Frage von Tilsia, 57

Was genau kritisiert Hobbes an der Demokratie abgesehen davon, dass durch die vielen Machthaber bei Uneinigkeit ein Bürgerkrieg ausbrechen könnte?

Antwort
von nikfreit, 33

Dieses fiktive Streitgespräch mit Rousseau, Locke und Hobbes verdeutlichen  Hobbes Position auf unterhaltsame Weise, wie ich finde.

Zitat aus dem Interview

Solange der Staat den Bürgern Frieden und Sicherheit garantiert, schulden sie ihm totalen Gehorsam. Kein Mensch hat das Recht, dem Willen des Souveräns Widerstand zu leisten, auch dann nicht, wenn er sich ungerecht behandelt fühlt. Der Souverän kann nicht einmal zur Rechenschaft gezogen werden, wenn er einen Menschen unschuldig hinrichten lässt, wenn er glaubt, dass dies im Interesse des Friedens nötig ist. Die Gehorsamspflicht der Untertanen endet erst dann, wenn der Staat seiner Aufgabe der Friedenssicherung nicht mehr nachkommen kann.

Und

Diese Ideen sind doch völlig unrealistisch! Der Verlauf der Geschichte hat ja auch gezeigt, dass sie sich nicht durchsetzen konnten. Direkte Demokratie - das geht vielleicht in einem kleinen Staat wie in Ihrem Geburtsort Genf. Aber in Flächenstaaten, die seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert überall in der Welt entstanden sind, ist das ja wohl nicht durchführbar. Und Gleichverteilung von Gütern - das erinnert mich sehr an das Experiment des Kommunismus, das in den europäischen Ostblockstaaten kläglich gescheitert ist.

http://www.dadalos.org/deutsch/Demokratie/Demokratie/Grundkurs2/Klassiker/streit...



Kommentar von nikfreit ,

Soll natürlich verdeutlicht heißen.

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