Frage von halloschnuggi, 104

Was haben die bunten Ostereier und Hasen mit Ostern zu tun?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von voayager, 40

Hasen gelten zu Recht als Symbole der Fruchtbarkeit. die einstige heidnische Göttin Ostera stand dafür. Warum nun aber ausgerechnet ein Hase Eier legen soll, das leuchtete mir schon als Erstklässler nicht ein. Nehmen wir mal an, Häsinnen würden artfremd einfach Eier legen, dann müßte man sie als mißraten aus dem religiösen Leben regelrecht verbannen, denn das Abartige und Unnatürliche kann ja wohl schwerlich eine Orientierung sein, selbst Gläubigen kann man so was nicht zumuten.

Die Skandinavier haben daraus eine Konsequwenz gezogen, notfalls die der Notbremse, jedenfalls hat der Osterhase dort ganz schlechte Karten, er ist verbannt, sein Amt übernimmt fachgerecht die Osterhenne, wogegen nix einzuwenden ist, wenn es denn um`s Eier legen geht.

Kommentar von voayager ,

Danke

Antwort
von Fairy21, 53

Ei und Hase sind ein Symbol der Fruchtbarkeit und stehen für die Göttin Ostara.

Nach der Fastenzeit diente das Anmalen der Eier dazu, die noch essbaren Eier von den verfaulten zu    unterscheiden

Der Osterhase war eigentlich ein gebackenes Osterlamm, welches irgendwie die Form eines Hasen bekommen hat.

Antwort
von chrisbyrd, 25

Zur symbolischen Bedeutung einiger Osterbräuche:

Osterei:

Zur Fastenzeit durfte man im Mittelalter keine Eier essen, darum sammelten sich diese über mehrere Wochen an und wurden zu Ostern wieder gegessen, verschenkt oder sogar als Zahlungsmittel für Pacht und Zins verwendet (Ostern war dafür ein feststehender Zahlungstermin).

Das Ei symbolisiert das Leben und die Auferstehung. So wie ein Küken die tote Schale zerbricht, so ist Christus aus dem Tod zum Leben durchgebrochen.

Das Bemalen der Eier hat eine lange Tradition. Die Farben variieren und haben regional verschiedene Bedeutungen. Die traditionelle Farbe für die Ostereier im Westen ist Rot als Symbol für das Blut Christi aber auch für das Leben und die Liebe.

Der Osterhase:

Da er keine Augenlider hat, gilt er als Symbol der Wachsamkeit. Christen sollen "wach" bleiben und einen lebendigen Glauben haben.

Er gilt auch als das Zeichdn der Fruchtbarkeit und des Lebens, da er als erstes Tier im Frühling zahlreiche Junge bekommt.

Osterkerze:

Sie symbolisiert das Licht Christi (Leben, Herrlichkeit, Erlösung), was stärker ist als die Dunkelheit (Leid, Tod). Damit steht sie als Symbol der Asche (Schuld, Tod), mit dem die Passionszeit beginnt (Aschermittwoch), als starker Kontrast gegenüber. Oft wird sie am Osterfeuer entzündet und in die dunkle Kirche hineingetragen. * Das Suchen:*

Dieser Brauch erinnert an die Frauen, die am Ostermorgen das leere Grab sehen und Jesus darin nicht finden können.

Das Osterlamm:

Die Juden verzehren es als Dankopfer zum Passafest und erinnern sich dadurch an ihre Befreiung aus der ägyptischen Sklaverei. Da Jesus in zeitlicher Nähe zum Passafest gekreuzigt wurde, erinnert dieses Symbol an die Erlösung und Begreiung von Schuld und Tod durch das Leiden und Auferstehen Christi.

Das Osterreiten:

Dies und andere Osterprozessionen haben ihren gemeinsamen Sinn darin, die erlösende Botschaft von Jesu Auferstehung weiterzutragen und sozusagen öffentlich bekannt zu machen. Außerdem ist es ein Zeichen der Dankbarkeit gegenüber Gott, die man ihm nicht nur in der Kirche bezeugen will, sondern an allen Orsten des Alltags (z.B. auf den Feldern und in den Häusern).

Antwort
von Sturmwolke, 18
Die Antwort der Bibel

Interessanterweise erklärt die Brockhaus Enzyklopädie online über die Ursprünge des Brauchtums zu Ostern: „In den zahlreichen volkstümlichen (zumeist Frühlings- oder Fruchtbarkeits-)Bräuchen leben häufig vorchristliche und magische Motive weiter“. Biblische Grundlagen für das Osterbrauchtum sucht man daher vergebens.

