Frage von Maczda, 37

Was gilt als Gartenfläche im Mietvertrag?

Hallo, wir haben eine Genossenschaftswohnung mit Terasse. Etwa 2m vor der Terasse befindet sich eine Art Hecke aus Sträucher (Kniehöhe) die, so dachte ich, den Gartenanteil aller Terassenbewohner eingrenzt. Im Mietvertrag steht, dass uns die Gartenfläche untentgeldlich zu Benutzung überlassen wird und wir auch für die Pflege zuständig sind. Auch wird uns das Recht zugesprochen Hecken und Sträucher in einer Höhe zwischen 1,50 und 1,80m zu pflanzen und kleinwüchsige Bäume bis 2m. Soweit so gut. Nun sagt der Verwalter man dürfe vor der Terasse 1,50 raus und diese bepflanzen. 60 cm sollen wir für die Gärtner frei lassen wegen einem Handrasenmäher der da noch durch Soll. In unserem Objekt befindet sich gegenüber dasselbe Haus einer anderen Genossenschaft die die ganze Fläche nutzen und direkt vor der Kniehohen Hecke ihre eigene Hecke Pflanzen. Zwischen meiner Hecke und der Kniehohen Hecke befindet sich nun wie bei allen Nachbarn unserer Genossenschaft ein Grünspalt der überhaupt nicht genutzt wird ( was soll man auch mit 60 cm) Dieser wird von den Gärtnern gemäht und das bezahlen alle obwohl wir laut Mietvertrag uns ja um den rasen kümmern sollen. An der Seite befindet sich ein Rosenbeet direkt neben der Terasse, auch das haben alle und wird von der Genossenschaft gepflegt. Es wäre aber nicht unser, sagt der Verwalter. Leider steht im Mietvertrag nicht wie viel Gartenfläche man hat. Kann ich nun darauf bestehen, den vorderen Teil zu nutzen. Als wir einzogen war vorne nur Rasen und man dachte wirklich es gehört einem der Anteil. Der Verwalter meinte nur: Ihr könnt ihr auch was Pflanzen. Später bei Übergabe sagte man uns, es sei nicht gestattet direkt vor die Sträucher-Hecke zu pflanzen.

Antwort
von nebenkostenblog, 16

Schwierig. 

Ich würde sagen, dass wegen der mündlichen Vereinbarung und der Regelungslücke im Vertrag der Mietvertrag dahingehend auszulegen ist, dass Ihnen die vollständige Fläche zusteht und Sie sich auch um die 60 cm Grünstreifen zu kümmern haben. Ob allerdings die mündliche Vereinbarung durch Beweisantritt unterlegt werden kann, scheint fraglich (Dilemma zwischen Theorie und Praxis). Das können nur Sie einschätzen.

Allerdings stellt sich mir die Frage, ob es sinnvoll ist, unmittelbar hinter die kleine Hecke eine größere Hecke zu pflanzen. Sie könnten also von der Bepflanzung absehen, die Herren Gärtner diesen Streifen (60 cm) mähen lassen und aus meiner Sicht diese Teilfläche einfach mitbenutzen - dürfte ja niemand merken oder Interesse dafür entwickeln.

Ferner bleibt grundsätzlich zu bezweifeln, ob es sich lohnt, wegen 60 cm Grünstreifen einen Streit mit der Genossenschaft anzufangen.

Kommentar von Maczda ,

Vielen Dank für die Antwort. Gefühlt sind es mehr als 60 cm, nachgemessen habe ich nicht. Allerdings befindet sich daneben noch eine kleine Fläche die direkt vor dem Rosenbeet liegt. Würde man also wie die Genossenschaft neben an einfach vorne vor die St räucher eine Hecke setzen hätte man schon wesentlich mehr Platz. Aktuell haben wir eine Terasse mit einem Beet, was für mich kein Gartenanteil ist wie man sich ihn vorstellt. Die Hecke so lassen und mit nutzen würden wir tun wenn diese ausreichend Sichtschutz bieten würde. Die Terasse befindet sich im Innenhof mit Spielplatz, da fühlt man sich schon erheblich gestört durch Blicke. 

Kommentar von nebenkostenblog ,

Sie können dem Verwalter natürlich vorschlagen, entweder die kleine Strauch-Hecke größer werden zu lassen oder davor eine größere Hecke zu pflanzen. 

Alternativ können Sie ihm auch anbieten, den "Grünstreifen" selbst auch zu pflegen und zu mähen - notfalls mit einer Gartenschere. Vielleicht lässt er sich darauf ein und Sie damit Ihre Hecke näher an die Sträucher setzen.

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