Frage von MrRayman, 45

Was genau ist ein magnetisches Wechselfeld?

Im Skript ist es definiert:

Flussdichtenbetrag und Feldorientierung sind zeitveränderlich, jedoch bei feststehender Ausrichtung der Feldachse.

  1. Ist der Flussdichtenbetrag die Stärke des Magnetfeldes?

  2. Ist die Feldorientierung die Richtung des Nordpols?

  3. Was ist die Feldachse?

  4. Ist ein Drehfeld ein spezielles Wechselfeld?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von atoemlein, 24

Zu deinen Fragen:

1: Ja, genau

2: Ja, genau.
Oder besser: der Ort des Nordpols gegenüber dem Südpol. Die Feldrichtung ändert sich nur von "oben" nach "unten" und umgekehrt, also nicht irgendwie quer oder schräg, nur immer in einer Achse.

3: Die Feldachse ist die Verbindung zwischen Nord und Südpol. Da sie fest bleibt, ändert sich die Feldorientierung eben gemäss Antwort 2.

4: Ja, im allgemeinen schon.
Es kann aber auch ein konstant starkes Feld sein (also kein Wechselfeld), das nur räumlich rotiert.Auch ein nur drehenderDauermagnet kann ein Drehfeld erzeugen.
Allgemein: Ein Drehfeld entsteht dann, wenn die Feldachse nicht fest ist.
Meist rotiert die Feldachse dann innerhalb einer Ebene, in der die Achse liegt. Einfacher gesagt, Nord- und Südpol rotieren um ein Zentrum herum.
Meist ist das Drehfeld dann auch ein Wechselfeld, bzw. wird aus mehreren überlagerten, zeitlich verschobenen Wechselfeldern gebildet.

Kommentar von MrRayman ,

Danke schön, sehr schön erklärt.

Also erzeugt man aus dem normalen Dreiphasennetz in einer Asynchronmaschine kein Wechselfeld sondern nur ein Drehfeld. Weil zu mindestens unter idealisierten Bedingungen der Flussdichtenbetrag zu jedem Zeitpunkt gleich stark ist, oder?

Kommentar von atoemlein ,

Das wäre ein absoluter Idealfall: immer konstanter Flussdichtenbetrag. In der Realität ist das aber in keiner Maschine auch nur annähernd zu erreichen.

Bezüglich Asynchronmaschine ist es noch komplizierter.
Eigentlich wäre "nur" ein reines Drehfeld mit konstantem Flussdichtenbetrag nötig. Also kein eigentliches Wechselfeld im Sinn der obigen Definition. Aber "man" erzeugt es aufgrund der Konstruktion und der meist sinusförmigen Betriebsspannung natürlich trotzdem (das Wechselfeld).
Weil aber Drehfeld und Rotordrehung eben asynchron sind (Stator-Drehfeld hat höhere Drehzahl als der Rotor), würde selbst ein ideales Drehfeld dadurch gestört.

Antwort
von PWolff, 19

1. siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Magnetische\_Flussdichte , 1. Absatz. (In den Physikvorlesungen hieß B aber ebenfalls einfach "Magnetfeld".)

2. bis 4. Stell dir eine eingleisige Pendelbahnstrecke vor ("Shuttle", z. B. von Bahnhof zu Flughafen oder von Schiffsanlegestelle zu Inselzentrum).

2. Die Feldorientierung ist die Orientierung der Feldlinien, die (außerhalb des Magneten) vom Nordpol zum Südpol laufen. Wenn kein Permanentmagnet da ist, der das Feld erzeugt, definiert man die Feldrichtung so, dass die Feldwirkung dieselbe sein soll wie als wenn das lokale Feld von einem Permanentmagneten erzeugt würde. Also die Richtung, in der die Bahn gerade fährt.

3. Die Feldachse entspricht den Bahngleisen.

4. Ein Drehfeld entspricht einer ringförmigen Bahnlinie (A -> B -> C -> A), wie der Wortbestandteil "Dreh-" nahelegt. Ist das mit einer feststehenden Richtung der Bahngleise vereinbar?

Antwort
von newcomer, 20

ein magnetisches Wechselfeld haste in vielen Transformatoren die z.B. aus Netzspannung 50Hz 12V machen.

Ein Drehfeld besteht aus drei Phasen und entsteht z.B. in einer Drehstrommaschine bzw Motor. Dabei sind im Stator 3 Wicklungspackete angebracht die mit 3 Phasen angesteuert werden. Diese Magnetfelder sind um 120 Grad verschoben

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