Frage von LouisPride, 33

Was genau ist eine allgeimeine Angststörung?

Hallo, ich hab mal drüber gelesen, aber weiß nicht obs genau auf mich zutrifft, aber ich bin halt sehr nachdenklich und mach mir unbegründete Sorgen. Bin M/15

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo LouisPride,

Schau mal bitte hier:
Angst Pubertaet

Antwort
von EinNarr, 11

Die generalisierte Angststörung ist eine Form der Angststörung, die im Gegensatz zu Phobien, nicht spezifisch auf einen konkreten Auslöser zurückzuführen ist. Es ist dementsprechend keine phobische Angst vor etwas, sondern ein, wie der Name schon sagt, generelles und anhaltendes Angstgefühl. Der Angstzustand lässt sich meist auf Sorgen, Befürchtungen respektive Ängsten zurückführen, die unbegründet erscheinen und diese wird als lähmend empfunden - der Betroffene gerät in eine Situation, in der der Alltag nicht mehr zu bewältigen ist, aufgrund dieser unbestimmten Angst.

"[...] aber weiß nicht obs genau auf mich zutrifft, [...]"

Wie etwas heißt, was es so gibt und warum es das gibt, ist erst einmal nicht wichtig und auch ist es vorerst nicht wichtig, ob es auf dich zutrifft. Im Mittelpunkt steht in erster Linie dein Gefühl und deine aktuelle Lebenssituation. Wenn du nicht mehr in der Lage bist deinen Alltag zu bewältigen, du einen Leidensdruck empfindest, dann ist der Punkt erreicht, wo eine professionelle Unterstützung in Anspruch genommen werden sollte.

In diesem Zusammenhang kann dir zum einen dein Leidensdruck mit der Zeit genommen werden und die Ursachen aufgearbeitet werden - auch wird in diesem Kontext eine Diagnostik durchgeführt, die zu einer aussagekräftigen Diagnose führt.

Von Eigendiagnosen ist grundsätzlich abzusehen. Sie sind nicht aussagekräftig und richten schlussendlich mehr Schaden an, als das sie etwas nützen. 

"[...] ich bin halt sehr nachdenklich und mach mir unbegründete Sorgen."

Das ist erst einmal kein Anzeichen für eine generalisierte Angststörung. In der Pubertät allerdings auch im "gehobenen Alter" ist Nachdenklichkeit und das sich Sorgen nicht selten. Entscheidend ist an der Stelle, wie bereits erwähnt, ob du darunter leidest und ob es dich maßgeblich in deinem Alltag behindert respektive einschränkt.

Sollte dem so sein, dann ist die erste Anlaufstelle dein Hausarzt. Dieser kann sich von der Situation einen Ersteindruck verschaffen und dir, sofern angemessen, auch Anlaufstellen nennen, bei denen du dich darauffolgend melden kannst. 

Eine Diagnose zu stellen, gerade über das Internet, ist ebenfalls unmöglich und dementsprechend auch konkrete Anweisungen zu geben, welche Maßnahme nun konkret die Beste wäre sehr schwer. Der Hausarzt ist in solchen Fällen immer der kompetentere Ansprechpartner.

Ich wünsche dir alles Gute und hoffe, dass du die für dich richtigen Schlüsse ziehst und Wege gehst.

Liebe Grüße.

Kommentar von LouisPride ,

Vielen Dank erstmal für deine Aussagekräftige antwort, also ich fühle mich schon ein bisshen bedrückt und auch schlecht, kann aber meinen Alltag perfekt bewältigen. Ich sorg mich halt um Dinge, die sehr unwahrscheibnlich sind und das macht mir bisschen Angst

Kommentar von EinNarr ,

"Ich sorg mich halt um Dinge, die sehr unwahrscheibnlich sind und das macht mir bisschen Angst"

An dieser Stelle begibst du dich in einen Teufelskreis. Du sorgst dich um sehr "unwahrscheinliche Dinge" und diese Sorgen machen dir Angst - womöglich, betrachtet man deine Frage, vor einer psychischen Störung oder schlicht, dass es nicht normal ist.

Sich um "unwahrscheinliche Dinge" Gedanken zu machen und auch besorgt zu sein, dass diese eintreten könnten ist prinzipiell erst einmal nicht unnormal. Nimmt man ein aktuelles Thema zum Vergleich, so sorgen sich viele zum Beispiel davor, einen Terroranschlag miterleben zu müssen oder ähnliches - dabei ist es, statistisch gesehen, wahrscheinlicher an seinem Essen zu ersticken. 

Manche Ängste sind irrational und diese irrationalen Ängste trägt jeder mit sich herum. Gerade auch in der Jugend treten diese des Öfteren auf - es sei auf die Antwort von Sogemacht verwiesen.

Eine Möglichkeit wäre, um auch mal etwas produktives vorzuschlagen, wenn du dich aktiv mit deinen Ängsten beschäftigst. Mit jemanden über diese "Unwahrscheinlichkeiten" sprichst. Setze deinen Ängsten damit etwas entgegen. Lasse dir so, auf diesem Wege, von deinen Ängsten keine Angst machen. 

Solltest du jedoch merken, dass scheinbar alles "aus dem Ruder gerät" und du merkst, dass du dich merklich immer schlechter fühlst, dann bleibst die Empfehlung, sich an einen Hausarzt zu wenden - mit dem lässt sich dann weiteres besprechen.

Kurzum - Hab keine Angst vor der Angst. Rede über das was dir durch den Kopf geht und fresse es nicht in dich hinein. Vielleicht lässt sich auf diesem Wege schon einiges bewältigen.

Liebe Grüße.

Antwort
von Sogemacht, 16

Bei der allgemeinen Angststörung ist keine konkrete Ursache feststellbar, im Unterschied etwa zu einer Spinnenphobie.

Von einer Störung spricht man auch erst, wenn dich die Angst im täglichen Leben bei der Verrichtung von Aufgaben hindert.

In deinem Fall gehe ich einfach mal davon aus, dass es sich um hormonelle und entwicklungsbedingte Zustände handelt, also deine Pupertät dir zusetzt.

Nachdenklichkeit und unbegründete Angst ist in deinem Alter häufig, einfach aufgrund von Unsicherheit, gepaart mit fehlender Erfahrung, auf Neues oder Unbekanntes (etwa die Zukunft im Allgemeinen) zu reagieren.

Sollten die Zustände über mehrere Monate anhalten, oder stärker werden, würde ich aber zu einer Abklärung raten.

Erwachsen werden ist speziell für Jungs eine Herausforderung. Aus eigener Erfahrung kann ich dich aber beruhigen. Mit jedem Jahr wird es leichter. Ich bin jetzt 35 und richtig entspannt. Viel Glück!

Kommentar von EinNarr ,

Kurz und knapp - eine schöne Antwort. Chapeau!

Antwort
von Dooooll, 20

Sei dir gewiss, eine ernsthafte psychische Erkrankungen ist nicht einfach nachdenklich sein und sich Sorgen machen.

Antwort
von Satiharu, 8

Wo ist die Grenze, ob du nun eine hast oder nicht?

Bist du zufrieden?

Ja - super (:

Nein - ändere was.

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