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Was geschah mit der StaSi nach dem Mauerfall?

gefragt von LowNils am 04.10.2008 um 8:33 Uhr

Hallo, ich sah gestern den Film "Das Leben der Anderen" über DDR und StaSi. Ich habe als Jugendlicher den Mauerfall miterlebt, wusste damals aber kaum etwas von der DDR. Mehr erlebt habe ich den Umbruch in der einstigen Sowjetunion. Damals hieß es immer, der KGB wäre Geschichte, die Leute auf der Straße sprachen aber häufig von einer Nachfolgeorganisation in Rußland, die auch die meisten Leute übernommen habe. Was passierte also mit der StaSi? Hörte die so einfach auf wie im Film, oder sind da neue oder andere Organisationen entstanden, wo das Personal aufgefangen wurde?


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PeterA
beantwortet von PeterA am 4. Oktober 2008 08:37
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du guten sind wahrscheinlich beim bnd und bka

Kommentar von B0062c7fab7bf0da32f420f3b225d453smallNiklaus am 4. Oktober 2008 08:56

Es gab keine guten beim Stasi.

Kommentar von F71d86d9216e3ac48b5bd66cf79cc0c3smallHasibert am 4. Oktober 2008 09:14

Nicht gut im Sinne von menschlich, wohl eher die Skrupellosesten.

Kommentar von 65a31f0a12d40d73f98041b273dce952smallPeterA am 4. Oktober 2008 09:16

die technisch guten


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YuLy42
beantwortet von YuLy42 am 4. Oktober 2008 08:44
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Der Personalbestand "zählte schließlich am 31. Oktober 1989 genau 91.015 (hauptamtliche) Mitarbeiter."

Die wenigsten davon sind noch für deutsche Geheimdienste tätig.

Einige wurden bestraft, die meisten dürften ein möglichst unauffälliges Leben führen.

http://kURL.de/idaxu


wernilein
beantwortet von wernilein am 4. Oktober 2008 08:41
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ne ganze menge hat jetzt einen neuen arbeitgeber,geheim sind sie immer noch. und wenn sie nicht gestorben sind ,spionieren sie noch heute


Niklaus
beantwortet von Niklaus am 4. Oktober 2008 08:43
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Die leben unter uns.

Kommentar von 41a0ad0b4f875ce09ebb95ca0d1bb0d1smallwernilein am 4. Oktober 2008 08:48

na, und wenn?

Kommentar von B0062c7fab7bf0da32f420f3b225d453smallNiklaus am 4. Oktober 2008 08:55

Jetzt hast du dich geoutet.


DocChicago
beantwortet von DocChicago am 4. Oktober 2008 09:21
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Die Bundesregierung hat eine eigene Informationsbehörde geschaffen, wo sich Bürger darüber informieren können, ob und in welchem Umfang die DDR-Stasi Informationen über sie gesammelt hat. Die Behörde heißt:

"Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR" oder heute kurz "Birthler-Behörde" (nach ihrer Vorsitzenden benannt).

Hier können auch Unterlagen über ehemalige Mitarbeiter eingesehen werden, wenn ein direkter Bezug zur einsehenden Person besteht.

Für ehemalige Stasi-Mitarbeiter gilt wie für jeden Bürger unseres Staates aber auch das Grundgesetz, und damit auch der Datenschutz.
Das Gesetz unterscheidet nicht zwischen "guten" und "schlechten" Bürgern.



Praline
beantwortet von Praline am 4. Oktober 2008 09:32
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Die meisten haben sich integriert in Untergruppen des Volkes. Aber die Ewiggestrigen stänkern und lügen. Machen das, was sie gelernt haben. Viele sind auch bekannt. Man kann gegen sie halt nichts machen - sie lügen so geschickt, daß keiner gegen sie ankommt. So war's bei einem brandenburgschen Politiker und auch bei Genossen von der PDS, die Linken. Sie lügen und lügen und keiner kommt gegen sie an. Im Fernsehen gab's eine Sendung, wo nachgewiesen wurde, daß eine große Anzahl der Stasi_Leute Rechtsanwälte im Land Brandenburg sind. Man sollte mit diesem ganzen Untersuchungen ernster umgehen und diesen Leuten das Handwerk legen, damit endlich Schluß ist. Aber stattdessen müssen wir uns durch solche Leute an der Nase rumführen lassen...


