Bei SIEMENS mussten ja einige Manager gehen, weil dort Mittel nicht konform verwendet wurden. Worum handelte es sich bei dem Vorgang genau? Bis vor kurzem war es doch üblich und wurde steuerlich als nützliche Aufwendung anerkannt, wenn zur Erlangung eines Auftrages im Ausland Bestechungsgelder gezahlt wurden. Es nützt ja auch dem Unternehmen, den Arbeitsplätzen und der deutschen Industrie. Wird den Managern bei Siemens Bestechung, Bestechlichkeit, Vorteilsannahme oder was genau vorgeworfen?

Seit einigen Jahren ist Bestechung nicht mehr steuerlich gefördert, sondern verboten.
Die Manager hatten schwarze Kassen angelegt, also hunderte von Millionen ausserhalb der Buchführung geparkt und aus diesem Fond dann (italienische) Beamte bestochen, um Aufträge zu erlangen.
Neben der Bestechung und der unsauberen Buchführung haben sie sich damit auch der Untreue zulasten von Siemens schuldig gemacht, weil sie das Geld ja dem Unternehmen und damit den Eigentümern, sprich Aktionären entzogen hatten.
Korruption und Schmiergelder die nur dazu taugten, Aufträge an Land zu ziehen und dann noch zu behaupten, mann wisse nix davon. So verwerflich dieses Vorgehen auch ist - aber ich hab so meine Zweifel, dass bei Generel Electric alles sauber abläuft. Geld regiert die Welt - und die Herren Nieten in Nadelstreifen machen sich einen Jux draus, damit zu spielen und einen auf mächtig zu machen. Es stellt sich halt auch die Frage, wieviel von dem geflossenen Schmiergeldzahlungen in den Taschen der Siemensmanager gelandet sind. Was man aber nicht vergessen darf: Siemens hat eine große Konkurrenz auf dem Weltmarkt - und da wird genauso geschmiert und abkassiert. Der leidtragende ist Otto Normalverbraucher, denn diese Schmiergelder sind ja irgendwo einkalkuliert.