Frage von Chemiefreak15, 6

Was habe ich als Ausgangsspannung?

Wenn ich einen Trafo habe (primär 2 sekundär 2000) und dann gepulste Gleichstrom (2000v) in den Trafo fließen lass welche Spannung habe ich dann im Ausgang(einmal Sekundär einmal primär) LG Chemiefreak15

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von ProfDrStrom, 5

Was liegt den nun primär an, Spannung (Volt) oder Strom (Ampere)?

Warum gepulst?

Wo soll denn der primär Ausgang sein?

Kommentar von Chemiefreak15 ,

2000v bei 0,5mA

Kommentar von ProfDrStrom ,

Was Du da erfragst, ergibt im besten Falle eine Funkentstrecke.

Davor hast Du sicher keine Funkenstrecke!

Mein Tipp: Aufgabe nochmal genau durchlesen und erneut posten!

Kommentar von Chemiefreak15 ,

mich interessiert der Ausgang auf beiden seiten

Kommentar von ProfDrStrom ,

Auf der Primärseite gibt es keinen Ausgang!

Kommentar von Chemiefreak15 ,

ist keine Aufgabe ich will nur wissen ob ich Hochspannung erzeugen kann weil es heißt ja wenn ein Trafo zB einmal 10 Windungen und einmal 100 Windungen hat (Verhältnis 1zu10) das sich die Spannung verzehnfacht so wenn ich jetzt primär 2 hab und sekundär 2000 dann hab ich das Verhältnis 1;1000 dann müssten sich ja auch die 2000 volt vertausendfachen oder? so habe ich es gemeint

Kommentar von Comment0815 ,


wenn ich jetzt primär 2 hab und sekundär 2000 dann hab ich das
Verhältnis 1;1000 dann müssten sich ja auch die 2000 volt
vertausendfachen oder? so habe ich es gemeint

Ganz allgemein ja (bei Wechselspannung auf jeden Fall). Aber ich bin mir nicht so sicher, ob das mit einer gepulsten Spannung funktioniert.

Kommentar von ProfDrStrom ,

Das ist auch völlig in Ordnung, nur der überlegte Versuchsaufbau ist nicht geeignet. Wenn Du in einen Transformator 2000 Volt hinein schickst, und das Wicklungsverhältnis Ne/Na=1/1000 dann ist bei einem idealen Trafo die Spannung bei 2000000 Volt. Allerdings reduziert sich dein Strom ebenfalls um das 1000fache.

Mit 2000000 Volt lässt sich auch eine Funkenstrecke bauen...

Kommentar von Chemiefreak15 ,

schlägt der Trafo dann nicht durch?

Kommentar von ProfDrStrom ,

Was hier jetzt theoretisch betrachtet wird, ist ja nur die Modelvorstellung. In der Praxis ist das sicher nicht mit einem Klingeltrafo zu realisieren.

Hier ist ein ähnliches Vorhaben realisiert worden:

www.m-niggemann.com/dinge_die_bauanleitung.htm

Antwort
von bit77, 3

Ein an einer gepulsten Gleichspannung betriebener Trafo mit dem von Dir beschriebenen übersetzungsverhältnis hat nicht die Übersetzung von 1:1000, da der Kern (je nach Pulslänge) gesättigt wird.

Wenn der Puls den Kern aufmagnetisiert, entsteht noch keine oder nur eine sehr geringe Ausgangsspannung. Erst wenn das Magnetfeld im Trafokern wieder zusammenbricht, erscheint an der Primärspule und an der Sekundärspule ein Impuls in entgegenesetzter Polarität.

Wie kräftig dieser Ausgangsimpuls sein wird, hängt hier ausschließlich vom Kern ab. In diesem Fall müßte er einen Luftspalt besitzen oder gar ganz offen sein, um besten Wirkungsgrad und Funktion zu erreichen, da der im Kern verbliebene Restmagnetismus sich sonst  negativ auswirkt.

Zur Impulserzeugung würde ich einen Kondensator mit zB. 1 µF verwenden, der so mit 100 bis 350 Volt geladen wird. Diese Ladung wird mit einem Thyristor in den Trafo geschoben. Wenn alles richtig isoliert ist, könnten schon einige Kilovolt dabei rumkommen.

