle Kinder dieser Republik. Die Religion deines Sitznachbars ist nicht wichtig, sie sagt nichts über seinen Wert aus. Die Republik bestimmt die RegeIn des Landes, in dem ihr lebt, und ihr seid alle gleichwertige Teilhaber daran.

2. Schutz der Mädchen, die KEIN Kopftuch tragen wollen, es unter dem Druck der Familie oder der muslimischen Mitschüler aber müssten, wenn es das Gesetz nicht gäbe. Das offizielle Verbot gibt ihnen das Mittel, diesem Zwang wenigsten in der Schule zu entkommen. Auf Anpöbelungen islamischer "Brüder" können sie ganz einfach antworten "ich kann kein Kopftuch tragen, ist ja verboten". Somit schenkt ihnen die Republik ein Stück Freiheit, das ihnen ihre Glaubensgemeinschaft verweigert.

Kommentar von uyduran ,

Hallo Zicke52!

Ja, das ist in der Tat ein schwieriges Thema. Ich kann deine Argumentation zwar nachvollziehen und stimme dem Gedankengang persönlich auch zu. Jedoch habe ich so meine Zweifel, ob dieses Verständnis bei der muslimischen Gesellschaft in Frankreich ebenfalls vorhanden ist. Ich glaube, dass diese laizistischen Regelungen eher auf Unverständnis stoßen. Die Muslime werden es als einen Angriff auf ihre Religion werten und als eine Beschneidung ihrer freien Religionsausübung. Darauf basierend verstärkt sich das Gefühl, die Selbstwahrnehmung, vom Staat, vom Westen diskriminiert zu werden. Und das ist fruchtbarer Nährboden für eine Rebesinnung auf konservative Werte und die Identifizierung mit der orientalischen statt der westlichen Kultur. Gerade in Frankreich ist das ein großes Problem, dort sind die Integrationsprobleme der nordafrikanischstämmigen Parallelgesellschaft ja nochmal größer als in Deutschland mit den Deutschtürken.

Warum die Muslime es als Diskriminierung werten? Zunächst einmal ist es so, dass der durchschnittliche Muslim das Kopftuch als religiöse Pflicht ansieht, als direkten Befehl Gottes (und nicht etwa als Reliquie, wie z.B. die Kreuzkette bei einem Christen). Somit steht hier also schon mal der (angebliche) Befehl Gottes entgegen dem Gesetz des Staates. Sorgt der Staat dafür, dass ein religiöses Gebot nicht durchgeführt werden kann, wird es von den Gläubigen natürlich als Diskriminierung empfunden. Dann ist es so, dass, mal ganz eindimensional betrachtet, ein Kopftuch als solches ja niemandem Schaden zufügt und die Person auch nicht am Lernen hindert. Eine überzeugte Kopftuchträgerin wird das Argument der Gleichheit also nicht gelten lassen. Sie wird vielleicht sagen, ich möchte meine Individualität behalten und sehe mein Kopftuch auf einer Stufe mit z.B. verschiedenen Frisuren, Baseballcaps oder Mützen, die ja erlaubt sind. Die muslimische Gesellschaft wird eine solche Regelung mit den Gedanken rechtspopulistischer Politiker assoziieren/gleichsetzen, die im Wesentlichen das Ziel verfolgen, den Islam abzuschaffen. Aus diesem Grund wird sie es immer so drehen und wenden, dass es auf eine Diskriminierung hinaus läuft.

