Was genau sind Listensitze und wie lassen diese sich berechnen?

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3 Antworten

Für den Bundestag werden die Hälfte der Abgeordneten über Direktmandate bestimmt und die andere Hälfte über Listenmandate pro Bundesland. Es sind also immer genau 50 % der Abgeordneten im Bundestag Listenabgeordnete.Jeder Wähler hat zwei Stimmen. Mit der wichtigeren Zweitstimme wählt man die Zusammensetzung des Parlaments nach Parteien.Gewertet wird dabei nur die Partei die mehr als 5 % hat.Damit steht nun die Anzahl an Abgeordneten fest die jede Partei zur Verfügung hat.Im zweiten Schritt werden die Erststimmen ausgewertet, das sind die Direktmandate. Es zieht immer der ein der die meisten Stimmen hat, meist jemand von CDU/CSU oder SPD.Es gibt genau halb so viele Wahlkreise wie Abgeordnete. Nun kann es passieren, dass eine Partei in einem Bundesland mehr Direktmandate bekommt als ihr lt. Zweitstimmen zustehen. Dann dürfen die trotzdem rein werden aber durch sogenannte Überhangmandate bei den anderen Parteien ausgeglichen. Damit hat der Bundestag mehr Abgeordnete als die Sollstärke, das war bei jeder Wahl so.Dann gibt es noch die Nachrücker. Das sind Abgeordnete die dann in den Bundestag kommen wenn einer aus ihrer Partei zurücktritt oder krank wird/stirbt. dann rückt der nächstbeste nach.Noch Fragen?Gerne auch auf meiner Webseite www.augsburgblick.de

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Hei, Bodoa, wie viel Sitze etwa22,8 Prozent sind, ergibt sich aus der Anzahl der Sitze, die ein Parlament aufweist. Beim Deutschen Bundestag mit etwa 620 Mandaten ergäb sich in diesem Beispiel die Rechnung 620 : 22,8 Prozent = 141 Sitze.  Davon ab gehen die direkt Gewählten; bleiben bei acht Direktgewählten 133 Listenplätze. Und so. Grüße!

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Hei, Bodoa, bei den Wahlen zum Deutschen, Bundestag gibt´s bekanntlich zwei Stimmen: Eine für die Direktwahl eines Kandidaten je Wahlkreis, und eine für die Liste einer Partei. Nach den Stimmen für die Liste wird die Anzahl der Sitze in Prozent ermittelt, die eine Partei im Parlament bekommt, z. B. SPD 22,8 Prozent Wählerstimmen ergibt 22,8 Prozent der Sitze im Parlament.

Die gewählten Abgeordneten, die über diese Liste hineingekommen sind, sitzen nun auf einem Listenplatz.

Auf den jeweiligen Listen stellt die Partei ihre wichtigsten Leute nach vorn; also bei der CDU vielleicht 1. Angela Merkel, 2. dieser, 3. jener, 4. undsofort. Nehmen wir an, die Liste enthielte hundert Kandidaten, so wären bei 32,8 Prozent Wählerstimmen die ersten 32 auf einen Listensitz gewählt.

Es herrscht auf den Wahlparteitagen der Parteien stets ein heftiges Gerangel, wer wie weit nach vorn auf die Liste kommt. Denn es sagt 1. etwas aus über die Wertschätzung des / der Kandidaten/in und 2. über die Chance, ins Parlament gewählt zu werden. Kann die Partei mit vielleicht 6,5 Prozent Wählerstimmen rechnen wie die FDP, so wäre Listenplatz 40 völlig illusorisch. o.k.?

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