Was haben die Begriffe "Schnöde, Schnippisch und Schnuppe" in der deutschen Sprache verloren ?
Woher kommen die ? und was sollen wir mit denen anfangen ? Nutzt ihr diese Wörter überhaupt ? Wenn nicht, was sollen wir dann mit solchen Wörtern ?
-
6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
Is eben so-es soll auch Leute geben,die zu nix nutze sind und immernoch rumlaufen...Is das Selbe "in grün".
-
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
Was ist an Wörtern wie diesen auszusetzen? Du benutzt sie vielleicht nicht, aber der individuelle Wortschatz einer Person ist kein Maßstab für den Wortschatz einer Sprache. Das wäre der linguistische Super-Gau ...
-
-
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
Das sind Wörter wie andere Wörter auch, nur dass sie eben vielleicht etwas aus der Mode gekommen sind.
Ich benutze diese Wörter jedenfalls.
Ich habe z. B. schon viele hochnäsige Verkäuferinnen erlebt, die nur schnippische (abwertende, pampige) Antworten geben, wenn man sie etwas fragt. Das ist mir dann aber so was von schnuppe (egal), und ich verlasse den Laden und komme einfach nie wieder, wenn dort so ein schnöder (verächtlicher, erbärmlicher) Service herrscht.
In meinem Wortschatz haben diese Wörter also durchaus ihre Daseinsberechtigung. ;-)
-
-
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
Frag den Thesaurus oder Sprachwissenschaftler.
Was man mit Wörtern anfängt? Man gebraucht sie, sofern man ihre Bedeutung kennt und sie angemessen beschreiben, was gemeint ist.
-
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
weil jede sprache wörter braucht, klingt logisch, was
-
Antwort von ElliotZnil 07.08.2011
Wenn man mit 500 Wörtern auskommt (geil – obergeil – hammer…) dann braucht man derartige Wörter nicht, um sich differenziert und abwechslungsreich mit Synonymen auszudrücken.
Wenn man sich für die Herkunft (Etymologie – Sprachgeschichte) eines Wortes interessiert, kommt man oft auf interessante Erkenntnisse.
schnippisch: kurz angebunden, von oben herab und keck (18. Jh.) von „schnüppig“: hochmütig, naseweis, keck, vorlaut“ (16. Jh.) wohl zu md. (auf)schnuppen „die Luft laut durch die Nase einatmen, schnauben“ --> Ausgangsbedeutung „(mit hocherhobenem Kopf) laut Atem holend“ schnöde: verächtlich, geringschätzig, gemein mhd. snoede „Verachtung ausrückend, vermessen, übermütig, rücksichtslos“, mit passivischer Bedeutung „verächtlich, ärmlich, schlecht, gering“, „wertlos, klein, armselig, kümmerlich, ungesund“, „verrucht, boshaft, niederträchtig“. Während in älterer Sprache die ursprünglich passivische Bedeutung vorherrscht (heute nur noch in Wendungen wie „schnöder [erbärmlicher] Undakn / Lohn, schnödes Gold), setzt sich in nhd. die in mhd. noch zurückstehende aktivische Bedeutung „Geringschätzung, Verachtung ausdrückend“ durch, vgl. „eine schnöde (gemeine) Antwoprt, jdn. schnöde (geringschätzig) behandeln. schnuppe: Subst. Schnuppe: glühender Dochtabfall (vgl. Sternschnuppe, vermeintlioche Abfälle der Sterne) -- > Adj. „gleichgültig, einerlei (wie ein wertloser Dochtabfall)“, nur prädikativ in der Wendung „das ist (mir) schnuppe“ (2. Hälfte 19. Jh., sich von Berlin aus verbreitend)
Auf der anderen Seite gibt es „aussterbende Wörter“, die man z.T. nicht mehr benötigt (vgl. Bodo Mrozek: Lexikon der bedrohten Wörter.- rororo TB 62077)
-
Ich hatte Dir eben eine Antwort geschickt mit der Übersetzung dieser Wörter. Die Antwort wurde sofort gelöscht. Das wird wahrscheinlich der Grund sein, warum sie noch gebraucht werden. Sie dienen einfach der Höflichkeit.
-
-
das sind nur wörter die von anderen worten oder tätigkeiten abgewandelt wurden.
Kommentar von merrypottermerrypotter 05.08.2011Und wovon bitte sind sie "abgewandelt"?
Kommentar von DichterseeleDichterseele 05.08.2011Wenn Dich das interessiert, dann studiere Linguistik oder frage in einem sprachwissenschaftlichen Institut nach.
Kommentar von merrypottermerrypotter 06.08.2011Wenn du wüsstest ...
haste schön gesagt :-)
Danke iris66 !