Frage von Dbdeutschland, 78

Was genau ist Selbstbeteiligung bei einer Haftpflichtversicherung und wofür ist die?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von DEVK, Business Partner, 78

Hallo Dbdeutschland,

ich vermute es geht um die Privathaftpflichtversicherung.

Manche Tarife beinhalten eine Selbstbeteiligung pro Schadenfall. Kommt es zu einem Schadenfall trägst du die Kosten bis zu der Höhe der Selbstbeteiligung selbst. Die Kosten darüber hinaus übernimmt die Versicherung bei einem versicherten Schaden.

Kleiner Tipp: Meist handelt es sich um kleinere Schäden. Eine Selbstbeteiligung in der Privathaftpflichtversicherung lohnt sich somit in vielen Fällen nicht ;-)

Grüße, Ines vom DEVK Team

Kommentar von Dbdeutschland ,

Super, danke. Und was ist der Unterschied zwischen einer privaten und normalen Haftpflichtversicherung? Die private spricht mich irgendwie mehr an...

Kommentar von DEVK ,

Den Begriff "normale" Haftpflichtversicherung gibt es so nicht. Ich vermute jedoch, dass viele mit der normalen Haftpflicht die Privathaftpflicht meinen. Es gibt aber beispielsweise auch noch die Kfz-Haftpflicht oder die Betriebshaftpflicht für Selbstständige etc.

Antwort
von Tuehpi, 65

Die Selbstbeteiligung ist ein Betrag. 

Den Betrag muss du zahlen wenn du deine Haftpflichversicherung in Anspruch nimmst. 

Stell dir vor du hast 150 Euro Selbstbeteiligung. 

Nun machst du etwas im Wert von 200 Euro kaputt. Du bezahlst 150 Euro des Schadens, deine Versicherung 50 Euro. 

Wenn du etwas im Wert von 10.000 Euro kaputt machst, zahlst du 150 Euro und deine Versicherung (du ahnst es vielleicht) 9850 Euro. 

Wofür? Damit die Versicherung nicht für jeden Quark in Anspruch genommen wird. 

Kommentar von Dbdeutschland ,

Braucht man sowas?

Kommentar von Tuehpi ,

Braucht man was? Eine Selbstbeteiligung? Offenbar, ja.
Was meinst du was passieren würde wenn ständig leute mit 20 Euro schäden in die Versicherung gestolpert käme. 
Man könnte die Selbstbeteiligung auch als Verwaltungspauschale sehen. 

Kommentar von Dbdeutschland ,

Ist aber komisch denn wenn derjenige der den Schaden gemacht zahlen muss kann man es doch auch so zahlen ohne die Versicherung, und wenn es diese Selbstbeteiligung nicht geben würde, würde dann die Versicherung auch den Rest nicht zahlen? Oder wie?! 

Kommentar von Tuehpi ,

Man kann auch Haftpflichtversicherungen ohne Selbstbeteiligung abschließen, dann übernimmt die Versicherung den kompletten Schaden. Allerdings sind idR die Beiträge dann auch etwas höher.

Klar kann man dann auch so zahlen. Sollte man auch wenn der Schaden geringer ist als die Selbstbeteiligung. Oder nur Geringfügig höher. Oft ist es so das nach einem Regulierten Schaden auch die Versicherungsbeiträge steigen oder man zB in der Kfz Versicherung seinen Schadensfreiheitsrabatt verliert. 

Wenn man nun einen Schaden von zB 500 Euro regulieren lässt, und dafür auf das nächste Jahr 1000 Euro mehr an Versicherungsbeiträgen zahlen muss ist die Entscheidung ja recht simpel, oder ?  

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