
ein Zusammenschluß. Gibt es z.B. im Zusammenhang mit Psychologie (Mutter-Kind-Symbiose) - beschreibt die enge Verbindung, die sich später lösen sollte.
Symbiose,
in der Psychologie enge Beziehungen von hoher gegenseitiger Abhängigkeit, z. B. zwischen Mutter und Säugling, zwischen Zwillingen oder Ehepartnern, die alles gemeinsam machen und alles voneinander wissen. Während die Symbiose in der frühen Kindheit als normaler Abschnitt der seelischen Entwicklung angesehen wird, gelten symbiotische Beziehungen zwischen Erwachsenen als problematisch, weil sie nur wenige Auseinandersetzungen zulassen und sich durch den hohen Harmoniedruck nur schwer an Veränderungen anpassen. So scheitert eine symbiotische Partnerschaft oft nach der Geburt eines Kindes, weil dann die Mutter mit dem Baby unbewusst eine neue Symbiose eingeht und der Vater sich der bisherigen Symbiosepartnerin beraubt fühlt.
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Symbiose
[griechisch] die, Biologie: das Zusammenleben artverschiedener, aneinander angepasster Organismen zu gegenseitigem Nutzen. Die bekanntesten Beispiele für pflanzliche Symbiosen sind die Flechten, die Knöllchenbakterien und die Pilzwurzel (Mykorrhiza). Symbiose zwischen Tieren und Pflanzen stellen u. a. die Gemeinschaft von Ameisen und Ameisenpflanzen dar, die Blattschneiderameisen mit ihren Pilzgärten sowie Hohl- und Weichtiere mit einzelligen Grünalgen im Körper. Beispiele für tierische Symbiosen sind das Zusammenleben von Einsiedlerkrebsen mit Seeanemonen, von Ameisen mit bestimmten Ameisengästen im Ameisennest und von Raubfischen mit Putzerfischen. Im Magen-Darm-Trakt von Nahrungsspezialisten, z. B. Pflanzenfressern oder Blutsaugern, leben Mikroorganismen, die entscheidend bei der Verdauung mitwirken (Bakterien im Pansen des Magens der Wiederkäuer, Flagellaten und Bakterien im Darm von Termiten). In der Regel bezeichnet man den größeren Symbiosepartner als Wirt, den kleineren als Symbiont; lebt der Symbiont innerhalb des Wirtskörpers, liegt Endosymbiose vor, lebt er außerhalb, spricht man von Ektosymbiose. Die Übergänge zu anderen Formen des Zusammenlebens wie Parasitismus (Parasiten), Kommensalismus, Mutualismus (z. B. das Entfernen von Ektoparasiten aus der Haut von Säugetieren durch Madenhackerstare) sind fließend.
(c) Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, 2007
Symbiose (griech. syn/sym, zusammen; bios, Leben) bezeichnet in Europa die Vergesellschaftung von Individuen unterschiedlicher Arten, die für beide Partner vorteilhaft ist.
Ausgehend von seinen Arbeiten an Flechten schlug Anton de Bary 1878 auf der 51. Versammlung Deutscher Naturforscher und Ärzte in Kassel vor, den Begriff der Symbiose in die Biologie einzuführen. Damals benutzte er ihn aber sehr weitgefasst für jegliches Zusammenleben von artverschiedenen Organismen, also auch für den Parasitismus. In diesem weitgefassten Sinn wird Symbiose noch immer in der US-amerikanischen Literatur für sämtliche Formen des coevolutionär entstandenen Zusammenlebens, vom Mutualismus über den Neutralismus bis hin zum Parasitismus verwendet.

Wenn zwei Dinge miteinander eine Symbiose eingehen, dann ergänzen sie sich gegenseitig.
Beispiel: Anemone und Clownfisch.
Der Clownfisch wehrt Anemonenfresser ab und die Anemone schützt ihn durch ihre Nesselfäden.