    Name: Über die Herkunft des dt. Wortes ... gibt es verschiedene Theorien. Im 8. Jh. hat Beda Venerabilis O[stern] auf die angelsächsische
    Morgengöttin Eostra zurückgeführt
    “, so das Werk Religion in Geschichte und Gegenwart. Andere führen den Namen auf die phönizische Fruchtbarkeitsgöttin Astarte zurück, die der babylonischen Göttin Ischtar entsprach.



    Osterhase: Wie alle christlichen Volksbräuche ... ist die Osterhasenverehrung heidnischen Ursprungs, wenn auch ihre Herkunft
    im Einzelnen kontrovers ist, aber natürlich mit Fruchtbarkeitsriten in
    Zusammenhang steht
    (Meine Neue Enzyklopädie).




    Ostereier: Die Feier des Osterfestes ist mit
    vielen Fruchtbarkeitsriten, Frühjahrsriten und Symbolen verbunden ...
    Dazu gehören u. a. Ostereier, Osterfeuer, Osterhase und Osterreiten.
    In diesen österlichen Bräuchen sind noch mancherlei heidnische Anklänge
    spürbar
    (Das Wissen des 20. Jahrhunderts). Die Suche nach Ostereiern ist also „nicht einfach ein Kinderspiel, sondern Relikt eines Fruchtbarkeitsritus(Funk & Wagnalls Standard Dictionary of Folklore, Mythology and Legend). In einigen Kulturen schrieb man dem bemalten, verzierten Ei „magische Kräfte“ zu und glaubte, es könne „Glück, Wohlstand, Gesundheit und Schutz bieten(Traditional Festivals).





    Osterfeuer: Die Osterfeuer haben überall den Sinn der Dämonenvertreibung: so weit sie leuchten, werden die Felder fruchtbar“, heißt es im Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens. Sie haben „ihren
    Ursprung in den heidnischen Frühlingsfeuern. Die Menschen begrüßten die
    warme Jahreszeit und feierten die Sonne als Sieger über den Winter.
    Die
    Kirche stand heidnischem Brauchtum grundsätzlich skeptisch gegenüber,
    es gelang ihr jedoch nicht, diesen alten Brauch zu verbieten. Da ... bot
    sich für den Klerus eine Umdeutung der Frühlingsfeuer im christlichen
    Sinne geradezu an
    “ (Feuer auf unserer Erde, Siegfried Günther).

Das Christentum hat nicht nur an dieser Stelle ,heidnische‘ Kulte übernommen“, heißt es in dem Buch Gott, Götter und Idole von Tullio Aurelio. „Weihnachten und Ostern ... sind Umdeutungen heidnischer Feste.“ Nicht umsonst spricht die Encarta Enzyklopädie (2004) von „der frühen Kirchenpolitik, die dazu tendierte, heidnische Riten mit ihren eigenen Festen zu vereinen“.

Die Bibel spricht sich vehement dagegen aus, an religiösen Traditionen oder

Bräuchen festzuhalten, die ganz und gar nicht im Sinne Gottes sind
(Markus 7:6-8). In 2. Korinther 6:17 fordert Jehova Gott uns auf: „Sondert euch ab ... und hört auf, das Unreine anzurühren.“ Im Osterbrauchtum leben viele heidnische Bräuche weiter. Wer Gott gefallen möchte, wird sich davon sicher distanzieren wollen.

------------------------

Quelle und weitere Infos:

https://www.jw.org/de/bibel-und-praxis/fragen/bibel-und-ostern/

Antwort
von waldfrosch64, 18

NICHTS  ! 

Das sind reine  Volkbräuche und Relikte aus aus alten Zeiten ..durch diese man gerne Christen Heidentum unterstellt . und nachweisst ,was natürlich Theologische gesehenen reiner Quatsch ist .

Antwort
von wandermogry, 36

Das mit den Hasen hat was mit dem Frühlingsanfang zu tun und die Eier mit dem neuen Leben

Antwort
von viktorus, 12

Die heidnische Göttin der Fruchtbarkeit (Ostera oder Astarte) wird mit Eiern
beschenkt, die mit dem Blut von geopferten Babies bemalt wurden.

Das sind Fruchtbarkeitsymbole: HASEN und Hühner bzw. deren Eier.

Damit soll die Fruchtbarkeit der Frauen gefördert werden...

Ursprung dieses Gedankens ist der "Gott dieser Welt" (Offb.12,9).

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community