Frage von 08022013, 115

Was gibt ihr euren Zwergkaninchen alles zum Fressen?

Ich würde gerne mal wissen was euer Zwergkaninchen so alles frisst, und nicht frisst

Expertenantwort
von Ostereierhase, Community-Experte für Kaninchen, 50

Hi du,

Kaninchen brauchen gutes Heu, Äste und jede Menge Frischfutter. Im Sommer sollte das Wiese sein (Gras, Wildkräuter, Blumen), im Winter vornehmlich Gemüse (Salat, Möhren, Beete, Petersilienwurzeln, Kohlrabi, Broccoli, Chinakohl, Sellerie, Staudensellerie, Kräuter....)

Hier gibt es Futterlisten:

- diebrain.de

- sweetrabbits.de

- kaninchenwiese.de

Trockenes Brot, Kartoffeln und Kraftfutter sind für Kaninchen nicht gesund, sie schleifen auch die Zähne nicht ab. Das einzige was man damit erreicht ist eine schnelle Gewichtszunahme zur Schlachtreife, wenn man seine Kaninchen also nicht schlachten will, vollkommen überflüssig.

Wasser sollte täglich frisch in einem Napf vorhanden sein. Einmal in der Woche bekommen meine Obst als Leckerlie. Außerdem gibt es bei den sehr leichten Kaninchen mal ein Leckerlie auf Basis von Haferflocken, Erbsflocken, Sonnenblumenkernen oder ungezuckerten Kornflakes, aber das ist wirklich für die gedacht, die zu leicht sind und zulegen müssen.

Du schreibst oben nur von einem Kaninchen, ich hoffe du hast mindestens zwei.

Antwort
von MarkusKapunkt, 43

Das Grundnahrungsmittel: Gras. Aber bitte nicht selbst pflücken, sondern das Kaninchen es selbst abweiden lassen, da das Gras nach dem Pflücken irgendwelche chemischen Stoffe bildet, die beim kaninchen zu Magenschmerzen führen können (habe ich zumindest mal gelesen).

Ist dein Kaninchen ein Drinnen-Tier, musst du das Gras durch Heu ersetzen. Das ist auch für Draußen-Tiere sehr wichtig, sie brauchen immer etwas in ihrer Raufe zum Knabbern.

Trockenfutter solltest du wenn überhaupt nur als Leckerli verfüttern, da du es sonst mästest. Wenn dein Kaninchen ein Haustier ist und nicht in den Topf soll, gib ihm so wenig Kraftfutter wie möglich. Genauso verhält es sich mit Mais, Zwieback, Haferflocken, Getreide und allem anderen, was sehr viel Stärke enthält. Das schmeckt dem kaninchen zwar alles gut, lässt es aber schnell fett werden.

Ergänzen kannst du den Ernährungsplan mit Mohrrüben, gekochten Kartoffeln, Kohlrabi, Salat, frischen Kräutern, Obstbaumzweigen und deren Blättern, und hin und wieder etwas Obst. Pass aber auf, dass du dein Tier ausgewogen ernährst: Zu viel zuckerhaltiges Obst und Gemüse kann auch bei Kaninchen zu Karies führen.

Kommentar von monara1988 ,

Gekochte Kartoffeln haben nichts in Kaninchen verloren; die sind ungesund und zu stärkehaltig.

Trockenfutter ist kein Leckerchen, sondern unnötig da ungesunder Industrieabfall+Chemie.

Und Karies können Kaninchen nicht bekommen, denn dafür nutzen sich die Zähne, die ja ein Leben lang weiterwachsen, viel zu schnell ab ;)

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Du scheinst vielleicht eine andere Meinung zu haben und auch um die Ernährung deiner Tiere besorgt zu sein, weshalb ich deine Kritik erst einmal positiv würdigen möchte. Doch habe ich bereits 25 Jahre Kaninchenerfahrung. Dabei hatte ich durchgehend allerdings erst sieben Kaninchen, weil sie alle ein hohes Alter erreicht haben. Ich bilde mir deshalb ein, von Kaninchenhaltung sehr viel zu verstehen. Meinen Kaninchen hat inmer geschmeckt was ich ihnen gegeben habe. Sie waren nie krank und sind bis ins hohe Alter topfit gewesen. Nur ein einziges Kaninchen musste ich aus Krankheitsgründen einschläfern lassen, was an einer zu spät erkannten Wurminfektion lag (aber aus Fehlern lernt man). Alle anderen sind eines natürlichen Todes gestorben.

Wenn man vielseitig aber ausgewogen füttert macht man nichts verkehrt, auch nicht mit Kartoffeln (es waren übrigens meistens übriggebliebene Pellkartoffelschalen). Ich musste in Sommer meist kaum beifüttern, weil sie im Gehege genug Gras hatten und auserdem Heu. Abends bekam jedes eine Karotte oder ein paar Kräuter, auch ab und zu mal Trockenfutter - wie kommst du darauf, dass es nur chemischer Müll ist? Hast du dafür einen Beleg? Es ist auf dauer ungesund, ja, aber nur, weil es viel Energie enthält, und das macht die Tiere auf Dauer dick (hatte ich aber schon geschrieben).

Das Kaninchen zeigt einem schon, worauf es steht und jedes hat seinen eigenen Geschmack. Darauf sollte man achten, wenn man die Tiere artgerecht halten will und auch ein Anliegen daran hat, dass sie glücklich und gesund sind.