Uhrliebhaber
beantwortet von Uhrliebhaber am 4. Oktober 2008 15:35
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Nach dem Mauerfall wurde zunächst von der letzten DDR-Regierung bis zum Anschluss an die BRD am 3. Oktober 1990 noch das Amt für nationale Sicherheit (AfNS) gebildet, in dem noch MfS-Mitarbeiter tätig waren, insbesondere auch solche aus der Hauptabteilung Aufklärung (Auslandsspionage). Chef des AfNS war ein Stellvertreter des langjährigen MfS-Ministers Mielke und vormaliger Leiter der MfS-Bezirksverwaltung, Wolfgang Schwanitz. Nach Ende der DDR-Ära haben sicher einige der MfS-Angehörigen in allen möglichen Geheimdiensten in Ost und West Stellung gefunden. Die Mehrzahl ist in vielen Stellen untergekommen, wenn sie nicht ohnehin im Rentenalter waren. (z.B. in privaten Sicherheitfirmen, Versicherungen usw.) Im öffentlichen Dienst durften sie nicht tätig werden und es wurden in der Vergangenheit auch einige enttarnt, die ihre frühere Tätigkeit beim MfS vertuscht haben. Eine generelle Aburteilung dieser Menschen als das "Böse" halte ich für unsinnig. Viele von ihnen waren, wie andere auch, einer sich vor allem in der Praxis als Irrlehre erweisenden Ideologie verbunden und unterworfen, von der sie sich mangels Alternativen nicht oder nur schwer lösen konnten. (Zum Teil haben diese Menschen gerade die Erfahrungen des Hitlersches Reiches gemacht und überstanden und wollten alles anders und besser (?) machen.) Anders würde ich diejenigen beurteilen, die vorsätzlich von jedem klar zu verstehendes Menschenrecht und sogar eigenes DDR-Recht brachen. (wie Mord, Totschlag, Körperverlstzung, physische und psychische Gewalt) Die "Schreibtischtäter", Vorgesetzte dieser, müssen sich allerdings schon gefallen lassen, mit einbezogen zu werden. Geheimdienste gehen tendenziell immer an die Grenzen oder überschreiten sie, wenn niemand die Macht hat, dagegen einzuschreiten oder es denn will, unabhängig von der Schwere des Auftretens. So war es (oder ist es) auch in der DDR, in Russland, in Chile, in den USA, in der BRD in Israel und der Welt insgesamt. Als Deutsche sollte man nie vergessen, wie in den deutschen Nachkriegs-Staaten der Nazismus und ihre Vertreter behandelt oder nicht aufgearbeitet wurden und ob und wie aus dieser Zeit Lehren gezogen wurden.


Wyatt
beantwortet von Wyatt am 4. Oktober 2008 19:17
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Sie sind heute wirklich überall, im BND, Polizei, Politik, Wirtschaft. Zwar wurden alle zuvor "durchleuchtet", doch wer im Herbst 1989 Zugang bei entsprechenden Stellen hatte, konnte sich sozusagen einen Persilschein ausstellen. Einige konnten sich damals sogar einen Teil des Volksvermögens (Bargeld) aneignen, mit dem sie nach dem Anschluß der DDR an die BRD neue Firmen gründeten. Aus demographischen Gründen müssen sie aber heute mindestens um die 40 Jahre alt sein. Damalige Führungsoffiziere des MfS sind jetzt am bzw. im Altersrentenalter. Es gibt jedoch auch ernstzunehmende Spekulationen, daß das MfS bis jetzt im Untergrund überlebt hat. Es wäre naiv zu glauben, eine derart perfekte Maschinerie könnte man mal eben kurz stoppen.


anonym
beantwortet von luetzelmatt am 12. Februar 2009 20:07
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