Wichtig ist hier das Verhältnis von der Kapazität des Kondensators zur Induktivität der Primärwicklung und der maximal magnetischen Aufnahme des Kerns.

Im gegensatz zu einem mit Wechselspannung betriebenen Trafo greifen hier die normalen Berechnungen zur Übersetzung nicht.


Kommentar von Chemiefreak15 ,

ok danke

Kommentar von bit77 ,

Ich habe mir heute die Mühe gemacht, dieses Thema etwas besser zu ergründen. Ein ähnliches Prinzip wird bei sogenannten CDI-Zündanlagen in PKW oder Motorrädern verwendet.

Die Zündspule einer sogenannten CDI-Zündanlage hat eine wirklich eigenartige Übersetzung: 40 Windungen mit 0,5 Ohm Widerstand und einigen mH primär und 1000 Windungen mit rund 1 Kiloohm auf der Sekundärseite.

Alles gut isoliert auf einen offenen Kern.....

In der Steuerschaltung wird ein Kondensator mit rund 1,4 mikrofarad auf 100....250 Volt aufgeladen. Ein Thyristor schiebt diese Ladung in die Primärwicklung mit 0,5 Ohm.

Der durch den Thyristor verursachte, schnelle Spannungsanstieg, bewirkt eine Induktionsspannung von bis zu 35.000 Volt auf der Sekundärseite, obwohl das Übersetzungsverhältnis nur 1:25 beträgt.

Auf einem Oszilloskopbild wurde gezeigt, daß der Impuls am Ausgang erst ansteigt, wenn der Startimpuls abgeflaut ist. Dies beweist, das der Kern die Ladung speichert.

Es ist allerdings eine gewisse "Erholzeit" zwischen den Impulsen notwendig, weshalb keine sehr hohe Wiederholfrequenz möglich ist. Bis 2 kHz ist es aber kein Problem.

Antwort
von alpha753, 2

Ip/Up=Is/Us

wobei I natürlich für stromstärke und U für spannung steht

bei einem idealen trafo (den is in wirklichkeit nicht gibt) aber, was heißt das hier kein widerstand vorhanden ist 

p für primärspule und s für sekundärspule

so hab ichs im physik unterricht gelernt

achja und ein trafo funktioniert nur bei wechselspannung

Kommentar von ProfDrStrom ,

Er könnte seine Gleichspannung zu einer Rechteckspannung pulsen, dann würde es theoretisch auch funktionieren.

Kommentar von alpha753 ,

bin noch schüler daher is dass jetzt zu hoch für mich :D

Kommentar von ProfDrStrom ,

Eine Sinus-Wechselspannung besteht aus einer positiven und einer negativen Halbwelle. Soweit verstanden?

Wenn ich eine Gleichspannung, alle 0,5s von Max. Volt auf 0 Volt ausschalte und danach wieder einschalte und wieder aus, usw., dann bildet sich eine Rechteckspannung, die einer Wechselspannung entfernt ähnelt. An der stelle mal googeln, da gibt es Bilder zu.

Diesen Vorgang nennt man pulsen. Das erledigt eine Schaltung. Da sitzt niemand und erledigt das von Hand.

Kommentar von alpha753 ,

ahh danke gut weiß ich das auch :D findet ja trotzdem ne magnetfeld änderung wieder statt also wird auch wieder spannung induziert danke :D aber hat er dann nicht immer kurze aussetzer bei der stromzufuhr?

Antwort
von Comment0815, 2

Du meinst wohl Gleichspannung und nicht Gleichstrom. Was genau meinst du mit gepulst? Wenn ich mich nicht irre funktioniert der (ideale) Trafo nur, wenn das Eingangssignal einen zeitlichen Mittelwert von 0 hat. Sonst nimmt der Strom immer weiter zu, weil kein Ohmscher Widerstand da ist.

Ich lasse mich gerne korrigieren, wenn hier besser Informierte unterwegs sind. ;-)

Kommentar von Chemiefreak15 ,

gepulst über eine Funkenstrecke

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