Und natürlich kann ein Kaninchen von zu viel säure- und zuckerhaltigem Futter auch so wie wir Menschen Zahnprobleme kriegen. Dass die Zähne nachwachsen, interessiert die Bakterien nicht- der kaputte Zahn kann bloß anders als bei uns Menschen wieder ausheilen. Schmerzhaft ist es für ein Kaninchen trotzdem, wenn der Zahn fault. Habe ich bei einer Bekannten leider schon beobachten müssen. Das Kaninchen wurde eingeschläfert, weil es nichts mehr fressen konnte und sich der Zahn und der ganze Oberkiefer bereits stark entzündet hatten.

Kommentar von monara1988 ,

Das hat nichts mit meiner Meinung zu tun. Lies die Dinge einfach mal nach die ich geschrieben habe...

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Echte Erfahrungswerte lassen sich nicht in Büchern nachlesen. Und wenn in deinem Buch steht, dass Kaninchen kein Karies bekommen können, dann solltest du es im Badezimmer aufbewahren. Im Toilettenpapierhalter...

Kommentar von monara1988 ,

Ich nutze keine Bücher, eben weil da fast nur Mist drin steht!

Ich informiere mich lieber da wo es den Leuten nicht ums Geld geht ;)

Antwort
von yatoliefergott, 61

Immer genug Heu, Möhren (aber nicht zu viel und in dünne streifen geraspelt), Gurke, Blätter von Kohlrabi und Radieschen, im Winter ab und zu Trockenfutter, Äste zum nagen, manchmal ein Stück apfel oder Erdbeeren, Kräuter, Löwenzahn und alles mögliche Zeug von Wiesen

Kommentar von 08022013 ,

Was denn für Äste ?

Kommentar von yatoliefergott ,

Apfel, Ahorn und birke

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Kirsche, Birne und Pflaume sind ebenfalls unbedenklich. Eigentlich nagen Kaninchen gerne an allen Obstbaumzweigen.

Kommentar von yatoliefergott ,

ich hab mal gelesen, Kirsche ist nicht so gut :/

Kommentar von monara1988 ,

Radieschen sollte man nicht füttern(nur sehr selten!), da zu scharf. Die Blätter sind aber unbedenklich. Und Trockenfutter sollte man garnicht füttern....

Antwort
von Astrang3Girl, 60

Also unser Zwergkaninchen hat ständig Heu zum mampfen. Desweiteren bekommt er häufig getrocknetes Brot und Karotten für seine Zähne. Manchmal gibts auch Pellets oder solche Futtermischungen (aber eben nicht oft). In maßen darf er auch Apfel-schnitze, Löwenzahn und Salat genießen. Und ab und zu noch ein Leckerli, welches er besonders liebt^^

Kommentar von 08022013 ,

Von den Löwenzahn nur die Blätter ?

Kommentar von Astrang3Girl ,

Also ich geb ihm nur die Blätter, ja :)

Kommentar von Ostereierhase ,

Bitte kein Brot! Trockenes Brot bringt rein garnichts für den Zahnabrieb, es weicht dafür viel zu schnell auf. Stattdessen macht es dick und wenn es dumm läuft, schimmelt es sogar unauffällig, damit kann man sein Kaninchen vergiften.

Kommentar von Astrang3Girl ,

Danke für deinen Rat.

Ich muss sagen, dass ich das zum ersten mal höre, sogar mein Tierarzt hat mir Brot empfohlen. Es wird seit gut sechs Jahren wie beschrieben gefüttert und bisher war nichts negatives zu erkennen :O

Kommentar von Ostereierhase ,

Die meisten Tierärzte kennen sich leider maximal mit Kaninchenkrankheiten aus, die wenigsten mit der Ernährung und Haltung. Meist wird das wiedergekaut, was man vor Jahren mal am Rande gelesen hat, denn Fortbildungen sind für Tierärzte nicht billig und Kaninchen bringen i.d.R. nicht viel Geld ein, eine schlechte Kombination um den Fortibildungseifer auf diesem Gebiet zu stärken.

Kohlenhydrate sind für Kaninchen insgesamt eher schwer verdaulich, der kurze Dünndarm ist dafür nicht ausgelegt. Ihre Verdauung läuft über den Blinddarm und Dickdarm ab, in welchen wie in Gärkammern gram-positive Bakterien die Zersetzung des Futters übernehmen und dem Kaninchen das liefern, was es zum Leben braucht.

Über zu viele Kohlenhydrate kann es zu Stoffwechselstörungen (Diabetes), Verfettung, Zahnprobleme, Durchfällen, Trommelsucht und Vergiftungen (Schimmelpilztoxine wie oben schon beschrieben, aber auch Enderotoxämien) kommen. Wenn die Kaninchen jung sind, wird das noch eher weggesteckt, bei den Alttieren kommen dann die Probleme auf jeden Fall an den Tag, wenn das Immunsystem und der Körper nicht weiter kompensieren können oder zusätzliche Belastungssituationen an den Tag kommen.

In freier Natur bekommen sie nur sehr selten Kohlenhydrate zu fressen und wenn, dann in Kleinstmengen (man vergleiche die natürlichen Süßgräser mit dem gezüchteten Getreide). Kaninchen haben in der Evolution daher einen ganz anderen Weg eingeschlagen, da die meisten sie aber immer noch wie Schlachttiere ernähren, die schnell zunehmen sollen, führt das immer wieder zu Problemen.

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Wollte ich auch grad schreiben. Wenn überhaupt Brot, dann Zwieback. Und auch nur dann, wenn das Kaninchen etwas zu mager ist.

Kommentar von HikoKuraiko ,

Auch Zwieback ist absolut ungeeignet für die Tiere. Wenn du zunehmen müssen dann lieber Knollengemüse geben, aber doch kein Brot/Zwieback mit diversen Zusätzen die noch nicht einmal unbedingt für den Menschen gesund sind. 

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