Kurzum: Es mag von außen betrachtet schön aussehen, wenn die Schülerinnen und Schüler optisch nicht bezüglich ihrer religiösen Ansichten zu unterscheiden sind. Nutzen tut das aber wenig, wenn sich diese Außenerscheinung nicht als innere Einsicht durchsetzt. Dann führt es nicht zu einem Zusammenwachsen der Gesellschaft, sondern zu einer noch tieferen Abspaltung. Ich glaube, dass je restriktiver mit dem Kopftuch umgegangen wird, umso größer die Bereitschaft wird, das Kopftuch zu verteidigen und zu tragen. Ich glaube, dass sich auch die Muslime, die eigentlich kein Kopftuch tragen, aufgrund dieser Diskriminierungswahrnehmung eher mit dem Kopftuch und den Konservativen solidarisieren. Was also bringt es, wenn für den kurzen Augenblick im Schulgebäude das Kopftuch verbannt wird, auf den Straßen aber die Anzahl der Kopftücher (= Zuwachs konservativen Gedankenguts) steigen?

Antwort
von bikerin99, 109

Weil es ein demonstrativer Ausdruck der Religion ist und glz. für viele auch ein Ausdruck für die Unterdrückung von Frauen (den Unterschied sieht man/frau ja nicht). Wenn das so interpretiert wird, fühlen sich einige Menschen provoziert.
Jeder kann für sich entscheiden, ob er den Kopftüchern eine Bedeutung gibt oder es einfach akzeptiert, dass Frauen Kopftücher tragen.

Antwort
von eleteroj, 49

der Türkei wurde von Kemal Pascha Atatürk eine laizistische Verfassung gegeben, die Trennung von Staat (Republik) und Religion (Sunnitenislam) wurde strikt durchgeführt.

Das Vermummungsgebot der Frau war im Osmanischen Reich von den sunnitischen Autoritäten durchgesetzt worden.

Atatürk hob dieses Vermummungsgebot auf, und verbot den Burka, den Carsaf etc als Symbole des politischen Islam. Bis 2014 galt zb an allen staatlichen Einrichtungen (Schulen, Universäten etc) ein strikt durchgesetztes Kopftuchverbot. Erst Erdogan, der dabei ist die Türkei vollständig zu reislamisieren, hob dieses Kopfttuchverbot auf. Er ist somit ein Verräter am Erbe Atatürks.

Wir in DE wären gut beraten, uns diesen Punkt sehr genau durch den Kopf gehen zu lassen - inwieweit wir es zulassen, jeden Schritt des Tanzmeisters Erdogan in dieser Richtung sogleich nachzutanzen.

Antwort
von 2001Jasmin, 99

Viele denken,dass das ein Unterdrückungszeichen für die Frau ist.

Antwort
von Guz88, 82

Viele verbinden das Kopftuch mit der Unterdrückung der Frau. Das Problem ist wohl, dass es ein kulturellen Unterschied zwischen der deutschen Kultur und den islamischen Kulturen gibt. 

Antwort
von sailormars, 99

Sie wirken wie ein zeichen der unterdrückung

Antwort
von Peter501, 70

Gegen das Kopftuch an sich spricht gar nichts.Wenn man sich Bilder älterer Frauen um 1945 anschaut, sieht man auch sehr viel Frauen mit Kopftüchern.

Ist nur heute bei uns aus der Mode gekommen.

Antwort
von birdirbir, 68

Mit dir werden weder die Juden noch die Christen zufrieden sein, bis du ihrem Bekenntnis gefolgt bist. Sprich: ""Die Rechtleitung Allahs ist doch die wahre Rechtleitung."" Und wenn du ihrem Ansinnen folgst, nachdem zu dir das Wissen gekommen ist, so wirst du vor Allah weder Freund noch Helfer haben." 2:120

Antwort
von Tellerwaermer, 65

Viele Menschen Sind einfach nur dumm und ächten alles was mit dem Islam zu tun hat. Dabei sind Kopftücher sind nicht nur Ausdruck der Religion sondern teilweise auch Mode ...

Dazu meine Devise: Lasst doch einfach jeden machen was er will, irgendwann werden die Leute schon erkennen das Religion nur verarsche ist.

Antwort
von RK3420, 50

Viele denken, dass die Frauen durch das Kopftuchtragen unterdrückt werden, obwohl sie alle keine Ahnung haben.

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