Frage von MeinInteresse, 25

Was haben alle Krebszellen auf molekularer Ebene gemeinsam?

Kann man beispielsweise davon ausgehen, dass alle Krebszellen eine erhöhte Konzentration des p53-Proteins haben? Oder dass sie keine Antigene für entsprechende MHC-2-Komplexe auf ihrer Zelloberfläche aufweisen?

Antwort
von Arteloni, 21

Soweit ich weiß gibt es nichts wa alle Krebszellen gemeinsam haben. Wenn es so wäre, dann wäre es das optimale universelle Ziel für Medikamente. Leider gibt es das nicht und man muss jeden Tumor anders behandeln. Das Medikament das bei dem einen Tumor zur Heilung verhilft ist bei dem anderen Wirkungslos. 

Kommentar von MeinInteresse ,

Vielen Dank für die Antwort. Auf jeden Fall kann ich nachvollziehen, dass sich Krebszellen zum Teil erheblich voneinander in Struktur und Funktion unterscheiden. Allerdings habe ich gelesen, dass man Krebspatienten Antikörper gegen VEGF (vascular endothelial growth factor) verabreichen kann, welche dann das, von Tumorzellen angeregte Wachstum von Blutgefässen, hemmen. Somit kann man doch davon ausgehen, dass Tumorzellen allgemein aktive VEGF-Gene in Proteinform aufweisen, oder?

Kommentar von Arteloni ,

Ja das stimmt. Viele Tumoren bilden VEGF wenn ihnen der Sauerstoff ausgeht. Das ist aber nicht bei allen malignen Zellen so und auch kein Merkmal einer malignen Zelle sondern eher als physiologischer Prozess des unterversorgten Gewebes zu sehen. Auch wenn es sich um malignes Gewebe handelt.

Manche "Krebszellen" benötigen auch garkeine Gefäße z.B. Leukämiezellen. Hier würde auch Anti-VEGF nichts bringen.

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