Frage von makavel, 58

Was geschah mit Adligen, die zu einem Nebenzweig gehörten und keine Ländereien oder sonstiges erhalten haben?

Hallo:) Nehmen wir an, man ist der jüngste von vielen Söhnen (als Adliger im Mittelalter). Das führt dazu, dass man keine Ländereien erbt. Die Kinder und Kindeskinder des Adligen erhalten ebenfalls keinerlei Ländereien. Im Prinzip tragen sie also nur den Namen eines Adelshauses, aber davon können sie schlecht leben und die Hauptlinie eines Adelshauses kann ja wohl kaum alle Nebenzweige der Familie finanzieren. Sind die Mitglieder dann in das Bürgertum gewechselt oder was geschah in einem solchen Fall?

Ich weiß nicht, ob das von Adelshaus zu Adelshaus unterschiedlich gehandhabt wurde. Falls ja würde mich vor allem das Haus Hohenzollern und Habsburg interessieren (Über die Jahrhunderte müsste der Fall, den ich oben beschrieb, häufig aufgetreten sein). Danke :)

Antwort
von Nijori, 26

Erstmal hat man versucht seine Kinder so einflussreich wie möglich zu verheiraten, wer keine gute Partie finden konnte ging meist in Ritterorden oder das schon genannte Kloster.
Also versuchte er auf andere Art irgendwo zu Ansehen zu kommen und es kam auch vor das Adelige ihren Status verloren und zu bürgerlichen wurden.

Auch wurden Söhnen die wenig vorzuzeigen hatten schonmal ne Hand voll Soldaten in die Hand gedrückt damit sie "Rumreich" bei irgendeiner Selbstmordaufgabe sterben konnten und der Familie keine Schande bereiteten.

Auch wenn wohl viele sich dann wohl ehr auf die Socken gemacht haben anstatt den Blödsinn durch zuziehen oder mit den Soldaten als Söldner oder Banditen herrum gezogen sind kam wohl auf die Loyalität der Soldaten an.

Antwort
von Accountowner08, 27

In Frankreich erbte der älteste, der zweite wurde Soldat, der dritte Kleriker, und alle nachfolgenden mussten sonst schauen, wo sie blieben...

Antwort
von Modem1, 10

Die bekamen in der Armee einen hohen Titel . Oder bewarben sich am Hofe des Königs als Effekt oder als Berater.

Antwort
von kirsche777, 34

meist war tatsächlich nur der Älteste erbberechtigt, die jüngeren Söhne zogen in Kriege, ließen sich also als Söldner ausbilden und verdingten sich bei anderen Adligen, oder aber sie suchten sich eine reiche Erbin, hatten dann auch ihr Auskommen, sie konnten auch Bürgerliche (meist mit viel Geld) heiraten-der Adlige hatte Geld und die Bürgerliche einen Titel

Kommentar von makavel ,

War das nicht ein enormer Rückschritt für diejenigen, die als Adlige geboren wurden und letztlich als Söldner endeten?

Danke für deine Antwort!:)

Kommentar von kirsche777 ,

da hast du Recht, aber die Erbgesetze waren damals so kompliziert, dass den Nachgeborenen nur die aufgezeigten Alternativen z.B. blieben

Antwort
von voayager, 10

Im Mittelalter, das weiss ich nicht, in der Neuzeit (16. - 19. Jhdt.) hievte man/sich sie in den Militärdienst als Offizier hinein oder nahm nen höheren Kirchenposten ein, z.B. Bischof oder Abt eines Klosters.

Antwort
von schelm1, 33

Solche Abkömmlinge wurden gut verheiratet, gingen ins Kloster oder eben leer aus!

Antwort
von archibaldesel, 36

Eine Kirchenkarriere war immer ein Weg für Nachgeborene

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